Nun atmet die Welt auf, Trump’s Zeit ist vorbei und ich höre sogar die Erde seufzen.
Doch freut Euch nicht zu früh, denn es bleiben die, die ihn gewählt haben im Land. Das ist sehr gefährlich,
denn auch wenn sie jetzt keinen „Führer“ mehr haben, der Rassismus, die Diskriminierung, der unbedingte Wille,
„sich stark“ zu fühlen, bleibt in den Köpfen.

Dieser Wille geht über die Vernunft hinaus. Ihr „Führer“ hat nicht einmal versucht, Lügen zu kaschieren.
Er wußte, solange er im Grunde vertritt, was der Pöbel denkt und ihre rassistischen „Herrengedanken“ vertritt,
kann er sagen, was er will. So haben sie ihm alles verziehen und wurden empfänglich für allerhand Verschwörungsmythen.

Dem ging eine lange Entwicklung voraus und Schwarze, Behinderte, Homosexuelle, kurz Andersdenkende bemängeln, nicht ohne Grund,
eine stetige Benachteiligung. Man könnte meinen, es sei besser geworden. Ist es natürlich auch, aber nur oberflächlich !
Man die Menschen per Gesetz dazu zwingen müssen, andere zu respektieren und die Rassentrennung zu unterlassen.
Da gab es kaum Freiwilligkeit, Erkenntnis oder ein Umdenken im Pöbel.

In den Familien und im engeren Bekanntenkreis gibt es bestimmte Verhaltensweisen, Regeln, Asympathien, etc. mit denen man aufwächst.
Dieses Umfeld lebte eine „Kultur“, die mitgebracht wurde und sich über die Jahrhunderte verselbständigt hat.
Und das „saugt man schon mit der Muttermilch auf“.

Interessant sind tatsächlich die Wurzeln, der meisten Amerikaner. Sie haben nämlich mehrheitlich deutsche Vorfahren.
Hier in hellblau dargestellt.

Von jeher, wurden in Deutschland „preußische Werte“ und Strenge gelebt und nicht nur eine puritanische, orthodoxe
Glaubensrichtung in den USA, geht auf deutsche oder europäische Wurzeln zurück.

So hat sich ein Weltbild gefestigt, das mehr mit sujektiver Empfindung, denn mit Objektivität zu tun hat.
Alles, was einen verunsichert und so ein „ungutes“ Gefühl auslöst, wurde verteufelt und es wurden immer absurdere Erklärungen geboten.
Außerdem entlastet es ja das eigene Gewissen, wenn man die Verantwortung für sein Handeln, an einen „Führer“ abgeben kann.
(siehe Link Brian)

Aber wir müssen den Atlantik nicht überqueren, um mit dem Finger auf andere, hier „die Amerikaner“, zu zeigen.
Es ist schlimm und das Geschwür ist gerade erst aufgebrochen, ohne Frage.

Doch auch hierzulande haben wir gewaltbereite Menschen, die sich allen Argumenten entziehen und in ihrer „Informationsblase“ leben.
Die einzigen „wahren“ Werte, sind ihre Werte, die sie sich schönreden, aber leider auch radikal vertreten.
Es ist schlichtweg kein Dialog mit ihnen möglich.
Das ist nicht nur „unangenehm“, sondern brandgefährlich, wie die Ereignisse des Mobs auf der Reichstagstreppe zeigen.

Auch bei diesem „Sturm“ (wie passend, diese NS-Rhetorik), waren Flaggen mit Trump’s Antlitz zu sehen.
Wieso, frage ich mich, tragen radikale Deutsche, Flaggen mit dem amerikanischen Präsidenten ?
Natürlich ist er ein „Bruder im Geiste“, zwar ein Lügner, aber er sagt, was jeder dieser Menschen fühlt.
Und da man gefühlt sowieso recht hat, muss er ja Recht haben, man will es eben so !

Ein ausufernder, verständlicher Protest wegen Polizeiwillkür in den USA, wird als Katastrophe betitelt und mit Schusswaffengebrauch bedroht. Die Gewalt des rechten Mobs im Kapitol, wurde mit den Worten: „Ihr seid großartig, ich liebe Euch“, kommentiert und erst auf Druck
aus eigenen Reihen, wird allgemein Gewalt geächtet.
Ich erinnere nur an zweierlei Maß, an die „Hetze“ des 3. Reiches und deren Rhetorik !

Die Saat ist ausgebracht, fiel auf fruchtbaren Boden und das nachträgliche, allgemeine Verurteilen, hatte keine weitere Wirkung, was dieses Verhalten so gefährlich macht.
In USA sah man genau, was diese Strukturen auch in Deutschland versuchen.

Ich zitiere wieder Brecht: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch !“.
Sie glauben alles, erklärt oder entschuldigt es auch nur im Entferntesten deren Verhalten.
Dann müssen sie sich nicht selbst verurteilen. 🙂

Man kann von den Politikern und die Strukturen dort halten, was man will, doch die totale Respektlosigkeit gegenüber der Demokratie, ihren Werten und den Menschen ist schwer bedenklich und leider eine weitere Folge der Assifikation.

Durchschnittlich ist ein Jugendlicher 7 Stunden pro Tag im Netz unterwegs, „saugt“ Infos (die man nicht so nennen kann)
und bildet seine ganz eigene Informationsblase. Die gesamte Erziehungskette, die hier ein Gegengewicht schaffen könnte versagt,
weil nach gebildeter „Meinung“ ein Rückzug und eine Negation der Kompetenz Andersdenkender stattfindet.
Die Aufmerksamkeitsspanne verkürzt sich und man betribt aufgrund dessen gar keine Recherche, die mehr als drei Klicks braucht.

Die ehemaligen Egoshoooter sind nun erziehungsberechtigt. Versteht mich nicht falsch, ich sehe viele, die machen sich wirklich Gedanken und bemühen sich, sind jedoch faktisch alleingelassen und was früher mal auch eine gesellschaftliche Aufgabe war, müssen sie nun alleine stemmen. Es spielen zu wenig mit und lassen sich sagen, sie hätten nichts zu sagen.

Doch, wir haben ein Mitspracherecht, denn wir werden ausgebootet, angegangen, aus dem Weg geräumt. Mit uns gehen diese Lernenden respektlos um.
Wer also, wenn nicht wir, muss etwas sagen ? Wer, wenn nicht wir, muss gutes Beispiel geben ? Wer, wenn nicht wir, kann die Grenzen der Gesellschaft aufzeigen ? …

Der Nachwuchs (wie es seine Art ist), wehrt sich natürlich gegen jede Art der Bevormundung und reagiert mittlerweile so aggressiv,
dass viele aufgeben und die Assifikation nimmt ihren Lauf.

Erziehung bedeutet auch manchmal, etwas Unangenehmes zu verlangen, weil man weiß, dass mit der Auseinandersetzung mit den Zielen,
viel für das Leben gelernt wird. Sie verlangt eine liebevolle Konsequenz und die stetige Entwicklung unseres Selbst.

Reflektierte Erwachsene haben erkannt, dass die Triebe, mit denen wir auf die Welt kommen, nach und nach anderen Zielen weichen müssen.
Man lernt Empatie, was jedoch kaum mehr möglich ist, weil unsere Kinder nicht nur Zugang zu Dingen haben, die nichts für ihre Seele sind, weil sie das noch nicht aufarbeiten können.

Sie erfahren auch, dass es für jedes noch so asoziale, respektlose Verhalten irgendwo im Netz ein Like gibt.
Wodurch sie in diesem Verhalten bestärkt werden und es häufiger so machen.
Es ist ein Teufelskreis und wir haben die Büchse der Pandora geöffnet.

Asoziales Verhalten, hirnrissige Theorien, verquere Meinungen, Unfähigkeit zu Transferleistungen in einem Gebiet, machen uns das Leben schwer, Pflegebedürftige siechen in Verhältnissen, die alles andere als liebevoll sind, der eigene Vorteil geht über alles und die Werbung unterstützt das, weil man so mehr verkauft):
(s. Meme Hauptsache )

Das mehr an Falschinformationen hat uns zu urteilsunfähigen, willfährigen Konsumenten gemacht, die ihre Mitmenschen ignorieren
und nur noch am eigenen Prestige interessiert sind.
Es fehlt an Orientierung, denn was der Markt hergibt, ist zur moralischen Bildung ungeeignet.

Deswegen immer ein Spruch aus einem Kontext der Zeit, der zum Nachdenken anregen soll und so vielleicht Empathie weckt.

Wir müssen uns wieder auf geistige Werte besinnen, Beispiel geben und vorleben, solange noch etwas Reelles besteht !
Wir haben es in der Hand, bevor alles rationlisiert, technisiert und ver“appt“ ist.

Denn je weniger Gedanken möglich sind,
desto eher machen wir, was wir später bereuen !

Is Odil

Hier der Spruch:

Das Maß der Seligkeit
misst dir die Güte ein –
je voller du von Güte,
desto sel’ger wirst du sein !

(Angelus Silesius)