Was nun, TUN ! Wir müssen alle ins Tun kommen. Es hilft nichts, so weitermachen zu wollen, wie bisher.
Natürlich versuchen Konzerne, die uns mit ihrem Expansionszwang mitreißen und in eine Zukunft lenken,
die mit unserer körperlichen Unversehrtheit wenig gemein hat, nichts am „Erfolgsmodell“ Profit zu ändern.
Nur müssen wir Konsum von Grund auf neu denken. Die Industrie hat keine Beweggründe,
denn wir sind so beeinflussbar, wie noch nie (s. Blog Smart u.a.)
Die von Ihnen angerichteten Schäden, an Natur, Arbeitern und unserer Gesundheit trägt die Gesellschaft,
also wozu die Rezeptur ändern ?
Wir haben die Entwicklung von Essenszubereitungen selbst in die falsche Richtung getrieben.
Da wir fast ausschließlich nach billigen Produkten griffen, war die einzige Chance der Industrie,
geschmacksgebende Inhaltsstoffe und Reifezeit zu sparen.
Ergebnis sind Industrieprodukte, die mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun haben !
Fragen sie sich selbst, ob Sie die Zusatzstoffe verwendeten, bzw. so wenig der namensgebenden Hauptzutat nähmen.
Wohl kaum. Aber die Industrie „füttert“ uns damit und täuscht vor, was nicht ist.
Ein Produkt, egal welcher Art, kann nur bis zu einem gewissen Punkt billiger werden, indem man Ausgangsstoffe verbilligt,
Zusatzstoffe als Füller oder Wasserspeicher dazugibt und teure Zutaten durch ein ganzes Arsenal an Aromastoffen ersetzt.
Irgendwann entspricht die Qualität nicht mehr dem Standard. Aber wir wollen ja die Illusion eines …,
zu einem möglichst kleinen Preis.
Wir, die Verbraucher haben, die Macht (s. Buch „Ökoroutine“ von Michael Kopatz [ISBN 978-3-96238-084-7]).
Wenn wir etwas nicht akzeptieren wollen, müssen wir genug zahlen, um ehrliche Rohstoffe zu erhalten.
Sonst rechnet es sich nicht und wir bekommen die mindere Qualität, die uns auf Dauer krank macht
und zahlen für die Konsequenzen.
„Soft drinks sind unbedenklich !“
Wir zahlen nicht nur doppelt (Kaufpreis, Gesundheit), wir zahlen auch damit, dass für die billigen Rohstoffe,
keine Umweltstandards gelten und wir so am Ast sägen, auf dem wir sitzen.
Es erschreckt mich, wie schwierig es für ehrliche Produkte ist, sich durchzusetzen, wenn der Preis zum Qualitätsmerkmal erhoben wird.
Im Grunde schmeckt alles gleich und mit Kochkunst haben diese Convenience-Produkte wenig zu tun.
Wieso kaufen wir eine künstliche Fleischbrühe, die lediglich 2-3 % Fleisch enthält ?
Überlegt Euch, wie ihr es zubereiten würdet und alles was über Ihr nicht in Euer Gewürzregal stellen würdet
(Zuckerstoffe, Füllstoffe, Verdickungs- und Säuerungsmittel, …) ist zu viel, ungesund und gehört da nicht rein.
Doch die Nahrungsmittelmafia ist fein raus, denn wenn wir aufgrund unnatürlicher Inhaltsstoffe erkranken,
kommt die Gesellschaft dafür auf und nicht die Verursacher. So fehlt den Konzernen jedweder Anreiz,
Nahrungsmittel zu Lebensmitteln zu wandeln. Gute Inhaltsstoffe kosten eben mehr,
so lässt sich kein „Kampfpreis“ halten und der Kunde greift reflexartig zu dem Produkt, das 10 Cent billiger ist,
statt nach dem deutlich günstigeren (langfristig) zu greifen.
Wir haben es durch unser Konsumverhalten in der Hand, welche Produkte es uns wert sind, in unserem Magen zu landen.
Macht Euch bewusst, dass es keine hohle Phrase ist, wenn es heißt : „Du bist, was Du isst !“
Schließlich ist der Verdauungstrakt der Ort, an dem wir engsten Kontakt, mit den in unserer Nahrung enthaltenen, Stoffen haben.
Die direkte Brührungsfläche mit unserer Umwelt. Sie bestimmen unser Mikrobiom und damit über Allergien, Gewicht, Blutzucker, …
Denn ist die Umwelt krank werden wir es auch !
Erste Baustelle, die wir anpacken müssen ist also unsere Ernährung. Sie trägt nicht nur dazu bei, wie wir uns fühlen,
sondern bestimmt auch das Wohl und Wehe des Planeten.
Sie ist tatsächlich eine einfach umzusetzende Maßnahme, die den größten globalen Effekt auf die weltweite Produktion hat.
Unsere Art der Ernährung hat sich immer mehr von ehrlich und gesund, zu täuschend und krank machend verschoben,
weil wir von der Industrie immer mehr in Richtung : „Billig ist gut !“ gedrängt wurden.

Sie suchte, im Namen von uns Verbrauchern, Länder, in denen sie keine Umwelt-oder Sozialstandards einhalten mussten,
damit sie ihre Produkte bei uns zu Schleuderpreisen verkaufen können, und zerstören dort in großem Stil,
was wir alle zum Leben brauchen. Eine funktionierende und intakte Natur !
An oberster Stelle steht hier unser Fleischkonsum, denn die Art und Weise, wie wir mittlerweile Fleisch produzieren,
geht stark auf Kosten der Natur und auf die Tiere wird keine Rücksicht genommen.
Meine Schwester hat für Hühnermastbetriebe das Wort „Hühner KZ“ kreiert.
Diesen Begriff könnte man auf die gesamte Massentierhaltung anwenden.
Analog dazu : „Schweine KZ, Rinder KZ, … KZ“. 😉
Da ja wirklich alles mit allem zusammenhängt, war es nicht einfach eine Grenze zu ziehen, an der ich den Kreislauf starte.
Immer wieder schreibe ich über einzelne Systeme, die jedoch alle miteinander zusammenhängen !
Aber bleiben wir bei unserer Ernährung, die weitaus mehr ist, als nur den Magen zu füllen.
So hat unser übermäßiger Fleischkonsum direkte Auswirkung(en) auf Regenwälder auf der ganzen Welt,
deren über Jahrmillionen gewachsene Ökosysteme, über Nacht einer Weide, einer Plantage o.ä. weichen müssen.
Wenn wir also ein gesundes Maß an Fleisch (am besten gar keins) verzehren, dankt es uns nicht nur unsere Gesundheit,
sondern wir können die sogenannte planetary health diet (etwa Planeten- Gesundheits- Ernährung [diet heißt hier nicht Diät !]) besser umsetzen.
Sie beschreibt eine Ernährungsweise, die nicht nur gesünder für uns ist,
sondern mit der auch 10 Milliarden Menschen gesund satt werden können,
ohne die Grenzen der Ökosysteme des Planeten zu sprengen, wie wir es bisher tun.
In den letzten 50/60/ 100 Jahren, haben wir nicht nur Nahrungsmittel für ca. 8 Milliarden Menschen angebaut,
sondern auch für 85 Milliarden Nutztiere (10 mal mehr, als es Menschen gibt. Ohne Fische/ Fischzuchten).
Diese fressen aber nicht nur Grün-, sondern auch Mastfutter aus Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten,
die uns Menschen gut täten.
Wir „leisten“ uns also den Luxus, über 10 mal so viele Nutztiere zu mästen, wie Menschen auf der Erde sind.
Um es mal ins Verhältnis zu setzen, etwa ein ‚Drittel der Erdoberfläche sind Land,
wovon wiederum etwa ein Drittel landwirtschaftlich genutzt wird.
Davon werden drei Drittel (75 %) nur zum Tierfutteranbau verwendet wird.
Es ist eine ganz einfache Rechnung : „Je weniger Fleisch wir konsumieren, desto gesünder sind wir
und umso weniger Masttiere werden gezüchtet. Was wiederum weniger Umwandlung wertvoller Ökosysteme in Weiden bedeutet.
Diese „verschonten“ Ökosysteme nehmen überschüssiges CO2 aus der Luft auf und helfen dabei,
die Klimaerhitzung zu begrenzen !“
Wenn wir also mit 25 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche, die Menschheit im Überfluss (zumindest in Industrieländern) ernähren,
wie viele Menschen könnten wir dann erst mit ca. 75 % der Fläche ernähren ?
Ich schlage lediglich 50 % auf, denn es wird immer Tiermast geben und die meisten werden nicht ganz auf tierisches Eiweiß verzichten wollen.
Eine Begrenzung unseres Konsums tierischen Eiweißes bedeutet aber gleichzeitig eine Verringerung des Fischkonsums
und damit die Schonung, ohnehin schon überfischter Bestände.
Da ja alles mit allem zusammenhängt, hat die Erholung der Fischbestände direkten Einfluss auf das Ökosystem Ozean
und damit weltweite Auswirkung(en).
Aber wir beeinflussen das Weltklima nicht nur durch unseren Fleischkonsum !
Zugegeben, er ist die größte Stellschraube und hat den größten Einfluss.
Unser Konsumverhalten bestimmt wesentlich, in welche Richtung sich unsere Welt entwickelt.
Je weniger wir konsumieren (wir müssen dazu erst den „Luxuswahn“ aus den Köpfen kriegen),
und in je höherer Qualität wir kaufen, desto länger verwenden wir Produkte und das nachhaltigste Produkt
ist nicht etwa z.B. eine Bambuszahnbürste, sondern die Zahnbürste, die möglichst lange verwendet
und erst dann, von einem ökologischeren Produkt ersetzt wird.
Fangt an, Euch zu „erziehen“, dann wird sich Euer Umfeld automatisch anpassen
(s. Blog Unverzichtbarer Verzicht und alternative Haushaltsmittel).
Mahatma Gandhi sagte :
„Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst !“.
Denn nichts beeinflusst unser Verhalten stärker, als ein erfolgreiches Beispiel. Ich schreibe bewusst „erfolgreich“,
denn wenn jemand mit schlechtem Beispiel durchkommt, nehmen wir uns unbewusst ein Beispiel und unsere moralischen Bedenken,
so zu handeln werden immer weicher, bis wir dem schlechten Beispiel folgen.
Je öfter wir damit durchkommen, weil die Gesellschaft eher wegsieht, desto eher etabliert sich schlechtes Verhalten.
Deswegen ist moralische Bildung durch sie kollektive Weisheit mit Sprichwörtern, Sprüchen, Weisheiten
so enorm wichtig für unser „Menschsein“. Denn daraus bilden wir unseren Charakter und bestimmen unser Schicksal.
Doch nun zu unserem Körper. Alles, was wir Essen, gelangt in den Magen, von dort in den Zwölffingerdarm, den Mastdarm
und die (für uns) unverdaulichen Reste, werden ausgeschieden.
Soweit das Gröbste, doch geht man ins Detail, fragt man sich wirklich, wieso wir uns Zusatzstoffe und tote Nahrungsmittel einverleiben.
Diese zerstören die Vielfalt in unserem Verdauungstrakt und dadurch wird die schützende Schleimschicht
des Dünndarmes immer schmächtiger.
Dadurch weicht die Schutzfunktion des Darmes immer mehr auf und nicht wenige haben mit entzündlichen Darmerkrankungen zu kämpfen,
weil die Vielfalt in der Ernährung, im Darm und in der Schleimschicht einer Einseitigkeit gewichen ist.
So können Krankheitserreger leichter bis ins Gewebe vordringen, worauf der Körper mit Entzündung reagiert.
Hier möchte ich die Begriffe „pro-„ und „präbiotisch“ erklären. Alle, die sich mit dem Thema Darmsanierung o.ä. befassen,
sind bestimmt schon darüber „gestolpert“.
Die Vorsilbe “Pro“ bedeutet „für“. Probiotische Lebensmittel, enthalten also die Mikroben, die in einem normalen Darm angesiedelt sind.
Man führt sich also erwünschte Darmbakterien zu. Doch diese brauchen auch Nahrung, um sich ansiedeln zu können (vielseitige Ernährung).
Genau diese führen präbiotische Lebensmittel zu. Beide sind eher als Ergänzung zu sehen und ersetzen keine ausgewogene Ernährung !
Es ist wie Training, eine einmalige Dosis bewirkt nur eine Reaktion auf das Ungewohnte (Muskelkater, Verdauungsprobleme).
Hier bringt nur die regelmäßige Wiederholung den gewünschten Effekt. Es gilt hier : „Einmal ist keinmal“,
was nicht für moralische Übertretungen gilt !
So, nun sind wir schon im Reich der Mikroben. Apropos, ohne sie gäbe es kein Leben auf diesem Planeten, das muss uns klar werden.
Manche sprechen auch von Mikroben als Weltenherrscher, denn ohne sie als Zwischenstufe, hätte sich kein Leben entwickeln können
und das gesamte Leben ist von ihnen abhängig.
Alleine die Mikroben auf und in uns, machen alleine 200- 250 g unseres Körpergewichtes aus. Das scheint wenig,
doch hat jeder von und mehr Mikroorganismen, als Körperzellen. 90 % davon befinden sich alleine im Darm.
Sie brauchen also unsere Beachtung, denn wenn wir negative Auswirkungen auf das Fehlen von Bakterien zurückführen, ist es zu spät.
Mikroben bereiten also unsere Nahrung so auf, dass wir sie nutzen können, aber sie bereiten auch unsere Luft, reinigen Wasser,
zersetzen Stein und schaffen so Boden, den sie entsprechend aufarbeiten,
dass Pflanzen die Nährstoffe (mineralisch, organisch) aufnehmen können, …
So enthält eine Handvoll gesunder Boden, mehr Mikroorganismen, als es Menschen auf der Erde gibt !
All diese Mikroorganismen (Bodenfauna) sorgen in unterschiedlichem Maß für einen gesunden Boden,
in dem Pflanzen leicht wurzeln und aufbereitete (gespaltene) Nährstoffe aufnehmen können.
- Mikrofauna (< 0,2 mm): Amöben, Ciliaten, Fadenwürmer
- Mesofsuns(< 2 mm): Milben, Springschwänze
- Makrofauna (< 20 mm): Asseln, Spinnen, Regenwürmer, Käfer und andere Insekten
- Megafauna (> 20 mm): Wirbeltiere wie Maulwürfe, Wühlmäuse und Spitzmäuse
Die Mikrofauna mineralisiert anorganische Stoffe. Die Mesofauna sorgt für kleinräumige Durchmischung, und reichert Stoffe an.
Makro- und Megafauna sorgen für großräumige Durchmischung und Aggregatsbildung.
Alle Bestandteile der Bodenfauna fördern darüber hinaus die mikrobielle Aktivität.
Mehr hier mit Dr. Eckart von Hirschhausen : wissen-vor-acht-erde
Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum. Gesunde Pflanzen, bedeuten automatisch weniger Spritz-,
Dünge- und sonstige Mittel, die auch mehr oder weniger schädlich in unserem Darm wirken.
So hat tatsächlich eine gesunde Bodenfauna, Einfluss auf unsere Verdauung, damit auf unser Wohlbefinden
und unsere allgemeine Stimmung. Wir sind wirklich, was wir essen !
Unterstützt jede Initiative, die die Böden verbessert, denn gesunde Böden kommen mit zu erwartenden Starkregen
oder Dürren besser zurecht.
Sie bilden einen „Puffer“, denn Wasser kann bei Starkregen leichter versickern, und gesunder Boden kann es auch besser speichern (Wasserbindevermögen).
So mindern sich Überschwemmungen und Hitzestress kommt später auf !
Wir müssen die gesamte Konsum- Und Produktionskette neu denken, wenn wir ein Überleben leicht machen wollen !
Aus diesem und oben genannten Gründen, kaufe ich meine Lebensmittel in Bio, wobei ich ständig verfolge,
welchen Einfluss welches Produkt auf die Welt hat.
Tut es mir gleich (s. Blog Actions). Das wird in der Gesamtheit kaum möglich sein, aber jede Aktion zählt jetzt ! Los jetzt !!!
Is Odil
Heute mal ein Lied auf gälisch, mit englischer Übersetzung (Clannad, Album : Anam, Titel : Rí Na Cruinne).
Rí na cruinne
Tá na daoine ag milleadh an chine daonna
Níl muid cúramach go leor
(2x)
Rí na cruinne
Tá’n dulra scriosadh ó bhliain go bliain
Níl muid faichilleach go leor
(2x)
Múscail ár misneadh fríd na domhain
Rí na cruinne
Múscail ár misneach trid an domhan mhor
King of the world
People are destroying the human race
Because we don’t care enough
(2x)
King of the world
Nature is being destroyed from year to year
We’re not aware enough
(2x)
Let’s rise our courage all over the world
King of the world
Let’s rise our courage through the wide world
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