Wisent

Genau, Wisente (europäische Bisons), können einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- / Natur-/ Artenschutz
und der Biodiversität leisten. Sie sind eine der vielen „Schlüsselarten“ (s. Blog Schlüsselarten +),
die durch ihr Verhalten, ganze Ökosysteme aufrecht erhalten.

Ich sage bewusst aufrecht erhalten, denn ohne sie würden sie zusammenbrechen
und damit ihre „ökologische Leistung“. Bei der Bewusstmachung dieser, ist es wichtig
sich immer wieder klarzumachen, dass sie diese ja nicht erbringen,
damit wir sie ausbeuten können, sondern das Leben verwertet „Reste“ restlos
und so sind wir an die ökologischen Leistungen angepasst.

Jetzt müssen wir nur noch unseren Geist anpassen.

Das verwechseln wir nur allzu oft. Ich kann es nicht oft genug sagen.
Sauerstoff, Wasser, Nahrung, …, entstanden nicht, damit wir darüber verfügen,
sondern als „Nebenprodukte“ physikalischer Vorgänge. Allgemein des Lebens.

Das, um die grassierende Anthropozentrik zu zerschlagen. Die Welt ist nicht dazu da, uns zu dienen,
sondern wir sind dazu da, den Gesetzen des Lebens zu dienen. Klar soweit ? (Captain Jack Sparrow 😉 )

So gesehen, leben wir in einer Ökodiktatur. Wer nicht damit umzugehen lernt, stirbt aus.
Wer so dumm tut, wie der sogenannte „zivilisierte“ Mensch“, der Religionen mit „gerechten“ Strafen erfindet,
damit er eine moralische Ausrede für den eigenen Sadismus und anerzogene Menschenverachtung hat.
Vernichtet außer sich enorm viel Leben, das ohne uns besser dran wäre !

Es erinnert an „erweiterten Selbstmord„. Ein seltsames psychologisches Phänomen, das Männer dazu bringt,
außer sich noch viele Unschuldige mitzureißen und zu töten (Frau, Kind[er]).
Klassisches Ende eines Amoklaufes, bei dem sich Täter der irdischen Strafe entziehen.
Geradewegs in die göttliche Strafe. Also sinnlos und leidstiftend.

Dazu nur eins :


Denkt darüber mal nach ! Am besten vorher ! 😉

Zurück zur erfolgreichen Wiederansiedelung des Wisents in geeigneten Gebieten. Denn das Wisent, bzw. alle huftragenden Herdentiere,
sind sogenannte „Schlüsselarten“ (s. Blog o.). Sie halten Freiflächen frei und verhindern so Verbuschung.

Somit schaffen sie sich den Lebensraum, den sie bevorzugen selbst. Offenes Grasland,
über dessen ökologische Vorteile ich schon geschrieben habe. Außerdem sind sie sehr effektiv darin,
die winterliche Schneedecke festzutrampeln, wodurch die Isolationsfähigkeit abnimmt,
der Frost so tiefer in den Boden eindringen kann und die Permafrostschicht verdickt.

Warum ist das erwähnenswert ? In meinen Blogs habe ich dargelegt, dass über die Hälfte des weltweiten CO2s
im Permafrost gebunden ist. Es sind vor Jahrmillionen abgestorbene Pflanzen, die unter Sauerstoffabschluss gefroren,
so dass das aus der Luft aufgenommene CO2 das in den Pflanzen „eingebaut“ ist, dauerhaft gebunden,
und so der Atmosphäre entzogen wird.

Permafrostböden dieser Erde sind also CO2 Senken. Doch durch die ungebremste Klimaerhitzung, tauen diese Böden auf,
die Pflanzenteile zersetzen sich und geben enorme Mengen CO2 in die Atmosphäre ab.
Dadurch wird die Erhitzung verstärkt und es taut noch mehr Permafrostboden.

Unschwer ist zu erkennen, dass es eine sogenannte Rückkopplung ist. Erhitzung wird durch CO2 verursacht,
treibt aber das Auftauen und Zersetzen des Permafrostes an, was wiederum mehr CO2 freisetzt, das bisher gebunden war, …

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist die „Kittwirkung“ des Permafrostes auf Berge. Diese wird nach und nach geringer
und Bergstürze, Hangrutschungen und Gerölllawinen ungeahnten Ausmaßes werden die Bergregionen heimsuchen.
Blatten war da nur ein Anfang !

Wenn wir auch noch keine Lösung für Berge haben, können wir doch die CO2 Emission der flachen Permafrostregionen begrenzen,
bzw. bremsen. Dabei ist die Wiederansiedelung großer Huftiere unabdingbar.
Enorme Mengen CO2 werden auch durch die Wiedervernässung trockengelegter Moore gebunden, doch das dauert eine gewisse Zeit.
Aber die CO2-Bindung startet, sobald Torfmoose, oder andere Pflanzen (in sogenannter Paludikultur) wachsen.

Pflanzen in Paludikultur dienen größtenteils als natürliche Bau- und Dämmstoffe. Der in den Pflanzen gebundene Kohlenstoff
wird also dem Boden entnommen und gelangt über lange Zeit nicht wieder in die Atmosphäre.
In Torfmoosen gebundener Kohlenstoff versinkt im Moor und bildet unter Luftabschluss den wertvollen Torf,
dessen Nutzung gestoppt werden sollte.

Denn verbrennt man Torf, wie in manchen Gegenden üblich, entweicht der Kohlenstoff direkt als CO2 in die Atmosphäre.
Bei Verwendung als Erdbeimischung wird der Torf vom Bodenleben verstoffwechselt und entweicht langsamer in die Atmosphäre.

Aber wieder zurück zur Wiederansiedelung von Huftieren. Wie berichtet, halten sie Flächen offen,
schaffen durch ihre Hufe Lebensraum für Mikroökosysteme, düngen die Landschaft und bieten dadurch unzähligen Insekten Heimstatt
(s. Blog Lebensborn). Die Insekten vermehren sich und Vögel finden wieder genug Nahrung. …
Das ist, was Schlüsselarten so wertvoll macht.

Sie sind keineswegs nur ein Farbtupfer in der Landschaft, sondern gestalten sie alleine durch ihr Dasein so,
dass unzählige Arten von deren Vorkommen profitieren.

Es sind etliche solcher Erfolgsgeschichten zu verbuchen. So hat z.B. das Walfangverbot, das seit 1986 wirksam ist
und an das sich die meisten Nationen halten, eine Erholung der weltweiten Walbestände bewirkt.
Das ist deswegen so erwähnenswert, weil Wale ebenfalls zu den Schlüsselarten zählen.

Denn sie verteilen die lokal vorkommenden Nährstoffe in allen Ozeanen. Sie düngen diese, so dass Phytoplankton
(pflanzliches Plankton. A.d.R.) die Nährstoffe vorfindet, die es benötigt und so die Grundlage einer Nahrungskette,
von der Zooplankton (tierisches Plankton), kleine Fische (Jungfische), Korallen, größere Fische, … profitieren, bildet.

So sind auch Wale Gestalter ihres Lebensraumes. Und wir ? Sind wir Gestalter unseres Lebens oder Verwalter einer Mangelwirtschaft ?
Klar ist auf jeden Fall, wir müssen unser gesamtes Wirtschaftsystem überdenken und endlich ungute Praktiken verwerfen,
sonst haben wir nicht den Hauch einer Chance.

Hört auf, den Konzernen zu glauben, denn sie kennen nur Profit und unterliegen dem sogenannten „Expansionszwang“.
Heißt, ihre einzige Chance zu überleben ist, zu expandieren und es hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Wirtschaftssystem etabliert,
das sich von unserem Wohlbefinden nicht bremsen lässt. Mehr dazu :
(s. Shoshana Zuboff)

Michael Kopatz schreibt in seinem Buch „Ökoroutine“ (ISBN 978-3-96238-084-7) :
„…, dass unsere Überflussgesellschaft überhaupt nicht mehr Wohlstand benötigt, sondern allenfalls eine gerechtere Verteilung des Wohlstands.

Uns steht ein harter Kampf mit mächtigen Gegnern bevor, die zwar sagen, sie wollten die Konsequenzen ihres Handelns nicht,
aber sehr, sehr wenig dafür tun. Dabei haben sie die Kontakte, weltweite Verknüpfungen und enorme finanzielle Mittel,
die sie jedoch lieber dafür nutzen, jede Form von Regelungen zu torpedieren und uns Verbraucher zu täuschen.

Die Politik muss endlich ein Zeichen setzen, dass die Zeiten vorbei sind, in denen sie uns Dinge/ Nahrung/ …
verkaufen und Profit damit machen, aber nicht an den Folgekosten beteiligt werden, wenn ihr Produkt Schaden anrichtet
u/o wir an „Zivilisationskrankheiten“ leiden.

Im Gegenteil sie beteiligen sich nicht einmal an der hiesigen Infrastruktur, denn sie sind Meister darin, Steuern zu sparen.
Sie zahlen nicht da Steuern wo sie ihren Gewinn erwirtschaften, sondern verlegen ihren Firmensitz kurzerhand in Steuerparadise.

So nutzen Sie die Infrastruktur des einen Landes, rechnen ihr Gewinne jedoch klein und zahlen Steuern woanders.
Wie pervertiert ist das weltweite Wirtschaftssystem inzwischen ? Alles, wirklich alles muss sich verändern,
doch sie geben Unsummen dafür aus, dass alles bleibt, wie es ist.

Wenn es nur so geblieben wäre. Aber es ist noch schlimmer geworden. So schreibt M. Kopatz auch :
Wenn man bedenkt, dass allein zwischen 2009 und 2011 die staatlichen Subventionen für die Kohlenstoffindustrie von
312 Mrd. Euro auf unvorstellbare 523 Mrd. Euro gestiegen sind, stellt sich der Eindruck ein, hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

Nun, es ist nicht nur ein Eindruck, denn die Industrie hat jahrzehntelange Erfahrung darin, den Konsumenten in falscher Sicherheit zu wiegen,
damit sie so weitermachen können, wie bisher. Ist so schön profitabel und die Gesellschaft zahlt ja für die Probleme.
Also kann man alles so billig machen, wie möglich. Alles ist preisoptimiert und gesetzliche Vorgaben werden bis aufs Letzte ausgereizt.

So soll ja die Garantiezeit eine gewisse Sicherheit geben, dass das Produkt so lange halten muss.
Auftretendes früheres Versagen einer Billigkomponente scheint sich jedoch zu rechnen.
Das Label „Made in Germany“, wurde damals vorgegeben, um Ware aus Deutschland mit einem Malus zu „brandmarken“.

Doch der gewünschte Effekt trat nicht ein und das Label wurde zum Qualitätssiegel, weil Qualität produziert wurde.
Nun, endlich erfüllt es seinen ursprünglichen Zweck. 😉

Aber mittlerweile ist die Qualität weltweit auf ein unterirdisches Niveau gesunken, da sämtliche Konzerne zum „global player“ geworden sind.
Das gilt es aufzubrechen, denn zu vieles ist so billig produziert, dass eine Reparatur entweder nicht möglich, gar nicht angedacht ist
oder schlicht den Preis eines neuen Produktes überstiege.

Im oben genannten Buch  „Ökoroutine“ sind verschiedene jetzt notwendige (s. Blog Notwendig) Maßnahmen genannt.
Dabei ist ihm wichtig, dass durch genannte Maßnahmen eine Art „Ausweichbewegung“ der Industrie entsteht.
Sie reagieren nämlich ausschließlich auf finanzielle Reize.

Moral hat im Expansionsimperativ (Wachstumszwang) der Industrie keinen Platz, also müssen andere Gesetze so gestalten,
dass ihre Vermeidungsstrategien (Kosten, Steuern, …) ein nachhaltiges Wirtschaften nach sich ziehen.

So werden nach und nach nur noch nachhaltige Produkte angeboten und der Verbraucher muss nicht mehr
unendlich viel Energie dafür aufwenden, unter all den katastrophalen Produkten, diejenigen herauszufinden,
die ehrlich und nachhaltig sind.

Man muss nur entsprechende Sendungen („Besseresser“, „ die Tricks der …“, …) ansehen, dann wird schnell klar,
dass Industrien ganze Abteilungen bezahlen, um den Verbraucher möglichst unbemerkt zu täuschen.

Wie schon erwähnt, entsprechen selbst, praktischerweise mitgelieferte, Messbecher nicht den tatsächlichen Volumina,
so dass man, auch wenn man „abmisst“, immer mehr verbraucht und so früher nachkauft (Flüssigwaschmittel z.B.),
also den Umsatz steigert.

Profit ist das einzige Ziel der Konzerne, denn sie unterliegen dem Zwang, Aktionären eine Rendite auszuschütten.
Solange unser System so geschaffen ist, dass nur überlebt, wer keine moralischen Bedenken kennt,
werden mindestens 90 %- 95 % aller täglich von uns genutzten Produkte,
mit Zucker, Fruktose, Dextrose, Malzextrakt, Aromen, Emulgatoren, Säuerungsmitteln, … versetzt sein.

Zucker, um uns süchtig zu machen und den Verkauf anzukurbeln und Aromen, Säuerungsmitel, Konservierungs-, …stoffe,
um uns vorzugaukeln, es wäre ein ehrlichesd Produkt.

Gequirlte Kacke

Wir konsumieren gezwungenermaßen all diese, an sich ungiftigen, Stoffe. Jeder für sich ist auf akute Schädlichkeit geprüft worden,
sonst wäre er nicht als Lebensmittel zugelassen, richtig.
Doch niemand weiß, wie diese Stoffe untereinander, also miteinander, reagieren. Tja, das essen viele regelmäßig.

Die Nahrungsmittelindustrie sieht sich jedoch nicht in der Verantwortung und ist an einer diesbezüglichen Forschung nicht interessiert,
denn sie erforschen nur, was ihnen Kosten einspart. Also sorgen wir durch gesetzliche Rahmenbedingungen dafür,
dass sich eine umfängliche Forschung in Richtung Unschädlichkeit „rechnet“.

Tut mir leid, aber wenn sich die Industrie querstellt und wir Lobbyisten an die Spitze unseres Landes wählen,
werden wir nicht genug CO2 vermeiden, bzw. aus dem Klimasystem nehmen können, um die Erhitzung beherrschbar zu halten.

So steuern wir mit viel unnützen Diskussionen mit Gegnern auf unsägliche Temperaturen, Wassermassen und Stürmen zu.
Wie sollen unsere Kinder das überleben, das wir entfesselt haben und in verstärktem Maße tun ?

Ich weiß, ich mache mich unbeliebt, aber Benzin scheint noch nicht teuer genug zu sein, um die Menschen dazu zu bewegen, Sprit zu sparen.
Täglich sehe ich Autos, die irgendwo am Straßenrand, auf Parkplätzen oder so stehen, denMotor laufen lassen und sich einen Coffe to go holen,
auf dem Handy daddeln oder schlicht warten..

Ich habe die Ölkrise anno ’73 miterlebt und es setzten sich bald, sehr bald alle möglichen Spritspartipps durch. Und alle waren bemüht, Sprit zu sparen..
Das bei einem Benzinpreis von 70-80 Pfennig (umgerechnet etwa 0,35 €- 0,40 €). Der Umkehrschluss, dass man selbst etwas tun kann,
fehlt in dieser Generation völlig. Genießt also den Klimawandel, wenn ihr ihn schon nicht begrenzt !

Reißt Euch mal zusammen !!! (s.u)

Is Odil

Heute ist wieder ein langer Spruch im Kalender, den ich Euch nicht zumuten will, also ein anderer.

Ein Mensch, der ungehindert
allen seinen Wünschen gemäß
dahinleben könnte,

müsste von Tag zu Tag
schwächer werden.“
(chinesisch)

Merkt’s was ?

P.S. In eigener Sache :
Ehrlich gesagt, habe ich keine Lust mehr auf irgendwelche Kommentare, die mich etwas fragen und jede, wirklich jede Mail
kommt als unzustellbar zurück. Ich kommentiere vielleicht noch Kommentare, da weiß ich, es hat einen Sinn,
aber wer mich entweder um „Gastpostings“ auf anderen Seiten oder um einen Gastbeitrag auf dieser Seite bittet,
bekommt keine direkte Antwort. Nutzt bei ernstgemeinten Nachfragen bitte meine „Kontakt“- Seite !