(Please click on pic 😉 )

Sehen wir uns doch einmal an, welche Signale von der Industrie ausgehen. Ich sah einen Bericht in arte (https://www.arte.tv/de/videos/083970-000-A/dick-dicker-fettes-geld/),
in dem Vertreter der Tabakindustrie vor Gericht aussagten, Tabakkonsum sei nicht gesundheitsschÀdlich.

Jedwede wissenschaftliche Aussage, jede Statistik ĂŒber Lungenkarzinome, spricht dagegen und denoch
behaupten sie vor Gericht, Tabak“genuss“ sei harmlos. Hier sieht man den Stellenwert des Menschen sehr genau.

Seit der Industrialisierung, wurde Profit immer höher bewertet („Der Zweck heiligt die Mittel“),
so dass irgendwann der Profit vor dem Menschen kam.

In diesem Geist sind wir aufgewachsen, in diesem Geist verhĂ€lt sich der Mensch gegenĂŒber der Umwelt.
Nicht umsonst lautete das Motto des letzten Klimastreiks: „People, not profit !“ und schon lange heißt es :
„System change, not climate change !.

Und genau darum geht es. Jedwede Anstrengung, eine Besserung zu erzielen, scheitert im Endeffekt
an den Ă€ußerst effektiven Instrumenten des Systems und der „BĂŒrger“ tut, was er immer tut,
solange er nicht gezwungen wird, umzudenken.

Schließlich wurde er seit ĂŒber hundert Jahren darauf gedrillt, dass eigener, schneller Profit, so gut wie alles rechtfertigt.
Wer dieses Prinzip skrupellos auslebte, wurde als kriminell abgestempelt.
Komischerweise ist es aber legal, wenn es nicht so offensichtlich ist.

Die Gesetze werden so gestaltet, dass die Industrie ganz legal kriminell sein kann und die Gesellschaft nimmt keinen Anstoß daran.
Was fĂŒr eine Bigotterie ! Wacht auf und werdet Euch mal bewusst, was seit Generationen „normal“ ist,
bzw. gemacht wurde (Zitat die fantastischen Vier: „Ist es normal, nur weil alle es tun ?“)

Solange es Ablenkung, Alkohol und Nahrung gibt, bleibt der Durchschnittsmensch ruhig. „Geld regiert die Welt“, ist nicht nur ein Spruch.
Es gibt tatsÀchlich zwei Gesellschaftsschichten, wobei die Oberschicht auf Kosten der Allgemeinheit lebt
und immer gesetzliche Schlupflöcher geboten bekommt (dank des Clus deutscher Unternehmer, Urban Priol),
um ihr kriminelles Vorgehen zu legalisieren !

Es ist leider normal, denn es gibt in der Psychologie den Begriff des „kognitiven Geizkragens“.
Das bedeutet eigentlich nur, dass unser Körper ein Meister im Energiesparen ist,
und da unser Gehirn etwa 20 % des Gesamtenergiebedarfs benötigt,
wird jedwede Gedankenanstrengung vermieden.

„Heiß, heiß, heiß“ „Scheiß drauf, Malle ist nur einmal im Jahr !“

Es ist ein sehr, sehr schwieriger Weg, ein Bewusstsein fĂŒr die Umwelt zu entwickeln, solange man nicht direkt von Konsequenzen betroffen ist. Doch dann geht es erstaunlich schnell.

Also bleibt, wie immer:

Es ist hÀufig zu spÀt, mit dem Rauchen aufzuhören, wenn man schon Krebs entwickelt hat.
Es sei denn, man möchte noch in diesem Leben eine Sucht bekĂ€mpfen ! 😉
Reagieren ist immer zu spĂ€t (der Schaden ist schon erfolgt), wir mĂŒssen agieren und etwas tun, solange wir noch nicht „mĂŒssen“.

Im erwÀhnten Bericht (Link s.o.) ist zu sehen, wie skrupellos die Lebensmittelindustrie mit uns umgeht (s. auch Titelbild).
Sie wecken ungesunde WĂŒnsche in uns, die sie natĂŒrlich schnell und unkompliziert „befriedigen“, um den Umsatz anzukurbeln.

Aber, diese „Lösungen“ entspringen eher dem Chemiebaukasten, denn einer KĂŒche und haben so gut wie nichts (eigentlich nichts),
mit einem selbstgemachten Produkt zu tun ! So ist z.B. in der RinderbrĂŒhe eines bekannten Herstellers nicht einmal Rindfleisch enthalten.
Sie arbeiten hier mit Fleischextrakt, welches einzig aus billigstem, ausgekochtem und hochkonzentriertem Fleisch besteht.
Man kann hier getrost FleischereiabfÀlle verwenden, denn es ist ja nur ein wÀssriger, hochkonzentrierter Auszug aus Aromen.

Ferner finden sich hier Salz, als Hauptbestandteil, GeschmacksverstÀrker (Mononatriumglutamat, Dinatriumguanylat, Dinatriumonisat),
Aroma (mit Weizen, Sellerie, Senföl), StĂ€rke, pflanzliches Öl (natĂŒrlich Palmöl, weil billig), Zucker,
Fleischextrakt, GewĂŒrze, KrĂ€uter, Karotten, Lauchpulver, Maltodextrin.

Bei diesen Namen, mĂŒsste es allen einleuchten, dass das nicht gesund sein kann !
Die Bezeichnung „Lebensmittel“ kommt ursprĂŒnglich von Lebensvermittler, doch diese Zutaten vermitteln den Tod !
Gut, nicht sofort, deswegen sind sie ja auch legal, aber auf Dauer und die Industrie setzt alles daran, Sucht zu erzeugen
und den Konsum zum Dauerzustand zumachen.

Zucker kommt hier an sechster Stelle, noch vor Fleischextrakt, was bedeutet, dass mehr Zucker enthalten ist, als Fleischextrakt
(das ohnehin im VerhĂ€ltnis 1:30 aufkonzentriert wird). Auch in vermeintlich „harmlosen Produkten, ist nicht enthalten,
was wir selbst verwenden wĂŒrden und dazu noch viel zu viel Zucker, der als GeschmacksverstĂ€rker wirkt.

Außerdem sorgt der, so gerne verwendete und beinahe ĂŒberall enthaltene, Zucker fĂŒr
Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf Krankheiten, SchlaganfÀlle und nicht zuletzt Diabetes.
Kurz also fĂŒr ein sozialvertrĂ€gliches FrĂŒhableben, nachdem sich die „Gesundheits“industrie gesund gestoßen hat ! 😉

Bis 2030 ist etwa die HĂ€lfte der Weltbevölkerung fettleibig oder ĂŒbergewichtig, mit den genannten Folgen.
Mit Bewegung alleine ist es nicht getan, solange uns die Industrie mit billigstem Zucker verlockt und mÀstet.
Unser Wille alleine reicht hier nicht aus. Die Menschen sind nicht „schuld“ an ihrer Fettleibigkeit !

Die gesamte Convenience- Branche der Lebensmittelindustrie ist voll mit ungesunden Inhaltsstoffen
und je einseitiger wir uns dadurch ernÀhren, desto geringer ist die Artenvielfalt in unserem Darm,
was zu UnvertrĂ€glichkeiten natĂŒrlicher Lebensmittel fĂŒhrt (s. Blog Think about it).

So „zieht“ sich die Lebensmittelmafia (die Industrie folgt deren „Gesetzen“) ihre willigen Abnehmer.
Sie zerstören unsere Lebensgrundlage, damit der Konsument befriedigt wird und sie möglichst konstant Profit machen,
anstatt ihre Macht dafĂŒr zu nutzen, das Beste fĂŒr uns zu ermöglichen.

Es reicht nirgendwo hin, wenn ein paar Staaten etwas tun, andere aber, wie Saudi Arabien und China, notwendige Maßnahmen untergraben. China ist da ganz unverschĂ€mt, denn es will als Schwellenland behandelt werden, um Kosten zu sparen
(bzw. UnterstĂŒtzung von anderen zu erschleichen), aber als Industrienation, wenn es um Handel geht.
Es will also Gelder als Schwellenland und spart die Beteiligung an den Folgen des Raubbaus. Was fĂŒr eine egoistische Komödie !

Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/klimakonferenz-cop27-die-ergebnisse-im-ueberblick-18474245.html

Ich veröffentliche noch einmal mein Meme darĂŒber, was alle Konferenzen bisher bewirkten:

Seit ĂŒber dreißig Jahren, debattieren die LĂ€nder und wirtschaftliche Interessen bremsen jedes engagierte und ambitionierte Handeln aus.

Es ist genug ! Bremsen wir also die Industrie aus, indem wir uns selbst um unser Überleben kĂŒmmern.
Bis auf diesem Weg irgendetwas geschieht, ist Ende GelÀnde.

Wir können uns nur befĂ€higen, Verzicht zu ĂŒben und den ganzen Billigschrott, der nur die Illusion von gut hervorruft, zu meiden
und uns nur darum kĂŒmmern, wie etwas hergestellt wird. (s. Blogs Unverzichtbarer Verzicht und Verzichten).

Und wieder meine Buchempfehlung „Ökoroutine“ von Michael Kopatz, damit die Verantwortung fĂŒr unser Handeln dort landet,
wo sie schließlich hingehört.
„Die Welt retten“, ist eine ungeheure Aufgabe. Wir können zwar alle eine Beitrag leisten (s. Überblickseite alternative Haushaltsmittel
und zig Ratgeber im Netz), aber so richtig voran, geht es nur mit der Industrie.

Doch die Industrie hat nur Interesse an ihrem Profit und auf den Kosten dieses Lebensstils bleibt die Gesellschaft sitzen.
In o.g. Bericht, ist die Rede von einer Verlagerung (Konzentration) der Industrie in (auf) arme LĂ€nder,
denn kĂŒnstliche Lebensmittel, wie sie sie herstellen, können um einiges billiger sein, als echte Lebensmittel.
Die arme Bevölkerung nimmt also Substanzen zu sich, die sie umbringt, doch die Gesellschaft kommt fĂŒr die Kosten auf.
Und solange der Mythos des „bequemen Weges“ aufrechterhalten wird, klingelt die Kasse.

In den westlichen IndustrielÀndern wÀchst das Bewusstsein und so können sie dort nicht mehr genug Profit machen.
Also „ziehen“ sie um und ĂŒberschwemmen MĂ€rkte, wie Mexico, Afrika und die SchwellenlĂ€nder

Glauben wir die LĂŒge eines einfachen und bequemen Lebens, dessen „Helfer“ die Industrie ist, nicht mehr.
Es gibt so viele, leider noch kleine Unternehmen, die versuchen, einen ehrlichen Weg zu gehen.
Sparen wir also „LuxusgĂŒter“ und investieren das Gesparte in ehrliche Produkte.

Wie immer, sind wir die Menschen, die leider noch die Expertise entwickeln mĂŒssen, um ehrliche Produkte zu erkennen.
Als Erstes mĂŒssen wir alles, was uns so bequem erscheint, hinterfragen.

Das alleine erspart uns schon viele FehlkĂ€ufe und sorgt fĂŒr ein Aufklaren unseres Geistes.
Alles soll nur unter diesem Aspekt betrachtet werden und was wir wirklich brauchen (auch, um uns wirklich wohl zu fĂŒhlen),
sollten wir in, unseren AnsprĂŒchen genĂŒgender, QualitĂ€t kaufen !

Praktischerweise wird alleine durch diese Haltung und das dadurch aktivierte langsame (grĂŒndliche) Denken (s. Blog Trotzdem ),
manche LĂŒge und Einflussnahme der Werbepsychologen aufgedeckt und hat so weniger Macht ĂŒber uns !

So fĂ€llt es uns leichter, uns fĂŒr das zu entscheiden, was gĂŒnstig fĂŒr  uns ist, ohne dem Billigwahn zu verfallen !
Eine ganz perfide Aussage der Werbepsychologen, ist der Slogan:

„aber sicher doch !“ 😉

Weil man dumm handelt, aber glaubt, man handle besonders schlau. Wohin das fĂŒhrt mĂŒssen wir gerade sehen und begreifen.

Wir haben keine Zeit zu warten, bis auch China mal merkt, dass es etwas Wichtigeres gibt, als ihr Ego.
Das rĂŒcksichtslose Vorgehen, das jetzt in vielen Staaten zu verzeichnen ist,
sind die letzten Zuckungen eines ĂŒberholten Systems in dem es nicht um die Menschen geht.
Es geht hier um das oder die Ego(s) der Elite, die sich entweder geschickt als FĂŒhrer in Szene setzt
oder der RĂŒckhalt mittels unzeitgemĂ€ĂŸen Religionsvorstellungen erschaffen wird.


„Der Wert einer Religion,
lĂ€sst sich nicht am GemĂŒt
ihrer AnhĂ€nger bemessen !“

Die Welt steht am Abgrund und sie mĂŒssen um ihre bisherige Macht fĂŒrchten.
Althergebrachte Systeme kommen an ihre Grenzen und MissstÀnde werden schonungslos aufgedeckt.
Das ist die Revolution des Freiheitsdrangs, denn es zÀhlt immer der Mensch und nicht die Macht (sei es des Geldes oder der Angst).
Aber merkt Euch:

WĂ€hrend der weltweiten Pandemie, wurden Schwachstellen schonungslos offengelegt
und das setzt sich in der Auseinandersetzung mit politischen Systemen, kurz mit eingefahrenen Strukturen fort.
Die Systeme sind nicht zeitgemĂ€ĂŸ und haben den Planeten an die Wand gefahren,
wĂ€hrend die Menschen damit beschĂ€ftigt waren, zu ĂŒberleben und die RealitĂ€t so weit wie möglich zu ignorieren.
(s. Blog Smart)

Wir können nur tun, was wir fĂŒr uns fĂŒr richtig halten. Doch was wir fĂŒr richtig halten wird ausschließlich
von unseren Anschauungen bestimmt (s. Spruch nach do it now). Also bildet sie aus (und zwar grĂŒndlich),
dann braucht ihr nicht immer tun, was anderen gefÀllt und erlangt so echte Freiheit !

Is Odil

Und, wie immer, ein Spruch :

„Nur gehaltlose und kurze VergnĂŒgungen
gewÀhrt uns der Körper,
ĂŒber die wir zudem oft noch Reue empfinden.

Sie schlagen ĂŒbrigens leicht
ins Gegenteil um,
wenn sie nicht mit grĂ¶ĂŸter
ZurĂŒckhaltung genossen werden.“

(Seneca)

P.S.
MedĂšn Ăągan (altgriechisch)
„nichts allzusehr“ (alles im richtigen Maß !)

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