Kapsastrophe

Ein Wort zum dritt- beliebtesten Getränk der Deutschen: Dem Kaffee.
Und was noch so dahintersteckt.

Koffein ist nicht nur in Kaffee enthalten. Es ist auch in Tee und wurde lange Zeit Tein genannt
(ist aber die gleiche Substanz), man findet es in Kakao, Schokolade, Energy- Drinks, …

Die meisten glauben ja, Koffein mache wach. Doch das stimmt nicht. Das Koffein besetzt lediglich Adenosinrezeptoren, wodurch eine geringere Menge Adenosin „gemeldet“ wird und wir glauben, nicht müde zu werden oder wacher zu sein. Durch die Reduktion von ATP zu ADP, verschiebt sich das Verhältnis zwischen, zur Verfügung stehender, Energie und „Abfallstoff“.

Zur Erinnerung, Adenosin(diphosphat) ist ein, bei der Energiegewinnung der Zellen anfallender, Neurotransmitter.
Unser Körper wandelt Einfachzucker in ATP (Adenosintriphosphat) um. Wird nun Energie von einer Zelle benötigt,
reduziert sie das ATP (Energiespeicher) zu ADP (Adenosintriphosphat zu Adenosindiphosphat), wodurch Energie frei wird.
Durch die Reduktion, steigt der Spiegel des ADP im Blut an.

Dieser „Pegel“ wird durch die Rezeptoren bestimmt und es erfolgt eine Rückmeldung.
Je höher der Pegel des ADP, desto stärker spüren wir also Ermüdung, Konzentrationsabnahme, Erschöpfung.

Genau diese Rezeptoren blockiert das Koffein, so dass ein geringerer ADP-Spiegel gemeldet wird.
Man mobilisiert also Reserven und überanstrengt sich leichter. Ein wenig, wie ein Übertrainieren.

Nun ist eine geringe Menge an Kaffee der Gesundheit sogar zuträglich,
was wahrscheinlich an den „sekundären Pflanzenstoffen“ im Kaffee liegt.
Studien nennen eine Menge von ca. 5 Tassen am Tag. Also eine ganze Menge und man muss nicht „darben“ 😉

Doch Koffein ist eben eine psychoaktive Substanz, ein Alkaloid, wie es in Drogen vorkommt.

Und genau wie bei diesen, setzt mit der Gewöhnung an einen gewünschten Effekt, eine psychische Abhängigkeit ein
(Ohne eine Tasse …, geht bei mir nichts/ werd‘ ich nicht wach/ …).

Doch mit der Zeit gewöhnt man sich an die Dosis und braucht mehr, um den gewünschten Effekt zu erreichen,
es entsteht allmählich und unbemerkt eine körperliche Abhängigkeit.

So weit also die Theorie. Die Praxis ist weitaus weniger dramatisch, denn es ist ein relativ „schwaches“ Alkaloid
und ist recht leicht zu beherrschen. Sollte man also eine körperliche Abhängigkeit entwickeln, ist es recht einfach, diese zu überwinden. Außerdem nimmt man dadurch keinen merklichen Schaden.

Ein Problem sind und bleiben Kaffemaschinen. Denn der Kaffee ist bei weitem nicht so gut, wie er sein könnte.
Einzig unsere Bequemlichkeit lässt uns diese Plörre akzeptieren. Auch ich hatte lange eine Kaffeemaschine, ohne einen Gedaken an Kaffeepreis, Zubereitung, Geschmack, Ritual, Entschleunigung, … zu verschwenden.
Als letztes hatte ich eine Siebträger- Espressomaschine, mit der ich experimentierte und mich langsam an „meinen“ Geschmack annäherte.

Doch auch die gab irgendwann den Geist auf, im ersten Moment verfiel ich „in Panik“ und überlegte,
wo ich schnell eine Maschine her bekäme. Doch dann besann ich mich darauf, dass ich, außer einem Kaffeffilter, alles stellen konnte.
Wasserkocher, Tasse, Löffel, gehörten ja zu meinem Haushalt und waren vorhanden.
Also kaufte ich mir erst Mal „nur“ ein handelsübliches festes Teesieb aus Drahtgitter.

Damit Ihr’s Euch vorstellen könnt, habe ich mal ein Photo geschossen:

So war ich „beruhigt“ und konnte mir Zeit nehmen, die Anschaffung, ohne Zeitdruck, zu überdenken.
Und bei meinen Experimenten mit Kaffemenge, Angießen, Blooming, Ziehdauer, …kam ich zu dem Schluss,
dass ich plötzlich einen viel, VIEL, VIEL besseren Kaffee hatte, als vorher.
Und ich hätte schwören können, das sei der beste Kaffee und „unschlagbar“ 😉 .

Ergo, ich wollte gar keine Kaffeemaschine mehr, denn der Kaffee war schon beim ersten Versuch, um Längen besser.
Und ich hatte noch nicht mal die Brühzeit angepasst, „blooming“ war mir kein Begriff, …

So habe ich also für kleinstes Geld, den besten Kaffee und kann nun das so Ersparte in richtig guten Kaffee investieren.
Übrigens eine Investition, die sich lohnt 😉 .

Mir kommen die Vakuumkaffeeklötze nicht mehr ins Haus und wer sich damit zufrieden gibt,
weiß nichts von Genuss und was guter Kaffee ist !
Sorry folks, aber es ist so !

Gut, ich musste mich ein wenig an den Kaffeeesatz gewöhnen. Doch als ich ihn einfach immer aufwirbelte und verteilte,
konnte ich ihn ohne Probleme (ich habe ihn nicht mal bemerkt) mittrinken.
Aber der neu gewonnene Genuss machte mir diese kleine optische Einbuße leicht.

Es gibt „Dauerfilter“ für Kaffeemaschinen/ -filter, aber ich wusste nicht, ob es die für eine Tasse gibt und suchte nicht weiter,
denn ich war ja mehr als zufrieden.

Was auch so geblieben ist. Deswegen hatte ich keinen Grund, speziell nach Kaffeefilter(n) zu suchen !
Kann sein, dass sie feiner sind und kein Kaffeesatz entsteht, doch das weiß ich nicht.

So begann also mein Leben ohne Kaffeemaschine. Ich versuchte verschiedenste Kaffees, fand die beste Brühmethode (für mich) heraus
und zahlte für meinen Genuss, den ich zelebrierte, lieber einen höheren Preis, als Kompromisse einzugehen.

Mittlerweile genieße ich die entschleunigende Wirkung des Zeitlassens für höheren Genuss.
Ich liebe es, die Zubereitung zu zelebrieren. Sie ist ein echter Ruhepol im Alltag.
Und, es ist wie gesagt ein ganz anderer Genuss !

Apropos, ein „Grundrezept“ wäre :
für eine übliche Tasse, etwa einen gehäuften Kaffeelöffel Kaffeepulver nehmen
(ruhig vom guten, denn er ist eh günstiger als der „billige“ Kapselkaffee
😉 ! s.u.). Dazu etwa 0,2 g Salz (enthärtet das Wasser),
mit gekochtem, aber nicht mehr sprudelndem Wasser angießen und 50 Sek (nach Geschmack + oder -) quellen lassen,
damit sich das Kaffeepulver mit Wasser vollsaugen kann und Gase entweichen können. Es quillt und macht die Aromen verfügbar.
Nach dieser Zeit (eben +/ -), die Tasse voll machen und einfach noch 100 Sek. ziehen lassen. Also weiterzählen.

Die erste „Zähletappe“ dient der Variation des „Bloomings“. Diese Zeit kann man je nach Geschmack anpassen
und zählt einfach noch 100 Sek hinzu.
Der Geschmack wird Euch „den Weg weisen“.

Den Filter rausnehmen und den Kaffee wie gewohnt genießen. Also nach dem Angießen, Bloomingzeit + 100 sek zählen
und den Filter rausnehmen.
So wird, wenn man bewusst genießt und Brühzeiten anpasst, selbst der billigste Kaffee besser, als wir Kaffee „gewohnt“ sind.

Ein Ruhepol mit maximalem Genuss sollte die Bereitung jedes Genussmittels, sowohl Essens als auch Trinkens, sein.
Denn nicht nur der Volksmund sagt zurecht:
„Gut Ding, will Weile haben“. Auch ich sage das 😉 .

Jede automatische Zubereitung, also jede maschinelle Bereitung eines Genussmittels, geht mit einem Verlust des Genusses einher.
Ein gerne von mir angeführtes Beispiel ist hier Brot. Jeder Handwerksbäcker lernt, den im Teig arbeitenden und geschmacksentwickelnden Mikroorganismen Zeit zu geben, Geschmack zu entwickeln. Ebenso gehen Köche mit ihren Gerichten um. Geschmack braucht Zeit.

Nie werde ich einen Discounter-Back-shop Junkie vergessen, der sich beim Bäcker darüber ausgelassen hat, was die Brötchen kosteten.
Er war wirklich der Überzeugung, seine Backshop- Brötchen hätten jemals einen Bäcker gesehen, oder die Teigruhe wurde eingehalten.
Es muss allen klar sein, dass z.b. ein Kaiserbrötchen für 14 Cent nicht nach guter handwerklicher Art hergestellt sein kann.
Der Teig wurde durch Maschinen gejagt und ist voller Zusatzstoffe, die ihn maschinengängig machen
und die Zeit bis zum fertigen Brötchen künstlich verkürzen.
Er glaubte wirklich, es wäre das Gleiche. So weit hat es die Werbeindustrie geschafft.

Handwerklich und nach guter fachlicher Praxis Hergestelltes, kann einfach nicht mit den Preisen der Foodindustrie mithalten
und der Verbraucher ist nicht auf Gut und Geschmack trainiert, er kauft den Einheitsbrei, billig und schnell produziert,
in dem die Inhaltsstoffe keine Zeit hatten, ihre Wirkung zu entfalten oder durch Zusatzstoffe „ersetzt“ wurden.
Nur dadurch können sie so billig sein. Und wahrlich, das sind sie !
Vielleicht genügend, aber weit weg von „gut“ 😉 .

Doch zurück zum Kaffee. Handelsübliche Kaffeemaschinen bestehen zum Großteil aus Plastik,
das in der Herstellung eben nicht die beste Ökobilanz aufweist.

Es ist viel besser, bei so gut wie allem, wieder auf eigene Fertigkeiten zurückzugreifen und es selbst zu machen.
Es schmeckt besser, es macht Spaß, es bereichert, es entschleunigt und man lernt eine Menge.

Die Krönung (Wortspiel beabsichtigt 😉 ), sind Kapselmaschinen. Sie sind die absolute Katastrophe in fast jeder Hinsicht.
Aber eins nach dem anderen. Auch sie bestehen natürlich aus Plastik (s.o.), das Verhältnis von Kaffeepulver zur Kapsel ist enorm schlecht.
Es hat im Verhältnis viel zu viel Kapsel für zu wenig Kaffee. Das alleine verhagelt die Ökobilanz schon erheblich.

Ein wenig besser sind zumindest wiederverwendbare, befüllbare Kapseln. Da kann man wenigstens bestimmen, was man trinkt
und der Müll (3 000 t/ a) wird erheblich reduziert !

Der Börsenpreis für Kaffee ist stetig gefallen, doch die ganze Distribution, der gesamte Weg des Kaffees
bis in unsere Tasse, ist teurer geworden.
Doch am Preis kann man nichts mehr machen, denn der Verbraucher ist kaum bereit,
mehr als 3,50 € für ein Pfund Kaffee im Angebot, zu bezahlen.
Was blieb also übrig ?

Man kam auf die hervorragende Idee, eine leidlich durchschnittliche Kaffeequalität in ein eigenes System zu verpacken,
diesen für 60 € – 80 € pro Kilo zu verkaufen und den Preis mit dem mitverkauften Image, dem Ambiente, (der Hirnonanie 😉 ), …
zu rechtfertigen.

Quelle: https://www.focus.de/wissen/klima/80-euro-pro-kilo-weniger-kaffee-fuer-mehr-geld-oeko-bilanz-von-kaffeekapseln_id_2413367.html

Natürlich muss man dafür nachrechnen, aber wer rechnet schon, wenn Lifestyle winkt und George Clooney so nett in die Kamera schaut ? Können diese Augen lügen ? Natürlich weiß er nichts, bzw. will es nicht wissen. Dafür hat man ihn nicht gebucht !

Das altbekannte Prinzip, hat schon Rockefeller reich gemacht und wird George- Faktor genannt.
Man schafft eine Infrastruktur und damit Bedarf, mit einem Versprechen (mehr Licht, mehr Komfort, jede(r) kann …)
und verkauft die Rohstoffe horrend teuer, weil eine Abhängigkeit geschaffen wird. Das ist auch bekannt von Druckern, wo man die Drucker fast geschenkt bekommt, aber die notwendige Tinte enorm teuer verkauft wird.
Entscheidet man sich für ein System (Hersteller), entscheidet man sich für eine Infrastruktur und macht sich davon abhängig.

Mein bisher teuerster, handgerösteter Bio- Kaffee lag bei etwa 20,00 € das Pfund.
Der Genuss entlockte sogar der Tochter einer Freundin von mir ein:
„Der Kaffee ist aber übel gut !“.
Da kann ich über Frau Sommer nur lachen 🙂 .

Zum Vergleich, herkömmlicher Kapselkaffee kostet das Doppelte, ist von schlechterer Qualität und in der Ökobilanz katastrophal.
Das nur weil wir zu bequem sind, ein Ritual zu etablieren und es uns zur festen Gewohnheit werden zu lassen,
uns für die Bereitung eines Genusses Zeit zu nehmen.
Aus Faulheit eben. Wieso also daran festhalten, nur weil man es gewohnt ist ?
Ach ja, die Trägheit bei Veränderungen, schon klar.

Zudem, und ich kann es nicht oft genug sagen, hat Aluminium ein großes Problem in der Herstellung.
Der Bauxitabbau (ein aluhaltiges Mineral), erfolgt in dritte Welt Ländern ohne Arbeitsrecht.

Es sind dort wenig, bis keine Umweltauflagen zu beachten oder es fließt Schmiergeld,
und so wird auf Kosten der Bevölkerung und der Natur der Bauxitraubbau betrieben.

Das Bauxit wird in Natronlauge erhitzt, es entstehen in Natronlauge gelöste Aluminiumverbindungen,
die aus dem Rotschlamm gesiebt werden, der, ich habe es in Jamaika gesehen,
rot- orange leuchtend in großen Staubecken geleitet wird.

Wohlgemerkt, es sind giftige Schlämme, die die Natur, das Wasser, den Boden und alles vergiften.
Zudem lagern diese Schlämme oft in der Nähe von Siedlungen und gefährden die Menschen durch drohenden Dammbruch.

In Brumadinho (Brasilien 2019) sah man die Auswirkungen von „normalem“ Schlamm.
Wie verheerend mag so ein Unglück mit einem „Bauxitbecken“ ausgehen ?

Fazit also:
Wenn Ihr wirklich guten Kaffee wollt und der Umwelt etwas Gutes tun wollt, dann lasst Kaffeemaschinen sein.
Geht auf die Suche nach „eurem“ Geschmack, nach „Eurer“ Brühmethode, lasst es zu, dass etwas gut wird und nicht nur billig bleibt.

Billig ist nicht automatisch gut und mich erschreckt, was wir bereit sind zu akzeptieren, wenn es nur uns nur billig erscheint.
Ich „kann es mir eigentlich nicht leisten“, dachte ich, doch ich habe gemerkt, dass es günstiger ist, hin und wieder etwas Gutes zu genießen,
als jeden Tag etwas Billiges zu konsumieren und Genuss zu vermissen !

Schmeißt sofort die Kapselmaschinen raus, die haben wirklich nichts mit verantwortungsvollem Genuss zu tun !
Sie haben mit echtem Genuss nichts zu tun! Sie haben mit günstig nichts zu tun !
Sie bedeuten nur, dass man mehr Geld für weniger Genuss zahlt . Und das nur aus Faulheit !

Wer mehr lesen will, kann eine meiner Quellen nutzen:
https://www.coffeeness.de/kaffeekapseln/

Meine Meinung zu Kaffekapseln ? Sie sind eines dieser unmoralischen Geschäftsmodelle, die verboten werden sollten !
Weil es ja sooo praktisch ist, vergewaltigen wir unsere Mitmenschen, die Natur, den Planeten.
Sie sind absolut nicht zeitgemäß und tragen zur beschleunigten Unbewohnbarkeit unseres Planeten bei !

Wir müssen uns wahrlich um etwas Wichtigeres kümmern, als um unsere Faulheit !
Sie führt dazu, dass wir uns nur mit Genüsslichkeiten zufrieden geben und nicht mal in die Nähe dessen kommen, wo Genuss anfängt.
Sie ist die Pforte zur Mittelmäßigkeit und des Niedergangs der Biosphäre
(der Schicht des Planeten, in der Leben vorkommt) !

Nur zur Erinnerung:

„Doch, oder wie nennt man das sonst ?“

Kaffee ist auch so schon nicht ganz ohne. Er wächst ja nicht hier und wird lange Wege transportiert, verbraucht enorme Mengen an Wasser, der Anbau erfolgt oft unter Einsatz von Pestiziden und der Boden wird häufig der Erosion ausgesetzt.
Also wenn Kaffe, dann aus der Nähe und Bio ! Dieser „Luxus“ ist es wert !

Kapselkaffee als gut zu titulieren, ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit. Der Kaffee darin ist zehnmal so teuer, wie guter Kaffee,
dem man mit Sorgfalt das Maximum an Geschmack rauskitzeln kann.
Das gesamte System führt zu vermehrtem Raubbau, unterstützt unsere Gedankenlosigkeit, unsere Bequemlichkeit
und lässt die Erinnerung an Qualität verblassen !

Macht eine Geschmacksreise, denn Industrienahrung ist nur ein Abklatsch dessen, was wir eigentlich erwarten würden !
Erschreckt nicht, denn auf der Reise könntet Ihr Euch selbst über den Weg laufen 😉 .

Is Odil

Zum Jahresende ’n Spruch von Konfuzius:

„Wenn ich in Gesellschaft
von nur drei Menschen gehe,
habe ich immer Lehrer.

Ich wähle die guten Eigenschaften
des einen zur Nachfolge aus

und die schlechten des anderen
um mich selbst zu verbessern.“
(Kung Fu Tse)

P.S.
gemeint sind natürlich zwei andere Menschen und man selbst !
Die besten Wünsche für 2022 !!!

Wasser

(Wer es genauer sehen will, muss nur aufs Bild klicken)

Die Probleme, die durch unser Konsumverhalten auf der Welt entstehen,
sind so vielschichtig und miteinander verwoben, dass man leicht den Überblick verliert.

Reiche Industrienationen sind nicht bereit, faire Preise zu bezahlen, der Handel läuft globalisiert ab
und es wird immer mehr, auf Kosten der Ärmsten, in fernen Ländern in denen keine Umwelt- oder Sozialstandards
zu berücksichtigen sind, produziert.

Aber die Folgen dieses Konsumterrors sind gewaltig. Ich sah eine verzweifelte Mutter, deren Land von einer Dürre heimgesucht wird,
die ihren Kindern Sand zu essen gab, nur damit sie etwas im Magen haben.

Sind wir so gleichgültig, dass Menschen Sand essen müssen, nur weil wir der Meinung sind, alles noch einen Cent billiger haben zu müssen ? Ja, sicher, solche Bilder lösen ein Strohfeuer der Hilfsbereitschaft aus, um das Gewissen zu beruhigen.
Aber an der Kasse „gewinnt“ doch das billigere Produkt gegen das faire.

„na intelligent ist das aber auch nicht !“

Dadurch, dass wir rücksichtslosen Raubbau betreiben, dass es billiger ist, ein Produkt dreimal um die Erde,
von einem Billiglohnland ins nächste, reisen zu lassen, haben wir das Weltklima aus den Angeln gehoben.

Die Klimazonen verschieben sich auf beiden Hemisphären (Halbkugeln) in Richtung der Pole.
Länder, die zumindest ein paar Mal im Jahr Niederschlag hatten, in denen ein Anbau wenigstens zur Milderung des Hungers dienen konnte, sind zunehmend von Dürre betroffen.

Die Wüsten breiten sich aus und die Menschen haben keine andere Alternative, als Sand zu essen oder auszuwandern
(s. Blog Desertifikation ).
Zitat Gregor Gysi : „Wenn wir ihnen nicht helfen, ihre Probleme zu lösen, kommen die Probleme zu uns !“

Nur dumm, dass wir diese Probleme verschärfen. Kolonialismus heißt eben jetzt „Globalisierung“ 😉 .

Vor kurzem hörte ich in einer Sendung die unglaubliche Zahl, der weltweit an den Folgen
verschmutzten Wassers sterbenden Menschen.
Es wurde berichtet, dass etwa alle 20 Sekunden ein Mensch an unsauberem Wasser stirbt.

Ein würdeloses Sterben. Hierzulande ist die Würde des Menschen unantastbar und doch nimmt man Kinder als wehrlose Schutzschilde.
In den sich ausbreitenden Wüsten, stirbt die Würde. Dabei haben sie kaum etwas zum Klimawandel beigetragen.
(sie stirbt allerdings nicht nur in den Wüsten !).

Die Industrienationen wollen sie nicht wahrnehmen, sie kümmern sich um eigene „Probleme“ wie,
wo bekomme ich was am Billigsten ?

Diese Zahl hat mich nicht losgelassen, weil ich es unglaublich finde, wie ein, bei uns so wenig beachtetes, Gut, im 2. Jahrtausend n. Ch.,
zur tödlichen Gefahr werden kann und begab mich auf die Suche.

Nach kurzer Recherche stolperte ich über die Zahl von 1 500 000 der jährlich, an den Folgen verschmutzten Wassers,
versterbenden Menschen.
Ich fand außerdem heraus, dass unglaubliche 2,2 Mrd. Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben.

Zudem haben 4,2 Mrd. Menschen keine sicheren Sanitäranlagen zur Verfügung. Das sind über 25 % der Weltbevölkerung !

Da liegt das Übel der vielen Toten begraben. Durch das Fehlen sicherer Sanitäranlagen, erfolgt keine Entkeimung der Fäkalien
und die „Erdtoilette“ ist weit verbreitet. Doch die freigesetzten Keime, verseuchen Oberflächen- und Grundwasser.
Das wiederum zum Trinken, Kochen und Waschen genutzt, dadurch weiter verschmutzt und unbehandelt in die Natur vergossen wird.
Was wiederum zur Kontamination des Oberflächen- und Grundwassers führt, …

Und dadurch, dass auch 2,2 Mrd. Menschen keinen sicheren Zugang zu Trinkwasser haben, gelangen diese Keime
oft in den menschlichen Organismus und tun ihr zerstörerisches Werk.

Daher die hohe Zahl von Toten durch unsauberes Wasser. Eine kurze Rechnung lässt die Zahl von 1 500 000 Toten pro Jahr
auf anschauliche Sekunden zusammenschrumpfen.

Es sind also 1 500 000 Tote pro Jahr, dividiert durch 12 Monate, ergeben das 125 000 Tote im Monat,
kaufmännische 30 Tage pro Monat, ergeben 4166,666667 Tote pro Tag, durch 24 (h), sind 173,6111111 Tote pro Stunde, dividiert durch 60, sind 2,893518519 Tote pro Minute, durch 60 (s) sind also 0,04822530864 Tote pro Sekunde.

Das ist ein wenig sperrig, denn wer kann sich schon 0,04822530864 Mensch vorstellen ? Also dividieren wir einen Mensch durch diese Zahl
und erhalten die Sekunden in denen ein Mensch an verschmutztem Wasser stirbt.

Mir fällt es schwer, angesichts des Dramas, sachlich zu bleiben ! Ich muss mich regelrecht zu einer „nüchternen Betrachtung“ zwingen,
denn dieser Skandal ist kaum auszuhalten. Ebenso die Art, wie wir mit Tieren umgehen, lässt mich am „zivilisierten“ Menschen zweifeln.
Möchtegern zivilisierter Barbar wäre da treffender 😉 . (s. hierzu Es darf nicht normal sein ! )

Also 1/ 0,04822530864= 20,736 sec. Alle 20,736 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen des Geizes der Industrienationen.
Denn seien wir ehrlich, wir könnten es uns leisten, jedem einen sicheren Zugang zu(m), Menschenrecht, sauberes(m) Wasser zu ermöglichen.

Der globale Wasserverbrauch steigt durch Faktoren, wie Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum,
sowie durch veränderte Konsumgewohnheiten um jährlich etwa 1 %.

69 % des weltweiten Wasserverbrauchs, geht auf die Landwirtschaft zurück. In Deutschland sind es allerdings 77 %,
die durch Energieversorgung, Bergbau und produzierendes Gewerbe verbraucht werden.

Quellen:
Sat1, waldrekordwoche
UNESCO Weltwasserbericht
UNICEF verseuchtes Wasser

Wie oben schon gezeigt, können wir nicht ruhigen Gewissens so weiter machen. Es muss etwas geschehen !
Wir können uns nicht auf dem „Wohlstand“ ausruhen, während die, denen wir ihn zu verdanken haben, abermals leiden,
nachdem wir sie derart ausgebeutet haben.

Unser gesamtes Wirtschaftssystem ist pervertiert und man hat uns eine „heile Welt“ vorgegaukelt. Aber: Wir hätten es ahnen können,
es gab genug Stimmen, es gab genug Berichte, es gab genug …
Nur sind wir eben, bzw. die „Entwicklungsländer“, Opfer unserer selektiven Wahrnehmung.
Sie ist ein mächtiger Gegner, die uns nur wahrnehmen lässt, was wir wahrnehmen wollen.

Das Elend geschieht ja nicht mir, nicht in meiner Nachbarschaft, nicht in meinem direkten Einflussbereich.“ Es existiert somit nicht.
So ignorieren wir Fakten, weil wir sie nicht wahrhaben wollen. Die letzten 4 Jahre haben wir es an Trump gesehen
und sehen momentan an Impfgegnern, welche gefährlichen Auswüchse es haben kann.

„Wasser kann gar nicht verbraucht werden“, hört man allenthalben und richtig, die Menge an Wasser auf der Welt bleibt unverändert,
was auch immer wir damit anstellen.

So reden die sich gerne raus, die dem schnellen Denken die Hoheit über ihre Meinung überlassen.
Denn es gibt verschiedene Arten, zu denken:
Das schnelle Denken und das langsame Denken, gerne auch als Typ 1, 2, o.ä. bezeichnet.
Eine kleine Erklärung findet sich in meinem Blog ( Trotzdem ).

Richtig, Wasser kann nicht „verbraucht“ werden, die Qualität und damit die Nutzbarkeit (für uns),
werden durch den Gebrauch „nur“ verändert, so dass „verbrauchtes“ Wasser für uns nicht nutzbar ist.
Obwohl viele Menschen noch schlechteres Wasser zu sich nehmen müssen, um zu überleben.

Was für alles gilt, zeigt sich beim Wasser. Wir müssen pfleglich mit dem besten Filter/Ressourcen-/ Energielieferant/ … umgehen, den es gibt.
Eine Intakte Natur, denn kein technischer Filter kommt an die Aufbereitungsleistung natürlicher Kreisläufe heran ! (s. Blog Lebensborn )

Mittlerweile hat die Werbeindustrie den Zeitgeist erfasst und nun scheint es „ganz einfach“, nachhaltige, verantwortungsvolle
und gesunde Produkte zu finden.

Sie suggerieren uns für jedes Produkt eine heile Welt, in der sie „verstanden“ haben und versprechen, Verantwortung zu übernehmen.
Aber, die Werbeindustrie hat über 100 Jahre Erfahrung damit, etwas zu verkaufen.

Also investiert die Industrie, werbewirksam, einen kleinen Betrag in vergleichsweise billige Wiederaufforstungsprojekte,
damit man etwas vorweisen kann, das das Gewissen des Konsumenten beruhigt.

Bäume machen keinen Wald und selbst die Pflanzung eines Waldes, lässt erst nach „Ewigkeiten“ eine Art Ökosystem entstehen.
Es ist eine Farce, nur die Bäume zu ersetzen, die zerstörte Ökologie außer acht zu lassen und unschuldig zu behaupten,
man habe die negativen Folgen ja ausgeglichen.

gequirlte Kacke ! 😉

Wir müssen mehr als sonst, Wert darauf legen, wie etwas produziert wird. Wir müssen uns darüber klar werden,
dass Besitz (meist nie genutzter) nicht glücklich macht. Sie pflanzen uns ein Glücksverständnis ein, das jeder,
aber wirklich jeder, ernstzunehmenden Philosophie widerspricht.

Wir verknüpfen Glück mit Wohlstand und Wohlstand mit materiellen Gütern. Die simple Rechnung:
Mehr materielle Güter = mehr Wohlstand = Glück

Aber egal, wie viele Güter wir besitzen, wir werden dadurch nicht glücklich(er). Jede neue Errungenschaft, macht nur im ersten Moment froh
(was viele mit Glück verwechseln). Das ist nur die Dopaminschwemme im Gehirn, durch eine Reizung des Belohnungssystems.

Also für Glück nicht zu gebrauchen. Im Gegenteil, denn je mehr wir haben, desto mehr Sorgen machen wir uns
um den Erhalt unseres Besitzes. Zum Reichtum kommt also noch Angst hinzu und Angst macht erfahrungsgemäß nicht glücklich 😉 .

Der einzige Weg zu innerem Reichtum und damit Glück ist es, so wenig wie möglich zu „brauchen“ (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht)
und das (nun) Übrige zu verschenken.

Unsere materiellen Güter bleiben in dieser Welt zurück, es gibt drüben keine Verwendung für sie ! Das Einzige von Wert, was immer bleibt,
ist die Freiheit, sich von Materiellem trennen zu können und unsere guten Taten sind einst unsere einzigen Fürsprecher.

Doch ich „schwafel“ ab 🙂 .
Je mehr wir also darauf achten, wie etwas produziert wird und ob Klimagerechtigkeit in der gesamten Lieferkette besteht,
desto eher verstehen die Industrie, die Politikindustrie und die Werbeindustrie, dass der Verbraucher
sich nicht mehr so einfach „ruhigstellen“ lässt.

Jedes Produkt muss unter die Lupe genommen werden. Es muss im Großen etwas geschehen
(hierzu nochmal die Buchempfehlung „Ökoroutine“ von Michael Kopatz, ISBN 978-3-96238-084-7),
aber auch wir müssen unser Verhalten drastisch ändern !

Lasst Euch nicht beruhigen, wenn es nicht stimmt !

Is Odil

Öha, heute ist wieder starker Tobak im Kalender (brainfuck 😉 ).
Deswegen ein anderer Spruch !

„Sterben heißt,
sich beerben.“

(Paul Dahlke)

Ahnungslos

Es ist traurig und schwierig, den Spagat zwischen Umweltthemen und Impfmuffeln schaffen zu müssen.
Schließlich bedingt das Eine ja das Andere.

Impf…, was auch immer, sind einseitig informiert. Es hat mehr mit Glauben, denn mit Tatsachen zu tun.
Die Echoblase heißt Telegram und die „Like- Nutten“ dort schaaden dem gesellschaftlichen Konsens.
Auch dort hat es „influenzer“, die ungebremst immer krassere Theorien aufstellen, um Likes zu generieren.

Angestachelt von rechtsorientierten Gruppen, deren einziges Ziel es ist, viele in einem verbindenden Thema zu bestätigen,
um dann, sozusagen durch die „Hintertür“, ihre wirren Thesen unters, nun gläubige, Volk zu bringen.

Nicht mal die Infektionen der Parteivorsitzenden Alice Weidel und des an Corona verstorbenen Landtagsabgeordneten (wer hat den gewählt ?;-) ) Bernd Grimmer, halten sie von unvernünftigen Lügen ab.
B. Grimmer hat die Gefahren durch das Virus heruntergespielt und als „Alarmismus“ und Panikmache bezeichnet.

Jetzt stilisiert ihn die AfD (Assis fon Deutschland) als Märtyrer, der für die Freiheit in den Tod ging.
Man ist ja Zynismus bei diesen Zeitgenossen gewohnt, doch diese Erkenntnisresistenz ist erschreckend !

oder oder auch
„Und, was ist hier passiert ?“
„Sein Enkel ist Querdenker !“

Die so Indoktrinierten können X- Mal skandieren: „Wir sind das Volk !“ und bleiben doch eine Minderheit.
Eine laute zwar, aber eine Minderheit. Denn sie sind nur ein kleiner, lauter und aggressiver Teil des Volkes, dessen ich mich schäme.
Quasi die Appendizitis (Blinddarmentzündung) der Deutschen.

Es ist gut, dass sich Impfgegner und Impfskeptiker separieren. Die Gegner werden zwar zunehmend gewalttätig,
aber zumindest sind die Skeptiker nicht mehr die stillen Mitläufer. Still ja, aber keine Mitläufer mehr.

Das ist eine perfide Taktik, um Impfskeptiker, über ein verbindendes Thema, für eigene Thesen zu gewinnen.
Wenn sie so weit sind und den Blödsinn von unakzeptierten „Wissenschaftlern“ glauben,
sind sie empfänglich für den braunen Saft dieser wirren Geister.
„Fick mein Gehirn“, wie Fishmob textete. 😉

 

Eine kleine Graphik über den Zusammenhang zwischen Impfquote und Inzidenz:
Link zur Startseite: Statista

SN (Sachsen) steht ganz links oben mit der niedrigsten Impquote,
aber der höchsten Inzidenz
„wake the fuck up !“

Jeder klare Geist der in der Lage ist, Diagramme zu interpretieren, sieht hier einen deutlichen Zusammenhang.
Oder ist das nicht so offensichtlich ?

Noch eine Bemerkung zu Impf-muffeln, -gegnern und sonstigen Populisten. Es ist wahr, das Virus ist menschengemacht, da haben sie Recht.
Doch nicht von Menschen, sondern durch menschliches Verhalten. Letztendlich durch unser aller Konsumverhalten,
das von der Werbeindustrie kräftig „gefüttert“ wurde.

Hier kommt wieder mal (potentiell) exponentielles Wachstum zum Tragen. Es ist allerdings durch viele Faktoren gebremst.
Aber Menschen vermehren sich nun mal, das verwechseln viele mit Spaß und erheben den Sexualtrieb zum Lebensinhalt. Wie erbärmlich !

Doch es geht darum, dass sich die Menschheit enorm vermehrt und so immer mehr auf „Wohlstand“ pochen.
Leider verwechseln wir Wohlstand mit materiellem Besitz, das ist der Haken daran.

Also hat sich der Mensch rücksichtslos ausgebreitet und die Berührungspunkte mit der „Wildnis“ nahmen aufgrund der Enge zu.
So gab es einen munteren Austausch von Viren und eine alt bekannte Mutation, legt unsere Welt lahm.

Dadurch, wie die Menschen heute aufwachsen müssen ( s. Blog Smart ), entwickeln sie keine Empathie
und aufgrund der egoistischen Perspektive, tritt der Gedanke an eine Schädlichkeit des eigenen Konsumverhaltens in den Hintergrund.
Die Stimme des Gewissens wird übertönt (Klick aufs Titelbild).

Viele glauben, es habe ja nur einen kleinen Effekt, wenn sie mit laufendem Motor Einfahrten fegen, am Smartphone daddeln
oder ihn sonstwie ungenutzt laufen lassen.

Es ist zwar eine „individuelle“ Aktion, aber es machen viele, zu viele und viele kleine Einzeleffekte summieren sich.
Ein wichtiges Prinzip des Lebens ist: jeder noch so kleine Effekt, wirkt in der Summe der Einzeleffekte gewaltig.
Auch das wirkt exponentiell und wir können es uns nicht vorstellen. Das müssen wir am Klima erleben !
Dazu kommt, das nicht vorhandene Bewußtsein des eigenen Einflusses.

Während der Ölkrise und danach, war es selbstverständlich, den Motor nur beim Gebrauch des Fahrzeugs, laufen zu lassen.
Es gab „Spartipps“ zur spritsparenden Fahrweise und es galt, den Motor bei einem Stillstand des Fahrzeugs,
der länger als 7 Sekunden dauert, auszuschalten.

Heute jedoch sehe ich junge Menschen, um deren Zukunft es geht, auf dem Gehweg parken, die den Motor laufen lassen
und einen „Coffee to go“ holen, viele sitzen bei laufendem Motor im Auto und checken in aller Ruhe ihre accounts,
es ist ihnen überhaupt nicht bewusst, was sie tun.

Wie im letzten Blog ( Es darf nicht normal sein ! ), hat es eine lange Entwicklung hinter sich. Sie haben es nie gelernt und sind nun plötzlich damit konfrontiert, was dieses Verhalten mit auslöst, sie können es nicht einmal vermuten.
Es fehlt Bewußtsein, es fehlt technisches Verständnis. Es ist deutlich am unsachgemäßen Gebrauch derselben zu sehen:

Auf dieser Seite ist das Mikrophon und man hört nur aufgrund der Festkörperphysik etwas. Was dazu führte,
dass man auf laut stellt und mit Abstand in die Oberseite, an der sich der Lautsprecher befindet, spricht.
Selbstverständlich überall. Where my phone is, is my privacy !

Das zeugt davon, dass man nicht einmal die einfachsten Zusammenhänge versteht.
Aber die „Kindermenschen“ (es mischen auch ältere mit !) können nichts dafür, sie trifft keine Schuld, denn wir haben es ihnen vorgemacht,
wir haben das Smartphone über die Psyche des Kindes gestellt.
Wir haben in wichtigen Entwicklungsphasen entweder nicht, genervt, abweisend und/oder kalt reagiert.
Das ist unser Totalversagen !

Das Bildungs- Gesundheits-, Sozialsystem haben wir kaputtgespart, denn wir dachten nicht, dass wir sie so dringend brauchen.
Zugunsten eigenen „Wohlstandes“, haben wir akzeptiert, dass die Welt und unsere Kinder vergewaltigt werden.
Das haben wir nun vom Glauben an permanentes Wachstum !

Und ja, es gibt Nebenwirkungen der Impfung. Doch das Risiko hierfür liegt bei 0,02 %, während das Risiko einer Hospitalisierung durch Corona bei 4 % liegt. Das ist also das 400- fache Risiko. Dieses für einen zweifelhaften Freiheitsbegriff in Kauf zu nehmen und andere zu gefährden
ist nicht sehr intelligent !
Quelle: ( Die Anstalt )

Apropos Helden: Eine tragende, peinliche Figur der Ungläubigen, Donald Trump, geht dieses Risiko nicht ein und ist mittlerweile geboostert, der, als „Büffelmann“ bekannte, Stürmer aufs Capitol, war vor seiner Verurteilung bereit gegen Trump auszusagen,
um einer Strafe zu entgehen.
So viel zu Märtyrern, zu aufrechten Bürgern, zu Ehrenbürgern, zur Pflicht zum Widerstand, usw.

Er ist nicht berechtigt, die Zeichen eines Herrschers zu tragen (Hörner). Er hat beileibe nicht das Format ! Beide !
Jede(r) einzelne Widerstandskämpfer im 3. Reich, hatte mehr Chuzpe, als ihr alle zusammen !
Populismus ist die Politik der Feiglinge ! Er überzeugt nur Kindermenschen. Es sind vornehmlich „Lappen“ !

„Donald J. Trump“ „What does the J. stand for ?“ „Jerk !“ („Volldepp !“ A.d.R.)

Diese Menschen, mit Smartphonehintergrund sind vergewaltigte Seelen, die ihr ganzes Leben mit den Verletzungen zu kämpfen haben. Traurigerweise machen sie es nicht besser, sie halten es für selbstverständlich, anderen für ihr Prestige oder ihre Zerstreuung,
Schaden zuzufügen. Sie kennen es nur so, dass man sie selbstverständlich benutzt hat, also scheint es in Ordnung zu sein.
Schließlich haben es ja vertraute Bezugspersonen getan, zu denen sie aufblickten !

Sie sind mittlerweile überall. In allen nur denkbaren Positionen. Doch wir haben sie nicht aufs Leben vorbereitet,
sie haben nur ein unbestimmtes Gefühl, irgendwas lief nicht so toll. Hegen Groll gegen alles und Jede(n) und sind nicht Lenker ihrer Impulse, sondern ihnen wehrlos ausgeliefert.

Zum Glück muss man sich ja nicht mit sich beschäftigen, schließlich buhlen alle technischen Geräte um unsere Aufmerksamkeit. Messenger, Spiele, (a)social media sind wissentlich und absichtlich so gestaltet, dass uns kein Moment der Ruhe bleibt. Wir sind jeden Moment abgelenkt und können uns nicht mit uns beschäftigen.

Es vibriert, es tönt, es quäkt, es tutet allenthalben und man versinkt in Aktionismus, um es abzustellen.
Plötzlich ist das Leben vorbei, man hatte gar keine Zeit (man hat sie sich nicht nehmen wollen), und steht nun unvorbereitet vor einem neuen Daseinsabschnitt. Man hat sich nicht weiterentwickelt, hat sich nicht auf die Anderwelt vorbereitet.

Aber alle wissen, das Risiko zu sterben, liegt bei 100 %. Wie paradox, dass wir uns nicht damit beschäftigen (wollen),
kommt es doch ausnahmslos auf alle zu. Ein schöner Spruch dazu:
Konstruktive Hektik, ersetzt geistige Windstille !“ oder auf schwäbisch: „No net drib’r nochdenka !“

Wir haben eine Kultur, die sich ausschließlich nach vorne orientiert, die die Belange der Jugend berücksichtigt
und körperlich Eingeschränkte (behindert wird man), benachteiligt.

Alles vermeindlich Unnütze, sprich alte Fertigkeiten, uraltes Wissen, wurde verworfen.
Die Weisheit erfahrener Menschen war nicht von Interesse und wurde abgetan. Handwerke starben aus, das Wissen über die Psyche,
das Leben und einfachste Verarbeitung unserer Lebensgrundlagen ging verloren und muss nun mühsam zusammengesammelt werden.
Aber Vieles ist einfach unerreichbar verschwunden.

Ein ewiges Prinzip der Lebenslehren ist:
„Behalte, was sich bewährt hat und nehme es als Fundament für Weiterentwicklungen !“

So haben wir z.B. noch mitochondriale DNA aus Urzeiten, von teils ausgestorbenen Hominidenzweigen.
Weil die Evolution Meister des Recyclings ist, und Altbewährtes nie, niemals verworfen hat.

Nicht so der „moderne“ Mensch. Ohne Innenschau, ohne Rücksicht, ohne liebevollem Umgang mit unseren Lebensgrundlagen,
hat er nur genommen. Nun sind die Löcher seiner Barbarei zu groß, als dass sie sich weiterhin leugnen und kleinreden ließen.

Ich sehe tagtäglich Menschen, die ohne Verstand nutzen, was ihnen bald auf die Füße fällt. Die Werbeindustrie macht uns weis,
die Produkte seien ja gar nicht schädlich. Das war schon immer die Lüge, um Profit zu machen.
Es wurde nur werbewirksam ein wenig, billigster Ausgleich geschaffen. Darin wurde es ein klein wenig besser, doch bei Weitem nicht gut.
Nicht annähernd so gut, wie uns die heile Welt der Werbebilder suggerieren soll.

Die Pläne der Regierungen gehen beileibe nicht weit genug, die Werbeindustrie suggeriert ein wohliges Gefühl, etwas Gutes zu tun
und ich bin schockiert von der Gedankenlosigkeit mancher Menschen.
Hier eine Graphik, in der die Pläne des Ressourcenabbaus den notwendigen Maßnahmen gegenübergestellt werden:

(Energie) Als eingefügtes Bild ist es zu klein, deswegen ein Link !
Quelle: https://de.statista.com/

Wir müssen endlich kapieren, dass diese Regierung (jede) aus Handyoten verschiedenster Ausprägung besteht.
Weswegen sie ihren Impulsen schwer widerstehen können. Und die Werbeindustrie uns bezüglich der Wirkung ihrer Maßnahmen belügt.

Sie tun es nicht, aus Bosheit. Es hat sich so entwickelt, es ist Usus in diesen Kreisen.
Es hat sich von jeglicher Empathie entfernt und sie können einfach nicht, sie wissen es nicht besser !
Ich sage immer: „Sie denken sich, im wahrsten Sinne des Wortes, nichts dabei !“

Soviel zur Bildung ! 😉

Ein Beispiel wären mal wieder Eier. Die Produktion ist so pervers, totbringend und vortäuschend, dass es kaum zu ertragen ist.
Wir kaufen guten Gewissens „Eier aus Freilandhaltung“ und haben das Bild von munter und glücklich im Gras scharrenden Hühnern
mit genügend Auslauf vor dem geistigen Auge.

Doch die Realität sieht anders aus. Es sind nach wie vor Legebatterien, ich nenne sie gerne Hühner- KZs, die Türen stehen offen
und es hat massig Freiland, mit Unterständen darauf.

Aber Hühner sind Fluchttiere und genetisch darauf programmiert, Deckung zu suchen, weil sie Beute für alle möglichen Raubtiere sind.
Nun stehen die Unterstände aber so weit weg, dass nur ganz mutige höchstens zum nächsten „Baum“ rennen.
Die Masse sieht durchs Tor, doch der sichere Unterstand ist zu weit weg. Also verlassen sie die Sicherheit des „Hühner- KZs“ nicht.
Faktisch hat also kaum ein Huhn Freilauf. Die wenigen mutigen sind auf dem deckungsarmen Gelände extremem Stress ausgesetzt.
Man kann also nicht von „Freilauf“ reden.
Quelle: Martin Rütter deckt mit Tierschützer Jan Peifer einen Skandal im Hühnerstall auf
Solche Berichte gibt es auch von Schweine- KZs, Rinder- KZs und allen Opfern der Konsumenten !

Der Züchter verweist auf die theoretische Möglichkeit des Auslaufes, legt den Betrieb aber (bewusst) so an,
dass der Sicherheitstrieb der Hühner eine Nutzung der, unbestreitbar vorhandenen, Freifläche verhindert.

Er wäscht seine Hände in Unschuld und welche todbringenden Quälereien sonst noch Usus sind, sieht man in diesem Bericht.
Es ist eine himmelschreiende Schande, auf welchen Handlungen unser „Wohlstand“ beruht !

Wir müssen alles daraufhin überprüfen, ob wir es vertreten können. Wir müssen selbst zum Profi werden,
denn die Industrie spiegelt uns falsche Tatsachen vor.
Wir müssen aufhören, den Preis entscheiden zu lassen:


Quelle: ( )

Die Mehrheit, handelt immer noch nach dem Geldbeutel und nicht nach Moral.
(s. Buchempfehlung am Ende des nächsten Absatzes)

Wir brauchen nicht viel Billiges, wir brauchen wenig Gutes, um glücklich sein zu können
und wir müssen bereit sein, den noch höheren Preis dafür zu zahlen !
Erst dadurch entsteht ein „Markt“ und es wird für die Industrie interessant:
(Hierzu nochmal die Buchempfehlung „Ökoroutine“ von Michael Kopatz, ISBN 978-3-96238-084-7).

Wir brauchen weniger, als uns der Konsumterror weismachen will ( s. Blog Unverzichtbarer Verzicht ).
Schluss mit:

Sie vergiftet uns nur. Entweder durch wirklich billigste Ware oder durch unseren, sich in die Richtung neigenden, Geist

Es muss uns endlich bewusst werden, dass wir nicht so weitermachen können. Wir brauchen Wege, Erfindungen, smarte Lösungen,
um die, auf uns zurollende, Klimakatastrophe zu bewältigen.

Nicht alle werden überleben und eine Generation, die nichts gewöhnt ist, weder genug von den Lebenslehren weiß, noch Übung darin hat,
ist damit konfrontiert, das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht ist, es finden ein paar einen Weg, mit den Katastrophen leben zu können.

Für eine gute Wappnung empfehle ich nochmals die Seite des Katastrophenschutzes (BBK).
Da ist u.a. beschrieben, wie man einen lebenden Vorrat anlegt.
(https://www.bbk.bund.de/DE/Home/home_node.html)

Alle sollten sich eine sog. Matilda zulegen. Also ein schnell greifbarer Notfallrucksack mit den wichtigsten Utensilien,
wie im australischen Outback üblich (daher kommt auch der Name).
Denn im Falle eines Falles, bleiben nur Sekunden, um etwas zusammenzustellen.
Bestes Beispiel ist die Flut im Ahrtal. Übrigens auch ein Negativbeispiel „unbürokratischer“ Hilfe.

Is Odil

P.S.
Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest. Bleibt natürlich und am Leben.
Möge der weihnachtliche Gedanke Eure Handlungen lenken !

Der heutige Spruch ist zu starker Tobak, deswegen ein anderer:

„Das Beste zu wissen
und nicht zu tun,

heißt,
das Beste nicht zu wissen “
(Immanuel Kant)

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