Das ist deutlich zu spät, um Nachzudenken !!! Wir sollten lange vorher, nämlich jetzt, vernünftig handeln.
Meine Jugend und mein Leben waren schon eine Herausforderung ersten Grades,
aber das verblasst vor dem, was unsere Kinder erwartet !
Auch, wenn meine Blogs über Naturthemen großen Zuspruch erfahren, möchte ich hier noch einmal deutlich machen,
was dazu geführt hat und verstärkt noch führt, dass wir in der Situation sind, in der wir (nicht erst seit ein paar Jahren) sind.
Wer lieber „Naturgeschichten“ liest, lese meine „älteren“ Blogs !
Jahrzehntelang waren wir, immer leichter, beeinflussbare Konsumenten. Die Industrie hat sich immer weiter von Gutem entfernt
und reizt alle Grenzen des Machbaren aus. Ihre Desinformationskampagnen, die Etablierung des Preises als Qualitätsmerkmal,
die gesellschaftliche Abkopplung von der kollektiven Weisheit, ermutigt durch (a)social media, haben sich gegenseitig verstärkt
und unsere Entscheidung zu unseren Konsum an die Oberfläche unseres Denkens verlagert (s. Interview Shoshana Zuboff ,
Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3 ).
Das einfach aus dem Grund, weil sich dort unsere Affekte, Triebe, etc. stärker bemerkbar machen und wir so das tun,
was wir nach etwas reiflicherem Überlegen „nie“ tun würden.
Wir sind schwach gegenüber unseren Trieben geworden, die sie nach Gutdünken beeinflussen.
„Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !“ (Meister Eckehart)
Das hat die Grenze dessen, was wir zu akzeptieren bereit sind, gesenkt.
Denn durch die Abkopplung von den Lebenserfahrungen vorhergehender Generationen, wissen die meisten nicht einmal, was gut ist,
sondern kennen von Geburt an nur den designten Geschmack von Industrienahrung,
So entfernen sich z.B. Rinderbrühen so sehr von hausgemachter Fleischbrühe,
dass lediglich prozentuale Fleischanteile in diesen enthalten sind.
Sie sind fern von echter Fleischbrühe, doch der Verbraucher erliegt der Illusion einer „echten“ Brühe.
Bei klarem Verstand, würden wir die Illusion ablehnen und das Echte zubereiten !
Alle teuren, aber namensgebenden und guten Zutaten werden bis auf den gesetzlich vorgeschriebenen, minimalen Anteil reduziert
und andere Inhaltsstoffe durch Zucker, Geschmacksverstärker, etc. ersetzt.
Der geschmacksgebende Faktor Zeit, wird auch durch Aromen und Zusatzstoffe ersetzt, so dass am Ende
nicht einmal ein Abziehbild des ursprünglichen Gerichtes bleibt.
Doch der Konsument ist ja von der Wiege an, mit Fehlinformationen der Industrie gefüttert,
seine Triebe sind geweckt und er möchte die sofortige (instantane) Befriedigung seiner Gelüste.
Das geht so weit, dass Jugendliche ihre Mutter bitten, doch das „Original“ zu kaufen,
weil das echte Produkt anders schmeckt.
So erzieht die Industrie die Konsumenten der Zukunft.
Wann fangen wir an, unsere Zukunft in die eigene Hand zu nehmen und eben nur noch zu konsumieren,
was wir brauchen, was qualitativ hochwertig und reparierbar ist ? Zur mentalen Stärkung :
s. Blog Unverzichtbarer Verzicht und zur Umsetzung meine Kategorie alternative Haushaltsmittel.
Was uns die Industrie und Populisten als gut und in unserem Interesse verkaufen, ist in Wahrheit ihr kurzfristiges Interesse
an Profit oder „Ruhm“, aber nicht unser eigenes. Etwas mehr, als Überleben nämlich.
Wenn wir also irgendwann merken, dass da was aus dem Ruder läuft, haben wir sämtliche Kipppunkte überschritten
oder der Nachbar arbeitet als Schlächter in einem KZ ! 😉
Ich schreibe wieder einmal über dieses leidige Thema, denn ich habe erfahren,
dass sich mittlerweile lediglich etwas mehr die Hälfte der Deutschen (s. ipsos earth-day-2025)
in der Verantwortung sehen, den Klimaschutz voranzutreiben.

Die Industrie hat es geschafft, die Unlust auf Verzicht zu wecken. Aber es bedeutet eben nicht Einschränkung,
und Defizite in der Lebensqualität. Im Gegenteil.
Verzicht auf Dinge, die wir nicht brauchen, tut nicht weh, sondern schafft kognitive Autonomie (Entscheidungsfreiheit),
denn der Ballast interessiert nicht weiter und wir sind frei, entscheiden zu können, weil wir es wollen und nicht die Industrie !

2021 waren es noch 69 %. Also ein Rückgang von 17 %. Das, obwohl auch hierzulande die Auswirkungen der Klimaerhitzung
immer stärker in Erscheinung treten.
Ein Lied davon, können die Landwirte singen, denn sie sind die ersten, die direkt unter Extremwetter zu leiden haben.
Es sind ungeahnte Herausforderungen, denn man kann auf den Boden als Puffer schon lange nicht mehr zählen
(s. Blogs Boden gut machen, Verweildauer = Klimaerhitzung, Lebensborn, u.a.). Durch unsere Art der Bewirtschaftung,
haben wir die Böden verdichtet, das Bodenleben zerstört und unswere Pflanzen hängen am Tropf der Düngemittelindustrie,
weil Böden keine lebenden Strukturen mehr sind, in denen Nährstoffe gebildet werden.
Die Anpassung wird durch die starke Lobby der Agrarindustrie erschwert, behindert und torpediert, so dass viele einfach aufgeben,
weil die Hürden für vernünftiges Handeln exorbitant hoch sind (s. Wikipedia Vernunft).
Durch eben diese Lobby, deren Vertretung durch Bundeskanzler und Wirtschaftsministerin
(sie heißt bezeichnenderweise „Reiche“ und genau so eine Politik macht sie [für Reiche eben]),
werden Klimaschutzmaßnahmen, die uns allen helfen, zusammen- oder eben ganz gestrichen,
umweltschädliche Subventionen ausgebaut, neue Gaskraftwerke und –infrastruktur geplant, etc.
Und der Verbraucher hält still.

Gerade ging die UN Konferenz zur Eindämmung der Plastikflut ergebnislos zu Ende, weil sich ölfördende Länder
gegen die Reduktion des Plastikaufkommens gestellt haben. Sie weichen keinen Meter von ihrer Linie ab, sonst könnten sie es sich nicht leisten,
eine Indoorskipiste in die Wüste zu bauen ! Aber bedenkt :

Ihr seid mit dran !
Auf vielen Kanälen gibt es richtig gute Dokus, Sendungen, Berichte über „intakte“ Natur, die mit teilweise grandiosen Bildern,
die Auswirkungen unserer, von der Industrie gepushten, Konsumsucht zeigen.
Sie bringen uns die Welt in unsere kleine Welt, in der so viel in Ordnung scheint.
Aber es wird immer schwieriger, eben diese Ordnung aufrecht zu erhalten und die Klimaerhitzung „draußen“ zu lassen.
Am Deutlichsten spüren wir es an den enormen Hitzewellen, denn es ist nicht einfach, die eigene Wohnung, bzw. den Körper,
erträglich zu temperieren (s. Kühlung bei Bruthitze, Spartipps, u.a.).
Die Wenigsten von uns können sich eine Klimaanlage leisten und ich möchte auch gar keine, denn ich weiß, durch den,
meiner Meinung nach unsinnigen, Mehraufwand an Energie, wird das Problem nur noch schlimmer.

Ich hätte zwar wohltemperierte Räume, machte mich aber schuldig an Feuersbrunsten überall auf der Welt.
Besser sind da meine alten Tricks (s.o.).
Noch effektiver wird es, wenn man sich eines der neuartigen Kühltücher besorgt und damit arbeitet.
Sie werden etwa 16 ° kühl, sind recht leicht und mir zu schmal, aber sie kühlen enorm.
Das alles ohne Strom und nahezu ohne zusätzlichen CO2-Ausstoss (Außer bei Herstellung und Distribution (Versand]!).
Es gibt kühlende Handtücher von vielen Herstellern, informiert Euch bei Bedarf.
Aber ein „normales“ Handtuch funktioniert auch und hält länger.
Es ist zwar nicht so kühl, aber auf Dauer passt es für mich besser (s. o.). Also ausprobieren, ob man das „braucht“ !
Wenn Ihr Euch also nicht schon für den Klimaschutz einsetzt, hier hat es genug Infos, Hilfsmittel, etc.,
um anzufangen. Wir dürfen nicht mehr einer Illusion von „Luxus“ erliegen, die uns die Industrie
im Überlebenskampf ihrer unmoralischen Geschäftsmodelle einpflanzt.
Informiert Euch und entscheidet selbst, was Ihr wollt. Ich bin sicher, Ihr wollt alle überleben.
Aber die Konsumindustrie möchte keinen bedachten Konsum.
Denn je oberflächlicher und unreflektierter man seinen, von Ihnen befeuerten Trieben,
gegenübersteht, desto eher entscheiden wir uns für die Illusion von Luxus und machen uns zu Sklaven der Außenwelt.
„Ja, renn !“
Macht Euch frei, indem ihr verzichten lernt !!!
Is Odil
Heute ein Spruch über den Tod im Kalender (Mariä Himmelfahrt), also lieber ein anderer aus meiner Sammlung :
„Wer nichts gehört hat,
nichts versteht
der altert nur
nach Ochsenart;
sein Bauch wächst
mehr und mehr,
doch seine Einsicht
wachset nicht.“
(Dhammapada 152)
P.S.
Seid keine Ochsen, klar soweit ?
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