Ich musste mich förmlich zwingen, erst einmal über Ökologie zu schreiben,
denn die Ereignisse der Welt wären einige Blogs wert
und brennen mir unter den Nägeln (ursprünglich ja auf den Nägeln).

Mir bleibt nur anzumerken, dass der Zustand unserer Welt,
eng mit der geistigen Gesundheit der Menschen zusammenhängt.
Sie ist der Spiegel dessen, inwieweit wir uns von unserer Mitte (Ausgeglichenheit) entfernt haben.

Lasst Euch also nicht verwirren, wenn das Thema wechselt,
denn Eins bedingt das Andere !

Die ökologischen Systeme der Welt sind gehörig aus dem Gleichgewicht, weil wir uns immer mehr von unserer Mitte,
also unserem Ursprung entfernten. Das ist wirtschaftlich so gewollt (s. Interview Shoshana Zuboff ,
Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3),
wir können (sollen) unsere Impulse gar nicht hinterfragen denn die Industrie hat nur Interesse an jetzigem, großem Gewinn
und wirtschaftet nicht nachhaltig !
Es geht ihr um sofortige (instantane) Befriedigung ihrer Profitgier.

Wie sehr alles mit allem zusammen hängt, habe ich in X Blogs erläutert, trotzdem noch ein Beispiel eines Mikroökosystems.
Der Forschungseisbrecher „Polarstern“ hat sich nämlich ein Jahr lang auf Drift im nördlichen Eismeer begeben.
Er driftete also mit dem Nordpolareis mit und brachte so Aufschlüsse über die Bewegungsrichtungen des Eises,
den Meeresströmungen und die Möglichkeit das Ökosystem des Eises zu erforschen
(s. MOSAiC-Expedition).

Hierbei untersuchten sie auch Eisalgen. Das sind Algen, die sich an der Unterseite des Meereises ansiedeln und lange Fäden bilden.
Natürlich reißen diese auch mal ab und sie sinken zu Boden, bzw. driften mit der Strömung.
Sie bilden die Grundlage für ein sogenanntes Mikroökosystem. Denn von den Algen ernährt sich Krill, von dem Fische,
von denen wiederum Fischfresser wie Seevögel, Wale, etc.

Wale stehen, abgesehen vom Raubtier Mensch, an der Spitze dieser Nahrungskette.
Manche Wale fressen auch direkt den Krill, der rund ums Polarmeer in Massen vorkommt (4 000 000 t [Terra X])
und „überspringen“ einige Stufen der Nahrungspyramide.

Tatsächlich sind Wale sind vom Golfstrom abhängig.
Häh, der hat doch weiter südlich sein Wirkungsfeld, werden manche sagen.
Aber weit gefehlt, denn buchstäblich alles hängt mit allem zusammen.

Weltweites Strömungsband, von dem der Golfstrom nur ein kleiner Teil ist.

Wir dröseln das mal auf. Der Golfstrom transportiert bekanntlich enorme Energiemengen quer durch den Atlantik.
Durch das warme Wasser, verdunstet viel Feuchtigkeit und bildet Wolken.
Diese Wolken ziehen mit den Winden ins Land, treffen auf Hindernisse (Bergketten)
und werden nach oben abgelenkt, wo die Luft kälter ist.
Die Feuchtigkeit kondensiert an den Kondensationskeimen der Wälder.
Dadurch regnen sie ab und das Wasser des Ozeans hat es ein Stück weit ins Land geschafft.

Eigentlich würde also das Wasser des Ozeans nur auf einem schmalen Streifen des Festlandes abregnen und so für Vegetation sorgen.
Aber die Vegetation sorgt dafür, dass viel Wasser, das verdunstet wieder Wolken bildet, die dann (zumindest in Europa)
mit den häufigeren Westwinden, nach Osten weiterziehen, dort wieder abregnen und das Spiel beginnt von Neuem.

So wird also das ursprünglich aus dem Meer stammende Wasser in Etappen immer weiter landeinwärts getragen.
Diese Niederschläge speisen auch die Flüsse, die ins Polarmeer fließen.

Sie verdünnen das salzige Meerwasser und hemmen somit die sogenannte thermohaline Zirkulation (s. Blog Motherf…..).
Thermo ist aus dem Griechischen entlehnt und bezeichnet eine Temperaturabhängigkeit,
halin aus dem Altgriechischen und bedeutet salzhaltig.

Thermohalin bezeichnet also einen von Temperatur und Salzgehalt abhängigen Prozess. In diesem Fall einer Zirkulation von Meerwasser.

Hier noch einmal die schematische Darstellung. Von links kommt das warme Meerwasser an (Golfstrom),
durch arktische Winde wird es abgekühlt und gefriert oberflächlich.
Da jedoch nur das Wasser gefriert (Eis ist aus Süßwasser), reichert sich das Meerwasser mit Salz an
und wird erstens durch die Abkühlung und zweitens durch den ansteigenden Salzgehalt schwerer (dichter).

Dadurch sinkt es ab, fließt bodennah zurück und hält so den Strom aufrecht, weil ständig neues Wasser „angesaugt“ wird.
Nun arbeitet der Golfstrom zwar daran, das Meerwasser zu verdünnen, aber es ist gerade so viel,
dass sich ein Gleichgewicht eingespielt hat.

Durch die Klimaerhitzung, erwärmt sich auch der Golfstrom, es verdunstet mehr Wasser,
mehr Wolken bringen mehr Niederschlag bis weit in den Osten
und die Flüsse dort spülen mehr Wasser ins Nordpolarmeer.
Dadurch wird das Wasser verdünnt und die thermohaline Strömung und damit der Golfstrom schwächen sich ab.

Außerdem sind die Flüsse wärmer und hindern so die Eisbildung. Dadurch gibt es weniger Eisalgen, weniger Krill, weniger Fische
und eben weniger Wale. Alle Tiere haben ihren Fortpflanzungszyklus so angepasst,
dass nach der Geburt oder dem Schlupf des Nachwuchses viel Nahrung vorhanden ist.

Im Falle der Wale wäre(n) es Krill und Fische. Doch deren Vorkommen sinkt, weil ihnen die Nahrung fehlt. Es ist ein Teufelskreis.
Man kann diesen Gedanken noch weiter spinnen, denn Wale „düngen“ mit ihren Ausscheidungen das Wasser
und versorgen so ihrerseits die Algen, die Grundlage dieser Nahrungskette sind.

Noch weiter „gesponnen“, verdünnen die Flüsse das Meerwasser, der Golfstrom erlahmt, weniger Regen geht auf dem Land nieder,
durch dezimierte Wälder wird die Feuchtigkeit nicht weit genug gen Osten transportiert,
die Flüsse führen weniger Wasser, dadurch steigt der Salzgehalt im Meer wieder
und die thermohaline Zirkulation wird angekurbelt. Nur ist das Wasser nun so warm, dass sich nicht genug Eis bildet,
damit auch kein Lebensraum für Eisalgen und die Nahrungskette ist für Jahrzehntausende unterbrochen.

Wer jetzt noch glaubt, das ginge ihn nichts an, hat kein Recht auf diesem Planeten zu leben
und leider wird nicht nur dieses Individuum vom Selektionsdruck dahingerafft
und kann sich vor lauter Überlebenskampf nicht fortpflanzen,
sondern eben such viele Unschuldige und Bemühte mit ihm.

Wie in den meisten meiner Blogs, sieht man auch hier: Es ist nicht egal, was wir tun, wir können nicht voraussagen,
was unser Handeln bewirkt. Also lieber einmal mehr Rücksicht nehmen, einmal mehr nachdenken,
einmal mehr unterlassen, als einmal zu wenig.
Denn wir sind Teil der Natur, wir sind aus ihr hervorgegangen und von ihr abhängig.

  Hier, und nur hier, findet sich unsere gesamte Geschichte !

Von der Frühzeit der Hominiden vor etwa 2,6 Mio Jahren über die Stein-, Kupfer-, Bronze-, Eisenzeit, der Antike, den Pharaonen,
der Maya, Inka und Azteken. Alle Heldengeschichten und Epen, unsere gesamte Kultur ist nur ein Wimpernschlag in der Evolution !

Also müssen wir nach ihren Gesetzten handeln. Ja, manche sagen, das sei Ökodiktatur, aber Diktatur ist ein rein menschliches Phänomen
des Größenwahns des Egos. Die Gesetze der Natur sind eben Selektionsdruck und Evolution.
Wer das nicht versteht, sieht nicht über sein kleines und unbedeutendes Leben hinaus.

Wir können nicht so weiter machen. Wenn uns unser bisheriges Verhalten hierhin gebracht hat, taugt es nichts,
also schenkt denen, die uns vernebeln wollen, keinen Glauben (s. Lotophagen [Lotosesser]).
Die Industrie hat kein Interesse an radikalen Maßnahmen, die Politik hat infolge dessen auch kein Interesse daran,
also muss der Verbraucher, müssen wir, die Richtung vorgeben und endlich vernünftig handeln.


Heute hab‘ ich Lust,
mal was ganz Verrücktes
zu machen.

„Was schwebt Dir da
so vor ?“

Wir sind vernünftig !

Lest meine Blogs, denn nur, was wir kennen, schützen wir. Also bildet Euch, knüpft Zusammenhänge, erkennt,
erst dann kann Euch Erkenntnis zuteil werden!

Man muss vorher dafür sorgen, etwas zu kennen, um es überhaupt erkennen zu können.

Erst, wenn man erkennt, kann man Erkennen ! 😉

Glaubt nur Eurem Wissensstand und sorgt für ein umfangreiches Wissen, dann wird Euer Erleben erst bunt.
Die Industrie hat uns lange genug geschädigt, uns belogen und betrogen, nutzt unsere Verhaltensdaten,
um Profit zu machen und kaum jemand weiß darum (s. Shoshana Zuboff o.).
Viel zu lange wurden unsere Triebe geweckt und wir haben den Traum eines „einfachen“ Lebens geträumt.

Sie haben die negativen Auswirkungen verschwiegen und nur unsere Bequemlichkeit geschürt.
Noch einmal anschaulich. Der Sinner’sche Kreis zeigt auf, was notwendig ist, um z.B. etwas zu säubern.

Um eine Verschmutzung zu „beseitigen“, muss sie sich in einer gewissen Einwirkzeit in einem geeigneten Lösungsmittel lösen.
Dabei helfen eine erhöhte Temperatur und mechanische Einwirkung.

Verändert man einen Parameter, verändern sich alle anderen mit.

Wäscht man also kälter, braucht man ein aggressiveres Lösungsmittel (Chemie), muss mehr „Schrubben“ (Mechanik) und es braucht länger. Nur wollen wir ja Energie sparen, keine Zeit aufwenden und nicht „schrubben“ müssen (mühelos). somit wächst die Anforderung an die Chemie (das Lösungsmittel) und es grenzt an ein Wunder, dass sich nicht einfach alles auflöst ! 😉

Die Entwicklung zu immer „müheloser“, hat die Schädigung unseres Planeten immer mehr beschleunigt.
Ein Beispiel aus der Werbung wäre die Hervorhebung des Energievorteils bei niedriger Temperatur.
Will man jedoch das gleiche Ergebnis, ohne Mühe und in kürzester Zeit, braucht es derart aggressive Chemie,
um die Verschmutzung zu lösen, dass sie der Umwelt mehr schadet, als die Energieeinsparung nutzt.

Sie werben mit: … wenn alle … sparten wir so viel CO2, wie …
Allerdings dreht es sich um sogenannte Pods, die absolut unnötige Bestandteile, bei jedem Waschgang mit ins Wasser geben
(s. Blog Wir wissen nicht, was wir tun !). Unsere Bequemlichkeit, um nicht zu sagen, „Faulheit“,
hat unseren Planeten über den Rand dessen, was er kompensieren kann, gebracht.

Das alles unter unserer bewussten Wahrnehmung (der Verbraucher, denn die Industrie wusste es schon seit beinahe 50 Jahren).
Jetzt sind wir mit den Konsequenzen konfrontiert, aber die Industrie hält weiter die Illusion aufrecht, wir müssten nichts tun,
sie handelten verantwortlich und kümmerten sich drum.

 „Gequirlte Kacke !

Das als kleine „Gedächtnisstütze“, welche Prinzipien hinter der steigenden Schädlichkeit des Menschen stecken.
Wir verändern ganze Ökosysteme. Wir könnten zwar nach wie vor kein Wetter machen,
aber wir haben das Klima nachhaltig beeinflusst.
Um es allen vor Augen zu führen (traurig, dass man das noch machen muss) :

In Rot die Meeresoberflächentemperatur des Nordatlantiks im ungewöhnlich heißen Jahr 2023.
In schwarz darüber die Anfangsmonate des Jahres 2024.
Das 1,5 °C Ziel des Pariser Abkommens, wird wohl deutlich gerissen
und die Erhitzung geht schneller voran, als alle dachten.

Jetzt müssen alle so viel tun, wie ihnen möglich ist. Jeder Beitrag zählt ! Der Planet  braucht unsere Hilfe.
Wir haben das Wissen, wir haben die Technik, wir haben die Mittel
(na ja, die immer reicher werdenden Superreichen eben).

Die Gelder der Reichen, reichten sehr gut aus, die Wirtschaft so zu gestalten, dass wir den Planeten nicht zerstören
und trotzdem gut leben können ! Wir können alle zufrieden sein, nur die Gier hindert uns daran.
Die Reichen daran, sich über Wichtiges Gedanken zu machen, und die Armen (der Ø) an wahrer Zufriedenheit
(s. Blog Zufriedenheit), weil das Geschäftsmodell der Industrie unser Streben nach Glück (s.  Glück der Blog)
ausnutzt und falsche Fährten legt.

Man kann nicht detailliert über Ökosysteme reden und sie beschreiben,
ohne schlussendlich auf die Zusammenhänge zu kommen.
Denn die geistige Gesundheit des Menschen spiegelt sich in der Gesundheit des Planeten wieder,
die wiederum unsere Gesundheit beeinflusst.

Solange wir uns aufführen, wie ein Geschwür, wird es immer ungemütlicher, denn wir „scheißen“ uns buchstäblich zu.
Klärschlamm, Gülle auf unseren Feldern, Plastikmüll, Ewigkeitschemikalien, etc.
Wir haben es in der Hand. Lasst es uns also mutig angehen !

Wir haben nur eine Chance, lasst sie uns also nicht verpassen !

Is Odil

EIn kleiner „Schrittmacher“ für den notwendigen Aufbruch:

Es ist ein Beweis dafür,
dass wir schon auf dem Weg
zum Besseren sind,

wenn wir Fehler,
die wir bisher nicht sahen,
erkennen.“
(Seneca)

(s. Bild Erkennen oben ! A.d.R.)