Was nun, TUN ! Wir müssen alle ins Tun kommen. Es hilft nichts, so weitermachen zu wollen, wie bisher.
Natürlich versuchen Konzerne, die uns mit ihrem Expansionszwang mitreißen und in eine Zukunft zu lenken,
die mit unserer körperlichen Unversehrtheit wenig gemein hat, nichts am „Erfolgsmodell“ Profit zu ändern.

Aber, wenn es in diesem Schneckentempo weitergeht, schwinden unsere Chancen,
dass wir trotz der Herausforderungen der Naturgewalten, ein lebbares Leben leben können
Wir müssen uns vom Einfluss der Industriepolitik freimachen und vernünftig handeln.

Letztlich sah ich einen Vertreter der Politik, der tatsächlich sagte, die Klimaschutzgesetze müssten sich der Industrie anpassen.
Na was haben wir die letzten 100 Jahre gemacht ? Und hat das uns etwas gebracht, außer an den Rand der Ausrottung ?

Also müssen wir es anders machen, und vor allem ohne die Industrie zu pampern !
Wir müssen unser Denken umkehren und den Einfluss unseres Konsums von der Naturschutzseite aus betrachten. Denn :

Wir haben nur eine Erde und wenn wir die Kreisläufe der Natur weiterhin so zerstören, wird sie uns bald keine ökologischen Leistungen,
wie sauberes Wasser, gesunde Erde, genügend saubere Luft, …, liefern.

Reiche sterben unermesslich reich, Arme eben in Armut und dann kehren sich die Verhältnisse um.
Denn Reiche sind im Jenseits arm an guten Taten (sie sind auch charakterlich oft nur auf ihren Vorteil bedacht),
während Arme, durch ihre Wertschätzung des Lebens unermesslich reich sind.

Das ist eine Bedeutung des Bibelzitates : „Die Letzten werden die Ersten sein !“
Jeglicher irdischer Schmck, Reichtum, Ansehen, Verehrung, zählen im Reich Gottes nichts,
rein gar nichts.

Doch verschieben sich die Verhältnisse, weil kaum noch Inhalte gelehrt werden, die uns ein gutes Leben ermöglichen,
ergo den Charakter bilden.
So sind Arme oft nicht unermesslich reich, aber reicher als die, die auf Erden Reichtümer angehäuft haben,

Nur müssen wir Konsum von Grund auf neu denken. Die Industrie hat keine Beweggründe, denn wir sind so beeinflussbar, wie noch nie.
Die von Ihnen angerichteten Schäden, an Natur, Arbeitern und unserer Gesundheit trägt die Gesellschaft,
also wozu die Rezeptur ändern ?

Für sie zählt nur monetärer Vorteil, also muss man sie in die Verantwortung nehmen !!!

Wir haben die Entwicklung von Essenszubereitungen selbst in die falsche Richtung getrieben.
Da wir fast ausschließlich nach billigen Produkten griffen, war die einzige Chance der Industrie,
an geschmacksgebenden Inhaltsstoffen und Reifezeit zu sparen. Ergebnis sind Industrieprodukte,
die mit guter fachlicher Praxis nichts mehr zu tun haben !

Fragen sie sich selbst, ob Sie die Zusatzstoffe verwendeten, bzw. so wenig der namensgebenden Hauptzutat nähmen.
Wohl kaum. Aber die Industrie „füttert“ uns damit, bzw. täuscht vor, was nicht ist.

Ein Produkt, egal welcher Art, kann nur bis zu einem gewissen Punkt billiger werden, indem man Ausgangsstoffe verbilligt,
Zusatzstoffe als Füller oder Wasserspeicher dazugibt und teure Zutaten durch ein ganzes Arsenal an Aromastoffen ersetzt.
Irgendwann entspricht die Qualität nicht mehr dem Standard. Aber wir wollen ja die Illusion eines …, zu einem möglichst kleinen Preis.
Wir, die Verbraucher haben, die Macht (s. Buch „Ökoroutine“ von Michael Kopatz [ISBN 978-3-96238-084-7]).

Wenn wir etwas nicht akzeptieren wollen, müssen wir genug zahlen, um ehrliche Rohstoffe zu erhalten.
Sonst rechnet es sich nicht und wir bekommen die mindere Qualität, die uns auf Dauer krank macht
und zahlen für die Konsequenzen.

Wir zahlen nicht nur doppelt (Kaufpreis, Gesundheit), wir zahlen auch damit, dass für die billigen Rohstoffe,
keine Umweltstandards gelten und wir so am Ast sägen, auf dem wir sitzen.

Es erschreckt mich, wie schwierig es für ehrliche Produkte ist, sich durchzusetzen, wenn der Preis zum Qualitätsmerkmal erhoben wird.
Im Grunde schmeckt alles gleich und mit Kochkunst haben diese Convenience-Produkte wenig zu tun.

Wieso kaufen wir eine künstliche Fleischbrühe, die lediglich 2-3 % Fleisch enthält ? Überlegt Euch, wie ihr es zubereiten würdet
und alles was über Ihr nicht in Euer Gewürzregal stelltet (Zuckerstoffe, Füllstoffe, Verdickungs- und Säuerungsmittel, …)
ist unnötig und ungesund.

Doch die Nahrungsmittelmafia ist fein raus, denn wenn wir aufgrund unnatürlicher Inhaltsstoffe erkranken, kommt die Gesellschaft dafür auf
und nicht die Verursacher. So fehlt den Konzernen jedweder Anreiz, Nahrungsmittel zu Lebensmitteln zu wandeln.
Gute Inhaltsstoffe kosten eben mehr, so lässt sich kein „Kampfpreis“ halten und der Kunde greift reflexartig zu dem Produkt,
das 10 Cent billiger ist, statt nach dem deutlich günstigeren (langfristig) zu greifen (dafür muss man denken !).

Wir haben es durch unser Konsumverhalten in der Hand, welche Produkte es uns wert sind, in unserem Magen zu landen.
Macht Euch bewusst, dass es keine hohle Phrase ist, wenn es heißt : „Du bist, was Du isst !“
Schließlich ist der Verdauungstrakt der Ort, an dem wir engsten Kontakt, mit den in unserer Nahrung enthaltenen, Stoffen haben.
Sie bestimmen unser Mikrobiom und damit über Allergien, Adipositas, Blutzucker, Fettleber, …

Erste Baustelle, die wir anpacken müssen ist also unsere Ernährung. Sie trägt nicht nur dazu bei, wie wir uns fühlen,
sondern bestimmt auch das Wohl und Wehe des Planeten. Sie ist tatsächlich eine einfach umzusetzende Maßnahme,
die den größten globalen Effekt auf die weltweite Produktion hat.

Unsere Art der Ernährung hat sich immer mehr von ehrlich und gesund zu täuschend und krank machend verschoben,
weil wir von der Industrie immer mehr in Richtung : „Billig ist gut !“ gedrängt wurden.

Sie suchte, im Namen von uns Verbrauchern, Länder, in denen sie keine Umwelt- oder Sozialstandards einhalten mussten,
damit sie ihre Produkte bei uns zu Schleuderpreisen verkaufen können, und zerstören dort in großem Stil, was wir alle zum Leben brauchen.
Eine funktionierende und intakte Natur !

An oberster Stelle steht hier unser Fleischkonsum, denn die Art und Weise, wie wir mittlerweile Fleisch produzieren,
geht stark auf Kosten der Natur und auf die Tiere wird keine Rücksicht genommen.

Meine Schwester hat für Hühnermastbetriebe das Wort „Hühner KZ“ kreiert.
Diesen Begriff könnte man auf die gesamte Massentierhaltung anwenden. Analog dazu :
„Schweine KZ, Rinder KZ, … KZ“.

Da ja wirklich alles mit allem zusammenhängt, war es nicht einfach eine Grenze zu ziehen, an der ich den Kreislauf starte,
denn es ist einer von vielen Kreisläufen der Natur !
Immer wieder schreibe ich über einzelne Systeme, die jedoch alle miteinander zusammenhängen !

Aber bleiben wir bei unserer Ernährung, die weitaus mehr ist, als nur den Magen zu füllen. So hat unser ungesunder Fleischkonsum direkte
Auswirkung(en) auf Regenwälder auf der ganzen Welt, deren über Jahrmillionen gewachsene Ökosysteme, über Nacht einer Weide,
einer Plantage o.ä. weichen müssen.

Wenn wir also ein gesundes Maß an Fleisch (am besten gar keins) verzehren, dankt es uns nicht nur unsere Gesundheit,
sondern wir können die sogenannte planetary health diet (etwa, Planeten- Gesundheits- Ernährung [diet heißt hier nicht Diät !])
besser umsetzen.

Sie beschreibt eine Ernährungsweise, die nicht nur für uns gesünder ist, sondern auch10 MilliardenMenschen gesund satt werden können,
ohne die Grenzen der Ökosysteme des Planeten zu sprengen, wie wir es bisher tun.

In den letzten 100 Jahren, haben wir nicht nur Nahrungsmittel für ca. 8 Milliarden Menschen angebaut,
sondern auch für 85 Milliarden Nutztiere (ohne Fische/ Fischzuchten).
Diese fressen eben nicht nur Grün- sondern auch Mastfutter aus Getreide, Hülsenfrüchten und Ölsaaten,
die uns Menschen gut täten.

Wir „leisten“ uns also den Luxus, über 10 mal so viele Nutztiere zu mästen, wie Menschen auf der Erde sind.
Um es mal ins Verhältnis zu setzen, etwa ein Drittel der Erdoberfläche ist Land, wovon wiederum etwa ein Drittel
landwirtschaftlich genutzt wird. Wovon drei Drittel (75 %) nur zur Fütterung dieser Masttiere verwendet wird.

Es ist eine ganz einfache Rechnung : Je weniger Fleisch wir konsumieren, desto gesünder sind wir,
und desto weniger Masttiere werden gezüchtet.
Was wiederum weniger Umwandlung wertvollster Ökosysteme in Weiden bedeutet.
Diese „verschonten“ Ökosysteme nehmen überschüssiges CO2 aus der Luft auf und helfen dabei, die Klimaerhitzung zu begrenzen !“

Wenn wir also mit 25 % der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche, die Menschheit im Überfluss (zumindest in Industrieländern) ernähren,
wie viele Menschen könnten wir dann erst mit ca. 75 % der Fläche ernähren ?
Ich schlage lediglich 50 % auf, denn es wird immer Tiermast geben und die meisten werden nicht ganz auf tierisches Eiweiß verzichten wollen.

Eine Begrenzung unsere Konsums tierischen Eiweißes bedeutet aber gleichzeitig eine Verringerung des Fischkonsums
und damit die Schonung, ohnehin schon überfischter Bestände.
Da ja alles mit allem zusammenhängt, hat die Erholung der Fischbestände direkten Einfluss auf das Ökosystem Ozean
und damit weltweite Auswirkung(en).

Aber wir beeinflussen das Weltklima nicht nur durch unseren Fleischkonsum ! Zugegeben, er ist die größte Stellschraube
und hat den größten Einfluss. Unser Konsumverhalten bestimmt wesentlich, in welche Richtung sich unsere Welt entwickelt.

Je weniger wir konsumieren (wir müssen dazu erst den „Luxuswahn“ aus den Köpfen kriegen), und in je höherer Qualität wir kaufen,
desto länger verwenden wir Produkte und das nachhaltigste Produkt ist nicht etwa z.B. eine Bambuszahnbürste,
sondern die Zahnbürste, die möglichst lange verwendet wird und erst dann, von einem ökologischeren Produkt ersetzt wird.
Experimentiert mit den alternativen Haushaltsmitteln !

Fangt an, Euch zu „erziehen“, dann wird sich Euer Umfeld automatisch anpassen (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht und
alternative Haushaltsmittel [s.o]). Mahatma Gandhi sagte :
Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst !“.

Denn nichts beeinflusst unser Verhalten stärker, als ein erfolgreiches Beispiel. Ich schreibe bewusst „erfolgreich“,
denn wenn jemand mit schlechtem Beispiel durchkommt, nehmen wir uns unbewusst ein Beispiel
und unsere moralischen Bedenken, so zu handeln werden immer weicher, bis wir dem schlechten Beispiel folgen.
Je öfter wir damit durchkommen, weil die Gesellschaft eher wegsieht, desto eher etabliert sich schlechtes Verhalten.

Doch nun zu unserem Körper. Alles, was wir Essen, gelangt in den Magen, von dort in den Zwölffingerdarm, den Mastdarm
und die (für uns) unverdaulichen Reste, werden ausgeschieden. Soweit das Gröbste, doch geht man ins Detail,
fragt man sich wirklich, wieso wir uns Zusatzstoffe, Konservierungsmittel und tote Nahrungsmittel einverleiben.
Diese zerstören die Vielfalt in unserem Verdauungstrakt und dadurch wird die schützende Schleimschicht des Dünndarmes
immer durchlässiger.

Dadurch weicht die Schutzfunktion des Darmes immer mehr auf und nicht wenige haben mit entzündlichen Darmerkrankungen zu kämpfen,
weil die Vielfalt in der Ernährung, im Darm und in der Schleimschicht einer Einseitigkeit gewichen ist.

So können Krankheitserreger leichter bis ins Gewebe vordringen, worauf der Körper mit Entzündung reagiert.
Hier möchte ich die Begriffe „pro-„ und „präbiotisch“ erklären. Alle, die sich mit dem Thema Darmsanierung o.ä. befassen,
sind bestimmt schon darüber „gestolpert“.

Die Vorsilbe “Pro“ bedeutet „für“. Probiotische Lebensmittel, enthalten also die Mikroben, die in einem gesunden Darm angesiedelt sind.
Man führt sich also erwünschte Darmbakterien zu. Doch diese brauchen auch Nahrung, um sich ansiedeln zu können (vielseitige Ernährung).

Genau diese führen präbiotische Lebensmittel zu. Sie sind also eher als Ergänzung zu sehen und ersetzen keine ausgewogene Ernährung !
Es ist wie Training, eine einmalige Dosis bewirkt nur eine Reaktion auf das Ungewohnte (Muskelkater, Verdauungsprobleme).

Hier bringt nur die regelmäßige Wiederholung den gewünschten Effekt. Es gilt hier : „Einmal ist keinmal“,
was nicht für moralische Übertretungen gilt !

So, nun sind wir schon im Reich der Mikroben. Apropos, ohne sie gäbe es kein Leben auf diesem Planeten, das muss uns klar werden.
Manche sprechen auch von Mikroben als Weltenherrscher, denn ohne sie als Zwischenstufe, hätte sich kein Leben entwickeln können
und die gesamte Ökologie ist von ihnen abhängig.

Schon alleine die Mikroben auf und in uns, machen alleine 200- 250 g unseres Körpergewichtes aus. Das scheint wenig,
doch hat jede(r) von und mehr Mikroorganismen, als Körperzellen. 90 % davon befinden sich alleine im Darm.
Sie brauchen also unsere Beachtung, denn wenn wir negative Auswirkungen auf das Fehlen von Bakterien zurückführen, ist es zu spät.

Mikroben bereiten also unsere Nahrung so auf, dass wir sie nutzen können, aber sie bereiten auch unsere Luft, reinigen Wasser,
zersetzen Stein und schaffen so Boden, den sie entsprechend aufarbeiten, dass Pflanzen die Nährstoffe (mineralisch, organisch)
aufnehmen können, …

So enthält eine Handvoll gesunder Boden, mehr Mikroorganismen, als es Menschen auf der Erde gibt !
All diese Mikroorganismen (Bodenfauna) sorgen in unterschiedlichem Maß für einen gesunden Boden,
in dem Pflanzen leicht wurzeln und aufbereitete (umgewandelte) Nährstoffe aufnehmen können.

Ein gesunder Boden ist die Voraussetzung für gesundes Pflanzenwachstum. Gesunde Pflanzen, bedeuten automatisch weniger Spritz-,
Dünge- und sonstige Mittel, die auch mehr oder weniger schädlich in unserem Darm wirken.

So hat eine gesunde Bodenfauna tatsächlich Einfluss auf unsere Verdauung, damit auf unser Wohlbefinden und unsere allgemeine Stimmung.
Unterstützt jede Initiative, die die Böden verbessert, denn gesunde Böden kommen mit zu erwartenden Starkregen oder Dürren
besser zurecht.

Sie bilden einen „Puffer“, denn Wasser kann bei Starkregen leichter versickern, und gesunder Boden kann es auch besser speichern (Wasserbindevermögen).
So mindern sich Überschwemmungen und Hitzestress kommt nicht so schnell auf !

Wir müssen die gesamte Konsum- und Produktionskette neu denken, wenn wir ein Überleben leicht machen wollen !
Aus diesem Grund und den oben genannten, kaufe ich meine Lebensmittel in Bio, weil ich ständig verfolge,
was welches Produkt für einen Einfluss auf die Welt hat.

Tut es mir gleich (s. Blog Actions). Das wird in der Gesamtheit kaum möglich sein, aber jede Aktion zählt jetzt !
Los jetzt !!!

Is Odil

(„Die fantastischen Vier“, Album : Die vierte Dimension, TItel : Ganz normal)

Trotzdem noch ein Spruch ! Wie immer.

Es ist unmöglich,
dass ein Mensch
ohne Religion
seineds Lebens
froh werde.
(Immanuel Kant)

P.S.
Weniger der Gottesglaube, als die gesitige Einordnung (Verortung) des eigenen Zustandes ! (A.d.R.)