Darum geht es hier: Perspektiven

Vernunft wächst nicht auf Bäumen

(Click on pic)

Das wusste man schon im alten Griechenland bei den, noch heute, „großen“ Philosophen und Denkern.
Wie sehr vermissen wir manchmal das Innehalten und die Überprüfung der eigenen Überzeugungen.

Wir brauchen eine „Innenschau“, damit wir selbst die Richtung bestimmen können, und nicht irgendjemand,
der es versteht, unsere Triebe und damit  unsere Affekte (s. Blog Affekte) zu manipulieren
(Stichworte „Impulskäufe“, Ideologien, …).
Langsames Denken, sollte das schnelle Denken regelmäßig korrigieren (s. Blog Trotzdem)

In der gesamten Gesellschaft, hakt es. Handwerker finden keine Fachkräfte, Kunden keine Handwerker, das Gesundheitswesen
wird mit einem Minimum an Würde betrieben, das Bildungswesen hat mit Bildung wenig zu tun, denn es erzieht „Fachidioten“ ,
Rücksicht scheint nicht im Duden zu stehen und Transferdenken wird nicht genug gefördert, geschweige denn Empathie.

All diesen Bereichen ist eins gemeinsam. Überall kommt es auf den Menschen an. Die Qualität  steht und fällt mit den Menschen.
Das Schulsystem kann nicht geraderücken, was zu Hause versäumt wurde.
Was nicht vorgelebt wird, ist der viel zitierte Tropfen auf den heißen Stein.

Seit geraumer Zeit, „leisten“ wir uns nicht mehr den „Luxus“ eines guten Gesundheitssystems, einer guten Pflege, einer guten Ausbildung. Genau das rächt sich und viele können nicht mal mal wissen, dass sie das Falsche tun.

Es fehlt von Anfang an einer Weisung in Ethik, in Philosophien, in Wertesystemen. Klar sind viele reformbedürftig
und bedürfen einer Adaption an heutige Zeiten und Werte, ohne Frage.

Ich habe nicht umsonst gegen die, teilweise festgefahrenen, Strukturen gekämpft. Es gibt eben lebendiges und totes Wissen.
Lebendiges Wissen, ist in der kollektiven Weisheit enthalten und passt sich immer den Gegebenheiten an.
Totes Wissen dagegen ist starr, stur, ist unbeweglich in seinen Positionen. Man macht es so, weil man es schon immer so machte.

Aber, es galt eben auch schon immer:

„Oft ändert ein dauerhafter Perspektivwechsel, das ganze Sein !“

Trotzdem plädiere ich für, nennen wir es, Traditionen, lokales Brauchtum (ui, hat‘s da festgefahrene Strukturen ! 😉 ).
Denn nur, wenn ein Lebensmodell gelebt wird (auch wenn viele es aus oben genannten Gründen tun) kann es erprobt,
gegebenenfalls weitergetragen werden und wird beinahe automatisch von einer „rebellischen“ Jugend daraufhin geprüft,
welche Anteile einer Anpassung bedürfen. Im besten Fall, entstehen so lebendige Traditionen, die der Zeit entsprechen
(viele Traditionen haben z.B. ein ziemlich verstaubtes Frauenbild).

Doch anstatt sich geistig gefordert zu fühlen, besteht die Kindheit aus stetiger Frustration (s. Blog Smart),
die Jugend oft aus Mobbing und dem beinahe völligen Fehlen einer geistigen Beschäftigung mit „ewigen“ Wahrheiten.
Man kann nicht auf die Eltern zählen, denn sie haben seltenst Zugang zu Weisheit.
Sie wurde seit über 30 Jahren mehr und mehr aus dem Leben verbannt.

Das und die Stärkung des Egos, führen oft genug zu Mobbing, statt zu Integration. Ein Anderssein wird nicht geduldet !
Viele fühlen sich komplett alleine und hilflos. Manche sogar derart, dass sie ein Leben in lebenslanger Haft, mit Regeln
an die man sich halten muss, als Fortschritt betrachten, um ihrem „sinnlosen“ Leben eine Struktur zu geben, der sie entsprechen können.

Also planen sie einen Amoklauf, besorgen sich eine Waffe und die Wenigsten entziehen sich danach durch Selbstmord.
Sie lassen sich festnehmen, sind stolz, dass in allen Medien über ihre Tat berichtet wird, sie so „Bedeutung“ erlangten
und „freuen“ sich auf ein nun geregeltes Leben.

Ist eigentlich klar, dass die Amokläufer nur die Spitze eines gewaltigen Eisberges sind. Dass Jugendliche keine Erfüllung
in Konsum und Egoismus finden ? Wir lassen es zu und arbeiten daran, dass sie leiden. Wir arbeiten daran, dass wir leiden müssen.
Wir arbeiten daran, dass die Umwelt zugrunde geht (gegangen ist, denn es gibt keinen Fleck auf Erden, ohne Zivilisationsspuren !).

Wir haben dem Club deutscher Unternehmer (CDU, Urban Priol) geglaubt, als er uns weismachte, die Einsparungen im Gesundheitswesen,
in der Pflege und in der Bildung, wären von Vorteil für uns (sie meinten die Industrie). Wir wollten, weil die Weisheit mundtot gemacht wurde,
uns eine funktionierende Pflege, eine gute Bildung oder ein präventives Gesundheitswesen nicht leisten.

Seit Ende 2019, bin ich auf der Suche, nach einem Therapeuten, Doch ich finde keine Hilfe. Das Paradoxe daran ist ja,
gefährdete ich mich oder andere (was weder bei anderen, noch bei mir in Frage kommt),
prügelten sich die Therapeuten beinahe darum, mir zu „helfen“.

Aber es ist ja nicht nur da so, man bekommt keinen Handwerker, weil sie überlastet sind, in der Pflege muss man Glück haben
und „versterben“ (es ist einfach keine Zeit vorhanden) und überall scheint die „gute fachliche Praxis“ einem
„Wenn Du Glück hast, macht es jemand“ gewichen.

Nicht nur wir, die ganze „smart“phonisierte“ Welt funktioniert noch gerade so und steht kurz vor dem Kollaps.
Denn wir haben die Effizienz übertrieben. Wir sind der Gier verfallen und wollten alles noch billiger haben.

Doch, ich sage es noch einmal, die Effizienz geht ab einem gewissen Punkt auf Kosten der Effektivität. Ein bisschen weniger abstrakt:
je billiger etwas gemacht wird, desto geringer ist die Qualität. Und billig für uns, bedeutet unmenschlich in den Produktionsketten !

BILLIG kommt uns teuer zu stehen !“

Hochpreisig kaufen, garantiert noch keine Qualität. Der Preis alleine ist kein Qualitätsmerkmal.
Der Vergleich mit einem Restaurant kommt auf. Nur aus guten Zutaten, können gute Produkte entstehen.
So gilt es erstens, nur anzuschaffen, was nötig ist (s. Blogs Notwendig und Unverzichtbarer Verzicht)
und zweitens, für gute Qualität einen angemessenen Preis zu zahlen.

Denn gute Qualität kann man reparieren und instand halten. Diese Verlängerung der Lebenszeit eines Gegenstandes,
macht schließlich die Qualität aus und man kann sich lange daran erfreuen !

So habe ich z.B. drei Paar gute Schuhe, damit ich sie täglich wechseln und die getragenen richtig durchtrocknen können.
In der Anschaffung kosteten sie zwar zwischen 150 € und 240 €.
Doch die ganz „teuren“, habe ich mittlerweile schon 10 Jahre und da rechnet sich das.
Ich lasse sie lediglich im Turnus immer wieder neu besohlen.

Das spart enorme Ressourcen und vermeidet Müll. Einst gab ich mal wieder ein Paar zum Besohlen,
da zahlte eine Frau drei Paar Schuhe und meinte, für dieses Jahr sei damit „ausgesorgt“.

Drei Paar Schuhe, für nicht einmal ein ganzes Jahr. Das ist alles andere als nachhaltig und vernünftig.
Ein Opfer der Hormone und des Konsumterrors !

Wir müssen umdenken ! Denn erst wenn wir gezwungen werden, finden wir Lösungen.
Leider sehen manche noch nicht einmal ein Problem.

https://climate.nasa.gov/interactives/climate-time-machine

Schon ewige Zeit, denken wir zu kurz und nicht ganzheitlich (Ganz, s. Blog Notwendig).
So wurden z.B. Anfang der 90er Jahre, Nicotinoide als die Lösung des Schädlingsproblems angepriesen.
Es war ja auch so einleuchtend, keine kurz wirkenden Insektizide mehr, die der Wind verweht. Die ganze Pflanze wird giftig.

Applaus, Applaus, die Schädlinge starben, aber leider eben auch die Nützlinge, in Spuren nehmen es natürlich auch die Verbraucher zu sich, mit unbewiesenen Folgen (s.o.) und schon Mitte der 90er Jahre schlugen Imker Alarm, denn ihnen verstarben ganze Völker. Der Rechtsstreit zieht sich bis heute und die Anwendung ist noch immer nicht verboten. Wohlgemerkt, es sind 30 Jahre vergangen, in denen man hätte handeln können. Doch immer wieder wurde ein direkter Zusammenhang bezweifelt und trotz teilweise horrender Zahlungen an Geschädigte, ist das Geschäft damit wohl zu groß und so wird es wohl noch einmal 30 Jahre dauern, bis endlich die Anwendung dieser Mittel geächtet wird.

Seien wir realistisch, so viel Zeit bleibt uns nicht. Es ist keine Zeit, so etwas auszudiskutieren, keine Zeit dafür, manchen zu erklären,
dass das Klima schon längst verrücktspielt (s. Link) und wir jetzt etwas tun müssen !
Die ganzen Debatten sind verspielte Zeit, in der etwas geschehen könnte (muss).

Wann hören wir auf, eine Klimakonferenz nach der anderen abzuhalten,

allen zu erzählen, wie schlimm es steht, de facto aber den CO2 Ausstoß (weltweit) zu vergrößern ?

Es müssen Gesetze her, damit sich etwas tut, wir müssen umdenken (ich arbeite dran !) und alle müssen sich umstellen
(und nicht nur auf fehlendes Gas 😉 ).

Is Odil

Nur ein Aspekt, um ganze Menschen zu „erschaffen“:

„Wenn Kinder in Kinderkrippen,
Tagesheimen, Horten
und vor dem Fernseher aufwachsen,

in einer Gesellschaft in der
Geldverdienen wichtiger ist
(scheint A.d.R.),
als das Wohl der Kinder,

ziehen wir Generationen von
unzufriedenen, verletzten,
bedürftigen Individuen heran.!

(Jack Kornfield)

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