Darum geht es hier: Es wird eng

Es wird eng

Was uns erwartet und so gut wie ungebremst auf uns zurollt, liegt jenseits unserer Vorstellung !
Seit der Industrialisierung, heben wir immer wieder kleinere und größere Beträge vom Konto der Erde,
unserem Lebenskonto, ab, zahlen jedoch nur Kleinstbeträge ein.

Es funktioniert tatsächlich wie ein Konto. Bei hohem Leitzins, sind Zinsen fällig.
Für Guthaben moderate Zinsen, die sich per Zinseszins zum Vermögen aufbauen können,
für Schulden aber, also ein Minus in der Bilanz sind zehnmal höhere Zinsen zu entrichten (s. auch Blog Notwendig).

Über fast einhundert Jahre, haben wir „kaum merkliche“ Beträge abgehoben und sind so immer tiefer in die Schuld des Planeten geraten.
Also kommt es jetzt X- fach stärker auf uns zurück.

Mit Guthaben, kann man ein Projekt finanzieren und so einen kleinen Teil zum Erhalt des Ganzen beitragen.
Doch was wir abheben, also den jahrtausendealten Kreisläufen entreißen, hat so mannigfaltige Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem, dass unsere verursachten „kleineren“ Eingriffe jetzt aus allen Richtungen auf uns zurückfallen (s. wieder Blog Notwendig).

Homo sapiens hat es geschafft, innerhalb geologisch kürzester Zeit, gewachsene, empfindliche Systeme zu stören.
Und diese Systeme suchen sich einen anderen Weg, ohne auf uns oder die Flora und Fauna zu achten.
Sie sind rein physikalisch gesteuert und das Leben muss sich ihnen anpassen

Das leuchtet ein, denn wir haben aus nicht endender Gier physikalische Eingriffe vorgenommen.
Wir haben die Erde abgegraben, eingezäunt, angebohrt, durchlöchert, gesprengt, versiegelt, …
Alles im Nahmen unseres „Fortschritts“.
Doch „es gibt keinen Fortschritt um uns, ohne einen Fortschritt in uns“
(Franz Alt)

In unserer Gier haben wir ignoriert, dass unser Leben von diesen Systemen abhängt und haben gegen die Natur gearbeitet.
In diesem Blog versuche ich zu umreißen, wie sich unser Verhalten auswirkt.

Immer wieder schildere ich die verschiedensten Zusammenhänge unseres Wirkens in falschem Geist
und den Auswirkungen des Klimawandels. Wer meine Blogs aufmerksam verfolgt hat (und das sind dankenswerterweise nicht Wenige),
weiß immer besser Bescheid. Es ist tatsächlich so, dass unsere Gedanken unser Handeln ausmachen,
unser Handeln unser Schicksal und somit sind unsere Gedanken schließlich für unser Schicksal verantwortlich.

Hoppla, das war ja ein kleiner Ausflug in philosophische Betrachtung. Das tut uns allen gut, denn Sachverhalte werden viel zu selten
von verschiedenen Seiten beleuchtet und mit langsamem Denken durchdacht (s. Blog Trotzdem).

Diesmal möchte ich allen vor Augen führen, dass sich neben unserem Leben, zwangsläufig auch unser Speiseplan ändern wird.
Um sich ressourcenschonend und gesund (was meist einhergeht) zu ernähren, gibt es fantastische Studien im Netz
und wen es näher interessiert, suche dort.

Bisher hat sich die Klimaerhitzung noch wenig auf unseren Speiseplan ausgewirkt.
Sicher, es ist teurer geworden, das spüren wir alle, aber es ist noch „alles“ verfügbar.

Aber in absehbarer Zeit, werden bestimmte Feldfrüchte nicht mehr in angestammten Regionen wachsen.
Die Wüsten breiten sich aus, hierzu:

Die fruchtbaren Regionen werden sich verschieben, so dass wir andere regionale Produkte haben werden, als jetzt.
Und Hamburg wird es übrigens so nicht mehr geben.

Der Agrarwissenschaftler Wilfried Bommert warnt, dass wir uns in einigen Jahrzehnten, einige Lebensmittel nicht mehr leisten können werden.

Denn durch die Klimaerhitzung, gibt es mehr Trockenperioden, gefolgt von sintflutartigen Regenfällen,
die den fruchtbaren Boden wegschwemmen (s. Blogs Nachhaltigkeit, Drought, Lebensborn, Anthropozän, u.a. ).

Alle Feldfrüchte, die wir konsumieren, haben sich an die klimatischen Verhältnisse ihrer Herkunft angepasst.
Weswegen sie auch dort wachsen. Genauso auch unsere heimischen Feldfrüchte.

In den letzten Jahrzehnten hatten wir so wenig Niederschlag, wie nie zuvor. Das bedeutet, dass die Wüsten der Erde wachsen.
Sie breiten sich aus und z.B. die Sahara, so W. Bommert, wird sich über das Mittelmeer nach Spanien, Italien und die Türkei ausbreiten.
Dadurch ändert sich die dortige Flora, mit ihr die Fauna und das Gesicht unserer bekannten Erde wird sich komplett verwandeln !

Es wird zu teilweisen oder gar vollständigen Ernteausfällen kommen, bis sich die Landwirtschaft auf etwas einstellen kann.
Es kann sogar, so sagen manche voraus, bis zu 10 000 Jahre dauern, vorausgesetzt, wir stoppen unsere Emissionen,
wonach es gerade nicht aussieht, bis sich das Klima wieder eingespielt hat. Es wird nie wieder so werden, wie jetzt,
doch in geraumer Zeit, werden sich abermals Gleichgewichte einstellen.
Natürlich nur, wenn der Mensch nicht wieder dazwischen grätscht.

Ich sage nur:

Oder zum Zustand „unserer Zukunft“:


Verlassenes Auto auf einem Behindertenparklplatz,
mit laufendem Motor.

Oder ganz beliebt :

„…ich hab‘ Gonokokken.
Der Arzt meint, poppen ginge nur
mit Kondom.“
„Is‘ mir aber egal,
wenn ich geil bin, bin ich geil.
Was ?
Im Bus.
Nee, keine Sorge,
die hören alle weg.“

Doch das ist alles Zukunftsmusik, ein Ausblick des Erwartbaren.
Kaffee wird unerschwinglich für die meisten, denn die Anbaugebiete werden zu warm.
Kaffee mag kühle Blätter, aber warme Wurzeln. Da ist zumindest der erste Punkt immer weniger gegeben.
Dem Kakao wird es auch zu warm, Teeanbau und die Ernte vieler Früchte werden schwierig
und wir müssen uns freiwillig „umgewöhnen“, indem wir Alternativen etablieren, die möglichst regional sind.

Ich persönlich bin schon fast vollständig auf Malzkaffe umgestiegen, denn die „wachmachende“ Wirkung des Koffeins,
ist nur ein Blutdruckanstieg, mit gesteigerter Herzaktivität. Wir sind schlicht nervös.

Und die Wirkung des „in–die–Gänge–Kommens“, ist nichts als die der entspannende Effekt einer Pause mit Heißgetränk.
Das Gefühl, vor dem ersten … nicht ansprechbar zu sein, ist eine reine psychische Angelegenheit,
wir reden uns also in eine psychische Abhängigkeit.

Als mir das bewusst wurde, konnte ich mich schnell umgewöhnen, denn es ist einfach das Ritual, nicht sofort loszulegen,
sondern sich einen Moment zu nehmen (s. hierzu Blog Kapsastrophe und für’s langsame Denken Blog Trotzdem).

In Schweden, regelmäßig im Ranking der glücklichsten Menschen, ist die sogenannte „Fika“ allen heilig. Das ist genau dasselbe.
Eine kleine Pause im Alltag, in der man anderes denkt, anderes spricht und ein Heißgetränk zu sich nimmt.
Wir brauchen Abstand, sonst verkrampfen wir uns und sind nicht produktiv oder gar kreativ.

Alle kennen den Effekt, dass man die besten, kreativsten Ideen zu etwas hat, wenn sich der Geist um etwas anderes kümmert.
Vielfach ist zu hören: „Die besten Ideen, habe ich auf der Toilette !“.

Das Geheimnis eines produktiven und kreativen Geistes ist, sich Auszeiten zu gönnen und sie zu zelebrieren.
Da müssen wir umdenken, Tiefe zulassen und zurück zur Realität finden !

Die wichtigste „Arbeitszeit“ sind richtige Pausen !
Das muss man regelrecht lernen,
denn die Umwelt treibt einen und akzeptiert den vermeintlichen Müßiggang nicht.

Das am Rande, die Klimaerhitzung hat, bisher unbekannte, Herausforderungen parat, die wir noch nicht so stark wahrnehmen.
Aber, Bakterien und Schädlinge fallen über die, durch Trockenheit gestressten und geschwächten, Pflanzen her und vernichten diese.
Das ist allerdings nur die Flora. Unsere Fauna, die sich auf die jahrtausendealten Kreisläufe eingestellt hat, steht vor einem Riesenproblem.
Durch die veränderten Vegetationsperioden, sind Blüten verblüht, wenn Bestäuber aus dem Winterlager kommen
oder der Nachwuchs auf Fülle angewiesen ist. Blüten welken unbestäubt, Bestäuber hungern,
Herdenwanderung zu grünen Weiden kommen zur falschen Zeit, …
so ähnlich wird es in allen Gleichgewichten sein und das Leben hat hart zu kämpfen.
Nur der Mensch ist kaum mehr in der Lage, um das Überleben zu kämpfen

Über gefühlte Ewigkeiten, waren die Rhythmen der Natur so verlässlich, dass Tiere sogar ihre Fortpflanzungszyklen so angepasst haben,
dass das Nahrungsangebot hoch ist, wenn der Nachwuchs die Nahrung braucht.

Doch durch die, zeitlich geradezu plötzlichen Veränderungen, werden immer weniger satt, immer weniger kommen durch
und viele vertraute Arten sterben entweder aus oder sie schaffen es, sich in angenehmere Gefilde zurückzuziehen
und dort eine Population aufzubauen.

Durch die milden Winter, überleben mehr Schädlinge, die dann die, durch Dürre und ausgelaugte Böden (s. diverse Blogs)
geschwächten und wehrlosen, Nutzpflanzen befallen. Z.B. Borkenkäfer ==> Fichte, u.a.

Es wird nicht nur wärmer, was manche leider immer noch als tägliches Badewetter begrüßen und dabei vergessen,
dass auch z.B. die Ausschwemmung des Düngers und der Gülle, kombiniert mit erhöhter Sonnenstrahlung, zur Algenblüte führt
und so das „Baden“ unmöglich macht. Auch der/ die blauäugigste Ignorant(in), wird da schnell den Ernst der Lage verstehen.

Und jetzt wird ein Aufschrei durch die Wein- und Bierliebhaber gehen, denn Bier wird wegen Hopfenmangels
(er wächst nicht mehr in angestammten Gebieten) teurer und Wein-Bauern werden verstärkt
mit der Kirsch-Essig- Fliege zu kämpfen haben.

Sie ist nur einer der Schädlinge, die von den milden Wintern profitieren und da sich die Weinsaison verlängert,
haben diese auch noch lange Nahrung und breiten sich aus.

Nicht nur Feldfrüchte, Bier und Wein leiden unter dem Klima. Durch die Anreicherung von CO2 in der Atmosphäre,
wird mehr CO2 ins Meer gewaschen oder löst sich im Wasser. Und CO2 + H2O, ergeben die altbekannte Kohlensäure,
die Korallen, durch die Versäuerung, daran hindert, ein Kalkgerüst aufzubauen, was eine Reduktion der Riffe bedeutet
und Muscheln, Weichtiere, schlicht alle, die Kalk „verbauen“, können wegen Kalkmangels im Wasser nicht existieren.
Die Ozeane versauern und z.B. Quallen und Tintenfische profitieren.

Schon jetzt sieht man in vielen küstennahen Gegenden Quallenschwärme, da sie sich explosionsartig vermehren
und so Lebensraum für unsere „Brotfische“ nehmen. Netze weisen immer öfter, für unsere Ernährung kaum nutzbare Arten auf.
Diese werden entweder durch das Fischen selbst oder in der folgenden achtlosen Behandlung in Massen getötet
und fallen somit als Nahrung für das Ökosystem Meer weg.

Ich möchte hier für größere Zusammenhänge sensibilisieren, denn was wir in der Welt erleben ist nur eine Konsequenz
unseres langen falschen Denkens. Hinzu kommt leider noch die ungebremst fortschreitende, skrupellose Vermarktung unseres Lebens
(s. hierzu Interview Shoshana Zuboff; Buch „Das Zeitalter des Überwachungs Kapitalismus ISBN 978-3-593-50930-3),
die unmerklich voranschreitet.

Bei beinahe jedem Besuch einer Webseite, möchte die Seite sogenannte „Cookies“ installieren.
Sie sind nichts weiter als ein ungewollter Blick über unsere Schulter und unser gesamtes Verhalten auf dieser Seite wird erfasst.
Wir würden jeden verhaften lassen, der hinter uns steht und beobachtet, wie lange wir welche Inhalte betrachten,
was wir dazu sagen, wo wir klicken, …
Doch genau das tun sie und wir geben ihnen auch noch die Erlaubnis dazu (Indem wir blauäugig Cookies freischalten).

Seit einer Weile ist es Gesetz, dass keine Nachteile entstehen dürfen, wenn man diese ablehnt
(Deswegen schließe ich diese Fenster auch/ lehne ab/ suche eine andere Seite/ …).
Viele sind so gestaltet, dass man zum Ablehnen die Einstellungen durchforsten,
entsprechendes aktivieren und am Ende die Auswahl bestätigen muss.

Ich persönlich, verlasse solche Seiten oder gehe höchstens probehalber zu den Einstellungen und sind da alle inaktiv,
bestätige ich die Auswahl (wichtig und meist nicht in Rot !).

Aber, wenn ich alles deaktivieren muss, verlasse ich die Seite und suche eine „gefälligere“.
Durch meine Recherche, bin ich häufig damit konfrontiert und seit ich das o.g. Buch lese (s. Link oben),
bin ich noch sensibler was die Weitergabe meiner Daten, bzw. die Erlaubnis, Spionagecookies zu installieren 😉 , angeht.

Denn, viele Faktoren, die uns verdummen (nicht verblöden, s. Buch „Dummheit“ von Heidi Kastner), spielen hier mit.
Eine von Kind auf geförderte Unmündigkeit (s. Blog Smart), gepaart mit einem Qualitätsverlust des Bildungssystems,
das sich der abnehmenden Aufmerksamkeitsdauer anpasste und nur noch Inhalte vermittelt, die kommerziellen Nutzen haben können.

Das Geisteswissenschaft, Philosophie oder Religionen immer mehr verdrängt hat, hat nun zur Folge, dass wir frustrierte, unzufriedene,
gewalttätige, teils passiv aggressive, teils handgreifliche, Bürger haben, die ein Aushalten einer Situation nicht gewohnt
und kaum in der Lage sind mit einer bestehenden Situation klarzukommen und Ausweichstrategien zu entwickeln.

Diese sind der einzige wirkliche Vorteil des „Mangels“ (s. Blogs Unverzichtbarer Verzicht und Verzichten).
Was nicht allgemein und öffentlich diskutiert wird, wird von extremistischen, populistischen Strömungen aufgegriffen
und per (a)social media einem „verschwörungsgeilen“ Publikum unterbreitet
(wenn der Schwanz steht [Triebe geweckt werden], ist der Verstand im Arsch 😉 ).
Diese Falschmeldungen kommen noch erschwerend zur Orientierungs- und Machtlosigkeit der Menschen hinzu !

Regal: „Gehirne“; Durchgang: „unsere Wahrheit“

Wir haben uns als Gesellschaft am Planeten und an unseren Kindern vergangen und müssen nun überall dafür büßen.
Der Fachkräftemangel hat eine lange Geschichte und wie überlebensfähig ist man wirklich,
wenn man den Elementen keine grundlegenden Fähigkeiten entgegensetzen kann ?

Die Evolution hat leichtes Spiel !

Is Odil

Und passend:

„Wenn Kinder in Kinderkrippen,
Tagesheimen, Horten und
vor dem Fernseher aufwachsen,

in einer Gesellschaft, in der
das Geldverdienen wichtiger ist
als das Wohl der Kinder,

ziehen wir Generationen von
unzufriedenen, verletzten, bedürftigen
Menschen heran.“
(Jack Kornfield)

QED 😉

 

Dieser Content ist urheberrechtlich geschützt.