Darum geht es hier: Dürre

Desertifikation

Verwässerte Politik

Seit mehreren Jahrzehnten, genauer seit „Erfindung“ des Fortschrittsglaubens, lag das Hauptaugenmerk auf wirtschaftlichem Erfolg und es war ziemlich egal, welche Folgen etwas haben kann.

So wurde um des wirtschaftlichen „Erfolges“ der Staaten des mittleren Westens der USA Willen,
der Great- Plains- Aquifer (Ogalalla- Aquifer) „angezapft“.
Welt 2016

Niemand glaubte auch nur im Entferntesten daran, er könne jemals versiegen.

Die jahrelange Bewässerung der Felder führte zu Rekordernten und ca. 40 % der jährlichen Weltproduktion
des Maises, des Sojas oder des Weizens kamen aus den USA.

So wurde innerhalb einer Generation, für den wirtschaftlichen Aufschwung, der Aquifer ausgebeutet.
Stellenweise liegt die Grundwasserspiegelabsenkung bei bis zu 1,50 m jährlich (Wikipedia).
Woraufhin „herkömmliche“ Brunnen, kein Wasser mehr förderten und die Farmer plötzlich andere Sorgen hatten.

„Im Bundesstaat Kansas werde der sogenannte High-Plains-Aquifer bis 2060 rund 70 Prozent
der ursprünglich vorhandenen Wassermenge verlieren.
Das zumindest berichten Forscher in den “Proceedings” der US-Nationalen Akademie der Wissenschaften (“PNAS”).“
(Zitat Welt 2013)

Es brauchte schon 2013 geschätzte 500 – 1300 Jahre, bis sich der Aquifer regeneriert (Welt 2013).
Ohne Entnahme, versteht sich. Heute wahrscheinlich noch erheblich länger.

Auch der arabische Aquifer wurde zum wirtschaftlichen „Erfolg“ und zum Erblühen der arabischen Halbinsel genutzt.
Im Endeffekt für den Glanz und Nutzen des Königshauses.

ATM (Texas A & M, School of law)

Ebenso wurden alle, ausnahmslos alle, Aquifere in Afrika überbeansprucht.
Viele behaupten, das wäre zum Überleben notwendig.

Doch das Notwendige hätte nicht zur Folge gehabt, dass der Grundwasserspiegel überall sinkt,
weil mehr entnommen wird, als sich regenerieren kann.

So liegt die Regenerationsrate beim Great- Plain- Aquifer bei ein paar Millimetern pro Jahr.
Wohingegen die Bewässerung den Grundwasserspiegel um bis zu 1,50 m absinken lässt (Welt 2013).
Da braucht es keine höhere Mathematik um zu erkennen, dass das nicht gut gehen kann. Dafür reicht Grundschulwissen aus.

Das führte zu Missernten und Unmut in der Bevölkerung.
80 % der von Wasserknappheit betroffenen Staaten in den USA fielen an die Republikaner und wählten den Populisten Trump.

Lage des Aquifers und „Nutznießer“.

Es besteht also ein Zusammenhang zwischen wirtschaftlichem Erfolg und Politik !
Ein weiteres Beispiel, sind die Vorkommmnisse in Afrika und der arabischen Welt.

Die Wasserverknappung führte in Afrika zuerst zu Missernten, dann zur Unzufriedenheit und schließlich zur Rebellion.
Der „arabische Frühling“ zog von Tunesien (2010) im Westen Nordafrikas entlang der Grundwasserspeicher,
die alle das gleiche Problem hatten, bis hin zur arabischen Halbinsel im Osten (2012).

Afrika / Wasserreserven

Die arabische Halbinsel ist hier nicht verzeichnet, sie befindet sich rechts oberhalb des Horns von Afrika.

So macht Wasser, genau wie der Erdölabsatz, Politik, indem dessen Verfügbarkeit maßgeblich die Zufriedenheit der Menschen beeinflusst.
Und je unzufriedener sie sind, desto eher wollen sie den populistischen Stammtischversprechen Glauben schenken und akzeptieren,
glauben sogar immer Absurderes.

Leider geht das bis hin zu Verschwörungstheorien, wo immer mal wieder jemand anderes aus einem anderen Grund,
natürlich alle kontrollieren will, Freiheit unterdrückt und die Weltherrschaft anstrebt.
Je nach Kreis, Juden, Israelis, die Rothschild- Familie, Bill Gates, „die Regierung“, ein Bündnis aus allen oder unterschiedlichste
„Unterwanderer der Freiheit“.
Wer tatsächlich absolutistisch regiert, wird dabei gerne mal übersehen.

Aus diesem Grund haben schon die Römer mit Brot und Spielen („panem et circensis“) Politik gemacht und die Bevölkerung satt
und beschäftigt gehalten, damit ja kein kritischer Gedanke aufkommt.
Wir erleben gerade was mit uns passiert, wenn wir unbedacht alles, was möglich ist, auch machen.

For every little action, there’s a reaction. Und das Echo kann nur überstehen, wer die „richtigen“ Fähigkeiten hat !
(s. Unverzichtbarer Verzicht)

Die „Egoshooter“ von damals sind heute Autofahrer, Busfahrer, Fahrdienstleiter und haben sonstige verantwortungsvolle Berufe,
deren Verantwortung sie gar nicht nachkommen können.

Ich bin grundsätzlich für eine freie Meinungsäußerung und Widerstand, denn ohne sie gäbe es ein Tollhaus der Begehrlichkeiten
(wir sind trotzdem auf dem Weg !).
Also begrüße ich die wachsende Bereitschaft, für seine Meinung auf die Straße zu gehen und sie kund zu tun.

Aber wofür manche auf die Straße gehen, bereitet mir wirklich Sorge.
Nicht etwa für belegte (Er)Kenntnisse und Schlußfolgerungen,
sondern für, bzw. gegen ein rein subjektives Empfinden und irrationale, unbegründete Ängste.
Was mir leider einmal mehr die Assifikation der Gesellschaft beweist !

Anfänglich war es „nur“ ein „sieht ja keiner“ der Bezugspersonen, ein „einmaliges Vergehen“, um uns vor uns selbst zu rechtfertigen.
Die gelebte Machtlosigkeit gegenüber, Diäten, Zivilisationskrankheiten oder haarsträubenden Behauptungen.
Dann verloren wir nach und nach unsere Empathie, gaben kein „gutes Beispiel“ und unsere Kinder
hielten dieses Verhalten zunehmend für normal.

Für sie ist nun Ignoranz, Grenzüberschreitung, Machtlosigkeit, Wut und Egoismus normal und genau so gedankenlos geht man mit
seinen Mitmenschen, seinen Sachen, der Umwelt und allem um (s. Hauptsache).
Geisteswissenschaften sind beim Tanz ums goldene Kalb „auf der Strecke“ geblieben. Doch sie sind essentiell für unsere Entwicklung.

Wir brauchen eine Vision, um das bestmögliche realisieren zu können. Wer das Ziel nicht kennt, läuft im Kreis
und folgt nur noch seinen Trieben. Philosophien jedweder Art stehen den meisten gar nicht zur Verfügung und so fehlt die Möglichkeit,
sich an etwas Anderem zu orientieren, als dem eigenen Ego !

Es muss ein Zurück geben, eine Orientierung an den “Lebenslehren“, damit wir überleben.
Denn das Klima verschont niemanden und wir alle sind davon betroffen.

Ärmere eben stärker und zahlen oft mit dem Leben.
Doch wir werden es sehr, sehr ungemütlich haben, denn wir haben (nicht erst mit dem Smartphone), die Büchse der Pandora geöffnet.

Es gibt es immer mehr Menschen, die ihr Smartphone mit traumwandlerischer Sichereit bedienen können, die Technikgadgets quasi „blind“ beherrschen, doch nicht im Entfernesten in der Lage sind, auch nur ansatzweise etwas Vergleichbares zu entwickeln. Useless user !
So „züchten“ wir, die Wirtschaft, die Gesellschaft Menschen, die ratlos vor den Anforderungen stehen, die sie entwickeln sollten.
Dabei „wollten“ wir doch unbedingt technikvertraute „Nerds“, die ausgeklügeltste Techniken entwickeln.

Um wenigstens das Schlimmste abzuwenden, müssen wir auf allen Gebieten tätig werden.
Es gibt nicht „die eine Lösung“, denn das Problem hat sich so vielschichtig entwickelt, hat so viele Ursachen und Gründe,
dass alles was in Richtung Ziel führt, hilfreich ist. (s. Überblicksseite Alternative Rezepte)
oder für Pflegedienste (Musterbrief Kosteneinsparung für Pflegedienste (2 Seiten))

Leugner, Politikclowns, alle diesen Schlages, setzen Leben auf’s Spiel und gefährden Unschuldige.
Wer nichts tun will und weiterhin mit Brot und Spielen zufrieden ist, hat viele Leben auf dem Gewissen und das möchte doch
niemand von sich behaupten müssen !

Ziehen wir also an einem Strang !

Nur eine gemeinsame, gesellschaftliche Anstrengung auf vielen Ebenen und Gebieten, kann die heraufbeschworenen Dämonen klein halten.
Größere kratzen uns nämlich von ihren Sohlen !

Is Odil

Heute in meinem Kalender:

„Wenn ein starker Wunsch in deinem Geist aufkommt, so gebrauche dein Unterscheidungsvermögen.
Betrachte den Wunsch von allen Seiten und sieh, was drum und dran ist.
Bedenke auch den Gewinn oder Verlust, den du haben wirst, wenn er erfüllt wird.

In dieser Weise bemühe dich, von einem schlechten Wunsch frei zu werden. Sei in keiner Weise nachgiebig
gegenüber einem schlechten Wunsch. Begegne ihm mit einem unerbitterlichen „Nein“.
Wenn man so immer vorgeht, ohne den Wunsch und Gedanken zur Tat werden zu lassen, wird die Willenskraft stärker.“

(Swami Narayânananda)

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