Darum geht es hier: Blog

Fliegen

Zugegeben, es gibt noch keine ausreichendenden Passagierzahlen in der Elektrofliegerei.
Sie steckt noch in Kinderschuhen, aber auch die Gebrüder Wright haben klein angefangen.
Der erste Flug dieser Pioniere dauerte nur 12 Sekunden.

Das war 1903 (s. Wikipedia). Diesem ersten Motorflug
gingen zahllose unmotorisierte Gleitflüge von Otto Lilienthal voran.
Auch ein Flug um die Welt begann mit kleinen Schritten.

Und was haben wir seither nicht alles entwickelt ? Bereits 16 Jahre später, startete der erste Linienflug
(s. Wikipedia). Fliegen war so attraktiv, dass wir uns wirklich beeilt haben. Aber es wurden keine Überlegungen angestellt,
was Fliegen, bzw. die Art des Antriebs, anrichtet.

Die Lager der Gegner und Befürworter sind unversöhnlich, denn Fliegen trägt zwar nur zu etwa 2 % der CO2– Emissionen bei,
ist aber für 5% der globalen Erhitzung verantwortlich.
Das kommt von sogenannten Nicht- CO2– Effekten, durch Ausbringung in großen (wetterbestimmenden) Höhen, durch Wasserdampf, etc..

Der IPCC schätzt die klimaschädlichen Auswirkungen etwa 2- 5 Mal höher ein, als die von CO2 und Studien gehen von 4,9 % aus (s. Bund).

Bodennahe Emissionen brauchen teils bis zu 30 Jahre, um in entsprechende Höhen zu geraten.
Das sahen wir deutlich am Ozonloch, das in den 80er Jahren für Schlagzeilen sorgte.
(s. Max Planck Institut).
Durch das weltweite Verbot von schädlichen FCKWs, begann es sich rund 30 Jahre später zu regenerieren.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich in den nächsten 50 – 100 Jahren schließt
(s. Greenpeace ).

Diese Beispiele zeigen, wie schnell es gehen kann, wenn Mensch etwas will und die Forschung vorantreibt, aber auch,
wie verzögert die Gleichgewichte der Erde reagieren. Alles, was uns jetzt das Leben schwer macht,
haben wir in den Jahrzehnten davor falsch gemacht.

Dazu gehört auch unsere gewachsene Gewohnheit, selbst kleine Strecken mit dem Flugzeug zurückzulegen.
Gut, man kann sagen, auf Kurzstrecken werden nicht so große Höhen erreicht und doch,
transportieren wir Abgase direkt ins Wettersystem.

Natürlich geht die Entwicklung eines alternativen Antriebs nur durch Fliegen. Aber die Flugzeuge, die heute schon bestellt sind,
werden mit „alter“ Technik ausgeliefert und um sich zu amortisieren, müssen noch etliche schmutzige Flugkilometer zurückgelegt werden.

Zugleich, wird sehr viel weniger in die Erforschung von Alternativen investiert, die Entwicklung also gebremst.
Vergleichen wir nur die rasante Entwicklung vom ersten Motorflug (s. o.) zum ersten Linienflug, in nur 16 Jahren.

Das ohne Notwendigkeit (s. Blog Notwendig), sondern nur wegen kommerziellen Interessen, denn man wusste,
Fliegen lässt sich gut verkaufen. Allerdings ist die Entwicklung alternativer Arten des Antriebs eine Notwendigkeit,
aber es fehlt der Enthusiasmus, der Wille, alles an saubere Antriebe zu setzen.

Deswegen geht die Entwicklung viel zu langsam voran, während steigende Passagierzahlen zu verzeichnen sind.
Schmutziges Fliegen rechnet sich eben immer noch, dafür wird gesorgt.

  

Die Tourismusindustrie ist eine profitorientierte Industrie und solange wir ihnen auf den Leim gehen
und auf einem Kurztrip nach Mallorca so viel CO2 in die Atmosphäre blasen, wie ein Jahr Autofahren verursacht
(s. Spiegel [werbefrei klicken, ablehnen !]), gibt es keinen Grund für sie, die Entwicklung alternativer Antriebe voranzutreiben !

Es ist hier, wie überall :
Es geht ausschließlich um sofortigen Profit, und schnelle Triebbefriedigung.

Wir haben keine Selbstbeherrschung mehr, sie wurde uns kontinuierlich aberzogen, indem Bezugspersonen keine Vorbilder waren
und die Industrie nur Vorteile, aber keine Konsequenzen unserer Bequemlichkeit zeigt.
Wir wollen sofortige Triebbefriedigung, statt abzuwarten und das Doppelte zu bekommen

Bevor wir handeln, müssen wir unser Gewissen befragen und die „Qualität“ des Gewissens hängt von unserer Herzensbildung ab.
Also weniger von der Bildung in sogenannten MINT- Fächern, sondern an Beispielen anderer.
Es können auch (und da kommen Geisteswissenschaften zum Tragen) fiktive, nachempfundene Beispiele eines Märchens,
einer Sage, einer Fabel o.ä. sein. Im Endeffekt auf das Mensch Sein !

Schon Einstein sagte:
Alles sollte so einfach, wie möglich gemacht werden.
Aber nicht einfacher !

Es wird einem von der Industrie bewusst leicht gemacht, falsch zu handeln.
Deutliches Beispiel sind die, mir so verhassten, „Cookie. Richtlinien“.
Sie machen uns allen Ernstes glauben, dass ihnen unsere Privatsphäre am Herzen liege.

„Nicht denken, akzeptieren !“

Sobald solch eine Richtlinie ungefragt aufpoppt und alles blockiert, geraten wir unter (gewollten) Stress,
der uns zu unvernünftigem Handeln bewegt.
Es ist belegt, dass unsere Intelligenz umso mehr schwindet, je gestresster wir sind.
(zum Thema mal wieder Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Die Mobilitätswende muss in allen Bereichen erfolgen, und zwar so bald wie möglich.
Jedes Flugzeug, das am Boden bleibt ist ein Gewinn für uns alle.

Negativ fallen so gut wie alle Reichen auf, die Privat sogar von Hamburg auf Sylt fliegen. Es scheint, dass die gedankenlosesten Menschen, das meiste Geld verdienen.
Wobei von verdienen kann nicht die Rede sein, sie bekommen es. Was sie verdienen bekommen sie erst später !

Is Odil

Gedanken zum „Gut“- sein :

Wer ist gut ?
Derjenige der alle Wesen liebt.

Wer ist schlecht ?
Derjenige dessen Herz
kein Mitempfinden kennt.
(Paul Debes)

Natürlich sind alle gemeint, ich zitiere nur ! Aber das trifft leider zu oft auf unsere Bidlungsopfer zu !

 

 

Mobilitätswende

 

 

(Click and think about it !)

 

diesmal eine, geschwollen ausgedrückt, in situ Dokumentation. Also eine Dokumentation aus der Situation heraus ohne,
dass ich mir eine Woche Zeit ließ, denn das Thema stand fest und hat sich nicht erst „entwickeln“ müssen.

Da ich wegen der schon genannten Hirnblutung nicht mehr aktiv am Straßenverkehr teilnehmen kann
(wegen einer Augenmuskellähmung, kann ich nicht rechtzeitig reagieren), bin ich auf den ÖPNV angewiesen.
Ich habe also persönliche Erfahrungen in verschiedenen Landkreisen sammeln dürfen (müssen).

Dadurch und der Beschäftigung mit „grünen“ Themen, kann ich sagen, was nötig wäre.
Nur leider sind notwendige Dinge teilweise meilenweit von der Realität entfernt.

Das Titelbild zeigt einige (nicht alle) notwendigen Schritte, um unsere Mobilität zur (Teil-)Lösung des Klimaproblems einzusetzen.
Als erstes, sollten wir wieder unseren Körper benutzen, und zwar nicht nur, um öffentlichkeitswirksam Sport zu treiben, sondern die (Aus)Zeit
der eigenen Mobilität mit einplanen, denn es sind die wertvollsten Minuten unseres Lebens.

Ich weiß da was von, denn ich habe die Meditation und wohltuende Wirkung des Gehens am eigenen Leib gespürt.
Aus oben umrissenen Grund, saß ich anfangs im Rollstuhl und das sich „aus eigener Kraft“ Fortbewegen war sehr eingeschränkt.
Doch ich sah eine Chance und fing an, zu trainieren. Zuerst lief ich viel mit meinem Rollator in der Wohnung, zum Einkaufen, etc.

Mit der Zeit wurde ich sicherer und dehnte meine „Ausflüge“ aus, lief erst 100 m, dann 200 m, dann eine kleine Runde in der Nachbarschaft,
dann eine größerer Runde….Ich gewöhnte mir an, meinem inneren Schweinehund kein Gehör zu schenken
und ging bei jedem Wetter, Sommers, wie Winters hinaus.
Ich genoss und „brauchte“ die Zeit für mich, denn die Bewegung tat mir, meinem Geist und meiner körperlichen Einschränkung gut.

Bald tauschte ich den Rollator gegen Walking- Stöcke und nach weiterem Training, ließ ich auch die weg,
so dass ich heute frei laufen kann.

Aber genug der Werbung fürs Laufen (wer mehr wissen möchte [Suchtbewältigung spielt da auch mit], schreibe mir über meine Kontaktseite).
An erster Stelle, aller Mobilität muss unser Körper die Hauptrolle spielen
(nur zum Nachdenken, ich lief nach Friedrichshafen und so war es für mich „fußläufig“ !).
Die Bewegung, die Eindrücke, die frische Luft lassen unseren Körper Endorphine ausschütten
und man kommt garantiert glücklicher heim, als man gegangen ist !

Erst, wenn wir Strecken nicht in annehmbaren Zeiten laufen können, sollte man zuerst das Fahrrad (E) nehmen.
Man ist schneller, kann weiter fahren, hat Bewegung, frische Luft und wird ausgeglichener (Psychohygiene ist ein wesentlicher Punkt).

Hat man partout keinen Elan zur eigenen Bewegung, kommen die überall leihbaren E- Scooter zum Einsatz.
Damit ist man schnell, spart Kraft und ist zumindest an der fischen Luft.
Bei längeren Strecken erst, kann man mit Straßenbahnen, Bussen, S-Bahnen oder Zügen fahren.
Also den ÖPNV nutzen (dazu später mehr).

Dann erst sollte man den Individualverkehr nutzen und E- Roller, E- Motorrad oder E- Auto.

Soweit also zum notwendigen „Ranking“ der Transportmittel. Wir haben allerdings ein Problem.
Seit Jahrzehnten, hat sich die Gesellschaft zu Knausern gemausert und man hat alles gestrichen, was keinen sofortigen Nutzen brachte.

Wir haben bei der Bildung, im Gesundheitswesen, der Pflege, dem ÖPNV und allem gespart, das erst in 10- 20 Jahren Auswirkungen hat.
Dummerweise sind die 10- 20 Jahre schon 10 Jahre vorbei und nun spüren wir die Auswirkungen.

Der deutsche Michel wollte weniger fürs Essen zahlen, also sank die Qualität, wir sind die Müllhalde Europas,
denn hier kann man verramschen, wofür man in anderen europäischen Länder keinen Abnehmer findet.
Hauptsache billig !
Wir wollten weniger für Bildung zahlen und sind nun überall mit Bildungsopfern konfrontiert.

Politisch ungebildete gehen nur der AfD auf den Leim. Das hat sich bei der letzten Wahl bestätigt. Aber wir müssen ja Unmündige, die „einfachen Lösungen“ aufsitzen wählen lassen !

Sie lasssen sich von der (aufgestachelten) Aufregung beherrschen,
anstatt ihre Aufregung zu beherrschen.

Ich bin keineswegs dafür, dass wir Kinder und Jugendliche weiterhin ignorieren, als wären sie per se unmündig.
Ich bin nur nicht dafür, dass sie über das politische Schicksal des Landes abstimmen, solange sie weder den Wissenshintergrund,
die politische Bildung  oder die „Weisheit“ haben abschätzen zu können, welche Konsequenzen ihre Entscheidungen haben.
Das ist leider schon bei vielen Volljährigen der Fall und die Bemühungen der AfD auf (a)social media, bescheren uns nun eine Zukunft,
die wir verhindern müssen, weil die, die sie „gewählt“! haben keine Ahnung haben, wohin die geistige Brandstiftung führt.

Selbst eine 90 Jahre alte Frau, für die ich hin und wieder einkaufe und die ich für ziemlich rechts  halte, rät davon ab, diese Brüllaffen,
denen laut Einstein ein Rückenmark gereicht hätte zu wählen und sagt : „So hat es damals auch angefangen !“

Ich selbst weiß, wie „mündig“ ich mich damals fühlte und wie froh ich jetz bin, dass ich meine fixen Ideen nicht umsetzen konnte.
Statt das Wahlrecht nach unten zu erweitern, wäre ich für eine starke Lobby, bzw, Jugendvertretern, die auch „Gewicht“ haben,
denen man zuhört und manche Wünsche berücksichtigt.

Um sie zu Engagement zu bewegen und an die Selbstwirksamkeit und politische Verantwortung heranzuführen !

Aber zurück zum

Wir wollten nichts für Gesundheit zahlen und so ist unser Gesundheitssystem kollabiert, wir wollen nicht für die Pflege unserer Altvorderen zahlen
und so wird gerade das Notwendigste gemacht, es ist nicht einmal eine Versorgung, geschweige denn eine würdige Pflege möglich.

Und jetzt zum Leitthema, wir wollten nichts für einen funktionierenden menschenwürdigen ÖPNV zahlen und so,
ist die Bahn kaputtsaniert :

Im hiesigen Landkreis ist es fast so schlimm, wie in der nächstgrößeren Stadt. Die Anzeigen und Ansagen stimmen selten,
weil die Fahrer die Strecke nicht kennen, es wird an der Instandhaltung gespart.
Es hat Spinnweben hinterm Fahrer,    

Haltewunschtasten laden zum Drücken ein:

Sitze sind unbrauchbar (Wochen alt) :

Wenn ich meine regelmäßige Logopädie habe, nehme ich zwei Busse vorher, um pünktlich anzukommen.
Habe ich einen sonstigen Termin und vergesse es, kommt der Bus zu spät oder hält nicht wo ich rausmuss, weil ich nicht gedrückt habe.
Allerdings, wie soll ich einen Haltewunsch anzeigenm, wenn meine Zielhaltestelle noch nicht auf der Anzeigetafel zu sehen ist ?

Es ist unterirdisch, und ich zahlte lieber mehr, könnte ich mich einigermaßen auf die Fahrpläne verlassen.
Hier sind sie nichts mehr, als ein Vorshlag 🙂 .

Mit einem ÖPNV dieser Art, lockt man keinen einzigen Autofahrer und bewegt ihn dazu, das Auto stehen zu lassen.
Sie versuchen es vielleicht ein Mal und werden dauerhaft enttäuscht. Da hilft es auch nichts, wenn ihr Auto elektrisch fährt.

Denn wie in meinem Blog Elektro und alles ist gut ? beschrieben, ist Elektroantrieb nicht automatisch grün !
Es kommt auf das Gewicht, die Herstellung, die Art Strom, etc an, inwieweit man unserer Umwelt keinen Schaden zufügt.

Wie von Anfang an beschrieben, müssen wir unsere Mobilität neu denken. Dass sich die Energiekonzerne wehren ist klar,
aber wir dürfen uns nicht  davon abbringen lassen für unsere Zukunft zu leben und alles daran zu setzen, dass sie so lebenswert wie möglich bleibt.

Wenn wir keine Zukunft denken, haben wir keine !

Bilden wir uns selbst ein Gewissen, denn die Konzerne verkaufen alles als grün.
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Um unser Gewissen zu schulen und mehr, s. Unverzichtbarer Verzicht, alternative Haushaltsmittel , u, a.

Is Odil

Heite wieder ein „spezuieller“ Spruch im Kalender, weil buddhistischer Feiertag (Uposatha).
Also der von gestern:

Ein jeglicher muss sich
seinen Helden wählen,
dem er die Wege zum Olymp hinauf
sich nacharbeitet.
(Goethe)

 

 

Wahl

 

Geht wählen !!!
Jeder Nichtwähler stärkt die Populisten !

s. Am Arsch vorbei

Is Odil

 

Eine Stelle in der Welt,
ein winziges Teilchen wenigstens
können wir verändern :

Das ist das eigene Herz.
(Reinhold Schneider)

Verschiebung

 

(Click on pic)

Im Blog Anthropozän, habe ich das Wettergeschehen und die Strömungen der Erde beschrieben.
Im Titelbild sind die Wetterzellen der Erde noch einmal schematisch dargestellt.
Links in Richtung Pole und rechts am Äquator. Auf der anderen Hemisphäre natürlich seitenverkehrt ! 😉

In Europa befinden wir uns in der Ferell- Zelle (in gemäßigten Breiten). Die Druckunterschiede entstehen durch Temperaturunterschiede.
Nochmal im Einzelnen :
Die hohe Sonneneinstrahlung (der steilere Winkel der Strahlen), sorgt für eine starke Erwärmung in äquatorialen Breiten (Hadley- Zelle),
wodurch die warme Luft nach oben strömt.

Aus nördlicheren (in der südl. Hemisphäre südlicheren) Breiten strömt kühlere Luft bodennah nach.
Denn die „platzmachende“ Luft erzeugt einen Unterdruck. Es wird weitere Luft angesaugt.
Dadurch wird die äquatoriale Luft, die sich in der Atmosphäre abkühlt nach Norden „gesaugt“
und da sie nun kühler, also schwerer ist, „fällt“ sie in die Lücke, die die nach Süden strömende Luft hinterlässt
und es entsteht ein Kreislauf (die Hadley Zelle).

Ähnliches geschieht in der angrenzenden Zelle, nur eben spiegelverkehrt.
Die fallende Luft der Hadley- Zelle „reißt“ die angrenzenden Luftmassen mit, so dass damit die Drehrichtung vorgegeben ist,
weil die Einstrahlung der Sonne nicht mehr so stark ist (flacherer Winkel), kann sie nicht „dagegen anstinken“ 😉 .
So entsteht die Ferell- Zelle. Ebenso (und wieder andersherum), entsteht die Polarzelle.

Jeweils an den Grenzen dieser „Windzellen“, entwickeln sich die Jet- streams,
die die entstehenden Hoch- und Tiefdruckgebiete weitertransportieren.

Ausnahme bildet hier die arktische Zelle, da wird der Jetstream nur von der zirkulierenden Luft und der Drehung der Erde angetrieben.
Darum ist hier der Jetstream innerhalb der Zelle, wohingegen sie sonst eben von den Strömungen an den Rand gedrängt werden.

Durch die Erderhitzung, nimmt jedoch der Temperaturunterschied der Zellen ab.
Dadurch zirkuliert die Luft langsamer und die Jetstreams schwächen sich ab.
Die Hochs und Tiefs ziehen also langsamer über die Erde.

Zusätzlich zu den Strömungen, wirkt noch die Corioliskraft (durch die Erddrehung) auf die sich bewegenden Luftmassen ein
und „zwingt“ die Druckgebiete in ihre typische Drehrichtung.
Und wie bei einem Chaospendel zu sehen ist,

verhält sich ein System mit mehr als zwei Parametern unvorhersehbar.
Zwei Parameter kann man noch berechnen, drei verhalten sich jedoch so unberechenbar,
dass man keinerlei Vorhersagen treffen kann.

Und das Wettersystem hat viele es beeinflussende Parameter (Sonneneinstrahlung, Landbeschaffenheit, aufsteigende Luftströmungen [Bärte],
bodennahe Luftströmungen, Fallwinde, Corioliskraft, Meerestemperatur [auch z.T, Sonneneinstrahlung], Meerestiefe, …).
Um nur ein paar zu nennen, wobei die Meerestemperatur ihrerseits von x Parametern abhängt.

Also völlig „undurchsichtig“ und es müsste allen klar sein, dass die kleinste Störung im Gleichgewicht, das ganze verschiebt !
Und der homo oeconomicus stört nicht nur einen Parameter.

Text von Udo Lindenberg : „Immer lustig und vergnügt, bis der Arsch im Sarge liegt !

Das Strömungsgeschehen ist sehr komplex und kann nur schematisch beschrieben werden, denn wo, wie lange oder wie schnell,
welches Druckgebiet, wohin zieht, hängt von so vielen unterschiedlichen Faktoren ab, dass eine Vorhersage unmöglich ist.
Auch wenn sie immer zutreffender werden, kann man eben nur Wahrscheinlichkeiten angeben.

Durch die langsamere Geschwindigkeit (s. Blog Anthropozän o.) verweilen die Wetterzellen lange an einem Ort
und haben natürlich extremere Auswirkungen, weil ein Wetterwechsel länger dauert.
Das alleine wäre schon schlimm genug, denn sowohl Sonne, als auch Regenereignisse wirken länger auf eine Region ein,
wodurch Dürren oder Überschwemmungen entstehen.
Aber, wir haben das Klima in den letzten Jahrzehnten derart durcheinandergebracht,
dass die Summe kleiner Einwirkungen jetzt eine große Wirkung auf das gesamte System hat.

Die Dynamik der Hochs und Tiefs verschiebt sich zusehends, denn der Temperaturunterschied wird immer geringer,
weil sich die Luft an den Polen stärker erwärmt, als die am Äquator. Und wie immer, hat es globale Auswirkungen,
hat Einfluss auf die globalen Strömungen, die für einen Temperaturausgleich sorgen,
Hat Einfluss auf Flora und Fauna im Meer und an Land, auf unser Wetter, auf unser Leben, …!
Das globale Wettergeschehen verschiebt sich. Da sage nochmal einer, wir könnten kein Wetter machen 😉 .
Das tun wir bereits seit Jahrzehnten, aber eben nicht so, wie es uns gefiele !

Pro Grad durchschnittlicher Erwärmung der Erde, können 7 % mehr Wasser in der Atmosphäre gelöst werden.
Dieses mehr an Wasser führt zu stärkeren Regenereignissen, die zudem noch länger an einem Fleck bleiben.
Seit einigen Jahren schon hat der Regenradar der Wetterkarten neue Farben für Extremniederschläge.

Auch verlangen Wissenschaftler schon geraume Zeit nach einer Erweiterung der gebräuchlichen Saffir- Simpson Hurrikan Skala (s. wikipedia).
Denn es kann nicht nur mehr Wasser in der Atmosphäre gelöst werden wenn sich der Planet erwärmt,
sondern die Atmosphäre nimmt auch mehr und mehr Energie auf, so dass Stürme nicht nur nasser, sondern zugleich auch heftiger werden.

Das alles trifft auf Böden, die durch unsere Art der Bewirtschaftung im falschen Geist, verdichtet und mit Gülle versiegelt sind.
Auf denen eine instabile, auf Masse gezüchtete Pflanzendecke ist, die von den Wassermassen entwurzelt wird
und so keinen Widerstand entgegenbringt (s. Boden gut machen u.a.) und dessen Bodenleben gegen null tendiert,
also keine Gänge, Hohlräume etc. enthält, die Wasser versickern lassen könnten.

Wir müssen unser System umstellen, und zwar schnell, denn uns läuft die Zeit davon : s. CO2 Uhr

Wer immer noch Zweifel an der Erderhitzung hat, sollte sich mal ansehen, wie sich verschiedene Parameter entwickelt haben
und sich überlegen, ob das mit natürlichen Schwankungen zu erklären ist: s. Climate time machine (NASA)

Ist in Englisch, aber es spricht eine deutliche Sprache, die alle verstehen sollten !

Nachfolgende Generationen haben viel zu tun und wir fangen am besten sofort an.
Wenn alle nur eine Kleinigkeit tun, ergibt das in Summe einen großen Effekt.
Bereits seit 1992 gibt es den jährlichen World Ocean Day der UN, immer am 08. Juni (Morgen !!!).
Diesmal ruft orangeocean (deswegen komme ich drauf) zu einer challenge auf (wer Instagram hat, kennt das).

Bevor ich auf die Seite verlinke, eine kurze Beschreibung. Kauft an diesem Tag (an möglichst vielen Tagen ! A.d.R.),
plastikfrei ein (Stoffbeutel, unverpackt, …), macht davon ein Photo und teilt es mit dem hashtag #heuteplastikfrei auf Instagram.
Das motiviert andere, sich damit auseinander zu setzen.

Wer also mitmachen will, hier hat es mehr Infos, als ich mitteilen könnte:

orangeocean

Außerdem  seien meine Downloads empfohlen, um im eigenen Umfeld etwas tun zu können. Wir dürfen nicht auf die Industriepolitik warten.
Dieses System ist zu träge für die galoppierende Klimaerhitzung.
Also fangt an, etwas zu tun (s. alternative Haushaltsmittel, SpartippsKühlung bei Bruthitze u.a.).

Wer an der Challenge teilgenommen hat, ist vielleicht auf den Geschmack gekommen, denn man kommt vom Grübeln
über die verfahrene Situation, ins Handeln. Und handeln ist allemal besser,
als so lange zu grübeln, bis man vom Problem überrollt wird.

Ich selbst kann aus hier dargelegten Gründen (s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“,
ISBN 978-3-593-50930-3) nicht an der Challenge teilnehmen, denn ich habe kein handy.
Aber ich tue auch so schon viel (s. Blog Actions) und brauche keine Challenge, um mich zu ändern !

Apropos Handeln:

Es hat sage und schreibe 20 COPs gebraucht, bis CO2 als Klimakiller in den Fokus rückte.
Ich verweise nur noch einmal auf den Bericht von 1972 des Club of Rome (s. Club of Rome)
oder die Exxon Studie (s. Blog Klimaverbrecher).
Wir können uns nicht rausreden von wegen, wir hätten es ja nicht wissen können.

 „Ja, gleich !“

Nein, sofort, und zwar alle, nach ihren Möglichkeiten und in ihrem Umfeld, denn die Zeit läuft uns davon (s. CO2 Uhr o.)

Es ist überlebenswichtig, dass wir so viel wie möglich tun. Und zwar bevor die lahmende Industriepolitik irgendetwas tut.
Wir können nicht darauf warten, bis etwas vorgeschrieben wird. Wir müssen selbst und eigenverantwortlich handeln und zwar jetzt.

Is Odil

Was zum Denken im Kalender :

„Die Illusion der Beständigkeit ist es,
die uns an Gefühlen, Erfahrungen und Menschen
festhalten lässt, als wären sie uns eigen.

Wir kämpfen,
um die Welt festzuhalten und doch
vergehen die Tage wie eine Luftspiegelung,
wie ein Traum.

Weise zu leben,
ist nur dann möglich,
wenn wir die Wahrheit der Unbeständigkeit
akzeptieren.“
(Jack Kornfield)

 

Kreislaufwirtschaft der Blog

(Click on pic )

Eigentlich müsste es allen einleuchten und keiner weiteren Erklärung bedürfen.
Aber wir Menschen sind leider nicht so gestrickt, als dass eine Einsicht unser Handeln bestimmte.
Ganze Dokumentationen, Expeditionsberichte, globale Dokus, etc., sind voll von der selbstverständlichen Aussage,
dass die Welt eine Kugel ohne Grenzen ist und alles, wirklich alles, auf uns zurückfällt und unser Leben beeinflusst.

Wir belügen uns selbst und leben auf Kosten der Allgemeinheit (s. Maithink X). Für unseren schnellen Vorteil,
sind uns unser späteres Schicksal oder nicht sichtbare Auswirkungen ziemlich egal ! Nehmen wir einfach mal alle Süchtigen, als Beispiel.
Ihnen sind die schädlichen Auswirkungen bekannt und werden ihnen (im Falle von Zigaretten), mit Schockbildern direkt vor Augen geführt.

So sind sie allen bekannt, aber keineswegs bewusst ! Denn wären sie bewusst,
würde man eine innere (intrinsische) Motivation dafür entwickeln, die Sucht zu überwinden.
Aber das drohende Schicksal geschieht einem zukünftigen, fernen und damit fremdem Ich.
So gibt man sich den momentanen Kick und redet sich das Verhalten (Versagen) schön.

So ist es mit Esssucht, Nikotinsucht, Alkoholsucht, Drogensucht, … Allgemein Genusssucht.
Aber eben nicht nur da. Wir verhalten uns in Sachen Umwelt genauso. Und wir wussten und wissen Bescheid,
denn bereits 1972 hat der Club of Rome den Bericht „Die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht (s. Club of Rome [auf Ablehnen klicken !]).
Trotzdem handeln wir falsch und denken: „Wieso soll ich mir nicht die wiederholte Befriedigung durch fast fashion „gönnen“ ?
Ich sehe ja keine erkrankten Arbeiter, keine ausgebeuteten Näher: innen, es hat keinen direkten Effekt auf mein Leben.

Es ist wie mit Gesetzen, die ja nicht gemacht sind, um die eine Gruppe zu gängeln, sondern um eine andere vor deren Willkür zu schützen.
So weit, so gut, aber wenn auf Fehlverhalten keine Konsequenz zu erwarten ist, gewöhnt man es sich leichter an,
redet es sich schön und und verwechselt es mit Freiheit (s. Blog Notwendig).

Beinahe alle wissen, wie schwer es ist, eine Angewohnheit zu ändern. Für alle nachvollziehbar
sind die jährlichen guten Vorsätze, die wir kaum durchhalten und in die Realität umsetzen.
Deswegen ist ein Problembewusstsein notwendig, um eine Verhaltensänderung herbeizuführen.
Jeder sonstige Versuch, unser Verhalten zu ändern schlägt fehl und das frustriert,
was uns zu leicht vom Gedanken der Verhaltensänderung abbringt,
Deswegen ist ein Problembewusstsein so essentiell ! (s. weiter u.)

Darum gibt es auch so unglaublich viele Filme, Dokus, Blogs, …,
um Zusammenhänge oft zu wiederholen, damit möglichst vielen eine Verhaltensänderung wichtig wird.
Der Natur ist es gleich, ob wir uns ändern oder nicht, denn:

Es gibt im Universum (nicht nur auf der Erde) so viele Zusammenhänge und Abhängigkeiten, dass es schwer fällt zu entscheiden,
ab wann man einen Zusammenhänge darlegt. Es gibt z.B. die chemischen Zusammenhänge, die beschreiben,
dass jedes Atom ein Produkt aus Fusionsreaktionen in Sternen ist.
Nicht nur wir, sondern jede Materie besteht buchstäblich aus Sternenstaub.

Alle Materie die um uns herum besteht, ist in Sternen entstanden. Aber zurück auf die Erde.
Jedwede Energie auf Erden stammt von der Sonne. Natürlich mehr oder weniger direkt,
aber sogar fossile Energieträger sind letztendlich gespeicherte Sonnenenergie, die x Umwandlungen erfahren hat.
Wohlgemerkt Umwandlungen, denn es ist nicht mehr Energie entstanden !

So gesehen sind Verbrenner, mit Sonnenenergie betriebene Fahrzeuge. Eigentlich wundert es mich, dass die, in Deutschland so starke,
Autolobby nicht auf Anerkennung von Ölderivaten als grün pocht 😉

Gerade beim Thema Auto, zeigt sich unser absurdes und selbstschädigendes Verhalten. Alle wissen und alle Untersuchungen haben gezeigt,
dass mit einem Tempolimit, nicht nur Nerven geschont werden.
Der Spritverbrauch sinkt deutlich, die Stauwahrscheinlichkeit sinkt, die CO2– Emissionen nehmen ab, die Luft wird besser,
die Schwere der Unfälle nimmt ab, wodurch die Zahl der Verkehrstoten sinkt, …

Aber wir sind schnell beim Begriff der persönlichen Freiheit und sagen: „freie Fahrt für freie Bürger !“
und schlagen sämtliche Vorteile der Vernunft in den Wind.
Dieses Verhalten sorgt dafür, dass sich im Verkehrssektor nichts ändert, die Zahl der Toten unvermindert hoch ist und wieder steigt.
Obwohl es statistisch klar ist, dass Zugfahren um ein Mehrfaches sicherer ist, wollen wir das Heft nicht aus der Hand geben
und missachten dabei, dass wir hochemotional auf den Verkehr reagieren, damit uns und andere gefährden,
die CO2– Emissionen und die Feinstaubbelastung der ganzen Welt hochtreiben (s. ardalpha.de), …

Wir sind für den Zustand des Planeten verantwortlich und jede unserer Entscheidungen (größter Hebel sind unsere Kaufentscheidungen)
hat Einfluss auf die ganze Welt, also auch auf uns.
Doch ich zitiere noch einmal die Ärzte :
Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist, wie sie ist. Es wär‘ nur deine Schuld, wenn sie so bleibt !“

Alle aus meiner Generation haben in ihrem Leben dazu beigetragen, dass uns die Konsequenzen von Jahrzehnten auf die Füße fallen,
ich natürlich auch, klar. Da ich nicht als Vollöko aufgewachsen bin, habe ich den Lebensstil meiner Eltern ziemlich gedankenlos „genossen“.
Ich wurde in Wegwerfwindeln gepackt, verbrauchte gedankenlos Rohstoffe, drehte den Vergaser nach der aufkommenden ASU wieder hoch
und machte somit die ASU wertlos (Hauptsache mein Auto lief rund) und setzte andere Prioritäten.
Sprich, es kam kein Problembewusstsein auf, also hatte ich keine Veranlassung, mein schädliches Verhalten zu ändern,
ich sah. oder spürte den Schaden ja nicht.

Mittlerweile handle ich mich aber immer eigenverantwortlicher und habe mich informiert, indem in Ausbildungen in dieser Richtung genoss.
So wurden meine Entscheidungen immer fundierter und stärker vom globalen Gedanken geprägt.
Natürlich mache ich noch lange nicht alles richtig, aber ich ändere, was mir auffällt.

Mein Haushalt ist nicht erkennbar nachhaltig, wobei man es bei manchen regelrecht sieht.
Mir ist es wichtig, meine Sachen so lange wie möglich zu nutzen, gegebenenfalls zu reparieren und so die Lebensdauer zu erhöhen.
Das nachhaltigste Produkt, ist das, das man hat.
Denn dafür wird kein weiteres CO2 in unsere Atmosphäre geblasen oder erneut Energie für dessen Produktion verbraucht.

Viele schmeißen alles „unökologische“ weg und tragen ihre Gesinnung zur Schau. Da frage ich mich, für wen sie das machen ?
Denn sie vergrößern damit die Müllberge und konsumieren sichtbar nachhaltige Artikel, für den schönen Schein.
Trotzdem dass sie nachhaltig produziert wurden, sie so aussehen und gegebenenfalls aus natürlichen Stoffen bestehen,
mussten sie doch produziert werden, es wurde unnötig ein weiteres Mal CO2 freigesetzt und Energie reingesteckt,
damit diese Menschen „schauökologisch“ sein können.

Das ist keine Vernunft, sondern Geltungssucht, denn ihnen ist der Applaus und die Anerkennung anderer wichtiger,
als der tatsächliche Effekt auf unseren Planeten und damit auf uns alle ! (s. Link Maithink X o.)

Das erinnert mich an meine so geliebten Vegetarier, die ihre Umwelt mit ihrer Gesinnung terrorisieren und verlangen,
dass man ihre Vorlieben gefälligst berücksichtigt.
Ich habe es schon einmal gesagt, also noch einmal, für mich sind es „Gemüsefaschisten“.
Denn sie verkaufen ihre Ideologie und zwängen sie anderen auf.

Sicher ist es besser, kein Lebewesen mit Augen zu essen (wir brauchen es wirklich nicht !),
aber das sollte eine innere Überzeugung sein, gegründet auf dem Sanftmut dem Leben gegenüber.
Also muss diese „Gesinnung“ auch beinhalten, dass man andere nicht zu missionieren versucht
(„Schau, wie … ich bin“) und man sollte sie leben, ohne anderen ein schlechtes Gefühl zu geben.

Eine Frage stelle ich mir immer wieder. Und zwar, wieso gibt es Tofu in Hähnchenschlegel- oder in Würstchenform,
wieso versucht man den pflanzlichen Ersatz für Fleisch nach Fleisch schmecken zu lassen ?
Wir betrügen unsere Augen und unsere Sinne mit Zusatzstoffen, anstatt die enorme Vielfalt der Geschmäcker pflanzlicher Kost zu genießen.

Es mag nicht verwundern, dass sich die Menge der aufgenommenen Zusatzstoffe negativ auf unsere Gesundheit auswirkt.
Menschen dieses Schlages haben ihre Sucht nicht überwunden, denn sie können nicht genießen, was vegetarische Kost bietet
und zwingen sich, indem sie sich belügen und die Illusion von Fleisch aufrecht erhalten. „Gemüsefaschisten“ eben !

Und sie wundern sich, wenn ihre Blutwerte nicht besser werden. Bei mir sind „unmöglicher“ Weise alle Werte im Normbereich
und das nur mit ausgewogener, pflanzlicher Kost, genug Bewegung und Mäßigung in allen Dingen.

In diesem Zusammenhang fällt mir wieder die Geschichte mit einer Freundin ein.
Ich durfte lange Jahre das Weihnachtsfest im Kreise ihrer Familie feiern. Es gab „traditionell“ Fleischfondue.
Allerdings sättigte ich mich mit den reichlichen Beilagen. Nach etwa 5 Jahren, fragte sie mich, ob ich denn kein Fleisch esse.
Als ich ihr sagte, dass ich schon seit Jahren auf Tiere verzichte, meinte sie, das müsse ich ihr doch sagen.
Daraufhin sagte ich nur :“Nö, muss ich nicht, ich werde doch so satt !“

Lange Rede, ohne Sinn 😉 Sie besprach das mit ihren Töchtern, dem Vater ihrer Töchter und ihrer Mutter und es stellte sich heraus,
dass die Töchter sowieso eher vegetarisch essen wollten, ihrer Mutter machte es nichts aus und der Vater ihrer Töchter konnte wie gehabt
sein selbst erlegtes Wild mitbringen (er ist auch Jäger) und auf der heißen Platte des anschließenden Raclettegrills braten.

So musste ich nicht missionieren und alleine mein Beispiel hat zur Änderung des Verhaltens von vier Menschen geführt,
die nun aus Überzeugung und freien Stücken, auf Fleisch verzichten.
Ich habe meine Freundin deswegen nicht gestresst, habe keine endlosen Diskussionen vom Zaun gebrochen
und trotzdem viel verändert.

Ich hoffe inständig, dass es noch viele solcher Beispiele gibt, denn, wie im Titelbild dargestellt, es kommt alles auf uns zurück.
Unsere Ausscheidungen gelangen mit dem Klärschlamm auf unsere Felder und damit hormonell wirksame Medikamentenreste,
Koks, Heroin, Ecstasy und alle sonstigen Drogen. Reste von Östrogen durch die Antibabypille, Drogenabbaustoffe,
Mikroplastik aus unserem Stuhl (ja wir essen es z.B. mit Fischen [Fischstäbchen]).
Hochrechnungen haben ergeben, dass wir etwa eine Kreditkarte an Plastik im Monat zu uns nehmen.
Vieles, von dem wir dachten : „Aus den Augen, aus dem Sinn.“ kommt nun in anderer Form auf unsere Teller, in unsere Luft,
in unser Wasser und damit in uns und der Kreislauf beginnt erneut.

Es wird Jahrtausende brauchen, die Kreisläufe des Lebens, dessen Teil wir sind, von den Resten unserer Kontamination zu befreien.
Deswegen ist mir ein Verhalten wie das der Autolobby und einzelner Fahrer, als auch das Verhalten der Konzerne
angesichts des drohenden Overkills nicht nur zuwider, es ist ein Verbrechen an der Menschheit.

Denn uns ist es egal, wie viel Geld manche haben (die Unersättlichkeit mancher Menschen ist eh ein eigenes Thema),
wir wollen einfach so gut wie möglich leben, aber dadurch, dass viele den Hals nicht voll genug bekommen,
bleibt am anderen Ende so gut wie nichts übrig und ein Lebenm in Würde ist so gut wie ausgeschlossen.
Ich erinnere nur an den Inflationsausgleich von Frau von der Leyen, der alleine doppelt so hoch war,
als der Betrag, der mir monatlich zur Verfügung steht.
Kein Wunder, bin ich sauer, denn mir werden alle Möglichkeiten genommen, weil ich gar nicht planen kann,
während es dort keinerlei Einbuße bedeutete, auf diesen „Ausgleich“ zu verzichten.

Unser System krankt an allen Ecken und Enden und meine Mutter hatte recht, wenn sie sagte:
Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.

Is Odil

Ein passender Spruch zur Moral der „Erfolgreichen“ :

Die Reife zu der wir uns
zu entwickeln haben, ist die,
dass wir an uns arbeiten müssen,

immer schlichter,
immer wahrhaftiger,
immer lauterer,
immer friedfertiger,
immer sanftmütiger,
immer gütiger,
immer mitleidiger

zu werden.
(Albert Schweitzer)