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Darum geht es hier: Blog

Auf dieser Seite sind meine Gedanken, Überlegungen und Betrachtungen zu finden.
Kurz alles, was ich in Worte fassen wollte. Vielleicht ist ja auch eine Anregung für Dich dabei.
Es sind einzig meine "Hirnfürze", die keinen Allgemeingültigkeitsanspruch haben, sondern meiner momentanen Stimmung unterliegen.

Manches hintergründig, sinnierend, anderes vielleicht empört, wieder anderes politisierend.
Doch alles nicht um zu überzeugen, sondern um etwas mal anders zu betrachten.

Außerdem ist am Ende jedes Beitrages ein philosophischer Spruch zu lesen, um das Nachdenken über einen Sachverhalt zu fördern.
Als kleiner Ausgleich für fehlende Geisteswissenschaften !

Wer kann, sollte bitte in Deutsch kommentieren, dann steigt der Wert um einiges, denn es fällt die Unsicherheit des Verstehens weg
und ich kann mir sicher sein, dass mein Blog in Gänze verstanden werden konnte !

Das Beitragsbild vergrößert sich, wenn man darauf klickt, und man hat den Text mit Kommentarfunktion darunter.

Detox

Tja, so ist das mit der modern(d)en Technik. Am Donnerstagabend (16.5.) hat hier der Blitz eingeschlagen,
ich schreckte auf und ging auf meine Loggia, um zu sehen, ob’s irgendwo brennt.
Es war nichts zu sehen, also ging ich wieder ins Bett.
Aber am nächsten Morgen, also am Freitag, bemerkte ich, dass mein Router „abgeraucht“ ist
und ich hatte von Donnerstagabend an, weder Internet, noch Telephon.

Deswegen konnte ich keinen Blog schreiben, oder „nach dem Rechten sehen“. Das musste also ausfallen.
Heute, da ich diesen Blog anfange (Dienstag), kam ein Techniker, prüfte und installierte einen neuen Router.
Er verbindet sich selbst und so konnte ich bald wieder telephonieren.

Er meinte, es könne etwa eine Stunde dauern, bis er sich verbunden hat. Also ging ich einkaufen
und hoffte auf eine Internetverbindung, wenn ich zurück komme. Aber, telephonieren ging,
nur hatte ich kein Netz. So konnte ich den Kundendienst anrufen und Bescheid sagen.
Jetzt warte ich auf Nachricht vom technischen Dienst.

So lange geht eben nichts und die Tatsache, dass Ihr dies lesen könnt bedeutet, dass es geklappt hat und ich wieder online bin.
Einerseits vermisse ich meine Seite, andererseits jedoch habe ich viel mehr Zeit, um notwendige Dinge zu tun (zu durchdenken s. Titelbild),
denn ich „muss“ nicht nachschauen, nichts schreiben, keine Memes veröffentlichen, kein „Gar nichts“.
Es war die totale Ruhe, denn nichts verlangte meine Aufmerksamkeit, alles was ich tat, war wohlüberlegt und wollte ich auch tun.

Eventuelle Gedanken an ein „mal eben … anrufen“, eine Frage recherchieren oder einfach neue Bettwäsche zu kaufen wurden abgeblockt
und die Kapazitäten, die nötig waren, solche Gedanken zu entwickeln, zu konkretisieren und umzusetzen,
wurden mehr und mehr von wichtigen Gedanken verdrängt.
Eigentlich immer, wenn das Internet ausfällt, wenn ich z.B. einen Computervirus „gefangen“ habe, schlicht, wenn ich nicht ständig an … denke,
habe ich ein zunehmendes Gefühl innerer Ruhe, was mir sonst gar nicht auffällt.
Ich denke dann an den üblichen, falschen Umgang mit Technik und wie sie eingesetzt wird, um uns zu manipulieren
(s.Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Viel zu lang und viel zu sehr haben wir uns „freiwillig“ und kritiklos unter das Joch der digitalen „Vorteile“ gestellt
und so unsere persönliche Freiheit aufgegeben. Das als „Wort zum Sonntag“ 😉

Tatsächlich hat sich gestern Abend noch ein Techniker gemeldet, wollte den Router neu starten und mich dann wieder anrufen.
Doch es kam kein Anruf.

Also trennte ich den Router heute (Mi) vom Netz und ließ ihn neu booten. Siehe da, er bekam eine Verbindung
und so konnte ich meine Mails checken, aufgeschobene Dinge erledigen, etc.
Nun bin ich also wieder online und kann mich kümmern.

Jetzt aber mal zum sehr wichtigen Thema der Verkehrswende. Sie ist dringend notwendig (s. Blog Notwendig),
denn der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, der die Klimaziele deutlich verfehlt.
Die Einsparungen durch den E- Verkehr werden durch den enormen Anstieg der PKW Zahlen annulliert.
(s. Kraftfahrtbundesamt (KBA))

Es gibt so viele PKWs auf Deutschlands Straßen, wie noch nie und der SUV- Sektor ist mit 30,1 %,
nach wie vor der stärkste Sektor (s. KBA oben).
Dabei muss alllen klar sein, dass ein SUV, selbst ein E-SUV, nicht nachhaltig sein kann.

Trotzdem wir schon lange die dringend erforderliche Mobilitätswende kommunizieren und eigentlich alle wissen, was sie tun sollten.
Die Batterie eines E- SUVs wiegt alleine so viel, wie ein Klainwagen in den 70er gewogen hat. Alles andere als sparsam !
(s. Blog Elektro und alles ist gut ?

Aber es ist wie immer, unsere Psyche steht dem entgegen. Sie ist die größte Hürde bei einer erforderlichen Verhaltensänderung.
Immer wieder schreibe ich darüber, denn wir tun uns enorm schwer damit, uns und damit unser Verhalten zu ändern,
wenn wir auch nur das Gefühl haben, es täte uns gut (wir denken, wir fühlten uns gut !).

Wer meine Blogs gelesen hat weiß, ich bin trockener Alkoholiker, habe mir das Rauchen (30 J.) abgewöhnt
und zudem noch eine Nasenspraysucht überwunden. Ich weiß also etwas vom inneren Schweinehund,
der nie um Ausreden verlegen ist, warum man beim schädlichen Verhalten bleiben sollte.
Ohne ein Problembewusstsein geschieht also erst mal gar nichts.

Erst muss ein Verhalten als falsch erkannt werden, sonst hat man keine Argumente für den inneren Dialog mit unseren Trieben
und man erliegt ihnen (wie leider immer häufiger ! A.d.R.)
Genau so ist es auch bei der Mobilitätswende. Der ÖPNV muss attraktiv werden, um die Menschen aus ihrer Lethargie zu holen,
an die sie sich gewöhnt haben.

Nur leider ist gerade der ÖPNV derart kaputtgespart worden, dass man nicht freiwillig umsteigt.
Ich bin wegen meiner Hirnblutung auf ihn angewiesen und bin beinahe täglich fassungslos dem ausgeliefert,
was sich hiesige „Fahrer“ rausnehmen. Es wird mit dem Handy am Ohr telephoniert, es wird mit Knopf im Ohr telephoniert,
sie rasen rücksichtslos, kennen die Strecke nicht, verpassen Haltestellen, lassen einen in Blumenbeete austeigen,
sind unkonzentriert, kümmern sich nicht um die Anzeigen, …

Gerade hier ist es ein Graus und diese Firma bekommt jedes Jahr von Neuem den Zuschlag, weil sie billig sind.
Billig im wahrsten Sinne. Jedes Mal frage ich mich, wie sich die Menschen hier an der Mobilitätswende einbringen sollen.
Sie probieren voller Idealismus den hiesigen ÖPNV und steigen frustriert wieder in ihr Auto und stehen lieber im Stau.
Das ist nicht im Sinne der notwendigen Schritte.

Ich bin in der nächstgrößeren Stadt geboren unsd aufgewachsen, also bin ich dort ab und zu. Dort ist es noch schlimmer, als hier.
Der Egoismus der Menschen erschwert das dringend nötige Umdenken. Man braucht schon eine gehörige Portion Idealismus, gepaart mit Kampfgeist und Frustrationstoleranz, um inm hiesigen Umfeld zu tun, was man für richtig hält.

Dabei ist allen Akteuren klar, dass man die Menschen nur zu anderem Handeln bewegt, wenn man die Angebote attraktiv gestaltet und einen Umstieg so einfach wie möglich macht. Schon öfter zitierte ich hier Paul Debes, der meinte:

lehre die Menschen,
anders zu denken

und du wirst sie nicht zwingen brauchen,
andes zu handeln !

Wir müssen alle umdenken und unser Leben umgestalten, wenn die Menschheit eine Chance haben soll. Traurigerweise ist die Dringlichkeit des „vereinbarten“ 1,5 °C Ziels nicht einmal den Vertretern auf dern COPs klar. Dabe bedeutet jedes Zehntel Grad eine Vervielfachung der Klimakatastrophen. Dürren, Überschwemmungen, Starkregen, Gewitter, Stürme, …

„There is no climate change !
Seid endlich mal ruhig, leugnen ist zwecklos und ihr treibt die Natur und damit uns Menschen in immer schlimmere Konsequenzen.

(Die fantastischen Vier, Album : „die 4. DImension, Titel : „Alles ist neu“)

Damit wir aber leben können und nicht nur dahinvegetieren, weil es unerträglich heiß ist und wir damit rechnen müssen,
entweder einen Hitzschlag zu bekommen (s. Kühlung bei Bruthitze), zu verdursten, einer Überschwemmung zum Opfer zu fallen,
vom Blitz getroffen zu werden, Sturmopfer zu werden, … müssen wir da etablierte System ändern.
Die Pervertierung dieses Systems hat uns das alles beschehrt und wir müssen endlich anfangen, zu denken !

System change, not climate change !

Fangt irgendetwas an (s. alternative HaushaltsmittelSpartipps, Actions u. a. ). Wartet nicht darauf, dass oben etwas passiert,
fangt sofort an und zwingt die Industrie mit Konsumverweigerung dazu, umzudenken (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht).

Sie haben nur Interesse an Umsatz, also setzen wir nur um, was unseren Ansprüchen genügt,
dann werden immer mehr ehrliche Produkte folgen.
So lange lügen sie uns an, denn sie kennen nur die Sprache des Geldes !
„ohne Konservierungsstoffe, klimaneutral, Tierwohl, …“

Is Odil

Mal wieder ein älterer Spruch (also nicht tagesaktuell, aber passend)

Ein gelassener Mensch
soll nicht allzeit danach ausschauen,
wessen er bedürfe,

sondern wessen er
entbehren könne.
(Heinrich Seuse)

 

 

Illusionen

 

Es geht um die Wahrheit, die ganze Wahrheit und nichts als die Wahrheit.
Auch wenn ich jetzt Hoffnungen auf Absolutheit geweckt habe, ist es anders, als wir uns denken wollen.
Es gibt nicht die eine Wahrheit, denn jede Aussage ist aus einem bestimmten Blickwinkel stimmig,
beschreibt aber nur einen kleinen Ausschnitt der Wahrheit (s. „Elefant“ im Blog Let’s get loud !).

Wahrheiten von gestern, sind oft die relativen Unwahrheiten von heute. Denn, so hoffe ich, das Denken verändert sich stetig.
Was also im „früheren“ Kontext und zum damaligen Kenntnisstand stimmte, ist heute überholt, weil man differenzierter denkt.

So hält sich hartnäckig eine Illusion, die uns die Industrie eingepflanzt hat. Nämlich dass „kompostierbare“ Plastikbeutel
im Biomüll entsorgt werden können. Aus Sicht der Hersteller, dürfen sie sich dann „kompostierbar“ nennen,
wenn im Labor unter optimalen Bedingungen nach einer gewissen Zeit (90 Tage) nur ein gewisser Prozentsatz „übrig“ bleibt.

Nun dauert eine industrielle Rotte eben nur maximal drei Monate (meist kürzer), aber sie weist in vielen Bereichen eben kein Optimum auf,
so dass die „kompostierbaren“ Produkte, die nur unser Gewissen beruhigen sollen, nicht zur Genüge verrotten
(„kompostierbare“ Kaffekapseln z.B. so gut wie gar nicht).

Also verschmutzen diese Stoffe den Biomüll und werden oft samt Inhalt mühsam aussortiert.
Was zu einer erheblichen Reduzierung der möglichen Kompostmenge führt.
So hat die gut gemeinte Trennung oft einen negativen Einfluss.
Also spart Euch das Geld und verpackt Euren Bio- Müll in Zeitung oder in Papiertüten,
denn Papier zersetzt sich und schadet in keinster Weise dem Kompost.

Gerade bei Bio- Müll, ist auch die flüssigkeitsaufsaugende Wirkung von Papier von Vorteil. Denn so werden austretende „Säfte“ aufgesaugt,
das Milieu bleibt trockener und ein Luftabschluss (z. B am Boden) ist unwahrscheinlicher.
Denn unter Luftabschluss, verfaulen die Stoffe eher, als dass sie verrotten.

Es ist nur eine von der Industrie verbreitete Illusion, der wir gerne aufsitzen.
Und während meiner Ausbildung (Techn. für Wasser- und Abfallwirtschaft) lernte ich den damaligen Wissensstand,
der heute (20 Jahre später) durch Erfahrungswissen relativiert wird.
Was ich also damals, besten Wissens und Gewissens nach, vertreten habe, ist mittlerweile von der Realität der Erfahrung, widerlegt.

Wir können gar nicht alles richtig machen. Ich strebe zwar nach Perfektion (ist so’n Ding meiner psychischen Konstitution),
muss mir aber ein ums andere Mal eingestehen, dass „Perfektion“ nur im jeweiligen Kontext existieren kann.
Das ist für meine Psyche das Schwierigste und macht mir das Leben schwer. Und überhaupt :

(Die fantastischen Vier, Album : „Die vierte Dimension„, Titel : „ganz normal„)

Ich möchte jetzt nicht tausend Sachen aufzählen, die sich heute als unwahr oder als Mythos entpuppt haben.
Meist stehe ich mir nur selbst im Weg (das werdet Ihr kennen ! 😉 ) und muss mich damit auseinandersetzen,
dass es kein absolut richtiges Verhalten gibt.
Das soll nicht heißen, dass wir uns nicht bemühen sollten, die beste Version unserer selbst zu werden.

(Seal, Album : „Seal„, Titel : „Bring it on„)

Wir müssen immer bemüht sein, unser Wissen zu erweitern und auf uns selbst anzuwenden. Doch genau darin liegt die Schwierigkeit,
denn wir sind wahre Meister wenn es darum geht, uns selbst zu täuschen.
Aber wir sind der einzige Mensch, den wir zu ändern vermögen. Jeder Versuch, andere ändern zu wollen muss misslingen
und lässt uns (unser Ego) oft verzweifeln.

Das erklärt auch, wieso unser Beispiel so immens wichtig ist. Denn durch es zeigen wir anderen, dass es möglich ist, so zu handeln
und bewegen sie im besten Fall dazu, unserem Beispiel zu folgen.
Nicht wir haben sie geändert (was sowieso nicht möglich ist), sondern haben in ihnen den Wunsch geweckt, sich zu ändern.
Erst durch eigene, innere Motivation (intrinsische Motivation) und bei uns ist Veränderung überhaupt erst möglich !

(Wir sind Helden, Album : „Die Reklamation„, Titel : „Müssen nur wollen„)

Wir brauchen eine Fehlerkultur, die Fehler als Irrwege begreift, als Illusionen, die man versucht hat, in die Realität umzusetzen.
Das bedeutet im Klartext, dass wir Fehler machen müssen, um zu lernen.
Nur Fehler, die wir als solche erkennen, bringen uns weiter. Jede Verurteilung bremst da. Sei es die Verurteilung anderer,
die den Fehler nicht beleuchten, sondern verurteilen oder die eigene „Wut“ auf sich selbst, wenn man einen Fehler erkannt hat.

Es ist ein ewiges Spiel zwischen Fehlern, Täuschungen, Illusionen, Erkenntnis und dem Schritt, diese auf das eigene Leben anzuwenden.
Die fantastischen Vier reimen in ihrem Lied „Frohes Fest“: „Wahrheit tut immer weh !“ 😉

Aber Wahrheit tut nur solange weh, solange wir an der Illusion festhalten und uns selbst zu wichtig nehmen (Kern meinerStörung“).
Wenn wir die Erkenntnis über einen Fehler, allerdings als Chance sehen uns weiter entwickeln zu können,
„freuen“ wir uns beinahe über Fehler (eigentlich ja über das Erkennen eines solchen ! A.d.R.)

Es ist wie beim Fasten/ Verzicht. Es geht da nicht um den Verzicht an sich und hier eben nicht um Fehler an sich.
Im einen Fall geht es um die Strategien die man entwickelt, wenn etwas nicht zur Verfügung steht
und bei Fehlern eben um die Erkenntnis aus diesen, um sie in Zukunft zu vermeiden,
was eine Verhaltensänderung bedingt. Also sich selbst zu ändern ! 😉

Dies ist die wichtigste Erkenntnis, für jede Sucht, jedes Fehlverhaltens, jeder unguten Angewohnheit.
Ohne ein Problembewusstsein, fehlt die innere (intrinsische) Motivation, die für eine Änderung nötig ist !
Und es geschieht genau nichts. Wieso auch ? 😉

Aber Eins bedingt das Andere. So entwickelt man keine Strategien, solange etwas zur Verfügung steht,
man also nicht Verzicht üben muss und man kann nur Erkenntnis erlangen, wenn man Fehler macht und sie als solche erkennt.

Doch es gibt nicht nur den Weg der selbst gemachten Erkenntnis, sonst hätte sich der Mensch nicht zum denkenden Wesen entwickelt,
denn alle hätten weiterführende Erkenntnisse haben müssen, die mit den Menschen „weggestorben“ wären. So schreibt Konfuzius :

Es gibt da, Ihr Lieben,
drei Wege klug zu handeln.

Durch Nachdenken.
Das ist der edelste !

durch Nachahmen.
Das ist der leichteste !

Durch Erfahrung.
Das ist der bitterste !

Das ist der große Vorteil an Kultur, denn das uralte Wissen vorheriger Generationen,
kann durch Beispiel/ Erzählung und Nachahmen weitergegeben werden und jede folgende Generation
kann sie um ihr erworbenes Wissen (bestenfalls Erkenntnis), erweitern.

Doch der modern(d)e Mensch entfernt sich immer weiter vom natürlichen Zustand der weisen Gesellschaft.
So sind die Menschen vom kollektiven Wissen der Generationen abgeschnitten und gehen irr,
sie glauben leichtfertig, was andere erzählen, weil es von Vorteil für sie scheint.

Das ist gefährlich und bereitet den Boden für krudeste Realitätsverzerrungen.
Noch nie, war der Mensch so hilflos falschen Informationen gegenüber
und noch nie wurde er derart von falschen Informationen bombardiert,
wie in (a)social media leider üblich.

(Benjamin Zephania, Album : „Rasta„, Titel : „De children future„)

Ich zweifle und verzweifle oft genug an Menschen, die etwas vorgeben und zur Schau stellen, was nur ihr Ego streichelt (wieso auch immer), aber keinerlei praktischen Nutzen hat.

Ich bin immer wieder auf der Suche nach neuen, unterschiedlichen Methoden z.B. für den Zauberwürfel.
Auf der Suche, stolperte ich über ein You Tube Video, mit dem englischen Titel :
How to become a master in solving the cube in two steps.“

Da demonstrierte jemand tatsächlich eine schnelle Zugfolge und der Würfel ordnete sich langsam, bis er vollständig gelöst war.
Ich versuchte mich daran, jedoch ohne Ergebnis. Er hatte den Würfel eben genau so hingedreht,
dass es aussehen musste, als würde es funktionieren.

Ich habe selbst eine Lösung dafür gestaltet (s. Downloads Zauberwürfel) und alleine, um die erste Ebene zu richten
braucht es zehn verschiedene Zugfolgen. Eine mathematische Berechnung zeigt,
dass man ihn mit minimal 26 Zügen lösen kann.
Allerdings bin ich nie darüber gestolpert und es gibt viele Methoden,
wobei meine Lösung zwar abstrakt, aber gut nachvollziehbar ist.

Was mag dieser Mensch mit einem Video, das falsche Illusionen weckt, bezwecken ?
Ich habe nicht die leiseste Ahnung, welchen Vorteil er von der Illusion hat, zumal weder sein Name,
noch sein Gesicht auftauchen (pure Eitelkeit kann es also nicht sein ! A.d.R.).
Glaubt also all den Versprechen nach einem „einfachen Weg“ nicht. Genau wie im Leben,
existieren keine Abkürzungen und nichts ist „ganz einfach“.
Für jeden Erfolg muss Energie aufgebracht werden.

Ich schreibe immer wieder und so ausführlich über unsere geistige Gesundheit, weil sie unser Handeln bestimmt.
Nur so kann ich zum Nachdenken anregen, ferner soll mein Beispiel (s. Blog Actions) dazu dienen, Umzudenken.

Es hat also indirekt auch etwas mit unserem Umgang mit unserer Umwelt zu tun.
Ich schreibe bestimmt wieder über ein spezielles Umweltthema, aber ich bin mehr als besorgt darüber,
was wir mittlerweile als normal empfinden (weil andere es so wollen oder es bequem ist).

Ich halte mich da an einen Spruch von Paul Debes:

Lehre die Menschen,
anders zu denken

und du wirst sie nicht zwingen brauchen,
anders zu handeln !

Es ist kurz vor den Europawahlen und ich muss einige Wahlwerbungen sehen. Doch was ich sehe, erschreckt mich,
diejenigen, die, nach eigenen Worten, Europa zerstören wollen, werben für Sitze im Europaparlament,
Parteien, die den Sozialstaat ablehnen, kandidieren und halten es tatsächlich für vernünftig.
Sie reden von einer „Klimareligion“, als wäre die traurige Tatsache des Klimawandels eine Glaubenssache.

Ob wir an den Klimawandel glauben oder nicht, er geschieht und wir müssen alle unter ihm leiden.
Da ist es zynisch zu behaupten, eine Reduktion des CO2 Ausstoßes hätte keinen bewiesenen Effekt auf das Klima.
Für diese Menschen ist die Erde noch eine Scheibe, Corona war eine Hysterie, die Kinder werden vom Storch gebracht,
Homo Faber ist ein schwuler Bleistift und Shakespeare ist geschütteltes Bier 😉 .

Ich bin glühender Verfechter der Demokratie und Meinungsfreiheit, aber bewusste

Solche Menschen finden nur Gehör, weil wir keine fundierten Informationen haben und einfach alles glauben,
Hauptsache wir ersparen uns das Denken ! Wer allgemein gebildet ist und Werte entwickeln konnte,
denkt selbständig und zweifelt derart absurde, populistische Pauschalaussagen an, denn er ist seines Verstandes mächtig.
Im Gegensatz zu den leichtgläubigen Stimmungsmachern und Bauernfängern mit ihrer perfiden Strategie,
die Bequemlichkeit des Menschen schamlos auszunutzen.

Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !
(Meister Eckehart)

Zur Zeit erleben wir, d.h. viele Politiker, die Früchte unserer „Erziehung“. Kurz umrissen, wir werden von unseren Bezugspersonen
zugunsten der „schönen, bunten virtuellen Welt seit frühester Kindheit ignoriert, missachtet, vor den Kopf gestoßen, …(s. Blog Smart).
Das führt zur dauernden Frustration und einem unbestimmten Gefühl, dass „es“ nicht richtig läuft. Nur haben wir kein Bild vom „es“.

Dann kommen noch fehlende Beispiele in der Schule dazu und man beurteilt die Welt und sein Leben nur nach egoistischen Maßstäben.
Weil aber das Leben nie unseren Vorstellungen entspricht, bricht der Frust heraus, wenn man auch nur annimmt,
es entspräche nicht eigenen Vorstellungen.

Leben ist was geschieht während du Pläne machst.
(John Lennon)

Alle sind zu kleinen Tyrannen geworden, die die körperliche Statur haben, ihren Willen durchzusetzen.
Sie haben nie gelernt, mit Frustrationen umzugehen und reagieren gereizt auf Umstände, die sie „hindern“.
Unsere sogenannte Frustrationstoleranz ist verschwindend gering. Wir haben sprichwörtlich eine kurze Zündschnur.
Alles in allem, führt unser modern(d)es Leben dazu, dass wir um die Demokratie fürchten müssen.

(Marius Müller- Westernhagen, Album „Best of …„, Titel : „Steh auf„)

Es gibt tatsächlich Wahlwerbung, die mit den Urängsten des Menschen spielt
und eine Jahrtausende währende Lebensspanne in Aussicht stellt.

Wie verdreht sind wir, dass es solche Parteien gibt ? Sie schimpfen sich auch noch „wissenschaftlich“.
Kein ernstzunehmender Wissenschaftler stellt eine derart hohe Lebenserwartung in Aussicht.
Was für ein Schwachsinn !

Oder schlicht :

Leider gibt es Menschen unter uns, und sie tragen teilweise Verantwortung für unser Leben, die derartige Parteien wählen
und sich nicht den Hauch eines Gedankens machen (ich bezweifle, dass sie überhaupt dazu in der Lage sind),
dass selbst eine Lebenserwartung von 150 Jahren (die noch realistisch sein könnte) gar nicht unser Bestreben sein kann.

Denn je nach Veranlagung und Leben, fangen die Beschwerden des Verschleißes manchmal schon mit 50 oder noch früher an.
Das bedeutete, eine doppelt so lange Lebensspanne unter Schmerzen. Das ist alles andere, als erstrebenswert
und die Beschäftigung mit dem Tod und was unser Dasein bedeutet, gehört in den Bereich des Transzendenten
und ist seit jeher Religion und Philosophie vorbehalten !

Ein Auszug aus dem Internetauftritt dieser Schwachsinnigen:

Wir treten bei der Europawahl an, um uns für die schnellere Entwicklung von Verjüngungstherapien einzusetzen, die die Schäden des Alterns reparieren und mit denen Menschen tausende Jahre gesund leben können. Alterskrankheiten und der altersbedingte Tod wären damit kein unausweichliches Schicksal mehr. Dazu sollen 40 Milliarden Euro des EU-Haushalts pro Jahr zusätzlich zu dem 9. Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ in die Verjüngungsforschung investiert werden.

Und mal ganz profan gedacht, wohin mit all den Menschen, wenn Ältere keinen Platz mehr machen ?
Die Erde wäre innerhalb eines Jahre hoffnungslos überfüllt und aus der Forschung wissen wir
um die Auswirkungen von Populationsdruck.

Schon jetzt ist er so hoch und die Werte gehen immer mehr verloren, sodass ein Anstieg der Gewalt zu verzeichnen ist
(z.B. MDR Kriminalstatistik. Gewalt in der Schule, gegen Lehrkräfte, im ÖPNV, gegen Andersdenkende, gegen Politiker, …
Das ist eine Welt, in der es sich nicht zu leben lohnt und wir sollten uns erst darum kümmern, das Leben lebenswert zu gestalten,
bevor wir vom „ewigen Leben“ reden ! Das ist auf Erden sowieso nicht möglich. Verlängern könnte möglich sein
(die Lebenserwartung ist bisher stetig gestiegen [wo die medizinische Versorgung stieg]), aber das ist auch alles !

Also investieren wir lieber x Mrd € in die Vermeidung und Reparatur der, von unserem gierigen Geist, gemachten Umweltschäden
und in die medizinische Versorgung der Ärmsten !

Wir müssen viel investieren, aber es ist viel, VIEL, weniger, als uns die Beseitigung der zu erwartenden Umweltschäden ist !

Jetzt oder nie !!!

Is Odil

Heute ein wenig was zu denken:

Der Mensch ist ein psychisches Energie-
und Strahlungsfeld,
in dem das Physische ein Vehikel
des Psychischen ist,

doch kann das Psychische
auch ohne das Physische bestehen.
(Dr. Hans Gerloff)

 

All hands on board

(click on pic)

Zuerst eine Entschuldigung an alle, die auf einen Blog gewartet haben.
Da diese Seite keinerlei Relevanz für mein Überleben hat,
habe ich Prioritäten setzen müssen und mich um mein Leben gekümmert.
Da fand ich eben nicht die Muße, einen Blog zu schreiben.

Dafür dann jetzt !

Erklärung zum Titelbild :

Alter Seglerruf des Kapitäns. Später als „alle Mann an Deck !“ bekannt.
Wir können es uns nicht weiter erlauben, rumzudiskutieren.
Die Industrie bremst über die Politik (Industriepolitik, remember ? 😉 )
alle wirksamen Maßnahmen aus, während sie sich den Anschein gibt, viel zu tun.

Es gibt Parteien, die wir in der jetzigen Situation einfach nicht brauchen,
denn sie arbeiten gegen die Natur und vertreten nur kurzfristige,
anthropozentrische (den Mensch [nicht etwa die Menschlichkeit] in den Mittelpunkt  stellende) Seiten.

Der Evolution und mir ist es egal, ob ein unmoralisches Geschäftsmodell, wie R.D. Precht es ausdrückt, notwendige (s. Blog Notwendig)
Maßnahmen blockiert, nur weil sie um den Status Quo fürchten und Angst vor Veränderung haben.

Wir erleben momentan einen kleinen, wohlgemerkt : KLEINEN, Vorgeschmack dessen was die Naturgewalten für uns bereit halten.
Waldbrände nie gekannten Ausmaßes in Kanada, Kalifornien und Griechenland, Überschwemmungen in Dubai,
stärkste Gewitter und Stürme weltweit, Überschwemmungen in Tunesien, globaler Meeresspiegelanstieg,
Veränderung der Art, Häufigkeit und Stärke von Niederschlägen, Dürre in Amazonien,
Staubteufel in den USA, stärkste Überschwemmungen seit 80 Jahren in Brasilien,…,
um nur ein paar zu nennen.

Das Titelbild soll daran erinnern, dass alle verantwortlich sind und, wie eine „Mannschaft“, etwas tun müssen.
Allerdings handeln viele, vor allem die mit richtig großem Einfluss, nicht verantwortlich
und haben nur die Interessen ihrer Aktionäre im Sinn, anstatt dem dauerhaften Wohlsein (dem Überleben) aller.

Denkt einfach mal nach, am besten darüber:

Wir müssen jetzt verantwortlich handeln und nicht weiter auf das Greeenwashing der Industrien anspringen.
Es ist oft nicht mehr als:

Ungeachtet unseres „Wohlstand“, der auf Ausbeutung von Menschen und Natur gründet, fällt es den Kräften der Natur leicht,
das Geschwür Mensch zu entfernen. Wir, unser Leben, unser Wohlsein, unser ganzes Menschsein sind in erheblicher Gefahr
und es braucht sofortige Handlungen.
Stattdessen bremst eine Partei jede Maßnahme (industriefreundlich) und die Ziele werden immer weicher.

Setzte Dir keine Ziele, denn für sie findest Du immer irgendeine Ausrede. Handle, handle jetzt,
greife wie ein Adler in Dein Schicksal ein und verändere es dauerhaft !

Die Zeit läuft uns davon: Die CO2-Uhr und tagesaktuelle CO2-Messwertevon Martin Auer

Oben kann man zwischen zwei Szenarien wählen (1,5°C und 2 °C).

Die Industrie verhält sich wie ein Kind, das hastig noch einmal den Finger in den Honigtopf steckt, bevor ihn die Mutter außer Reichweite stellt.
Nur dass er diesmal verschwindet und keine Leiter hilft.

Jeder kleine Beitrag zählt hier (s. alternative Haushaltsmittel) und je wichtiger vernünftiges Handeln in unserem Leben wird,
desto weniger unehrliche Produkte verkauft die Industrie und umso selbstbestimmter werden wir.
Nur dadurch können wir sie zum Umdenken bewegen. Sie müssen um Umsätze fürchten.

Doch machen wir uns nichts vor, es gibt noch genug Menschen, die ihnen diese Lüge abkaufen, anstatt selbst anzufangen zu denken.

Seit x Blogs verlinke ich immer wieder auf ein Buch, das uns die Augen öffnet. Also auch wieder hier:

Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3.
All unsere Wünsche sind von der Industrie gepusht und wir denken,
wir hätten ein Anrecht auf unrechtmäßig und unmoralisch erworbene Luxusgüter,
die wir sowieso nicht brauchen (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht).

Das Problem liegt darin, was wir glauben zu brauchen !
Und das wird uns von der Industrie eingepflanzt.

Wir kennen so viele Völker, die leben, anstatt dem Luxus hinterher zu jagen.
An ihnen können wir sehen, wie wenig man zum Überleben braucht und wie wenig man zum Glücklichsein braucht
(s. Blogs Glück der Blog, Zufriedenheit).
Nun soll hier aber keinem Leben in Holz- oder Lehmhütten ohne Komfort das Wort geredet werden.
Wie müssen auf nichts verzichten, was wir brauchen.

Im Gegenteil wir gewinnen so viel Freiraum und sparen so viel, dass wir uns locker „Bio“- Produkte leisten können
(die ja nur so viel kosten, weil sie kaum subvebtioniert werden).
Wir gewinnen  unsere Selbstbestimmung wieder und sind nicht mehr Sklave unserer Triebe !

Dazu müssen wir nur mehr und mehr weglassen, was wir sowieso nicht brauchen und unsere Versorgung nachhaltig gestalten.
Wir müssen vorbeugend handeln, Schwammstädte planen, Böden gut machen (s. Blogs Boden gut machen, Lebensborn u.a.),
zusehen, dass wir keine Hormone, Medikamentenreste, etc. in die Natur entlassen
(Stichwort 4te Klärstufe für Kläranlagen), unseren Plastikverbrauch reduzieren, …
Kurz, wir müssen uns die Achtung der gesamten Natur wieder zu eigen machen.

Leider haben wir mittlerweile nicht einmal mehr Achtung vor unseren Mitmenschen oder Achtung vor uns selbst.
Denn hätten wir diese, würden wir so handeln, dass wir sie und damit uns gut behandeln.
Auf einen Nenner gebracht, wenn wir Rücksicht auf die Natur nehmen, tun wir uns etwas Gutes.
Denn nur wenn sie überlebt, können wir ohne sterile und menschenverachtende Technologie überleben.

Dazu müssen wir aber mündig werden und uns mit unserer Selbstbestimmung auseinander setzen.
D. h, wir müssen sie uns nach und nach wieder zu eigen machen, denn bisher geht die Richtung dahin,
dass uns andere sagen, was gut für uns ist. Und das glauben wir, weil wir selbst keinen Maßstab dafür haben !

Konzerne formen von frühester Kindheit an unseren Geschmack. Wir vergessen immer mehr, was gut ist.
So schmeckt bald alles gleich und ist eine Illusion dessen, was gut ist,
das man aber bald nicht mehr „mag“ und so den Umsatz unmoralischer Produkte ankurbelt.

In der Zwischenzeit ist es ein Glücksspiel geworden, etwas Gutes zu „erwischen“. Ein zwei Beispiele aus meinem Erleben:

Mir fiel ein Deoroller vom Spiegelschrank ins Waschbecken und versah es mit einer „Spiderapp“ 😉 .
Also musste es ersetzt werden. Ein örtlicher Handwerker war bald gefunden und es wurde ausgetauscht.

Ich freute mich über ein neues Waschbecken, doch die Freude währte nicht lange.
Denn das Abflussrohr wurde verkantet angeschraubt und leckte.
Daraufhin rostete es und war undicht.
Ich musste also das Rohr umdrehen und erneut verschrauben (diesmal bündig).

Im Zuge dessen fiel mir die außerordentlich verkratzte Oberfläche des „Stöpsels“ ins Auge.
Ich konnte mich nicht erinnern, dass mein altes Waschbecken derartige Abnutzungsspuren gezeigt hätte.
Glücklicherweise hatte die „Spiderapp“ für die Versicherung photographiert und konnte so nachschauen.

Das alte Waschbecken wurde wahrscheinlich mit dem Bau meines Hauses eingebaut, also in den späten 70ern (1977).
Trotzdem hatte ich auf dem Meme untertrieben, denn es waren bis dato etwa 40 Jahre.
Das vermeintlich neue Waschbecken sieht mittlerweile noch schlimmer aus. Hier das Meme :

Oder ein anderes Beispiel, ich ärgerte mich über meine Bettwäsche, denn der Bezug „wanderte“.
Da fiel mir auf, dass er zu klein für meine Decke ist und kaufte einen neuen Bettbezug.
Nur war dieser in Länge UND Breite zu klein, so dass ich ihn zurückgab.

Nun bestellte ich mir einen anderen, doch dieser hatte in der Breite genau die Maße, für die er gemacht sein sollte.
Es ist ein Bezug, also muss eine Zugabe erfolgen, sonst ist er automatisch zu klein.
Außerdem war er zu kurz, so dass meine Füße rausschauten.

Ich habe ein Handwerk gelernt und frage mich, was diese Menschen denken. Was sie „verkaufen“ sieht zwar gut aus, es taugt aber nichts.
Die Aktionäre freut es, denn es geht kein Geld mehr für qualitativ hochwertige Produkte drauf.
Rohstoffe werden gespart, indem man es kleiner macht, etc.
Durch die schlechte Qualität, wachsen die Müllberge, es entstehen unnötige Emissionen, …
und nicht zu nennen, der unnötige Ärger.

Hätte ich damals auch nur ansatzweise so gearbeitet, hätte ich die Kündigung bekommen.
Also lasst uns wieder normal werden, denn wirtschaftliche Belange dominieren.
Gut statt billig sollte es heißen !

Ich habe keine Lust, für den kurzfristigen Vorteil von anonymen geldgierigen Menschen, die Welt zu versauen,
mich zu ärgern und gezwungen sein unvernünftig zu handeln.
Es muss zur Norm werden, vernünftig zu konsumieren ! Doch das ist mittlerweile die Ausnahme.

Im Buch Ökoroutine von Michael Kopatz (ISBN 978-3-96238-084-7) ist die Notwendigkeit beschrieben, dass es zur Normalität werden muss, ökologisch und vernünftig zu handeln.
Heute muss man die Täuschungen aktiv aufdecken und mehr und mehr Produkte meiden. Man muss also proaktiv ökologisch handeln.
Das ist dem Verbraucher in der Regel zu viel, also muss es zur „Routine“ werden, ökologische Produkte zu kaufen.
Jeder Griff ins Regal des Supermarktes muss ein nachhaltiges Produkt erwischen.
Man sollte konventionelle Produkte suchen müssen, nicht moralisch einwandfreie !

Man müsste proaktiv dem Planeten schaden wollen, um schädliches Verhalten zu minimieren.
Eine weitere Notwendigkeit (s. wieder Blog notwendig o.) ist es, den tatsächlichen Preis eines Produktes auszuzeichnen.
Es muss teuer werden, wenn man den ganzen Impact dazu rechnet. Ausbeutung und Raubbau dürfen sich nicht mehr lohnen.

Dann werden Bio- Produkte im Vergleich billiger und sind nicht „nur“ günstiger !
Denn konventionell hergestellte Produkte werden von uns subventioniert.
Also wir zahlen dafür, dass unmoralische Geschäftsmodelle, finanziellen Erfolg haben.
Und wir zahlen für die Folgen dieses Konsums, sei es die ruinierte Gesundheit oder Umweltschäden.
Nicht etwa der Verursacher. 😉

 „Gequirlte Kacke !

Wake up now !

Fragt man die Menschen, befürworten beinahe alle eine vernünftige, ressourcenschonende und nachhaltige Wirtschaft,
aber im Supermarkt ziehen sie, ungeachtet der Inhaltsstoffe oder den Produktionsländern, das Produkt vor, das einen Cent billiger ist.
Schon mit einem Cent „Zuschlag“, wären effektive Maßnahmen finanzierbar.

Es liegt also an uns. Auch ich habe keine Lust, immer jedes Produkt unter die Lupe zu nehmen,
deshalb kaufe ich entweder in einem „Bio“- Umfeld, damit ich nicht alles prüfen muss
und ziehe sonst das, nach meinem Gefühl, günstigere (nicht billigere) Produkt vor.

So kaufe ich, weil ich fasten kann, wenig, aber entsprechend gut. Das trotzdem ich in einem Monat insgesamt
weniger halb so viel zur Verfügung habe, wie eine Europaabgeordnete als Inflationsausgleich bekommt.
Man führe sich dieses Unverhältnis vor Augen und man erkennt die Wertschäzung. 😉
Sozialhilfeempfängern gestehen wir so gut wie nichts zu, während am anderen Ende, bei Managerboni, Inflationsausgleichen, etc.
Unsummen fließen, obwohl es keine wirkliche Leistung gibt.

Zur Belohnung, dass man das eine Ressort in den Ruin gespart hat, wird man befördert.
Das ist ein verhängnisvoller Mechanismus des Kapitalismus.
Meine Mutter pflegte zu sagen: „Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen !“ 😉

Es ist ein radikaler Kurswechsel nötig. Wir können keinesfalls so weiter machen, wie bisher.
Entweder wir ändern uns selbst oder wir werden durch die Umstände dazu gezwungen.
Je länger wir also am System festhalten und nicht neu denken, desto weniger werden überleben !
Eins sollte allen klar sein : Niemand kommt hier lebend raus, also machen wir es uns so angenehm wie möglich,
und dazu gehören ein reines Gewissen und eine funktionierende Natur.

Die Menschen radikalisieren sich zusehends und machen sich zum willenlosen Werkzeug professioneller Radikaler im Netz.
Wir werden erst willenloser Konsument und schließlich willenloser radikaler Konsument.
Denkt nach, bevor Ihr Eure Stimme leichtfertig in den Dienst einer Sache stellt !

Und hört auf, Euren Willen mit Gewalt durchdrücken zu wollen ! Je mehr Gewalt Ihr anwendet, desto stärker wird der Widerstand.

 „Wir sind das Volk !“ „Seid Euch da nicht zu sicher !“

Sorry, dass ich kein „Umweltthema“ behandelt habe, aber ich mache mir größte Sorgen um unsere geistige Gesundheit !
Und die Gesundheit der Erde ist von unserer geistigen Gesundheit abhängig,
wie auch unsere Gesundheit von der Gesundheit des Planeten abhängt.
Alles hängt mit Allem zusammen !

Is Odil

Und weil der heutige Spruch so lang und fordernd ist, der vom Freitag (der ja sowieso „dran“ gewesen wäre).

Je mehr du gibst,
um so reicher wirst du.
(Tich Nhat Hanh)

Wunderstoff

 

 

Nein, das ist nicht übertrieben ! Denn erst die Einzigartigkeit der Eigenschaften dieses Elementes,
angefangen von der Art seines  Vorkommens in allen drei Aggregatszuständen,
bis hin zur Unverzichtbarkeit für das Leben an sich, erhebt dieses Element in die Kategorie Wunderstoff.

Fangen wir kosmisch an. Es gibt eine Art „Komfortzone“ (habitable Zone [s. Wikipedia]) um die Sonne.
Innerhalb dieser kommt das Element Wasser, bedingt durch die natürlichen Temperaturunterschiede auf einem Planeten
in allen drei Aggregatszuständen vor. Also in fester, flüssiger und gasförmiger Form.

Flüssiges Wasser ist eine der Grundvoraussetzungen dafür, dass überhaupt Leben entstehen kann.
Eine Umlaufbahn, die zu nah an der Sonne ist, führt dazu, dass sämtliches Wasser des Planeten dampfförmig ist,
worin sich kein Leben entwickeln kann.
Zu weit von der Sonne entfernt, und alles Wasser wäre gefroren,
worin sich auch kein Leben entwickeln könnte.

Also alleine unsere kosmische Stellung begünstigte die Entwicklung des Lebens, indem es dem Wunderstoff Wasser ein Vorkommen als Eis,
als flüssiges und dampfförmiges Wasser ermöglichte. Im flüssigen Wasser nun, haben sich, weil es ein universelles Lösungsmittel ist,
Stoffe gelöst und sie kamen einzeln, als Atome (Ionen) in diesem Element vor.

Dadurch, dass es flüssig war, wurde es stetig durchmischt und die Stoffe konnten sich gemäß ihrer „Elektronegativität“
(chem. Fachbegriff für die „Reaktionsfreudigkeit“ eines Stoffes, s. dort) zusammenfügen.
Dazu hatten sie genügend Zeit, denn es gibt starke Argumente, die aussagen, dass das Wasser der Erde sogar älter ist, als die Sonne selbst
(s. mdr wissen)

Daraus entstanden erste Aminosäuren und die Evolution nahm ihren Lauf, bis heute (sie geht auch heute noch weiter !)
und wir sind noch lange nicht das Ende der Entwicklung.

Es sei denn, wir sorgen weiter für gravierende und schnelle Veränderungen der Lebensbedingungen,
die das Ende unseres bekannten Lebens bedeuten.
Aber die Evolution hat kein „Zeitgefühl“ und sie nimmt ihren Lauf,
egal, wie lange es dauert und es hat genügend Arten, die sich weiterentwickeln könnten.

Erst durch die Lösungsfähigkeit flüssigen Wassers ist also Leben entstanden und hat in der Folge auch Organismen hervorgebracht,
die im oder am Eis leben (s. Blog One). Es entstanden auch sogenannte Extremophile („Extreme liebende“ A.d.R.),
die sogar im kochend heißen Wasser der Geysire wachsen können.

Die sogenannte „Dichteanomalie“ des Wassers hat die Entwicklung und Erhaltung des Lebens begünstigt.
Sie sorgt dafür, dass Wasser bei 4°C die größte Dichte hat, so dass stehendes Wasser eine schwimmende Eisschicht bildet
und das Gewässer von oben her zufriert.
Nun hat aber Eis, eine isolierende Wirkung, so dass mit zunehmender Dicke der Eisschicht, die Vereisung des Wassers verlangsamt wird,
bis sich ein Gleichgewicht eingestellt hat und schließlich 4°C warmes Wasser mit einem isolierenden „Deckel“ aus Eis entsteht.

In diesem „warmen“ Wasser nun, kann Leben, ohne Schaden zu nehmen, überwintern.
Um nach dem Abschmelzen des Eisdeckels wieder „durchzustarten“ und aktiver zu leben
(höherer Stoffwechsel, Fortpflanzung, Fressfeinden ausweichen, …).

So also konnte sich das anfängliche Leben halten und musste nicht jedes Jahr neu anfangen.
Das hat zu einer kontinuierlichen Evolution verschiedenster Lebensformen geführt,
die sich an unterschiedlichste Lebensräume angepasst haben.

Soweit also flüssiges und gefrorenes Wasser. Aber das dampfförmige Wasser ist ebenso ein wesentlicher Teil des Wasserkreislaufs.
Erst durch den dritten Aggregatzustand, ist ein Kreislauf überhaupt möglich
und so kann Wasser über den ganzen Planeten zirkulieren und wird nicht durch Festland gehindert, wie die Strömungen.
Die Kraft und die Wärme die es aus der Sonne „zieht“, stößt den Motor unseres Wetters und der globalen Meeresströmungen an.

Wie in einem herkömmlichen Motor, setzt sich die treibende Kraft aus verschiedenen, sich ergänzenden Kräften zusammen :
Winde, Temperaturunterschiede, unterschiedliche Salzgehalte (s. thermohaline Zirkulation im Blog One o.), …

Wie schon erwähnt (s. z.B. Blog One o.), kann Wasser ohne natürliches Gefälle keine Distanzen überwinden
und erst durch Verdunstung, gelangt die Feuchtigkeit des Meeres weit bis ins Landesinnere.
So beeinflussen entfernteste Ereignisse, den örtlichen Wasserkreislauf und damit das Leben an sich !
(z.B. Golfstrom ==> Nordpolareis ==> Wale).

Und Wasser kann in der Tat noch viel mehr. So „drücken“ Niederschläge, Höhenwinde an den Boden,
so dass es dort sogar stürmisch werden kann. Der Kreislauf des Wassers, beeinflusst auch die Atmosphäre
und verändert die vorherrschenden Niederschläge entsprechender Breiten
(s. Biopumpe Blog Fakten, keine Meinungen), so dass es in Gebieten regnet, die „eigentlich“ regenarm sein sollten.

Jedes Lebewesen auf diesem Planeten hat seine Wurzeln im Wasser, besteht großteils daraus
und ist auf eine regelmäßige Versorgung damit angewiesen.
Verschiedene Lebewesen haben verschiedenste erstaunliche Techniken entwickelt,
um an dieses lebenswichtige Element zu kommen.

Wasser ist ein so essentieller Stoff des Lebens, dass sogar wir Menschen, wochenlang ohne feste Nahrung auskommen können,
aber nur wenige Tage ohne Wasser. Ohne die Verdünnung unseres Blutes mit Wasser, kommt unser gesamter Stoffwechsel durcheinander
und so dauert es nicht lange, bis wir an den Folgen sterben.

Durch die sogenannte Wärmekapazität (die Fähigkeit, Wärme zu speichern ! A.d.R.) des Wassers,
kann es enorme Energiemengen der Sonne aufnehmen und lädt die Atmosphäre entsprechend auf.
Höhere Temperaturen bedeuten mehr Wasser und Energie in der Atmosphäre,
die sich in immer heftigeren Gewittern entladen.

Das führt unweigerlich zu Überschwemmungen und unsere jahrzehntelange Art zu wirtschaften, hat den Boden verdichtet,
das Bodenleben erstickt und vergiftet, die Durchwurzelung, die Bauten und Gänge reduziert
und wir haben die Böden mit einer wasserabweisenden Schicht versehen (Gülle).

Unsere (Un-)Art zu wirtschaften, erschwert das Versickern des Wassers von Starkregenereignissen,
die immer öfter vorkommen. Ein Vergleich mit dem Ahrtal macht es deutlich.
Vor über 100 Jahren gab es ein ähnlich starkes –Regenereignis in der Region, doch stiegen die Pegel nicht so stark an wie 2021
und die Schäden waren um Einiges geringer.
Das zeigt, wie sehr die Bodenversiegelung für Profit ins Gewicht fällt und welche Summen nötig sind, Schäden zu beheben.

Viel, VIEL, günstiger (nicht nur billiger) ist es, in dieser Region, den Boden gutzumachen, damit Wasser vor Ort versickern kann
und es nicht oberflächlich abfließt und für Überschwemmungen sorgt.
Außerdem wird so das lokale Grundwasser wieder an den Wasserkreislauf angekoppelt und kann sich auffüllen.

In meinem Blog Boden gut machen, habe ich die Zusammenhänge beschrieben. Selbst die Rolle von Exkrementen unseres Viehs,
habe ich im Blog Lebensborn beschrieben. Wir müssen anders und damit besser wirtschaften.
Die Art, wie wir etwas tun, hat Einfluss darauf, was auf und zurückfällt.

Es ist ein universelles Gesetz, das immer mehr verloren ging , bzw. die meisten wussten es nicht zu deuten und die Industrie hat uns ihre „Werte“ eingepflanzt.
Sie pflanzt munter weiter und wir müssen endlich verstehen, dass deren Ziele nicht unsere sind, nicht sein können
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Wir wollen, vereinfacht gesagt, leben, während sie Profit anstreben. Wozu frage ich mich, Reichtümer können per se nicht glücklich machen
(s. Blogs Glück der Blog, Zufriedenheit). Reiche sind mittlerweile so gelangweilt,
dass sie 450 000 $ für einen Kurztrip in den Weltraum ausgeben (15 min),
nur um zu sehen, wie klein und verletzlich unser Planet ist.

Diese Erkenntnis kann man auch aus Daten gewinnen. Man muss sich interessieren und informieren
und alle Einzelheiten zum großen Ganzen zusammenfügen.
Für die Perspektive eines Außenstehenden, genügen philosophische Gedanken, geistige Bildung allgemein
und man übe sich in Rhetorik, denn da finden Gedanken Ausdruck und neue entwickeln sich !

Ja, es ist einfacher, sich derbe Eindrücke zu verschaffen, aber man hat mehr davon, wenn man sich Erkenntnis erarbeitet !
Vor allem, beschäftigt man sich länger mit Erkenntnis !

Anstatt, dass eine Person durch die Erlebnisse eine andere Sicht der Dinge bekommt,
könnte man diese Unsummen für angemessene Bildung, also die Bildung in Kultur und Geisteswissenschaften investieren
und so tausenden ein „Erlebnis“ ermöglichen.

Doch Erkenntnis ist aus der Mode und man erzählt seine Erlebnisse lieber.
Dumm daran ist nur, dass man sich beeilen muss, diese Erlebnisse, die zu Erkenntnis geführt haben, mit vielen zu teilen.
Denn das Leben ist kurz und man erreicht vergleichbar wenige Menschen, vor denen man prahlen kann.

Wer Interesse an Erkenntnis hat, sucht diese (oft das ganze Leben). Die Beschäftigung mit geistiger Reifung, bringt uns allemal mehr,
als jede noch so krasse gekaufte Erfahrung, die man ohnehin nur konsumiert.

Jetzt bin ich doch wieder in die Philosophie abgerutscht, hoffe es war kein zu großer Sprung ! 🙂

Is Odil

Heute wieder starker Tobak im Kalender, deshalb ein Spruch aus dem Gedächtnis:

Ein Tor mag
immer die Wahrheit sagen.

Der Weise jedoch,
zur rechten Zeit.

 

One

Ich musste mich förmlich zwingen, erst einmal über Ökologie zu schreiben,
denn die Ereignisse der Welt wären einige Blogs wert
und brennen mir unter den Nägeln (ursprünglich ja auf den Nägeln).

Mir bleibt nur anzumerken, dass der Zustand unserer Welt,
eng mit der geistigen Gesundheit der Menschen zusammenhängt.
Sie ist der Spiegel dessen, inwieweit wir uns von unserer Mitte (Ausgeglichenheit) entfernt haben.

Lasst Euch also nicht verwirren, wenn das Thema wechselt,
denn Eins bedingt das Andere !

Die ökologischen Systeme der Welt sind gehörig aus dem Gleichgewicht, weil wir uns immer mehr von unserer Mitte,
also unserem Ursprung entfernten. Das ist wirtschaftlich so gewollt (s. Interview Shoshana Zuboff ,
Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3),
wir können (sollen) unsere Impulse gar nicht hinterfragen denn die Industrie hat nur Interesse an jetzigem, großem Gewinn
und wirtschaftet nicht nachhaltig !
Es geht ihr um sofortige (instantane) Befriedigung ihrer Profitgier.

Wie sehr alles mit allem zusammen hängt, habe ich in X Blogs erläutert, trotzdem noch ein Beispiel eines Mikroökosystems.
Der Forschungseisbrecher „Polarstern“ hat sich nämlich ein Jahr lang auf Drift im nördlichen Eismeer begeben.
Er driftete also mit dem Nordpolareis mit und brachte so Aufschlüsse über die Bewegungsrichtungen des Eises,
den Meeresströmungen und die Möglichkeit das Ökosystem des Eises zu erforschen
(s. MOSAiC-Expedition).

Hierbei untersuchten sie auch Eisalgen. Das sind Algen, die sich an der Unterseite des Meereises ansiedeln und lange Fäden bilden.
Natürlich reißen diese auch mal ab und sie sinken zu Boden, bzw. driften mit der Strömung.
Sie bilden die Grundlage für ein sogenanntes Mikroökosystem. Denn von den Algen ernährt sich Krill, von dem Fische,
von denen wiederum Fischfresser wie Seevögel, Wale, etc.

Wale stehen, abgesehen vom Raubtier Mensch, an der Spitze dieser Nahrungskette.
Manche Wale fressen auch direkt den Krill, der rund ums Polarmeer in Massen vorkommt (4 000 000 t [Terra X])
und „überspringen“ einige Stufen der Nahrungspyramide.

Tatsächlich sind Wale sind vom Golfstrom abhängig.
Häh, der hat doch weiter südlich sein Wirkungsfeld, werden manche sagen.
Aber weit gefehlt, denn buchstäblich alles hängt mit allem zusammen.

Weltweites Strömungsband, von dem der Golfstrom nur ein kleiner Teil ist.

Wir dröseln das mal auf. Der Golfstrom transportiert bekanntlich enorme Energiemengen quer durch den Atlantik.
Durch das warme Wasser, verdunstet viel Feuchtigkeit und bildet Wolken.
Diese Wolken ziehen mit den Winden ins Land, treffen auf Hindernisse (Bergketten)
und werden nach oben abgelenkt, wo die Luft kälter ist.
Die Feuchtigkeit kondensiert an den Kondensationskeimen der Wälder.
Dadurch regnen sie ab und das Wasser des Ozeans hat es ein Stück weit ins Land geschafft.

Eigentlich würde also das Wasser des Ozeans nur auf einem schmalen Streifen des Festlandes abregnen und so für Vegetation sorgen.
Aber die Vegetation sorgt dafür, dass viel Wasser, das verdunstet wieder Wolken bildet, die dann (zumindest in Europa)
mit den häufigeren Westwinden, nach Osten weiterziehen, dort wieder abregnen und das Spiel beginnt von Neuem.

So wird also das ursprünglich aus dem Meer stammende Wasser in Etappen immer weiter landeinwärts getragen.
Diese Niederschläge speisen auch die Flüsse, die ins Polarmeer fließen.

Sie verdünnen das salzige Meerwasser und hemmen somit die sogenannte thermohaline Zirkulation (s. Blog Motherf…..).
Thermo ist aus dem Griechischen entlehnt und bezeichnet eine Temperaturabhängigkeit,
halin aus dem Altgriechischen und bedeutet salzhaltig.

Thermohalin bezeichnet also einen von Temperatur und Salzgehalt abhängigen Prozess. In diesem Fall einer Zirkulation von Meerwasser.

Hier noch einmal die schematische Darstellung. Von links kommt das warme Meerwasser an (Golfstrom),
durch arktische Winde wird es abgekühlt und gefriert oberflächlich.
Da jedoch nur das Wasser gefriert (Eis ist aus Süßwasser), reichert sich das Meerwasser mit Salz an
und wird erstens durch die Abkühlung und zweitens durch den ansteigenden Salzgehalt schwerer (dichter).

Dadurch sinkt es ab, fließt bodennah zurück und hält so den Strom aufrecht, weil ständig neues Wasser „angesaugt“ wird.
Nun arbeitet der Golfstrom zwar daran, das Meerwasser zu verdünnen, aber es ist gerade so viel,
dass sich ein Gleichgewicht eingespielt hat.

Durch die Klimaerhitzung, erwärmt sich auch der Golfstrom, es verdunstet mehr Wasser,
mehr Wolken bringen mehr Niederschlag bis weit in den Osten
und die Flüsse dort spülen mehr Wasser ins Nordpolarmeer.
Dadurch wird das Wasser verdünnt und die thermohaline Strömung und damit der Golfstrom schwächen sich ab.

Außerdem sind die Flüsse wärmer und hindern so die Eisbildung. Dadurch gibt es weniger Eisalgen, weniger Krill, weniger Fische
und eben weniger Wale. Alle Tiere haben ihren Fortpflanzungszyklus so angepasst,
dass nach der Geburt oder dem Schlupf des Nachwuchses viel Nahrung vorhanden ist.

Im Falle der Wale wäre(n) es Krill und Fische. Doch deren Vorkommen sinkt, weil ihnen die Nahrung fehlt. Es ist ein Teufelskreis.
Man kann diesen Gedanken noch weiter spinnen, denn Wale „düngen“ mit ihren Ausscheidungen das Wasser
und versorgen so ihrerseits die Algen, die Grundlage dieser Nahrungskette sind.

Noch weiter „gesponnen“, verdünnen die Flüsse das Meerwasser, der Golfstrom erlahmt, weniger Regen geht auf dem Land nieder,
durch dezimierte Wälder wird die Feuchtigkeit nicht weit genug gen Osten transportiert,
die Flüsse führen weniger Wasser, dadurch steigt der Salzgehalt im Meer wieder
und die thermohaline Zirkulation wird angekurbelt. Nur ist das Wasser nun so warm, dass sich nicht genug Eis bildet,
damit auch kein Lebensraum für Eisalgen und die Nahrungskette ist für Jahrzehntausende unterbrochen.

Wer jetzt noch glaubt, das ginge ihn nichts an, hat kein Recht auf diesem Planeten zu leben
und leider wird nicht nur dieses Individuum vom Selektionsdruck dahingerafft
und kann sich vor lauter Überlebenskampf nicht fortpflanzen,
sondern eben such viele Unschuldige und Bemühte mit ihm.

Wie in den meisten meiner Blogs, sieht man auch hier: Es ist nicht egal, was wir tun, wir können nicht voraussagen,
was unser Handeln bewirkt. Also lieber einmal mehr Rücksicht nehmen, einmal mehr nachdenken,
einmal mehr unterlassen, als einmal zu wenig.
Denn wir sind Teil der Natur, wir sind aus ihr hervorgegangen und von ihr abhängig.

  Hier, und nur hier, findet sich unsere gesamte Geschichte !

Von der Frühzeit der Hominiden vor etwa 2,6 Mio Jahren über die Stein-, Kupfer-, Bronze-, Eisenzeit, der Antike, den Pharaonen,
der Maya, Inka und Azteken. Alle Heldengeschichten und Epen, unsere gesamte Kultur ist nur ein Wimpernschlag in der Evolution !

Also müssen wir nach ihren Gesetzten handeln. Ja, manche sagen, das sei Ökodiktatur, aber Diktatur ist ein rein menschliches Phänomen
des Größenwahns des Egos. Die Gesetze der Natur sind eben Selektionsdruck und Evolution.
Wer das nicht versteht, sieht nicht über sein kleines und unbedeutendes Leben hinaus.

Wir können nicht so weiter machen. Wenn uns unser bisheriges Verhalten hierhin gebracht hat, taugt es nichts,
also schenkt denen, die uns vernebeln wollen, keinen Glauben (s. Lotophagen [Lotosesser]).
Die Industrie hat kein Interesse an radikalen Maßnahmen, die Politik hat infolge dessen auch kein Interesse daran,
also muss der Verbraucher, müssen wir, die Richtung vorgeben und endlich vernünftig handeln.


Heute hab‘ ich Lust,
mal was ganz Verrücktes
zu machen.

„Was schwebt Dir da
so vor ?“

Wir sind vernünftig !

Lest meine Blogs, denn nur, was wir kennen, schützen wir. Also bildet Euch, knüpft Zusammenhänge, erkennt,
erst dann kann Euch Erkenntnis zuteil werden!

Man muss vorher dafür sorgen, etwas zu kennen, um es überhaupt erkennen zu können.

Erst, wenn man erkennt, kann man Erkennen ! 😉

Glaubt nur Eurem Wissensstand und sorgt für ein umfangreiches Wissen, dann wird Euer Erleben erst bunt.
Die Industrie hat uns lange genug geschädigt, uns belogen und betrogen, nutzt unsere Verhaltensdaten,
um Profit zu machen und kaum jemand weiß darum (s. Shoshana Zuboff o.).
Viel zu lange wurden unsere Triebe geweckt und wir haben den Traum eines „einfachen“ Lebens geträumt.

Sie haben die negativen Auswirkungen verschwiegen und nur unsere Bequemlichkeit geschürt.
Noch einmal anschaulich. Der Sinner’sche Kreis zeigt auf, was notwendig ist, um z.B. etwas zu säubern.

Um eine Verschmutzung zu „beseitigen“, muss sie sich in einer gewissen Einwirkzeit in einem geeigneten Lösungsmittel lösen.
Dabei helfen eine erhöhte Temperatur und mechanische Einwirkung.

Verändert man einen Parameter, verändern sich alle anderen mit.

Wäscht man also kälter, braucht man ein aggressiveres Lösungsmittel (Chemie), muss mehr „Schrubben“ (Mechanik) und es braucht länger. Nur wollen wir ja Energie sparen, keine Zeit aufwenden und nicht „schrubben“ müssen (mühelos). somit wächst die Anforderung an die Chemie (das Lösungsmittel) und es grenzt an ein Wunder, dass sich nicht einfach alles auflöst ! 😉

Die Entwicklung zu immer „müheloser“, hat die Schädigung unseres Planeten immer mehr beschleunigt.
Ein Beispiel aus der Werbung wäre die Hervorhebung des Energievorteils bei niedriger Temperatur.
Will man jedoch das gleiche Ergebnis, ohne Mühe und in kürzester Zeit, braucht es derart aggressive Chemie,
um die Verschmutzung zu lösen, dass sie der Umwelt mehr schadet, als die Energieeinsparung nutzt.

Sie werben mit: … wenn alle … sparten wir so viel CO2, wie …
Allerdings dreht es sich um sogenannte Pods, die absolut unnötige Bestandteile, bei jedem Waschgang mit ins Wasser geben
(s. Blog Wir wissen nicht, was wir tun !). Unsere Bequemlichkeit, um nicht zu sagen, „Faulheit“,
hat unseren Planeten über den Rand dessen, was er kompensieren kann, gebracht.

Das alles unter unserer bewussten Wahrnehmung (der Verbraucher, denn die Industrie wusste es schon seit beinahe 50 Jahren).
Jetzt sind wir mit den Konsequenzen konfrontiert, aber die Industrie hält weiter die Illusion aufrecht, wir müssten nichts tun,
sie handelten verantwortlich und kümmerten sich drum.

 „Gequirlte Kacke !

Das als kleine „Gedächtnisstütze“, welche Prinzipien hinter der steigenden Schädlichkeit des Menschen stecken.
Wir verändern ganze Ökosysteme. Wir könnten zwar nach wie vor kein Wetter machen,
aber wir haben das Klima nachhaltig beeinflusst.
Um es allen vor Augen zu führen (traurig, dass man das noch machen muss) :

In Rot die Meeresoberflächentemperatur des Nordatlantiks im ungewöhnlich heißen Jahr 2023.
In schwarz darüber die Anfangsmonate des Jahres 2024.
Das 1,5 °C Ziel des Pariser Abkommens, wird wohl deutlich gerissen
und die Erhitzung geht schneller voran, als alle dachten.

Jetzt müssen alle so viel tun, wie ihnen möglich ist. Jeder Beitrag zählt ! Der Planet  braucht unsere Hilfe.
Wir haben das Wissen, wir haben die Technik, wir haben die Mittel
(na ja, die immer reicher werdenden Superreichen eben).

Die Gelder der Reichen, reichten sehr gut aus, die Wirtschaft so zu gestalten, dass wir den Planeten nicht zerstören
und trotzdem gut leben können ! Wir können alle zufrieden sein, nur die Gier hindert uns daran.
Die Reichen daran, sich über Wichtiges Gedanken zu machen, und die Armen (der Ø) an wahrer Zufriedenheit
(s. Blog Zufriedenheit), weil das Geschäftsmodell der Industrie unser Streben nach Glück (s.  Glück der Blog)
ausnutzt und falsche Fährten legt.

Man kann nicht detailliert über Ökosysteme reden und sie beschreiben,
ohne schlussendlich auf die Zusammenhänge zu kommen.
Denn die geistige Gesundheit des Menschen spiegelt sich in der Gesundheit des Planeten wieder,
die wiederum unsere Gesundheit beeinflusst.

Solange wir uns aufführen, wie ein Geschwür, wird es immer ungemütlicher, denn wir „scheißen“ uns buchstäblich zu.
Klärschlamm, Gülle auf unseren Feldern, Plastikmüll, Ewigkeitschemikalien, etc.
Wir haben es in der Hand. Lasst es uns also mutig angehen !

Wir haben nur eine Chance, lasst sie uns also nicht verpassen !

Is Odil

EIn kleiner „Schrittmacher“ für den notwendigen Aufbruch:

Es ist ein Beweis dafür,
dass wir schon auf dem Weg
zum Besseren sind,

wenn wir Fehler,
die wir bisher nicht sahen,
erkennen.“
(Seneca)

(s. Bild Erkennen oben ! A.d.R.)

 

Ändern der Blog

 

 

(click on pic)

 

Allerdings dürfte es uns nicht gefallen, also warum unternehmen wir so wenig ? Die Antwort liegt auf der Hand,
denn die, die aus der Zerstörung unserer Lebensgrundlage Profit schlagen,
haben gar kein Interesse daran, vernünftig zu handeln.
Und wir wollen einfach unsere Ruhe und uns (gewollt) um nichts kümmern müssen !

Heute hab‘ ich Lust,
mal etwas ganz Verrücktes
zu machen.

„Was schwebt Dir da so vor ?“

Wir sind vernünftig !

Wir können, bzw. wollen, uns gar nicht vorstellen, wie sehr der unverschämte Profit einiger weniger (1 % Superreiche),
auf Kosten der breiten Masse (99 %) mit dem Gesetzgeber verwoben ist.
Quelle: Oxfam Studie

Ich rede hier vom enormen Einfluss der Industrie auf die Gesetzgebung. Vordergründig wird der schöne Schein gewahrt
und ein „Durchgreifen“ der Politik vorgegaukelt. Allerdings enthalten die „Scheingesetze“ so viele Schlupflöcher für die Industrie,
dass sie letztendlich ausgehebelt werden.

Ganze Rechtsabteilungen dienen nur dazu, diese Schlupflöcher zu finden und den rechtlichen Rahmen voll auszureizen.
Zu nennen wäre hier, z.B. die gutgemeinte Idee des Nutriscores.

Lebensmittel (-zubereitungen) werden exakt für einen bestimmten Nutriscore entwickelt.
Nur ein wenig mehr des unerwünschten Stoffes (Zucker, Fett, Salz, …)
und das Produkt müsste einen schlechteren Score bekommen.

Verbraucher orientieren sich daran (wer schaut schon auf die Zutatenliste, die bewusst so gestaltet ist, dass man ein Chemiestudium braucht ? 😉 ),
doch es ist, so gut wie, unerheblich, ob man ein Lebensmittel mit niedrigerem Nutriscore, das den Grenzwert gerade überschreitet,
oder eins mit höherem Nutriscore, das knapp unter der „Grenze“ liegt, konsumiert.

Von dem landen zudem dann oft zwei im Einkaufskorb, weil man es sich „leisten“ kann, der Konsum ist (gewollt) gedankenloser,
und natürlich auch nahezu doppelt so schädlich, während man ein „gutes Gewissen“ hat.
Und der Konzern schlägt Profit aus unserem Gutglauben, Die Folgen trägt nicht der Konzern, sondern die Allgemeinheit (also wir).

 „Gequirlte Kacke

Man kann ihm nicht trauen ! Man kann der Industrie nicht trauen ! Man kann der Werbung nicht trauen !
Sie täuschen über die Tatsachen hinweg. Hauptsache, wir haben ein gutes Gefühl !

Anders ausgedrückt : Wir können uns gut fühlen, oder ein Produkt kann gut sein !
Und gut ist ein Produkt erst dann, wenn es alle Ansprüche an ehrliche Zubereitung und unsere Ansprüche erfüllt.
Leider sinken unsere Ansprüche, weil wir nicht mehr wissen, was gut ist. Das sagt uns die Industrie.
Also lasst uns den Konsum verweigern und alle notwendigen Produkte hinterfragen (s. Blog Notwendig).

Geben wir nur noch ehrlichen und klimagerechten Produkten den Vorzug und „hungern“ die profitorientierte Industrie aus.
Sicher wird das Arbeitsplätze kosten,

 „Was das wieder Arbeitsplätze kostet !

aber ohne Erde, gibt es auch keine Arbeitsplätze und es ist

Lieber einen kleinen, fairen, nachhaltigen, aber dauerhaften Gewinn, als einen endlichen unverschämt großen !
Es geht nicht darum, keinen Gewinn erwirtschaften zu wollen. Jedes Geschäft muss genug Gewinn machen,
um die Belegschaft angemessen versorgen zu können und ein Auskommen zu erwirtschaften.

Es ist die grenzenlose Gier, die ich anprangere. Ein Haus und keine Geldsorgen sind den meisten nicht genug,
in reichen Kreisen ist Bescheidenheit nicht angesagt und es wird geprotzt, als gäbe es kein Morgen.

Überall, in allen relevanten Gremien, die zuerst Hoffnung schöpfen ließen, sind Lobbyisten in der Überzahl (s. Blog Water and more).
Die COPs werden förmlich überschwemmt. Wie in meinem Blog Endlos beschrieben, nahmen alleine an der COP 28 in Dubai,
etwa viermal so viele Lobbyisten teil, wie an der COP27.
Es waren mehr als doppelt so viele Vertreter der Industrie, wie Vertreter der Länder zugegen.

Nicht einmal Klimakonferenzen können frei und ohne Einfluss der Industrie geschehen.
Darum ist auch erst nach 20 COPs, CO2 in den Fokus gerückt.

Na Glückwunsch zu diesem Tempo ! 😉

 „Ja, gleich !

Tatsächlich glauben wir, Politiker wären nicht beeinflussbar. Wieso aber, bezahlt die Industrie alleine in Deutschland
überr als 50 Lobbyisten mehr, als es Abgeordnete im Bundestag gibt (Stand 2019).
Die Industrie möchte Profit machen und unprofitable Geschäfte werden schnell wegrationalisiert.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt !  😉

Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass die Serviceabteilung offensichtlich von der Beschwerdestelle geschluckt wurde ?
Produkte werden nicht zu Ende getestet, weil wir das in der Praxis tun müssen ?
Die Qualität ist mittlerweile dermaßen unterirdisch, dass „Made in Germany“ kein gutes Image mehr hat ?

  

Die Industrie wird immer vehementer, je mehr sie als Problem erkannt wird. Es ist ein zweischneidiges Schwert,
denn einerseits hat die Industrie durch ihre Art zu wirtschaften, den Planeten zerstört,
andererseits haben wir billigeren Produkten, als Reaktion auf die Einflussnahme der Industrie, den Vorzug gegeben,
statt den günstigeren (Günstig für den Planeten).

Sie beeinflussen uns schon lange über (a)social media, smart … (Spione), Werbung in allen Formen, …
ohne dass wir uns dessen bewusst werden !


„Jetzt wird mir auch klar,
weshalb die Kronen so billig waren.“

Dieser Burger wird ihnen präsentiert von …

Andererseits hat die Industrie, durch die Anhäufung von Geldern und durch ihre weltweiten Tätigkeiten die Mittel, Großes zu bewegen.
Allerdings hat sie von sich aus keinerlei Interesse daran, denn dann würden ihre Produkte teurer und wir kauften sie nicht.
Und Profit ist ihr einziger Maßstab !

Eine Rückkopplungsschleife, wie so oft ! Nur ist sie diesmal menschengemacht und bewusst so gestaltet,
dass wir nicht einmal merken, wie wir beeinflusst werden
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Industry“ „Konsument

Gedankenloser Konsum mit einem guten Gefühl ist ihr Bestreben. Lasst uns, wie Prof. Shoshana Zuboff es ausdrückt,
„Sand im Getriebe“ sein und selbst anfangen zu Denken ! (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht u.a.)

Stelle alles in Frage,
mindestens einmal !

Hieß es in meiner Jugend und mir war nicht klar, wie viel Lebensweisheit darin liegt. Generationen  lang,
hatte man immer weniger Fragen, weil man nicht mehr lernte, zu fragen.
Das Leben wurde gewollt immer oberflächlicher.
Jetzt haben wir Menschen, die sich keine Gedanken machen (können A.d.R.) und sich keine machen wollen.
Sie sind mit mehr als einer Frage überfordert und man kann nicht von „Fachpersonal“ reden.

Ich verzweifle an gedankenlosen Menschen, die ihren Motor laufen lassen, während sie über der Straße oder in einem Café etwas erledigen
oder sich einen Coffee to go holen, als gäbe es kein Problem mit unserem Klima.
Es ist fünf nach Zwölf und viele missbrauchen Allgemeingut.
Das ist die Tragik der Allmende (s. Maithink X Allmende).

Die, denen wir Macht über unsere Gefühle gegeben haben, bringen das Schlechteste in uns hervor,
weil wir nicht über unser Verhalten nachdenken !
Unsere Abhängigkeit von digitalen Medien (MAIDS) lässt uns gar keine Zeit dazu,
die müssen wir uns bewusst nehmen, um ihnen die Macht zu entziehen und uns entwickeln zu können.

 Wer willst Du sein und wer bist Du ?

Mal davon abgesehen, wir können nicht warten, bis die Industriepolitik wirksame Maßnahmen ergreift. Wir haben schlicht keine Zeit mehr
und für die einen ist es Ökodiktatur, für die anderen Vernunft, für die nächsten eine Herzenssache und für andere, purer Überlebenswille.
Wir müssen alle tun, was in unserer Macht steht, denn wir haben die Zukunft unserer Kinder gründlich versaut.

Wir sind spätestens jetzt mit den Konsequenzen unseres jahrzehntelangen Verhaltens, das uns von der Industriepolitik
nahegelegt wurde, konfrontiert und MÜSSEN erkennen, das es nichts taugt !

Also tun wir wenigstens jetzt etwas dagegen !

Und wieder weise ich darauf hin, dass das Wohl des Planeten von unserer Kaufentscheidung abhängt,
denn ausschließlich daran orientiert sich die Industrie !

Is Odil

Heute lieber ein denkenswerter Spruch von gestern:

Worin besteht Religion ?
Darin, dass man
so wenig wie möglich
Leid verursacht,

dass man Gutes im Überfluss hervorbringt
und im Leben Liebe,
Erbarmen, Wahrhaftigkeit und Reinheit
in gleicher Weise pflegt.
(Asoka- Inschrift)

Gras

 

Zuerst einmal, möchte ich mich entschuldigen. Mir ist gestern das Leben dazwischengekommen
und ich konnte mir nicht die Zeit für diesen Blog nehmen. Also wird er heute „nachgereicht“ 😉 .

Richtig, es geht um die, teils mit Füßen getretenen, Arten des Grases.
Nicht um das rauchbare, obwohl es einen Blog wert wäre !

Wer sich einmal mit ganz normalem Rasen für den Garten beschäftigt hat weiß,
es gibt, alleine schon für den „Rasen“, eine enorme Auswahl unterschiedlicher Samen für verschiedene „Belastungen“.
Also mehr oder weniger unempfindliche Grassorten.

Das ist ein Hinweis auf den Erfolg dieser Art. Die meisten uns bekannten Gräser gehören der großen Familie der sogenannten Süßgräser an.
Alle unsere Getreidesorten gehören zur Ordnung der „grasartigen“ (s. wikipedia) und sind Süßgräser.
Analog dazu gibt es auch Sauergräser, denen z.B. Seggen, Schilf, … angehören.
Sie fanden Verwendung als Einstreu, zur Dachdeckung, für Basteleien, … .

Süßgräser haben nicht nur all unsere Getreide hervorgebracht, sie ernähren auch Unsummen von Tieren. Das bekannteste ist wohl das Rind.
Eine Wiese bietet jedoch auch unzähligen Insekten Lebensraum, Futter, Kinderstube, etc. Aber es hat noch mehr „auf der Pfanne“.
Grasland speichert etwa doppelt so viel CO2, wie eine vergleichbare Waldfläche (s. agrar heute.com).
Und es erbringt noch mehr ökologische Dienstleistungen. Durch das Wurzelsystem fördert es die Bodenfauna, reinigt das Wasser,
speichert CO2 im Boden und sorgt für lokale Versickerung.

Allgemein glauben wir, Wald sei der CO2 Speicher überhaupt. Aber weit gefehlt.
Zudem setzt Wald bei, zu erwartenden, häufigeren Waldbränden, das gespeicherte CO2 fast vollständig wieder frei,
im Gegensatz dazu, ist in Grasland der Hauptanteil des CO2s im Boden gespeichert und verbleibt dort,
auch wenn das trockene Gras darüber mal abbrennt.

So sind Graslandschaften nicht nur enorme CO2 Speicher, sie fördern das Bodenleben, reinigen Wasser
und ernähren nicht nur unzählige Insekten und Weidetiere,
auch Insektenfresser und Raubtiere profitieren von der Vielfalt.

Längst ist Gras von Weiden ein Wirtschaftsfaktor, man kann es lagern (Scheunen), als Silage verwenden und im Winter an das Vieh verfüttern.
Gras gewährleistet also auch in der kalten Jahreszeit, das Überleben des Viehs.

Und es hat noch eine erstaunliche Eigenschaft. Andere Pflanzen verkümmern und leiden unter „Verbiss“, nicht so Graspflanzen.
In Jahrmillionen sind grasfressende Tiere und das Gras eine Symbiose eingegangen
(das Zusammenleben verschiedener Arten zu gegenseitigem Nutzen).

Sie haben also den „Nachteil“ des Verlustes an Pflanzenmasse, zum Vorteil genutzt, indem sie durch Verbiss oder Mahd
einen Wachstumsimpuls bekommen, der für mehr Durchwurzelung und neuen Trieben sorgt.
Dadurch sind sie so erfolgreich und auf allen nichtbewaldeten Flächen zu finden.

Deswegen ist es auch nicht sinnvoll, gänzlich die Abschaffung sämtlicher Rinder zu fordern,
denn sie halten Flächen frei von Waldwuchs und verhindern so eine Verbuschung und Verwaldung freier Flächen.
Viele Landschaften sähen heute ganz anders aus, würde es keine Viehwirtschaft geben.

Man sieht deutlich, dass Anpassung erfolgreicher ist, als Abwehr. Im Buddhistischen wird das Ideal gerne mit einem elastischen Grashalm
(auch Bambus ist ein Gras) im Wind verglichen. Je biegsamer, und elastischer man sich dem Wind (des Lebens. A.d.R.) beugt,
desto eher überlebt man. Wer sich dagegenstellt, knickt irgendwann ein.

Oder was macht unser Körper bei Belastung ? Die Haut bildet Hornhaut, unsere Knochen bauen sich entsprechend der Belastung auf,
Herz- Kreislauf und Muskulatur wachsen und stellen sich auf die Mehrbelastung ein.
Nur unser Geist (unsere Faulheit), entwickelt Vermeidungsstrategien. Aber es liegt auf der Hand,
wer immer nur den einfachsten und scheinbar bequemen Weg wählt, ist den Belastungen des Lebens bald nicht mehr gewachsen.

Natürlich kann man so einen Körper auch keiner Belastung aussetzen, weil er gar nicht die Voraussetzungen mitbringt,
lange genug ohne Schaden zu überstehen, bis man nachgeben kann, also elastisch reagiert.
Nur, wenn wir nicht einknicken, können wir uns wieder aufrichten (s. buddh. Gleichnis o.).

Dieses „Training“ für das Individuum, hat die Evolution für die ganze Ordnung der Grasartigen übernommen und so überlebten die,
die besser an die Belastungen des Standortes angepasst waren. Gras reagierte nicht mit Giften, Bitterstoffen, etc.,
sondern mit vermehrtem Wachstum, um den Verlust eines Halmes mit neuen Trieben zu kompensieren.

Er stellt den Belastungen des Lebens, Leben entgegen. Wird eins „vernichtet“, entstehen zwei neue. nicht aus, also er-, weichen,
sondern sich wappnen, dass man nich verletz wird und kontrolliert nachgeben,
um nicht „kaputt“ zu gehen und schlussendlich einzuknicken !

Wir können viel von den Eigenschaften des Grases lernen. Es ist hart (Bambusstab) aber elastisch (Gräser im Wind).
Die Härte benötigt es, um Spitzen standzuhalten, die Elastizität, um Spitzen vor dem Bruch nachgeben zu können.
Derart ausweichendes Gras, wird gespannt, wie eine Feder und schnellt bei nachlassender Belastung wieder zurück.
Nach einer Böe, richtet es sich wieder auf.

Dieses Prinzip haben sich auch einige erfolgreiche Kampfkünste zu Eigen gemacht, indem die Kraft des Gegners genutzt wird,
um aus der Kraftrichtung zu entweichen (ich selbst habe 1,5 Jahre Kung Fu unterrichtet und weiß etwas davon ! 😉 )
Gleichzeitig gibt es Techniken, die einen scheinbar zurückweichenden Arm nur spannen,
welcher nach „Freigabe“ seinerseits auf den Gegner zurückschnellt.

Wer diese Techniken beherrscht, nutzt die Kraft des Angriffes für die Verteidigung und knickt, analog zum Gras, nicht ein.
Denn wer einknickt, kann sich nicht wieder aufrichten und der Kampf ums Überleben ist verloren !

Jetzt aber nicht denken, Grasland sei die Lösung (s. Blog Trotzdem) . Jede Landschaftsform hat ihr Funktionen.
Jede Tierart ist an eine andere Landschaftsform angepasst und in der Vielfalt liegt die Chance.
Denn weder Grasland, noch Wälder alleine, können alle ökologischen Dienstleistungen,
die wir und alle Lebewesen benötigen, leisten.

Grasland ist vom „Regenmacher“ Wald abhängig, so wie Wälder von Graslandschaften abhängen.
Wälder sorgen für stete Verdunstung und Wolkenbildung, die das Wasser der Ozeane landeinwärts zu transportieren
und Wild äst auf Waldwiesen, also Grasland. Es wandelt Gras in Dünger (es zieht Energie daraus) um und düngt damit die Wälder.

Grassoden sind hervorragend zur Isolation von Gründächern geeignet.
Die fördern die Artenvielfalt, halten Regen zurück, geben das Wasser langsam ab
und puffern somit Spitzen von Starkregen.

Alles in allem, wenn man genauer hinsieht, hat jedes Ökosystem so viele Vorteile  für uns, dass es schmerzt zu sehen,
wie profitgierige Konzerne mit ihnen umgehen.
In all meinen Blogs versuche ich darzustellen, dass es ohne Natur keinen Menschen gibt !

Nach all dem müsste es uns dämmern, dass wir der Industrie keinerlei Glauben schenken dürfen,
denn sie sieht ausschließlich ihren schnellen Vorteil, gibt sich aber grün und verantwortungsvoll.

Sie scheinen ökologisch, ohne ökologisch zu sein !

Wir, die Verbraucher haben es in der Hand, indem wir uns bilden. Je mehr wir wissen, umso weniger können sie uns als grün,
nachhaltig und verantwortungsvoll verkaufen, denn sie verschaffen sich oft nur einen grünen Anstrich :

Wir müssen uns selbst um Wahrheit kümmern, dann kann es „der Markt regeln“, weil wir uns nicht mehr für dumm verkaufen lassen
und wirklich ökologischen Produkten den Vorzug geben.
Auch wenn sie anfangs mehr kosten, das ändert sich, je mehr ökologisch und nachhaltig leben zur Routine wird
(s. Buch: „Ökoroutine“, Michael Kopatz, ISBN 978-3-96238-084-7).

Wer bewusster konsumiert, braucht weniger und spart bares Geld. Wenn wir die ersparten Gelder in nachhaltige
und echte Bio Produkte investieren, leben wir gesünder, werden glücklicher und üben den Druck des Marktes aus.
Denn billig ist nicht gut.

Prävention mag viel kosten, richtig, aber viel, viel mehr kostet es uns, wenn wir nichts tun ! Das gilt für alles.
Wir haben uns an den Versprechungen der Industrie orientiert, haben ihre bunte Welt des schnellen „Genusses“ verinnerlicht
und darüber seit Generationen unsere Kinder, also unsere Zukunft vernachlässigt.
Jetzt fällt uns alles auf die Füße und wir haben Menschen, die nicht ihr volles Potential
in die Lösung eines jahrzehntelang wachsenden Problems stecken können.
Schlicht weil sie nicht können, denn wir haben sie nicht dazu befähigt !

Wir müssen unsere Kinder in ihrem Kampf unterstützen, sie können in diese modernen Welt Dinge, die wir nicht können
und wir können Dinge die ihnen fremd sind, also gar nicht in Betracht kommen !

Wir haben immerhin schon etliche Jahrzehnte „Kampferfahrung“.

(Bots, Album „Botst zusammen“, Titel „Aufsteh’n“)

System change, wir wollen überleben ?

Is Odil

Ein komplizierter Spruch für Geübte im Kalender, also ein anderer

„Die Tugend muss ihre Fortschritte
durch die Tat beweisen.

Es kommt nicht darauf an,
sich theoretisch darüber klar zu sein,
was man tun soll,

sondern man muss auch einmal Hand anlegen
und die Gedanken in die Wirklichkeit umsetzen.“
(Seneca)

Ökozid

Zur Zeit lese ich eine Zusammenstellung verschiedener Berichte aus verschiedenen Ländern,
die allesamt das Thema Ökozid behandeln. Immer unfassbarere, aber leider legale, Zerstörungen
wertvollster Ökosysteme werden detailliert beschrieben.

Ein Artikel befasst sich mit der Erdölgewinnung aus Ölsanden. Ölsande sind ein Gemisch aus porösem Gestein
(meist quarzhaltiger Sandstein), in dem Bitumen („getrocknet“, also ohne flüchtige Bestandteile) enthalten ist.
Sie kommen rund um den Globus vor, die größten Vorkommen gibt es in Alberta (s. u. [Kanada]) und Venezuela
(Quelle: wikipedia).

Die Vorkommen sind nicht nur in abgelegenen Naturgebieten mit wertvollsten Ökosystemen,
diese Gebiete liegen Teils auch auf angestammten Gebieten der First Nations.
Allerdings haben sie in der, nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten geführten, Debatte keine Stimme.
Die Ölgewinnung aus Ölsanden in Alberta (Kanada) ist das größte und zerstörerischste Industrieprojekt der Erde
und da ja kein Öl gefördert wird, sondern erst aus Bitumen raffiniert wird, ist mit dem Abbau nicht Schluss mit der Zerstörung.

Durch aufwändige Verfahren entstehen pro Barrel Erdöl (119,24xx l), 80 kg Treibhausgase und vier Barrel Abwasser
(Quelle: Wikipedia Link oben).
Der übliche Tagebau, zerstört unwiederbringlich gewachsene Ökosysteme, die sich erst Jahrzehnte nach der „Renaturierung“ wieder erholen.
Sie erreichen jedoch erst in Jahrhunderten wieder die „Leistungen“, die zerstört wurden.

Dieses Verfahren „lohnt“ sich erst, seit die weltweit steigende Nachfrage von Erdöl, diese Art der Erdölgewinnung rentabel machte.
In den Jahrzehnten davor, wusste man davon, nur „lohnte“ es sich nicht.

Wie können sie nur, fragt man sich unwillkürlich, aber die Zerstörungen der Umwelt sind leider oft legal.
Ich zitiere hier aus dem Bericht von Max Wilbert (Im BuchÖkozid“ s. u.):

Das Rechtssystem der meisten Länder dieser Welt wird von Unternehmen dominiert (Stichwort: Industriepolitik !) und ist bewusst so angelegt,
dass es die Ausbeutung der natürlichen Welt zur Erzielung von Profit, Wachstum und Entwicklung
(im Sinne der Industrie. A.d.R.) erleichtert.

Und weiter :
Die Entnahme natürlicher Ressourcen … hat sich in den letzten 40 Jahren verdreifacht, …
Die weltweiten Treibhausgasemissionen haben sich seit den 1980er Jahren verdoppelt.

Die Ölsande sind nur ein Beispiel der rücksichtslosen und profitorientierten Jagd nach dem schnellen Geld.
Wir würden uns nicht in einer Krise befinden, hätten sich unsere Rechtssysteme am Leben und Wohlsein der Bürger orientiert
und nicht an den Profiten der Konzerne.
Wieder einmal erinnere ich an die Industriepolitik, denn die Politik der meisten Länder macht Zerstörung einfach und legal.

Allerdings bleibt das Leben, und damit unsere Grundlage, dabei auf der Strecke. Oben erwähntes Buch
(sehr empfehlenswert,Ökozid“, ISBN 978-3-98726-043-8) behandelt aus der Sicht „Betroffener“, das Bestreben,
Ökozid als Straftatbestandteil im römischen Statut zu verankern.
Außerdem behandelt es die genaue Formulierung, denn viele, für uns stichhaltige, Formulierungen,
halten einer semantischen Exegese (Prüfung von Satzbau und jedes einzelnen Wortes) nicht stand
und schaffen so „Schluplöcher“ für die Industrie, die ganz legal unseren Planeten zerstört
(s. Ölsande, mariner Bergbau, u, a.)

Wirtschaftliche Interessen haben immer noch Vorrang vor den Bedürfnissen der Menschen.
Dr. Henning Beck (Neurowissenschaftler) beschreibt in seinem Buch „12 Gesetze der Dummheit“ die psychologische Tatsache,
dass uns unser zukünftiges Ich fremd ist. Wir haben keinerlei emotionalen Bezug dazu.
Es ist unglaublich schwierig, gute Vorsätze auch umzusetzen, denn „wir“ finden immer irgendwelche Gründe,
warum wir „ausnahmsweise“ mal nach altem Muster verfahren.

Ich habe „Wir“ bewusst in Anführungszeichen gesetzt, denn was wir vordergründig für „Wir“ halten, hat meist keinen Bestand,
dächten wir darüber nach und versuchten zu ergründen, wer wir eigentlich sind und was wir wollen.

Deswegen ist es auch sehr hilfreich, sich bei allem Verzicht oder jeder Änderung eines als schädlich erkannten Verhaltens,
das uns in Zukunft unsäglich leiden lässt, bildlich immer wieder vorzustellen, was man damit erreicht.
Welche persönliche Freiheit damit verbunden ist, sich für ein anderes Leben zu entscheiden.

Außerdem geht es nicht darum, auf etwas zu verzichten, das wir benötigen (s. Blog Notwendig),
sondern um die Freiheit, weglassen zu können, was wir sowieso nicht brauchen (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht)

 
Hoch den Arsch !

Im Falle von Alkoholismus z.B. winkt das bewusste Erleben des eigenen Lebens,
beim Rauchen eben, eine Verbesserung des Atmens, des Geschmacks, die „Geruchsfreiheit“ der Kleidung und
der Wohnung, bei Gewichtsproblemen (tatsächlichen und nicht krankheitsbedingten), die Leichtigkeit des Seins, etc.

Bei jeder Verhaltensänderung muss man sich selbst zum Erreichen des Zieles motivieren.
Denn der „innere Schweinehund“ will sich jetzt „gut“ fühlen und denkt nicht an die negativen Folgen.

Viel zu gedankenlos machen alle „business as usual“, bzw. Töten, was sie lieben.


Unsere Erde ist am Ende und viele jetten um die Welt, als gäbe es kein Morgen.

Man muss sich die Etablierung günstigen Verhaltens, richtiggehend schmackhaft machen, sonst macht einem die sogenannte intrinsische
(innere) Motivation einen Strich durch unsere Vorsätze und wir verfallen in altes Verhalten.

Eine körperliche Sucht ist in etwa 2 Wochen „erledigt“. Eine Verhaltensänderung, soll sie von Dauer sein, bedeutet etwa 3 Monate
Auseinandersetzung mit dem eigenen Ego, weswegen die guten Vorsätze meist scheitern. Das muss man sich bewusst machen !

Ich möchte mich gedanklich gar nicht so weit entfernen. Das Beispiel der Ölsande soll nur zeigen,
wie sehr wir einen Straftatbestand des Ökozids „brauchen“.
Viel zu unreguliert und narrenfrei können internationale Konzerne ihren Profitinteressen nachgehen.
Es ist höchste Zeit, die Umweltzerstörung aufzuhalten und umweltzerstörendes Verhalten zu bestrafen.
Nur leider haben wir keine Zeit mehr, zu handeln (s. alternative Haushaltsmittel und Blog Unverzichtbarer Verzicht)

Sicher „wollen“ wir vordergründig alles einfach, billigst und jederzeit haben.
Aber wenn uns bewusst wird, welchen Preis wir dafür zahlen, relativiert es sich.
Die Industrie hat kein Interesse daran, dass wir zum Nachdenken kommen.
Denn wohldurchdachter Konsum ist geringer Konsum und das will keine Industrie
(s. Blog Unverzichtbarer Verzicht).

Würden wir die tatsächlichen Preise für unseren Konsum an der Kasse bezahlen, kauften wir alle Bio.
Denn dann wäre es nicht nur günstiger, sondern auch billiger als konventionell hergestellte Produkte.
Diese sind nur billiger, weil sie durch Subventionen, Kredite und finanzielle Anreize gestützt werden.
Aber sie sind keineswegs günstiger !

Billig ist nicht gleich günstig !

Lasst uns endlich unsere Marktmacht nutzen und aufgrund unseres, stetig wachsenden, Wissens,
selbst entscheiden, indem wir uns unabhängig von ihren Beeinflussungen machen
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Kein unmoralisches Geschäftsmodell darf überleben, denn zugunsten des Preises lügen sie wie gedruckt.
Tierwohlklassen sind ein Witz, Eis enthält viel Luft, Produkte werben mit etwas, das gar nicht oder nur in Spuren enthalten ist, …

Damit wir das Gefühl eines „Schnäppchens“ haben, zerstören sie unseren Planeten !
Der richtige Weg ist eben teurer, als der billige.

Schluss damit ! Wir haben es in der Hand. Zwingen wir die Industrie endlich zum Umdenken, es ist fünf nach Zwölf !
Wir können, müssen, alle etwas tun, indem wir etwas tun ! Aber so richtig große Sprünge kann nur die Industrie machen.
Sie haben die Gelder, aber sie bekommen sie von uns.
Also lassen wir unser Geld nur noch in Produkte fließen, die UNSEREN Ansprüchen genügen !

Der richtige Weg ist eben teurer, als der billige .
Sorgen wir durch Nachfrage dafür, dass er nicht nur günstiger ist, sondern auch billiger
(s. Buch „Ökoroutine“ von Michael Kopatz, ISBN 978-3-96238-084-7).

Is Odil

Und wieder ein „elendlanger“ Spruch im Kalender, also einer zum Thema Vorbild:

Gesell‘ dich einem Besseren zu,
dass mit ihm deine Kräfte ringen;

wer selbst nicht besser ist als du,
der kann dich auch
nicht weiter bringen.
(Rückert)

 

Philodoofien

Philodoofien

Es geschieht so viel, das mir größte Sorge bereitet, dass ich mal meine Gedanken (s. Titelbild),
nicht nur um ein Thema drehen lasse.
Dieser Blog entsteht sozusagen „spontan“. Er stellt nur einen kleinen Einblick in die Philosophie,
die meinen Gedanken zu Grunde liegt, dar (s. auch Blog Siu Nim Tao (kleine Idee)).

Vor einiger Zeit, habe ich mir ja die „Kritik“ einer Freundin zu Herzen genommen und mich seither an ein „Leitthema“ gehalten,
um es übersichtlicher zu gestalten (s. Menno der Blog).
Seither betrachtete ich die, auf mich einprasselnden, Informationen im Hinblick auf ein Thema.
So wuchsen meine Blogs im Laufe einer Woche, rund um ein Thema, immer mehr an.
(Nach dem Blog ist vor dem Blog 😉 )

Aber diesmal staute sich so viel bei mir an, dass ich auf eine Themenbindung verzichte.
Ich hoffe, ich kann erklären, was ich meine !

Ein „Leitthema“ schwebt mir aber zum Einstieg doch vor. Und zwar eine philosophische Betrachtung des Leitspruches
der anonymen Alkoholiker. Wir Ihr vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich seit langer Zeit (16,5 Jahre)
schon trockener Alkoholiker. Allerdings war ich nicht bei den AA, habe „lebensgefährlich“ (wusste ich ja nicht), kalt entzogen,
mich aber später auch mit den AA auseinandergesetzt und auch da viel Hilfreiches gefunden.

Es gibt viele „Programme“, die dabei helfen, trocken zu werden u/ o zu bleiben.
Natürlich ist auch die Unterstützung einer Gruppe, die weiß wovon man spricht, sehr hilfreich.
Der soziale Aspekt bewegt Ungeahntes in uns.
Doch das ist leider auch unsere „Schwachstelle“, denn über genau diesen Kanal, manipulieren uns Supermärkte,
die Industrie, einfach alle, die profitgierig sind und die Instrumente des Überwachungskapitalismus anwenden
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Aber nun zum denkenswerten Leitspruch der AA (Es ist eher eine Art Gebet).

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen,
die ich nicht ändern kann.

Den Mut,
Dinge zu ändern,
die ich ändern kann.

Und die Weisheit,
das Eine vom Anderen
zu unterscheiden.

In der ersten „Strophe“, geht es um unsere innere Gelassenheit. Denn viel zu sehr und viel zu oft, suggerieren uns Populisten etwas,
Worauf wir keinen direkten Einfluss nehmen können. Meist jedoch brauchen wir da auch nichts ändern, denn es sind Probleme,
die keine sind und somit keinerlei Handlung von uns bedürfen.
Der Weise bleibt ruhig und ordnet Ereignissen ihre Wichtigkeit zu.
Wichtig hierbei ist, dass es die eigenen Werte sind und nicht etwa die, die sie suggerieren !

In der zweiten „Strophe“, geht es um Dinge, die in unserem Handlungsbereich liegen und die wir beeinflussen können.
Allgemein ist zu sagen, dass jede Handlung, deren Ergebnis von unserem Handeln abhängt,
eine Änderung unseres Verhaltens bedarf, sonst wird das Ergebnis immer schlechter,
so lange, bis wir es nicht mehr ignorieren können.
Doch dann ist es sehr schwierig, bzw. oft zu spät.

Probleme die durch unser Handeln entstehen, können nicht auf sich beruhen.
Sie bedürfen einer sofortigen Verhaltensänderung, da sie sich sonst auswachsen und,
wie jetzt beim Klima, derartige Dimensionen annehmen, dass wir sie nicht länger ignorieren können.

Eine Verhaltensänderung braucht Mut und genau darum bittet dieses „Gebet“. Das mag u. a. auch der Grund dafür sein,
dass selbst Menschen, die die Ölkrise ‘73 miterlebt haben, sinnlos ihren Motor laufen lassen.
Ein sicht-, hör- und riechbares Zeichen ihrer Gedankenlosigkeit !

„Was für eine sinnlose Umweltverschmutzung !“ „Tuc, Tuc, Tuc“ „Aha !“

In der dritten „Strophe“, bittet man um Weisheit. Wie man sich auf den Pfad der Weisheit begibt, ist in meinen Blogs zu lesen.
Alleine die Tatsache, dass Ihr meine Blogs mit wachsender „Begeisterung lest zeigt mir,
dass sich mehr für Weisheit interessieren, als vermutet.


Rot          =            2021
Blau        =            2022
Grün       =            2023
Hellgrün =            2024

Kurven der täglichen Aufrufe.

In unserer Welt, arm an Weisheit und Lebenserfahrung, dürstet es den menschlichen Geist nach geistiger Nahrung.
Denn nur, wer sich aus den Weisheiten all unserer Vorfahren ein zunehmend „weises“ Weltbild GEBILDET hat,
kann auch gute Entscheidungen für die Zukunft treffen.
Um etwas vollständig beurteilen zu können, brauchen wir einen wachsenden Grundstock an inneren Weisheiten,
die unser Verhalten steuern.

Nicht umsonst fragen Bands bei der Suche nach einem neuen Sänger, nach dessen Idolen.
Nur dadurch und durch ein „Audit“ (Anhörung) können sie einschätzen, wie der Sänger „tickt“.

Genau so ist es mit all unseren Handlungen. Wir orientieren uns an Beispielen, Idolen und an Glaubenssätzen,
die wir anhand verschiedener Lebensentwürfe entwickeln. Je mehr Lebensentwürfe wir nachempfinden,
desto „stimmiger“ sind unsere Handlungen.

Womit ich nun bei den verschiedenen Arten des Denkens angelangt bin (s. Blog Trotzdem).
Grob skizziert, gibt es das schnelle und das langsame Denken. Beide sind für uns wichtig,
denn sonst fänden wir uns in dieser Welt gar nicht zurecht.

Das schnelle Denken hilft uns, unseren Alltag ohne viel Nachzudenken zu bewältigen, indem viele Handlungen automatisiert sind.
Aber unsere schnellen Urteile bilden die Wirklichkeit nicht in ihrer Gänze ab (s. Gleichnis[Elefant] im Blog Let’s get loud !).
Unser schnelles Denken bildet unsere Affekte (s. Blog Affekte) und muss, damit wir glücklich werden können, mit unseren Werten,
die wir im langsamen Denken entwickeln, abgeglichen werden.
Sonst reagieren wir nur, anstatt weise zu handeln !

So haben Supermärkte, Populisten und Überwachungskapitalisten nicht das leiseste Interesse daran, dass wir nachdenken.
Sie machen uns Entscheidungen in ihrem Sinne enorm leicht. Wir sind nicht geneigt, wirklich nachzudenken und froh darüber,
dass sie es uns abnehmen. Doch werden wir zu Handlungen verleitet, die wir nicht getan hätten, hätten wir nachgedacht.

Unser Denken, unser Handeln, unsere Gedanken, ja unser Leben bewegt sich fast nur noch an der Oberfläche unserer Gedanken
und wer keinen Gedanken zu Ende denkt, macht sich bald keine mehr.

Wir sind weniger unserer Handlungen mächtig, als wir denken (wollen) und reagieren nur noch auf die Inhalte, die sie uns bieten.


Wessen du nicht mächtig bist,
das ist nicht dein eigen !

(Meister Eckehart)

Dazu ist es dringend notwendig, einen Umgang mit (a)social media zu etablieren, der die „Wichtigkeit“ berücksichtigt. Also erstmal:

und sich ansehen, wer man ist
und sich überlegen, wer man sein will !

„Smart“phones können ein prima Werkzeug sein. Aber viele definieren sich über ihre gefühlte „Stellung“ in (a)social media
(meist Heranwachsende, die mit einem Medium, das für Erwachsene entwickelt wird, überfordert sind).

Um die volle Dramatik des „aufwachsen müssens“ in dieser Welt zu veranschaulichen,
hier ein von Shoshana Zuboff zitiertes Zitat aus ihrem Buch (Link oben),
das Portrait eines dreizehnjährigen Mädchens im Rahmen einer Serie der Washington Post von 2017:

Das Mädchen hat Geburtstag, aber ob sie sich darüber freuen soll, hängt allein davon ab,
ob die Freundinnen Photos von dem Ereignis auf ihren Seiten posten.
Mögen sie sie, oder nicht ?
Sie scrollt, wartet darauf, dass die kleine Messagebox erscheint.

Wir müssen uns selbst, und damit unseren Kindern, wieder die Realität vor Augen führen und in ihr leben.
Das ist eine Verhaltensänderung, die, wie oben erwähnt, Weisheit und Mut braucht.
Am Anfang jeder Verhaltensänderung steht das Problembewusstsein.
Denn Probleme, die wir nicht als solche erkennen, werden nicht von uns gelöst.
Wir sehen schlicht keinen Grund zur Verhaltensänderung.

Dieser erste Schritt, ist die Grundlage für jede Änderung unguten Verhaltens. Seien es körperliche oder psychische Süchte (Symptome).
Ich bemühe mich, mein langsames Denken dafür zu nutzen, kontinuierlich mein Verhalten an meine Werte anzupassen.
Das hat zur Folge, dass ich in vielen Dingen im Affekt, meinen Werten entsprechend handle.
So entstehen immer weniger Unstimmigkeiten zwischen meinem Tun und meinem Wollen.

Bevor jetzt irgendjemand auf den Gedanken kommt, ich wäre „perfekt“, ich bin weit davon entfernt.
Durch die „Techniken“, bekämpfe ich schon zeitlebens meine Affekte und stelle immer wieder fest,
dass ich im Gegensatz zu anderen Menschen meiner psychischen Konstitution (es gibt mehr, als man vermuten würde !),
schon sehr weit bin, so dass mir viele, dafür so typische, Krankheiten erspart geblieben sind.

Ich bin zwar „sozial inkompatibel“, habe aber viele „Süchte“, die auf falschen Annahmen beruhten, hinter mir gelassen.
Neulich meinte eine Freundin zu mir:

„Eigentlich rechnete ich damit, dass Du wieder anfängst zu saufen, nachdem Du mit einer Hirnblutung „belohnt“ wurdest.
Aber Du hast noch einen draufgesetzt und Dir das Rauchen abgewöhnt. Na ja, so bist Du halt !“

Das ist einer der Vorteile, dass mir eben manches leicht fällt, weil ich mir selbst gegenüber eine übergeordnete Position einnehmen kann.
Sobald mir etwas zu viel Vergnügen bereitet, schrillen bei mir alle Alarmglocken und ich ergründe den Beweggrund.
Wenn ich auch nur den Hauch einer Abhängigkeit, psychisch oder physisch, erkenne, bestimme ich über mein Ego !

Es war ein langer Weg voller Irrungen und schmerzhafter Erfahrungen, aber dafür ist unser Leben da, so viel wie möglich zu bewältigen
und frei zu werden von den Verlockungen und Versprechen anderer Leute.
Sie handeln in ihrem und nicht in meinem Interesse und schon gar nicht im Interesse des Planeten.

Ich nenne einfach ein Beispiel, das ich gestern in „Frontal“ gesehen habe.
Die Machenschaften der Fänger im Netz sind anfänglich so gut wie nicht zu erkennen.
Das Beispiel war eines, rechtsradikaler Propaganda.
Sie haben früh gelernt, die Eigenart der „aufmerksamkeitsbasierten Inhalte“,
die ein Algorithmus bestimmt, der keine Inhalte bewertet, sondern nach Absendern geht,
für sich zu nutzen. Unsere Kinder sind dem schutzlos ausgeliefert.

So ergeht eine, eingangs völlig unverfängliche, Aussage über z.B. Nuss Nougat Creme und Butter, bei der die Person nur teilweise zu sehen ist.
Stimmt man dieser zu, über likes oder ähnlichem, erscheint automatisch mehr von diesem Absender,
dessen Aussagen immer mehr in Richtung Rechtsradikalismus gehen.
Je öfter man diese Aussagen vorschnell bejaht, desto mehr dominieren Beiträge dieses Absenders
und ohne Absicht sitzt man in der Naziblase.

So finden krasse rechte Aussagen, ohne jeglichen Wahrheitsbezug Verbreitung in (a)social media.
Zum Vergleich, der Auftritt der AfD (Assis fon Deutschland [Orthographie is‘ nich‘ ihrs !])
verzeichnet doppelt so viele Aufrufe, wie der aller anderen Parteien zusammen (Quelle: Frontal).
Aber es gilt:

Wir müssen uns endlich wieder für die Zukunft unserer Kinder und unseres Planeten interessieren.
Es wird ein langer, oft schmerzlicher Weg, denn wir müssen unsere vermeindliche „Freiheit“ (s.Blog Notwendig)
für eine bessere Zukunft relativierenund müssen und tun, was wirklich frei macht !

Wahre Freiheit ist die Freiheit, sich selbst Grenzen setzen zu können, weil man etwas nicht will !
(weil es z.B. die Freiheit Dritter verletzt !)

Is Odil

Heute kein tagesaktueller Spruch, sondern einer der mir im Sinn geblieben ist.

„Konfutse sagt,
dass man, um regieren zu können

sein ganzes Leben
mit der Besserung seiner selbst
zubringen müsse.
(Voltaire)

Werdet zur besten Version Eurer selbst !

 

Gewässer im Wandel

Das Titelbild (aufgenommen in einem „Urlaub“ [ich kann mir ja keinen leisten]) zeigt, um was es diesmal gehen soll.
Wer meine Blogs verfolgt hat weiß, dass ich am Thema Wasser nicht vorbei komme.
Mein schon lebenslanges Interesse, führte dazu, dass ich eine Ausbildung zum Techniker
für Wasser- und Abfallwirtschaft „genossen“ (wegen des Wasserinputs)
und quasi nebenher eine Anglerprüfung abgelegt habe.

Mein fleisch- und fischloses Leben hat also einen Hintergrund und entstand durch Erfahrung und Nachdenken
(was ich sowieso allen nahe legen würde [s. Blog Trotzdem]).
Mein Interesse galt hier eher dem Naturerlebnis, denn man war „gezwungen“, sich an einem Gewässer einzurichten.
Das war ein völlig anderes Erleben, als nur im Vorbeilaufen die Landschaft zu genießen.

Dadurch, dass ich sowieso für diese Themen sensibilisiert bin, stach mir der Bericht eines Fischers
über die Wandlung seines Gewässers ins Auge.

Ein Fischer ist gewissermaßen ein Jäger und auf der „Jagd“ nach Wasserlebewesen.
Er bewirtschaftet ein Gewässer, doch anders als ein Landwirt, der sich das Land „Untertan“ macht
und dessen Ernteerfolg vordergründig von technischem Fortschritt abhängt,
ist ein Fischer viel näher dran an der Natur, denn er ist abhängig von dessen Zustand.
Einflüsse, irgendwo im Einzugsgebiet, haben direkte Auswirkungen auf das Gewässer
und damit auf Flora und Fauna desselben.

Natürlich, und das vergisst man nur allzu leicht, hat die allgemeine Klimaerhitzung
auch erheblichen Einfluss auf den Wasserkreislauf und die Gewässer.
Damit natürlich auf Fischer, Angler und sonstige „Wassernutzer“ !

Gerade an Gewässern, sind die großen Zusammenhänge sichtbar. Fast unbemerkt von uns geschieht in der Natur „nie Dagewesenes“.
Durch Dürreperioden im Sommer, bleiben Hochwässer aus. Dadurch gibt es weniger Feuchtgebiete, die lang genug feucht sind,
für die Vermehrung von z.B. Stechmücken.
Frühjahrshochwässer sind auch entscheidend für die Fortpflanzung der Hechte, die die überschwemmten Wiesen zur Eiablage nutzten.

Vordergründig würden wir es begrüßen, denn die „Plagegeister“ sind weniger zahlreich und dadurch weniger lästig,
das Schrumpfen der Hechtpopulation fiel uns gar nicht auf. Aber, wie immer wenn wir schnell denken (s. wieder Blog Trotzdem),
sind nicht wir das Maß der Dinge.
Nicht was uns angenehm erscheint, ist auch gut, denn dadurch fehlt Futter für viele Tiere,
die sich in Jahrmillionen auf die Verfügbarkeit dieser Insekten eingestellt haben.

Einerseits haben Vögel weniger Futter und können weniger Nachwuchs durchbringen. Das merken wir, wenn wir aufmerksam horchen,
am eintönigen und vergleichsweise leisen Vogelkonzert.
Was wir allerdings weder hören, noch vor Augen haben, sind die Überlebensversuche der Fische.

Das wirkt sich auf die Fangquoten der Fischer aus. Und nicht nur auf die reine Anzahl der Fische, auch die Arten ändern sich.
Es gibt die (absurde) Unterteilung in edle und unedle Fische, die nur unseren Genuss berücksichtigt
und somit nichts über den ökologischen Wert einer Art aussagt.

Sogenannte „edle“ Fische sind in meist kälteliebend und damit auf einen hohen Sauerstoffgehalt angewiesen.
Doch genau der ändert sich beständig zum Schlechteren.
Seit den 80ern sind heimische Seen im Schnitt etwa alle 10 Jahre um 0,3° C wärmer geworden
(Quelle: Rita Adrian, Leibnitz- Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei [IGB]).
Dadurch ändert sich nicht nur die Fauna hin zu unedleren Fischen, auch die Flora verändert sich und damit der Eintrag ins Gewässer.

„Profiteure“ der Klimaerhitzung sind Brassen (regional auch als Brachsen, Brachsme(n), Bresen, Pliete oder Blei bekannt).
Diese Fische sind mit dem Karpfen verwandt, haben aber viele große Gräten,
so dass sie teilweise abfällig „Klodeckel“ genannt werden und als untauglicher Beifang galten,
der dem Gewässer entnommen werden muss, aber oft „vergraben“ wurde.

Aber sie kommen, wie Karpfen auch, mit wenig Sauerstoff zurecht.
Karpfen und andere „Gründler“, die ihre Nahrung auf dem Seegrund suchen,
haben sich an das dort vorherrschende sauerstoffarme Milieu angepasst.
Folglich kommen sie auch besser damit zurecht, als kälteliebende Fische (kaltes Wasser enthält mehr gelösten Sauerstoff ! A.d.R.)

Nicht nur die gesamte Gewässerökologie wandelt sich durch die Erhitzung,
auch die meisten Fische leiden unter Nahrungsknappheit.
So sind im und am Gewässer andere Pflanzen zu finden, durch die Erhitzung des Wassers,
kann dieses weniger Sauerstoff oder Kohlendioxid speichern.
Beide Gase verflüchtigen sich und das CO2 belastet zusätzlich die Atmosphäre.

Zudem, verdunstet mehr Wasser, der Wasserspiegel sinkt und ehemals nasse Uferzonen fallen trocken,
womit die Zersetzung des dortigen organischen Materials vorangetrieben wird,
die wiederum den gebundenen Kohlenstoff freisetzt.

So werden Seen, trockene Flussbetten oder tauender Permafrost und trockengelegte Moore zu CO2 Emittenten.
All das bisher darin gespeicherte CO2 gast aus und wer meine Blogs gelesen hat weiß,
gerade Permafrostböden und Moore speichern enorm viel CO2. Zur Einschätzung:
Moore machen nur 3 % der weltweiten Fläche aus, speichern aber rund ein Drittel des weltweiten CO2s (s. Nabu).
Leicht kann man sich vorstellen, was passiert, wenn die bisherige Tendenz so weiter geht.

Bisherige CO2 Senken, werden zu CO2 Schleudern und das weltweit.
Jeder See, der sich erwärmt, jeder tauende Permafrostboden und jedes trockengelegte Moor, gibt CO2 in die Atmosphäre ab.
Und das in relevanten Mengen, denn wie schon erwähnt, speichern Moore rund ein Drittel des CO2s.
Das ist eine „Hausnummer“ und nicht zu unterschätzen.

Wir müssen endlich das Ganze sehen und wieder verinnerlichen, dass jede unserer Handlungen
einen größeren Effekt auf andere Gleichgewichte hat, als wir uns laienhaft denken können.
Im Falle eines stehenden Gewässers (wie Seen), können wir bemerken, dass unser fossiler Hunger,
denn unser „Wohlstand“ ist durch fossile Energien bedingt, Einfluss auf das Ökosystem See hat (auf den gesamten Wasserkreislauf).
Die weltweite Temperatur, lässt sich z.B. anhand der Meeresoberflächentemperatur darstellen.

War die die Temperatur der Meeresoberfläche das gesamte letze Jahr zu warm,
wird sie jetzt bereits getoppt :


Rot                        = 2023
Schwarz               = 2024

Grob skizziert, gibt es, in einem See, im Sommer eine Schichtung in Oberflächenwasser und Tiefenwasser.
Sie sind durch die sogenannte Sprungschicht voneinander getrennt. Je wärmer es wird, desto undurchdringlicher ist diese Schicht.
Es findet kein, oder immer weniger, Stoffaustausch statt.
Im Tiefenwasser wird der Sauerstoff durch die Zersetzung organischer Stoffe verbraucht,
es ist somit sauerstoffarm, aber kalt. Im Oberflächenwasser hat es Sauerstoff, aber es ist warm.
Es kann zwar sehr viel weniger Sauerstoff speichern, aber er ist vorhanden.

Kälteliebende Fische haben also die Wahl zwischen kühl und kaum Sauerstoff in der Tiefe,
oder warm, mit wenig Sauerstoff im Oberflächenwasser.
Das geht nicht lange gut, aber sie können ja nicht ausweichen, denn so ein See ist eine Welt für sich, die sich mit der Umwelt verändert.
Nicht nur wir leiden unter extremer Hitze und extremem Wetter.
Die ganze Natur ist ihm quasi schutzlos ausgeliefert und welche Spezies nicht andere Wege findet, zu Überleben, stirbt aus.

Aber so ein See hat noch andere Merkmale, so gibt es im Herbst und im Frühjahr durch auffrischende Winde eine Vollzirkulation des Wassers
und die Nährstoffe, der Sauerstoff und die Temperatur werden im See verteilt.
Das bedeutet im Klartext, dass der wenige Sauerstoff der im Oberflächenwasser gelöst ist,
nun im ganzen See verteilt wird, wodurch der relative Sauerstoffgehalt weiter abnimmt.

Durch die zunehmende Eutrophierung (Verlandung) des Sees, gelangen mehr organische Stoffe auf den Grund
und verbrauchen bei ihrer Zersetzung zusätzlich Sauerstoff.
Algenblüten nehmen durch den Düngereintrag zu und verbrauchen bei ihrer Zersetzung dann
schlagartig den restlichen Sauerstoff, so dass die meisten Fische ersticken. Der See kippt um.

Lediglich im Winter erfolgt weder eine Schichtung, noch eine Durchmischung, es ist im wahrsten Sinne nichts los.
Ist es ausnahmsweise kalt genug, friert der See zu.
Aber ohne Schnee, der das Eis bedeckt, heizt die Sonne das Wasser schneller auf,
so dass die Phasen einer Vereisung immer kürzer werden. Der See ist also zu früh und zu lange, viel zu warm.

Es ist zwar immer noch derselbe See, aber bei Weitem nicht der gleiche. Er wird ein völlig anderes Gewässer mit einem anderen,
wie Fachleute es nennen, thermischen Regime. Und alle, Tiere, Pflanzen und der Mensch, sind davon betroffen.
Nur dass es viele Pflanzen und Tiere das Leben kostet, den Menschen nur seine wirtschaftliche Sicherheit.

Na ja, obwohl, ohne funktionierende Natur, haben wir auch nichts zu lachen. Die „Reinigungsleistung“ der Ökosysteme nimmt immer mehr ab
so dass wir immer schlechteres Wasse, immer schlechter Lebensmittel und immer schlechtere Luft zur Verfügung haben.
Denkbar schlechte Voraussetzungen, um zu überleben.

Da hilft auch keine Technik, keine Erfindung des MEnschen kann die NAtur auch nur ansatzweise ersetzen !

Arsch hoch, bevor uns die Industrie kaputtgewirtschaftet hat !

Is Odil

Eine kleine „Schulung“ für unseren Umgang miteinander:

Gut zuzuhören ist eine Übung
der Aufmerksamkeit und damit
notwendigerweise
harte Arbeit (an sich. A.d.R.).

Weil sie das
nicht erkennen
oder weil sie diese Arbeit
nicht auf sich nehmen wollen,

sind die meisten
Leute keine guten
Zuhörer.
(M. Scott Peck)

Kuhl der Blog

Na gut, zurück zu den Wurzeln. Es geht mir ja nicht nur darum gegen Unmenschlichkeit zu wettern.
Ich möchte alle dazu befähigen, selbst „klug“ entscheiden zu können
und da gehört ein wenig „Charakterbildung“ eben dazu.

Es gäbe so viel, über das ich schreiben könnte, aber mein Anliegen ist es (weil es dringender ist, denn je),
ein Bewusstsein für größere Zusammenhänge zu wecken.
Schnelle, einfache Lösungen, haben uns schon immer in die Scheiße geritten.
Also bildet Euch und urteilt selbst, was andere so gerne für Euch übernehmen,
indem sie ihrer Zunge keine Zügel anlegen.

Heute mal ein Blog über die, von den meisten als Klimakiller, verurteilte Kuh. Natürlich stoßen Kühe (Wiederkäuer allgemein), Methan aus,
das etwa 29 mal klimaschädlicher ist, als CO2. Also keine Kühe und das Klima ist gerettet ? Ein klares NEIN.

Die ganze Diskussion über Rinder, kommt der fossilen Industrie gerade recht. So wird das Verbraucherinteresse, auf Kühe gelenkt
und man versucht hier etwas zu tun, statt endlich zu verstehen, dass die fossile Industrie für das Übermaß an Emissionen verantwortlich ist.

Seit Jahrmillionen, haben sich Grasfresser (also auch Rinder) und die Graspflanze aufeinander eingestellt.
Gras ist die einzige Pflanze, die stärker wächst, wenn man sie beschneidet.
Der Biss der Grasfresser, löst einen Wachstumsimpuls in der Graspflanze aus,
wodurch sie mehr CO2 aus der Atmosphäre aufnimmt und in Blättern und Boden speichert.

Graslandschaften binden etwa 50 % mehr CO2, als Wälder der gleichen Fläche.
Durch die Beweidung, wird CO2 aus den Blättern aufgenommen und landet mittels Dung im Boden
(der eine prima Kinderstube abgibt und so der Artenvielfalt dient [s. Blog Lebensborn]).

So wird CO2 über Wurzelwachstum im Boden gespeichert, es wird in Blättern gespeichert und durch Wiederkäuer,
mit einer „Zwischennutzung“ als Kinderstube, dem Boden zugeführt und dort durch das Bodenleben gebunden.

Soweit also der „Idealfall“. Aber leider hat der Mensch in seinem kranken Bestreben der Gewinnmaximierung für eine,
aus dem Ruder gelaufene, Nutzung der Rinder und der Graslandschaften gesorgt.
Durch unbedachten Einsatz von schweren Maschinen zur Mahd und der Ertränkung der Wiesen mit Gülle,
ist der Boden verdichtet, ohne Bodenleben, mit einer wasserabweisenden Versiegelung durch Gülle.

Konventionell bewirtschaftete Böden sind nicht in der Lage, Wasser in ausreichenden Mengen zu versickern.
Diesen feuchten Winter rächen sich Jahrzehnte der Fehlbewirtschaftung und Bio- Bauern, lachen sich eins,
denn bei ihnen entstehen keine Pfützen, Lachen oder Seen.
Biologischer Boden ist voll mit Lebewesen und damit voll von kleinen Gängen,
die das Oberflächenwasser schnell in tiefere Schichten abführen.

Die fossile Industrie lenkt unsere Aufmerksamkeit durch viele verschiedene Instrumente,
so z.B. durch den CO2 Fußabdruck (s. Reschke Fernsehen),
durch Schwächung unserer Resilienz (s. Blog Smart),
durch Fehlinformation ( (a)social media) und die Diskussion um den „Klimakiller“ Kuh.

Das macht sie, um von der Tatsache abzulenken, dass der Schlüssel  in ihrer Transormation liegt.
Wir müssen, am besten gestern, auf Netto null CO2 Emissionen kommen.
Sicher wird es viele althergebrachte Betriebe geben, die die Transformation nicht schaffen.
Laut einer Oxfam Studie, fallen weltweit etwa 6 Mio Arbeitsplätze einer konsequenten Klimapolitik zum Opfer.

Es entstehen jedoch etwa 11 Mio neue Jobs. Das sind 5 Mio mehr, als wegfallen.
Also müssen freigewordene Arbeiter eine Umschulung erhalten und die restlichen 5 Mio Stellen
mit ausgebildeten Menschen besetzt werden, die Klimaschutz auch betreiben.

    „Chancengleichheit“ „Gerechtigkeit“

Gerne würde ich sagen, „ich möchte keine Panik verbreiten“, aber wir müssen uns sputen und x mal mehr unternehmen, als bisher.

 „Ja, gleich !

Wir haben so viel zu tun, denn wir müssen alte Strukturen aufbrechen, uns aber dennoch wieder auf alte Werte besinnen.
Das ist ein schwieriger Spagat und viele verstehen leider unter alten Werten, ihre Vorurteile.
Es ist nicht die Zeit für Vorurteile, es ist Zeit für kluge Beurteilung unserer Situation.

Ohne Angst vor Verlusten, schonungslos ehrlich. Nur so besteht die Chance, dass wir als Menschheit überleben
und nicht wie die Rapa Nui auf den Osterinseln, Opfer unseres Raubbaus werden.
In jedem Blog predige ich die Selbstreflexion, das langsame Denken.
Es ist von Vorteil, nicht alles bedenken zu müssen, sonst könnten viele noch nicht autofahren (s. Blog Sein),
aber das schnelle Denken taugt nicht zur Beurteilung einer Situation !

Wir müssen unsere Reaktionen mit unseren Werten abstimmen, denn sonst bestimmen andere unsere Reaktionen.


o. u. moralische Werte (Grenzen)
Grün = Lebenslinie
Mitte = Erleuchteter

Nur indem wir uns unsere eigenen Grenzen setzen, können wir das Ziel erreichen.
Diese Grenzen sollten ausschließlich aus der ethisch/ moralischen Bewertung verschiedenster Lebensentwürfe entstammen.
Leider hat man heute kaum noch Berührung mit Lebenskonzepten (in Religion, Philosophie, Geisteswissenschaften, Weisheit, …),
so dass die Grenzen in denen wir uns bewegen wegbrechen und wir zügellos handeln !

Lasst nicht länger zu, dass andere für Eure Meinungen verantwortlich sind.
Der CO2 Fußabdruck ist ein gutes Instrument zum Vergleich, Rinder sind keine Klimakiller, sondern der Mensch
und unser Konsum wird von Industriellen bestimmt, nicht von uns !
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Die Welt ist voll von Augenwischereien, Greenwashing, Meinungsmachern, etc.
Aufdeckende Berichte sind wichtig, haben aber den entscheidenden Nachteil,
dass man sein Verhalten immer erst hinterher anpassen kann.
Man reagiert im besten Fall. Aber man agiert nicht, um so etwas zu verhindern.

Die Gesamtheit meiner Blogs soll dazu dienen, sich ein Urteil bilden zu können, dem Konsum den Rücken zu kehren
und damit uneingeschränkte Freiheit unserer Entscheidungen zu erlangen. Zur Erleichterung s. Blog Unverzichtbarer Verzicht .
Sicher werden die einen oder anderen Entscheidungen langfristig angepasst werden müssen (das mache ich beinahe täglich),
aber je mehr wir wissen und zusammenbringen können, desto „stimmiger“ werden unsere Entscheidungen.
Man muss sich nur auf den Weg machen und umkehren, denn unser bisheriges Wirtschaften hat zwar manche unverschämt reich gemacht
(0,5 % halten 50 % des Vermögens, während 99,5% sich die restlichen 50 % teilen müssen),
aber es hat den Großteil der Gesellschaft verarmt und den Planeten in grenzenloser Gier an die Wand gefahren.

  „Gear (engl. Getriebe)“

Ich mach da nicht mit und ich hoffe, Ihr auch nicht (s. alternative Haushaltsmittel)
und macht Euch auf zum lohnendsten Kampf seit Menschengedenken:
Den Kampf mit Euch selbst. Beruhigende Botschaft ist, Ihr werdet auf jeden Fall gewinnen ! 😉

Is Odil

Ein „knackiger Spruch im Kalender :

„Halte dich rein und sauber,
denn du bist das Fenster,
durch das du die Welt siehst.“
(Bernhard Shaw)

 

Space behind your eyes

 

Unser Bestreben ist es, zu Sein. Und doch geben wir uns mit dem Schein zufrieden, indem wir uns selbst vorgaukeln,
unser Handeln wäre recht. Ich könnte X Beispiele aufzählen, angefangen von unserer (Un-) Art des Konsums,
der (Un-) Art, wie wir unsere Kinder behandeln, bis hin zur aktuellen Instrumentalisierung unserer Gefühle.

 

Es gibt leider viel zu viele, die nicht merken, wie erst ihre unterschwelligen Ängste geschürt werden,
um die dann aufkommenden Gefühle, und damit uns, lenken zu können.
Wir sind, egal was manche rausbrüllen, alle mehr oder weniger Geschwister.

Manche schüren irrationale, verborgene Ängste, bis wir glauben, es seien legitime Gefühle, die dann in Kombination
mit der ohnmächtigen Wut aus frühester Kindheit s. Blog Smart u.a,), zu Größenwahns- Phantasien und Gewaltexzessen führt.

Gebt acht, auf Eure Gefühle, denn über sie, und nur über sie, erhalten ungebetene Gäste Macht über uns.
Wir haben keine freie Entscheidung mehr darüber, was wir fühlen.
Schon in frühester Kindheit, haben wir den Kampf um emotionale Autonomie aufgegeben
und sind Spielball von Menschen, die nichts Gutes vorhaben.

Und schon Meister Eckehard wusste um 1300 n. Chr.

 „Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !

„Gehören“ wir uns noch ?

Heute wird der, zur Entwicklung drängende, emotionale Wille gebrochen (s. Blog Smart) und man entwickelt, bzw. erlebt,
ein egoistisches Weltbild, das auf der Willkür Einzelner aufbaut, die diese mit Freiheit verwechseln
(ein paar Gedanken zur Freiheit im Blog Notwendig)

Diese emotionale Labilität, wird von Überwachungskapitalisten und Populisten schamlos ausgenutzt und man hört so Sachen wie in Biberach:
No zerra m‘r d’… Ricarda Lang (Grüne) naus ond schlaget se dure
(Dann zerren wir die Ricarda Lang hinaus und schlagen (prügeln) sie durch [Frontal 27.02.]).
Das ist die Art, wie diese Menschen diskutieren. Sie wollen keine, womöglich stimmenden, Argumente hören.

Heute, erst einen Tag später, wurde im selben Landkreis ein Politiker der Grünen tätlich angegriffen.

Ein Text aus dem Talmud:

Gib acht auf Deine Gedanken,
denn sie werden Worte.

Gib acht auf Deine Worte,
denn sie werden Taten.

Gib acht auf Deine Taten,
denn sie werden Dein Schicksal.

Gib acht !

Ein sich leider entzogener „Freund“ (Opfer von (a)social media [oder bin ich es ?]), hat eine Postkarte,
die den vorherrschenden Geisteszustand umschreibt:

Verwirren Sie mich nicht mit Tatsachen,
meine Meinung steht fest.
“ 😉

Ich habe die Beleidigungen, dieser Größenwahns- Phantasie ausgelassen (Pünktchen). Vergesst Eure Wut,
denn sie richtet Eure Aufmerksamkeit nur nach außen, so dass ihr die Schuld ausschließlich in den Umständen sucht.
Eure (von Populisten) aufgepeitschte Wut, lässt Euch nicht klar denken und wenn ihr aufwacht und Euch sagt:
Das wollte ich nicht !“, ist es zu spät.

Sie lassen Euch in Eurer Wut keinen klaren Gedanken fassen und ich „dichtete“ einst:

Wer keinen Gedanken zu Ende denken kann,
macht sich bald keine mehr !

Noch einmal die Frage: „Gehörenwir uns noch ?

Seneca drückte es mal so aus:

Wenn man dem Erstbesten Gewalt über Deinen Leib gäbe,
das würde Dich entrüsten.

Wieso also gibst Du dem Erstbesten Gewalt über Deinen Geist,
sobald er sich mit Dir zankt ?

An Stelle des Zankes ist die „entrüstende“ Falschinformation getreten, die uns innerlich aufwühlt und unser Urteilsvermögen trübt.
Somit sind wir leichte Beute für deren Beeinflussungen und uns selbst nicht mächtig ! (s. Meister Eckehard o.)

Nehmt die Macht über Eure Gefühle wieder in Eure Hand, lasst von niemandem bestimmen, was ihr fühlen sollt !
Das Dumme ist nur, es geschieht so unterschwellig, dass einem gar nicht in den Sinn kommt,
es wären keine eigenen Handlungen, denn man handelt ja aus einem eigenen Gefühl heraus.

Nur ist den Wenigsten bewusst, dass diese- zwar eigenen– Gefühle, gezielt und künstlich erweckt und aufgebauscht werden,
bis man Werkzeug des Größenwahns, bzw. der Industrie ist (wenn es um Konsum geht [s. Interview Shoshana Zuboff ,
Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3]).

Kurz gesagt: „You don’t need eyes to see, you need vision(s)“

(Maxi Jazz, Faithless, Album : Reverence, Titel : „Reverence“)

Was mich zu diesem Blog bewegte, waren Erlebnisse auf einer der, zum Glück, vielen Demos gegen rechts (ich erwähnte es im letzen Blog),
die mich zum Nachdenken brachten. Es ist nämlich keineswegs so, dass man dieses Phänomen nur an rechten Populisten beobachten kann.

Es zieht sich durch die Gesellschaft und es kommt nur auf die Berührungspunkte oder unser Umfeld an, in welche Kanäle unsere Wut fließt.
Denn es ist schon lange bekannt, dass man eher zu einer vehementen Verfechtung einer Meinung bereit ist,
wenn die Botschaften emotionalisiert werden. (Bsp. Klassenkampf, Feindbilder, politische Bewegungen allgemein, …)

So setzen viele „heroisch“ ihr Leben aufs Spiel, um eine Idee zu verteidigen. Nur ist diese Idee seltenst auf dem eigenen Mist gewachsen
und in heutigen Zeiten wird man davon abgehalten, eigene Ideen zu entwickeln (es brauchte schon sehr bewusste Eltern).
Auch wenn man im Elternhaus Ideen und Lebensanschauungen, verschiedene Lebensentwürfe, verschiedene philosophische Gedanken, etc.
mit auf den Weg bekommt, wird diese erzieherische Erfahrung lange Zeit von der Oberflächlichkeit der Umwelt überschattet,
so dass man bald nicht mehr weiß, was man eigentlich will.

Das ist das Gefährlichste an diesem (modern[d]en) Leben. Wir sind unserer eigenen Gedanken nicht mehr mächtig
(s. Eckehard o. [u. Blog Trotzdem]). Aber jetzt zu meinen Erlebnissen.

Ich kam früher an, musste mich aber durch die Menschenmassen schlängeln (danke dafür !) und suchte mir einen erhöhten Platz.
Der Platz füllte sich mehr und mehr und ich dachte nur: „Endlich wachen sie auf !“.
So hörte ich den Beiträgen zu, hielt mein Schild hoch und genoss die Atmosphäre.

Eine neben mir stehende Frau las mein Schild, das ich ihr bereitwillig hin drehte. Nur sah ich, die Fragezeichen in ihrem Blick.
Nach einer Weile fragte sie mich, wie das gemeint sei ? Ich war morgens noch überzeugt, es wäre selbsterklärend,
auch wenn man den Text nicht lesen kann. Aber dem war nicht so.

Als ich es ihr erklärte, bestätigte sie anerkennend, aber es blieben nun Fragen bei mir offen. Die Demo zog dann noch zu einem anderen Platz
und da ich nicht mehr weit laufen kann, ohne Schmerzen zu bekommen, nahm ich den „Aufbruch“ zum Anlass zur Heimfahrt
(es waren 20 km zu fahren [Bahn]).

Um zur U-Bahn zu kommen, musste ich den Demozug kreuzen und da ich mich nicht „durchzwängen“ wollte,
wartete ich eine günstige Gelegenheit ab und hielt mein Schild hoch.
Da ging es weiter, eine Frau sah das Schild und erzählte es ganz aufgeregt ihrer Freundin.
Ich wusste, sie hatte es  falsch verstanden. Eine weitere Frau, sagte zu mir:
Traurig, dass sie so vom Weg abgekommen sind !“ und lief weiter im Demozug.

Da wusste ich, es wurde von zu Vielen falsch verstanden. Nur, wenn man es in den Kontext setzte, war es nicht miss zu verstehen.
Aber genau daran fehlte es und fehlt es allgemein.
Eine einfache gedankliche Prüfung, wie wahrscheinlich es wäre, dass ein einzelner Nazi auf eine Demo gegen rechts ginge.
Faktisch, ein Fall von Größenwahn !

Was ich damit zeigen will ist, hier wie da ist man denkfaul und sieht nur, was eigene Vorurteile bestätigt.
Es hätte nur zu leicht zur Eskalation führen können, eine Erklärung von mir wäre sinnlos gewesen, denn ich bin sprachbehindert.
Meine Erfahrungen waren bisher eben die, dass man seinen Vorurteilen eher glaubt, als sich zu bemühen, mich zu verstehen.
Es fehlte da an Bereitschaft.

Es war dieses Motiv:

 „Deutschland den Deutschen.“ „Ausländer raus !“ „Mitarbeiter gesucht“

das ich nach diesen Erlebnissen mit einem Pfeil (Folge) ergänzt habe.

So hätten sie fälschlich einen Mitstreiter angegangen, denn es ist alles anders, als wir uns vorstellen können.
Deswegen sind unsere Vorstellungen so immens wichtig, sie entwickeln sich, je älter wir werden
und mit je mehr Lebensentwürfen wir in Berührung kommen, desto „feiner“ sind diese.

Nicht umsonst fragen Bands beim Casting eines/ r neuen Sängers/ in, nach dessen/ deren Vorbildern, also an welchen musikalischen Vorbildern/ Stilen er/ sich sich orientiert.
Genau so ist es auch mit unserem Leben !

Eine bedenkenswerte Aussage eines Weisen ist sinngemäß diese:

Im Umgang mit moralisch Schwächeren,
wird die Moral schwächer.

Im Umgang mit Gleichgestellten,
ändert sich nichts.

Im Umgang mit Menschen höherer Moral,
wächst man selbst zu höherer Moral !

Darum plädiere ich neben Anderem auch für mehr Bildung in Geisteswissenschaften, denn nur sie bringen uns als Mensch weiter !
Nur durch vielfältige Beispiele unterschiedlichster Lebensentwürfe, entwickeln wir Empathie, die wir so schmerzlich vermissen.
Gut, eben nur die, die erfahren haben, dass es Solidarität gibt und wir nicht alleine sind
(virtuelle „Freunde“ sind nicht zur Stelle, wenn man wirklich Freunde braucht !).

Nutzt den Raum hinter Euren Augen, denn er ist Eure Welt !
Sucht höherstehende Menschen und ihr werdet wachsen.

Is Odil

Heute ein wirklich langer und komplizierter Spruch im Kalender, also wieder einmal ein voriger:

Trage aus jeder Niederlage
deine Lehre heim,

besonders die,
dass du auszogst,
anderswo zu siegen,
statt in dir selbst.
(Häring)

Enough der Blog

(please click on pic !)

 

Mal ehrlich, WAS GLAUBT IHR EIGENTLICH, LASSEN WIR UNS ALLES GEFALLEN ?
Ich habe eure Lügen und eure Panikmache satt.
Euer Egoismus geht mir, nicht erst seit Corona, gewaltig auf die Nerven.

Für eure Überzeugungen geht ihr über Leichen !
Da ist Euch die Gemeinschaft, also die Gesellschaft, völlig egal !

Um euch irgendwie erklären zu können warum Moral für euch nicht gilt, vertretet ihr die horrendesten Erklärungen.
Euch könnte man erzählen, dass es an der Badehose liegt, wenn ihr nicht schwimmen könnt 😉 .

(Chumbawumba, Album : „Anarchy“, Titel : „enough is enough.“)

Ihr nutzt und pusht auch das kleinste Gefühl und blast es auf, bis man voller Überzeugung „Jawoll“ brüllt,
Andersdenkende mit Beleidigungen und unterirdischen Assiaktionen bedroht und aggressivst
gegen bewiesene Tatsachen vorgeht. Ihr seid Treiber und Nutznießer der

(n 😉 )

Es ist nicht in Ordnung, schlechtes Beispiel zu geben und so dem „Normalbürger“ zu suggerieren, es sei in Ordnung, keine Moral zu haben
und sich nicht beherrschen zu können. Wirklich jedes Klischee ist euch recht(s), um einer althergebrachten und antiquierten Meinung
zu etwas Legitimität zu verhelfen.
Aber :

Erst unsere Selbstbeherrschung macht uns zu selbstbestimmten Menschen !

Ihr schürt irrationale Ängste, um Likes, Wählerstimmen und Bestätigung zu bekommen.
Auf einer Klimademo (auf mehreren), nannte ich solche Speichellecker nur noch Demonutten,
denn sie instrumentalisierten die Demo für ihre Belange und ignorierten Ansagen der Veranstalter.

So bezieht ihr jedes Gespräch auf Migration, damit Normalbürger alles mit Migration in Verbindung bringen
und reflexartig Widerwillen ( … Deutschland …) äußern, bevor sie sich informieren.
Eine in der Wissenschaft übliche Plausibilitätsprüfung würde euch sehr bald von euren Verschwörungen abbringen.
Stellt euch doch nur mal den Straßenverkehr mit Echsenmenschen im Winter vor ! 😉

Mittlerweile haben alle eine Meinung, sind aber nicht in der Lage, sich zu informieren, Aussagen zu prüfen und alles in Relation zu setzen.
Es besteht kein Problem mit Migranten, nur mit deren Wegbleiben.
Und dafür sorgt ihr, indem ihr eine unmenschliche Stimmung verbreitet.

Gibt es keine rationale Erklärung für etwas, kommt ihr mit Verschwörungserzählungen um die Ecke
(s. Maithink x -elternzeitvertretung-salwa-houmsi) und da Bildung für die meisten ein Fremdwort ist,
zählt alleine die Meinung.

(Bloodhound Gang, Album : „One Fierce Beer Coaster“, Titel : „kiss me were it smells funny.“)

Ich fahre morgen wieder einmal 20 km, um an einer Demo gegen rechts teilzunehmen und meine Stimme zu erheben
(natürlich hat man mir gesagt, ich solle das tun ! 😉 ). Ich fahre so weit, weil die Ortsgruppe der FFF es regelmäßig schafft,
unter dem Radar zu bleiben und globale Klimastreiks oder mitorganisierte Demos gegen rechts nur über Umwege bekannt werden.
Meist im Nachhinein ! Sie haben Kommunikation nie gelernt !

Es hat viele Probleme, richtig, und auch ich habe Angst, aber wir dürfen uns von ihr nicht lähmen lassen
und müssen sie genauer betrachten, um sie einordnen zu können und das Notwendige (s. Blog Notwendig),‘
ohne Für und Wider, zu tun !
Ich habe Angst vor denen, die für ihre Überzeugungen das/ unser Leben aufs Spiel setzen.

Ein Spruch eines mir unbekannten Autors lautet:

Zweifle nicht an dem, der sagt,
er habe Angst.

habe aber Angst vor dem, der sagt
er kenne keine Zweifel !

Und ich habe lernen müssen:
Wenn es Dir Angst macht, könnte es einen Versuch wert sein !“, bzw.
Die Angst ist der Weg !“ (… zeigt Dir die Richtung. A.d.R.)
(heißt nicht, dass man sich ihr ergeben soll oder dass richtig ist, was Angst macht !)

Genau da setzen Rechte an, indem sie uns aufwühlende Behauptungen an den Kopf werfen, Ängste schüren und bevor man sie prüfen kann,
brüllen sie die nächste Lüge, die nicht minder aufwühlend ist. So wird Denken verhindert, weil man nur auf Behauptungen reagiert.

Sie hindern uns bewusst daran, etwas zu überdenken (s. Blog Trotzdem).
Genau wie die Überwachungskapitalisten in Professorin Shoshana Zuboff’s Buch, das ich hier immer wieder erwähne.
Seht hinter die Mechanismen der Meinungsmache und unserer Beeinflussung
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).

Eine ungeheuerliche und schlichtweg falsche Behauptung in (a)social media, ist z.B. folgende:

Ich habe in der Flüchtlingshilfe gearbeitet und niemand gesehen oder auch nur von Jemandem/ r gehört, der/ die sich ins gemachte Nest läge.
Bis auf eine Grundversorgung der Krankenkassen, entbehrt eigentlich alles einer Grundlage.
Aber die, die Euch wählen sind der Überzeugung, dass es so wäre, weil sie es so wollen (sollen).

(Die fantastischen Vier, Album: „Die vierte Dimension.“, Titel : „Genug ist genug.“)

Die AfD ist KEINE Alternative, denn sie schürt das Schlechteste in den Menschen,
außerdem wäre ein Großteil ihrer Wähler selbst unter den Leidtragenden, darüber denkt nur niemand nach.
Denn Sozialleistungen würden auch für sie gekürzt.
Aber Hauptsache „denen“ geht es schlechter !

😉

Eventuelle Sozialleistungen spielen bei der Wahl des Fluchtlandes keine Rolle, wohl aber der Rechtsradikalismus hier
und die Bedrohung des Lebens im eigenen Land. Alleine das Drohen und die Aktionen der Rechten, haben einen abschreckenden Charakter.
Sie halten zwar viele davon ab, Deutschland als Wahlheimat in Betracht zu ziehen, werfen aber ein grauenhaftes Licht auf uns.
Ganz ehrlich, ihr müsst Deutschland hassen, denn ihr richtet es zugrunde !

Bedenkt man den Fachkräftemangel, ist dieser nur mit einer Zuwanderung von 40 000 Fachkräften jährlich auszugleichen.
Es ist aber immer noch so, dass die Jobs, die von „uns“ als niedere Arbeiten angesehen werden (weil wir keine oder falsche Werte haben)
von denen gemacht werden, denen wir sonst keine Perspektive lassen.
Wird die Vision der Rechten Wirklichkeit, entsteht ein Vakuum in enorm vielen Sparten, die unser Leben erst angenehm machen !

Bei „uns“ ist man nicht zu blöd fürs Gymnasium, man ist hochbegabt und die armen Jugendlichen rennen so lange im Hamsterrad,
wie es ihnen an Mut fehlt, eigene Entscheidungen zu treffen. „Leistungssteigernde“ Mittel, sind Gang und Gäbe,
weil man sich (und den Eltern) nicht eingestehen will, dass man sein Glück in der Praxis sieht.

 “Ja, renn‘ !

Trotzdem studieren viele, wegen Verdienstchancen, wegen Prestige, wegen ihren Eltern, wegen falschen Werten, …
statt im Handwerk oder Dienstleistung eine Erfüllung zu finden.
Der “Lebensstress“ der ihnen dadurch aufgebürdet wird, sorgt entweder für eine späte Umorientierung
oder man betäubt die Unzufriedenheit durch Konsum und mit legalen Drogen
(Panem et circensis [Brot und Spiele]). Wieder einmal seien hier die Lotusesser (Lotophagen, s. dort) erwähnt.

Allerdings macht man das nur so lange, bis man an „Zivilisationskrankheiten“ verstirbt. In einem Interview des NDR von 1998,
hat es Karsten Vilmar, dem, zumindest damaligen, Präsidenten der deutschen Ärztekammer, „sozialverträgliches Frühableben“ genannt
(s. wiktionary.org).
Denn es sorgt dafür, dass man Sozialleistungen entweder gar nicht (im „Idealfall“ 😉 ) oder nicht in vollständigem Umfang in Anspruch nimmt.

Rechnet man einfach mal durch, wie viele Migranten kein Bleiberecht haben, kommt man auf lediglich ca. 50 000 (die Anstalt).
Aber ein René Springer, Mitglied des Bundestages und AfD- Politiker spricht in seinem Post auf X von Millionen.

Was auch sonst ?

Es wird nicht sicherer, denn die Mehrzahl der Straftaten wird von Deutschen verübt (s. mediendienst).
Von Gerechtigkeit träumen auch Migranten und die einzige Identität die überleben kann ist die eines Weltbürgers !

Ich bemühe eine alte Bitte:
Ausländer, lasst uns mit diesen Deutschen nicht allein !

Die ausufernde und zügellose Gewalt, nicht nur von Rechts, sondern in der Gesellschaft, hat ihre Wurzeln in der Kindheit dieser Menschen,
wurde also vor ca. 20 Jahren angelegt.
Wir müssen diese Exzesse (gehässiges Mobbing, ausufernde Hasskommentare, Brandanschläge auf Wohnhäuser, Steinwürfe in Politbüros)
auf Kosten Andersdenkender bremsen und gleichzeitig an einer Gesellschaft arbeiten, in der wir leben wollen.
Zu lange zählten für uns nur der wirtschaftliche Fortschritt, unsere Bequemlichkeit und unser Bauch (s. Blog Smart und andere).
Die Industrie sagt uns, was wir brauchen, weil sie es verkaufen wollen.
Wir werden erst frei, wenn wir uns von dem Diktat des wirtschaftlichen „Erfolges“ lösen und unser Ding machen !

Devise ist hier, herauszufinden, was man eigentlich will. Das ist die einzig lohnende Beschäftigung, denn man kann nur sich selbst ändern !
Aber dazu muss man Moral und Ethik, Philosophie und Religionsphikosophie lernen schlicht den Geist schulen.
Entweder wie in alten Zeiten mit einer religiösen Grundbildung, die unabhängig von der Religion,
einen Grundstock an Handlungsempfehlungen gebildet hat, oder aber durch breite Beschäftigung mit Geisteswissenschaften.
Wozu auch Philosophie gehört, denn kein lohnender und weiser Gedanke ist noch nicht gedacht und ausgedrückt worden.
Wir müssen sie nur entdecken !

Das geht nur, indem wir uns mit dem beschäftigen, was uns als Menschen erst ausmacht.
Wir leben am Leben vorbei und wundern uns, dass es uns mehr und mehr entgleitet.
Wir haben keinerlei Vorstellung davon, was es bedeutet, gut zu sein.

Die Kinder von heute „zahlen“ uns unsere heutigen Fehler, in der Zukunft zurück. Wir müssen also im Umkehrschluss heute,
die Fehler büßen, die wir damals begangen haben. Es reicht nicht, nur zu verurteilen, wir müssen, wie in Sachen Umwelt,
jetzt etwas tun, damit wir in Zukunft gut leben können !
Wir säen jetzt die Samen für unser zukünftiges Schicksal, das MUSS allen bewusst werden !

Leute, werdet normal ! Der Normalzustand sollte ein selbstbestimmtes Leben sein. Das Einzige, was wir selbst bestimmen können (sollten),
sind unsere Gefühle. Wir haben uns sukzessive von uns selbst entfremdet und sind mehr fremdbestimmt, als wir denken und uns lieb ist.

Also nehmt Eure Gefühle und damit Euer Leben wieder selbst in die Hand. Da hilft kein rumdoktern an Symptomen,
denn wir täuschen uns selbst und werden getäuscht, so dass wir selten überhaupt sagen können,
was wahr ist (will ich vielleicht nur, dass es wahr ist ?).

Einziger Weg ist es, uns dem Einfluss der Täuschungen von außen, zu entziehen und jeglichen Konsum einzustellen.
Nur dadurch entziehen wir ihnen die Macht über unsere Gefühle, unsere Triebe, unsere Impulse und unsere Wünsche.

Übt Euch in der Kunst der Selbstreflektion (s. Blog trotzdem o. [langsames Denken]),
übt Euch im bewussten Verzicht (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht) und werdet mit wachsender Übung immer freier,
weil ihr immer weniger wirklich benötigt.

Je mehr dem Überwachungskapitalismus (s. Shoshana Zuboff o.) konsequent die kalte Schulter zeigen,
desto mehr entscheiden sich für wirklich Gutes (können sich dafür entscheiden ! A.d.R.).
Unmoralische Geschäftsmodelle werden „ausgehungert“ und nur wer klimagerecht produziert,
hat eine dauerhafte Chance auf dem Markt.

Be yourself

Is Odil

„Heute ist ein klasse Spruch im Kalender !“

„Alles was wir sind,
ist das Ergebnis dessen,
was wir gedacht haben.“
(A. Huxley [u.a, „schöne neue Welt“])

Jeder Gedanke zählt ! 😉

 

Sammelsurium

Da unerhört viel los ist was einen Blog wert wäre, schreibe ich zusammenfassend, was mir einfällt.
Es ist keine vollständige Zusammenfassung meiner Blogs, fasst aber einige zusammen.
Jeder Blog behandelt ein einzelnes Thema, bzw. mehrere (in früheren Blogs).
Aber um Zusammenhänge zu verstehen, muss man den Horizont erweitern, den Blick wandern lassen
und die einzelnen Informationen aufs große Ganze übertragen.

Denn es hängt buchstäblich alles mit allem zusammen und das Ganze kann nicht gesunden (ganz werden, s. Blog Notwendig),
wenn man sich nur auf Einzelheiten konzentriert und erwartet, das Ganze würde sich ändern !
Was also in der Arktis/ Antarktis geschieht, hat indirekt Einfluss auf unser Leben, das weltweite Klima und unsere Ernährung.

Außerdem hat das Üben, in großen Zusammenhängen zu denken, Einfluss auf unser Wohlbefinden.
Denn wer sich in ein großes Ganzes eingebettet weiß, nimmt sich und sein jetziges Leben nicht so wichtig
und sieht es vielmehr als Schule dessen, was noch zu lernen ist.
Der innere Fokus ist mehr auf das Dasein gerichtet, nicht nur auf dieses Leben !

An dieser Stelle ein Dankeschön an mein Gehirn, das mir diesen Gedanken wieder ins Bewusstsein gerufen hat.
Ich bin auch nur ein Mensch und dazu noch ein sehr belasteter, der stets versucht, sich zu bessern.
Allerdings bin ich nur auf meine und ein paar geschriebene Gedanken der Weisheit angewiesen
(Kalendersprüche am Ende !).

Und doch frage ich immer öfter:
Mir fehlt ein Stück Gehirn und was ist eure Ausrede ?

So liegt es in der Natur der Sache, dass das Leben meinen Blick oft genug nach außen wendet und ich o.g. vergesse.
Allerdings habe ich schon Kontakt mit Menschen meines Schlages gehabt, die alle Symptome meiner psychischen „Störung“ aufwiesen.
Bedauernswerte Menschen, die noch nicht einmal am Anfang eines Lernprozesses stehen, in ihrem Körper und ihrer Psyche gefangen sind
und lebensgefährliche Herz- Kreislauf Probleme haben.

Daran sehe ich, wie „weit“ ich mich von der üblichen Ausprägung dieser, mittlerweile schon üblichen, Störung entfernt habe.
Schon ohne es bewusst zu wissen, habe ich vieles gemacht und geübt, was die negativen, körperlichen Folgen minimiert.
Ich habe also einen langen Weg hinter mir, viel gelernt und hoffe, ein wenig davon weitergeben zu können !

Jetzt suche ich nach einem Anfang, denn der Themen sind so viele und ich habe sie noch nicht „geordnet“. Also mal sehen, wo was hinführt. Ich hoffe, Ihr macht die Reise mit.

Fangen wir doch mit den Strömungssystemen der Welt an. Wie in diversen Blogs beschrieben
(s. z.B. Blogs Hiob, Motherf….., Big brother, der Blog, Erkennen, u. a.) sind die weltweiten Strömungen essentiell
für das Funktionieren der Welt. Der Zirkumpolarstrom in der Antarktis z.B. (s. Blog Hiob o.)
sorgt für einen Austausch von Stoffen und Temperaturen, zwischen allen Weltmeeren.

Die Pole sind regelrechte „Fallen“ für die Stoffe der Welt.
Natürlich auch für unsere achtlos in Atmosphäre, Flüssen, Meeren, etc., „entsorgten“ Hinterlassenschaften.
So verteilen sich freigesetzte Stoffe, wie Erdöl, Motorenöl, Plastikmüll, Reifenabrieb, Treibhausgase, … auf der ganzen Welt,
reichern sich in Arktis und Antarktis an, und schädigen dort das empfindliche Ökosystem,
von dessen Produktivität die Vielfalt in allen Meeren, der Sauerstoff der Atmosphäre und vieles mehr abhängt.

Wir pissen buchstäblich in unsere Badewanne (s. Blog Ein Ausflug) ! Dumm dabei ist die Tatsache, dass unsere Wanne so groß ist
und sich alle Menschen in dieser befinden, sonst wären wir direkt von unserem Handeln betroffen und würden es einstellen.
Das führt zur sogenannten Tragik des Allgemeingutes (Tragödie der Allmende [s. Blog  Verantwortung I]) und man macht Falsches,
ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein.

Nun aber weiter mit den Zusammenhängen. Durch die Zirkumpolarströmung der Antarktis (s. Hiob o.),
wird nähstoffreiches Tiefenwasser in höhere Schichten gebracht, was Krill „nach oben spült“.
Es sind etwa 4 000 000 (4 Mio) t Krill in dieser Strömung „unterwegs“.

Dieses reiche Nahrungsvorkommen veranlasst Wale, sich in die Antarktis zu begeben (wobei sie teilweise beinahe von Pol zu Pol wandern)
und sich dort „vollzufressen“. Von der gespeicherten Energie zehren sie eine lange Zeit,
denn in gemäßigteren Breiten ist das Nahrungsangebot nicht so groß.

Diese Energie tragen sie mit auf ihre Wanderungen rund um den Globus, düngen mit ihren Ausscheidungen andere Regionen,
wodurch das Wachstum von Phytoplankton (pflanzliches Plankton A.d.R.) angeregt wird,
was wiederum den Fisch- und sonstigen Tierreichtrum fördert, …
Unsere Welt wird dadurch erst bunt. Und bunt ist sie, auch wenn sie manche braun färben wollen.

Ha, denen sag‘ ich mal so richtig Bescheid !

Mit der Lektüre meiner Blogs sollte es immer klarer werden, dass alles, ausnahmslos alles, mit allem verbunden ist.
Der Mensch bildet da keine Ausnahme, auch wenn es uns die Industrie weismachen will.
Womit ich bei Gesellschaftskritik angelangt bin, denn wie wir uns verhalten, wirkt auf unsere Umwelt
und damit die Natur ein. Also ist es von Bedeutung, was wir tun !

Ich erwähnte schon öfter die Sendung „Besseresser“ mit Sebastian Lege (s. Beispiel Besseresser).
Er zeigt deutlich, wie die Industrie die Illusion aufrechterhält (uns täuscht. A.d.R.).
Alleine die Unverschämtheit des überteuerten Verkaufs von identischen Produkten.
Als Dose (billig) oder als Mikrowellenmenü (500 % teurer), nur weil wir es als wertiger erachten.

Profit kennt keine Ehrlichkeit und die Täuschungen sind so vielfältig und subtil, dass man sich kaum vor ihnen schützen kann.
Die einzige Möglichkeit ist, jeglichen Konsum einzustellen und nur wenige, notwendige (s. Blog Notwendig)
und ehrliche Produkte zu kaufen.
Das verringert die Ausgaben dermaßen, dass man sich getrost hochwertige Produkte „leisten“ kann.

Gut für unsere Gesundheit und den Planeten ist es, den Fleischkonsum einzuschränken (richtig Gutes zu kaufen !)
oder man lässt es am Besten ganz weg.

Das hat nicht nur einen Effekt auf unseren Geldbeutel, auch unsere Gesundheit profitiert davon.
Vor Kurzem sah ich einen Talk mit Atze Schröder. Alle denken ja, Fleisch wäre sein Gemüse.
Da war es interessant zu hören, dass er, zuerst aufgrund der vegetarischen Ernährung seiner Freundin, anfing, vegetarisch zu essen.
Beim nächsten Blutbild stellte der Arzt verwundert fest, dass sich alle bisher grenzwertigen Werte, normalisiert hatten.
Also sagte er sich, dass er besser so weitermache und ist seither Vegetarier.

Ich habe die gleichen Erfahrungen gemacht. Denn ich ernähre mich schon seit 11 Jahren vegetarisch und seither sind alle,
wirklich alle, Blutwerte im Normbereich.
Mein Arzt sagt regelmäßig, dass das statistisch fast unmöglich sei und ich sage ihm jedes Mal,
er bräuchte eine neue Statistik 😉 .

Anyway, je mehr Menschen das Konsumkarussell verlassen und auf sich vertrauen, desto mehr unehrliche Firmen gehen ein
und umso mehr ehrliche Produkte werden angeboten. Einfach, weil sich der Markt dafür schafft.

Ja, renn‘ !

Die Lebensmittelindustrien sind die einzigen die profitieren, der volkswirtschaftliche und persönliche Schaden ist jedoch immens.
Aber, die Folgen tragen wir !

Bio ist in, aber bei vielen „Bio-„ Produkten ist der Name alles, was mit Bio zu tun hat. Es ist ein Riesenmarkt entstanden
und sie versuchen eigentlich nur, die Gunst des Verbrauchers zu gewinnen.
Im Blog Siegeldschungel habe ich u. A. beschrieben, wie viele verwirrende Bio- Labels es alleine bei Kleidung gibt.

Das Dumme sind unsere Gesetze, denn schon eine geringfügige Änderung, berechtigt viele dazu, ihr Produkt Bio zu nennen.
Auch innerhalb der Labels, gibt es große Unterschiede.
Während z.B. beim EU Bio-Logo rund 20.000 Hühner pro Stall erlaubt sind,
sind es beim strengen Demeter-Siegel nur 3.000.

Es muss eine Gesetzgebung geben, die ökologische Produkte normal macht. Das geschieht nicht von alleine,
denn die Lebensmittelindustrie täuscht uns nur noch perfider, um ihre Produkte zu verkaufen.
(s. Buch: „Ökoroutine“, Michael Kopatz, ISBN 978-3-96238-084-7).

Neben den nachprüfbaren Labels, gibt es aber noch Fantasienamen, die „Bio“ suggerieren sollen.
Zum Beispiel, „naturnah produziert“, „mit natürlichen Inhaltsstoffen“ oder „ohne Konservierungsstoffe“.

Naturnah produziert bedeutet gar nichts, bestenfalls steht die Fabrik nahe am Waldrand 😉
Ein Inhaltsstoff darf bereits dann als natürlich deklariert werden, wenn der Ausgangsstoff natürlichen Ursprungs ist.

So ist z.B. Erdbeeraroma, das eigentlich überall billigst eingesetzt wird, ein natürlicher Stoff, denn der Ausgangsstoff ist natürlichen Ursprungs
(hier, billigste Sägespäne, ein Abfallprodukt der Sägewerke). Ohne Konservierungsstoffe heißt nur,
dass bekannte Konservierungsmittel nicht eingesetzt werden.
Da das Produkt aber lange haltbar sein soll, nimmt man konservierende Stoffe (z.B. Natriumacetat),
die man nicht als Konservierungsstoffe deklarieren muss.

Noch ein Hinweis auf die prima Sendung „Besseresser“, die mittlerweile im öffentlich rechtlichen Fernsehen läuft.
Hier wird nachgebaut, womit uns die Industrie täuscht. Mit billigsten Zutaten, viel Wasser und kaum echten Rohstoffen.

Schaut sie Euch an und bildet Euch. Je mehr wir wissen, umso seltener fallen wir auf die Tricksereien rein.
Und je weniger darauf reinfallen, desto weniger werden diese Produkte angeboten.
Wir müssen  die Industrie wieder umerziehen, denn billig darf kein Qualitätsmerkmal sein !

Zusammenfassend sei hierzu gesagt: Konsumiert nur notwendige Dinge. Was notwendig ist, findet man mit langsamem Denken heraus
(s. Blog Trotzdem) und mit der Übung im Verzicht (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht).
Wir müssen nicht darben, wie viele denken, wir müssen nur Überflüssiges weglassen.
Das führt zu ungeahnter Freiheit, weil sie uns nicht mehr manipulieren können.
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).
Seid „Sand im Getriebe“ !

Mit wachsender Übung, empfinden wir immer mehr Freude daran, nicht der Völlerei zu frönen,
denn nur darüber können uns Werbepsychologen manipulieren.
Zudem ist es mit den billigen Sachen eben so, sie sind uns, im wahrsten Sinne, nichts wert und so landen ungebrauchte,
nur fürs Auge gekaufte, Lebensmittel im Müll.
Plant, kauft Hochwertiges und verbraucht es, denn es ist „zu schade“ zum Wegschmeißen ! Dadurch sparen wir immense Kosten.
Also können wir locker gute Bioprodukte kaufen, die unseren eigenen Maßstäben und Anforderungen an „Bio-„ genügen.

Um allerdings unsere Maßstäbe entwickeln zu können, braucht es vielfältige Infos. Je mehr „Spezialwissen“ wir haben,
desto differenzierter werden unsere Überlegungen.
Vergleichbar mit einer Sprache. Es ist nicht lebensentscheidend, ob man dies oder das in einer Sprache sagen kann.
Aber je größer unser Wortschatz und je sicherer wir im Umgang mit Sprache sind, desto genauer können wir uns ausdrücken.

Ähnlich verhält es sich mit Bildung. Klar, es macht auch nicht lebensunfähig, wenn man gewisse Details nicht kennt, z.B. Homo Faber im Detail,
aber man sollte schon wissen, dass es sich nicht von einem schwulen Bleistift handelt 😉 .
Je mehr philosophische Beispiele wir haben, desto philosophischer können wir uns ausdrücken und unsere Empathie entwickeln.

Aber leider ist die Weisheit nach und nach aus unserem Erfahrungshorizont verbannt worden.
Der so freudig aufgegriffene Mythos des Genusses des „Altenteils“, nimmt den Menschen das Gefühl der Selbstwirksamkeit.
Meist war die Bestätigung, die sie in ihrer Arbeit erfuhren. noch das einzige Gefühl, was sie an sich glauben ließ.
Doch mit der Rente fällt das weg und plötzlich stehen sie vor einem Loch, während die Familie davon redet,
man solle den „wohlverdienten“ Ruhestand genießen.

Eine Ausrede dafür, die Lebenserfahrung dieser Menschen abzutun und aus dem eigenen Leben raus zu halten.
Heute lernt man weder von den Bezugspersonen, noch in der Schule etwas wirklich Wichtiges.
Die Sprache verlottert und außer ein paar Nazis, die darin den Untergang des Abendlandes sehen, scheint es niemanden zu stören.
Aber zuerst verlottert die Sprache, dann die Moral, denn man lernt weder das eine richtig,
noch hat man irgendwelche „weisen“ Lehrer, die tatsächlich über das Leben berichten können.

Kaum jemand der/ die über das Leben spricht, hat es selbst lange erfahren und so werden wesentliche Erkenntnisse
nur aus einer „mittelalterlichen“ Perspektive beleuchtet.
Wenn ich mir vor Augen führe, was alleine zwischen vierzig und heute geschah, schüttel‘ ich über meine damaligen Ansichten den Kopf.
Das ist das Maximale, was unsere Kinder an „Lebenserfahrung“ mitbekommen.

Das erklärt auch, die Reaktionen mancher, die sich im anonymen Mob (s. Blog Ungleich) „verstecken“ und Aktionen bringen,
die Protestaktionen der letzten Generation in den Schatten stellen.
Sie agieren höchst aggressiv, was man schon an Habecks‘ Behinderung sehen konnte.
Jetzt pöbeln sie Grünenpolitiker an und verfolgen sie, bis sie von der Polizei gestoppt werden.
In was für einem Land leben wir eigentlich ?

Es ist Zeit, zu verstehen, dass der Unmut real und Euer eigenes Gefühl ist. Darüber lohnt es sich, nachzudenken.
Sicher lösen andere diesen Unmut in Euch aus, doch sie sind nicht Schuld an euren Gefühlen.
Populisten peitschen diesen Unmut hoch zu unbändiger Wut, in der Einzelne nicht wissen, was sie tun.

Botschaften werden bewusst emotionalisiert, denn nur darüber können sie Eure Gedanken und Handlungen lenken.
Ihr glaubt, es sei alleine eure Wut, denn sie lassen Euch keine Zeit zum Nachdenken. Der Schriftsteller Ilija Trojanow hat in Salzburg gesagt:
„Rüstet rhetorisch ab, verlasst die Sprache des Krieges, sie prägt euer Denken.“

Heute (15.02.2024) war ein passender Spruch im Kalender, den ich Euch nicht vorenthalten möchte, denn er zeigt auf,
worauf wir unsere Aufnerksamkeit lenken müssen !

Wussten Sie, dass wir fremde Fehler

schneller als eigene entdecken,

höher als eigene bewerten,

lieber als eigene bemängeln,

öfter als eigene kritisieren,

aber niemals wie die eigenen
ausmerzen können ?“
(Elisabeth  Lukas)

Das und meine vielen Blogs, mit den weisen Sprüchen, mein Bemühen Denkanstöße zu geben (weiter zu geben), das Wissen, etc.
sollen zum selbständigen Denken anregen.

Bremst Euch, denn wie im Blog Ungleich der anonyme Mob, geratet Ihr zu leicht in einen Sog der Masse
und Euer Unmut wächst zu unbändiger Wut, die nicht von Euch gelenkt wird !
(s. Shoshana Zuboff o.)

Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !

Ein mir immer wieder in den Sinn kommender Spruch von Seneca lautet:

„Wenn man dem Erstbesten Gewalt über Deinen Leib gäbe,
das würde Dich entrüsten.

Wieso also, gibst Du dem Erstbesten Gewalt über Dein Gemüt,
sobald er sich mit Dir zankt ?“

Wir möchten gerne glauben, wir hätten uns im Griff. Aber die wenigsten haben sich auch nur annähernd im Griff.
Das wird schamlos für fremde Zwecke ausgenutzt (s. S. Zuboff o.). Angefangen von der Manipulation unseres Konsums,
über der „Zwang“, Gimmicks für Computerspiele zu kaufen, bis hin zu Verschwörungserzählungen und dem Aufbau von Feindbildern.

Nicht Ihr entscheidet, auch keine Einzelperson, es ist der Geist des Überwachungskapitalismus, den Populisten für sich nutzen.
Seid Euch zu schade diesen Mythen und Lügen Eure Stimme zu leihen, um Ihre Ziele durchzusetzen.
Wenn Ihr merkt, dass es gar nicht Eure Ziele sind, ist das Falsche so gewalttätig an der Macht,
dass es nicht mehr gewaltlos geregelt werden kann.

Ihr entscheidet, auf welcher Seite der Geschichte Ihr steht. Wenn Euch klar wird, dass Ihr das ja gar nicht wirklich möchtet
und manipuliert worden seid, ist es zu spät.

Alle sind aufgerufen, Verantwortung für sich, ihre Zukunft und die Demokratie zu übernehmen !
Wir haben uns angewöhnt zu glauben, Politik würde alles regeln.
Auch wenn ich von vielen Politikern enttäuscht bin, es sind und bleiben Menschen.
Sie wissen zwar mehr als der Durchschnitt von uns, aber sie können nicht alles wissen.
Schlussendlich sind sie von vielen Seiten beeinflusst, die alle das Eine oder Andere von ihnen erwarten.

Während sie damit beschäftigt waren, Wählerstimmen zu mobilisieren, haben sich Kräfte etabliert,
die das Land und die Gesellschaft gefährden. Wir müssen uns endlich wieder um unser Leben kümmern,
denn es gerät immer mehr in Schieflage und die, die eindeutige Fehler begehen, übertönen alle anderen.
Werdet laut, zeigt Euch, bekämpft Radikalismus, Xenophobie (Angst vor Fremdem) und Meinungsmache.
Es ist schon fast zu spät und es benötigt einen starken Willen, Falsches, falsch nennen zu können !


“In dieser Diktatur kann man nicht einmal in Ruhe,
antidemokratische Pläne schmieden. !

(sagen die deren Ziel eine Diktatur ist ! 😉 )

Keep fighting for democracy !

Da wir ihnen viel zu lange nur dabei zugeschaut haben, wie sie einen wichtigen Posten nach dem anderen übernehmen,
um ihr wirren Ideen zu verbreiten, müssen wir uns auf einen langen Kampf einstellen.
Sie werden einmal gewonnenes Land nicht kampflos hergeben.
Wir müssen stark sein und für Menschlichkeit einstehen. In den Anfängen wäre es noch leichter gewesen,
denn jetzt werden sie erbitttert um jedes Stückchen Narrenfreiheit, das wir ihnen gewährten, kämpfen.

Is Odil

Heute ist wieder Uposatha (buddh. Feiertag) und kein geeigneter Spruch im Kalender. Also wieder ein anderer:

Die Tugend muss ihre Fortschritte
durch die Tat beweisen.

Es kommt nicht darauf an,
sich theoretisch darüber klar zu sein,
was man tun soll,

sondern man muss auch einmal
Hand anlegen
und die Gedanken in die
Wirklichkeit umsetzen.

(Seneca)

Be yourself

 

(please click on pic)

 

 

ein heikles, aber unausweichliches Thema, das 99,9 % der modern(d)en Menschen angeht.
Alle würden doch von sich sagen, dass sie selbst entscheiden, was sie tun und lassen.
Das geht allerdings so weit an der Wahrheit vorbei, wie dass der Stein der Weisen, unedle Metalle in Gold verwandeln kann.

Wir glauben tatsächlich, wir entschieden über unsere Einkäufe, über unseren Konsum oder über unser „Glück“
(s. Blog Glück der Blog und ergänzend Blog Zufriedenheit). Wer den Film „Matrix“ verstörend fand, aber als Fiktion abtat,
hat die Realität nicht verstanden (s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“,
ISBN 978-3-593-50930-3).

In X Blogbeiträgen, versuche ich darzustellen, wie wenig man heutzutage wirklich selbst entscheidet.
Es braucht viel Übung im langsamen Denken (s. Blog Trotzdem) und die Zeit nehmen sich die wenigsten.
Längst hat die Industrie Techniken entwickelt, die unser Verhalten, unser Verlangen, unser Kaufverhalten,
ja sogar unsere politischen Entscheidungen beeinflussen (eher bestimmen).

Den Grundstein dazu, legen wir selbst durch die hilflose Machtlosigkeit gegenüber unseren Impulsen,
die wir unseren Kindern von Anfang an vorleben (s. Blog Smart). Nicht nur unser Beispiel ist ausschlaggebend,
denn kaum sind die psychisch „unterentwickelten“ Kinder im Besitz eines Smartphones, werden sie mit Inhalten zugemüllt,
die für ihre Entwicklungsstufe ungeeignet sind.

Es ist eigentlich ganz simpel. Simpel aber keineswegs einfach  😉 !
Je weniger Empathie und Rücksicht wir ihnen entgegenbringen, desto weniger entwickeln sie diese.
Und ich kenne mich mit defizitärer psychischer Entwicklung aus,
war ich doch selbst Opfer einer solchen und weiß welchen Einfluss sie auf mein gesamtes Leben hat .
Es kriselt nicht nur in Wirtschaft, Gesundheit, ÖPNV, ….Es kriselt heftigst in unserer Gesellschaft
(oder warum haben Rechte und Verschwörungserzählungen so einen Zulauf ?).


Zur Verdeutlichung:
Eine Dummheit kann man begehen,
aber blöd ist man
  😉 “
(s. Buch „Dummheit“ von Heidi Kastner, ISBN 978-3-218-01288-1)

Nicht nur, dass sie, noch bevor sie Erfahrungen mit Sexualität machen, praktisch ungehinderten Zugang zu Pornographie haben,
sie sind auch schutzlos (weil wir uns nicht kümmern [wollen]), den Meinungsmachern ausgeliefert (s. gmx.net).

Schwerer, als die Meinungsmacher, die den Niedergang der deutschen Leitkultur prophezeien (welcher Kultur denn [die haben doch keine]?)
wiegt es, dass wir schon seit mehreren Generationen, unsere Kinder in entscheidenden Entwicklungsphasen alleine lassen.
Sie sind permanent verstörenden Inhalten ausgesetzt und können sich niemandem mitteilen.
Wir sind nicht da, klären auf oder warnen.
Gleichaltrige haben eine derart kurze Zündschnur, dass sie schnell mit Mobbing reagieren.
Alle Fragen laufen ins Leere und so sie suchen sich eine Erklärung im Netz.

Dass diese weder ans Alter angepasst ist, noch auf Weisheit beruht, liegt auf der Hand. Das Netz kennt keine Weisheit aus Erfahrung.
Bar und bloß jeglicher Lebensweisheit, werden eigene Interessen in schicke Sprüche verpackt,
damit der suchende Jugendliche sie für Weisheit hält.

Die kollektive Weisheit hat wenig Interesse an der Schnelllebigkeit des Netzes. Also liefere ich hier viele überlieferte Weisheiten,
um ein Gegengewicht und ein wenig Orientierung zu schaffen.
Ich habe lernen müssen, dass ein gelegentliches Überschreiten von selbst gesetzten Grenzen (Rückfall),
keineswegs ein Totalversagen bedeutet.
Es gehört sozusagen dazu um zu erkennen, wo unsere Grenzen liegen und wiegt nicht schwer,
solange man sich wieder auf das Ziel zubewegt.

Der „fehlerlose“ Weg                                                   Angewandte Weisheit :

               

 

o.u.      =  moralische Werte (Grenzen)
grün    =  Lebenslinie
Mitte    = direkter Weg (Erleuchteter)

Wir müssen aus unseren Fehlern, die wir machen müssen, lernen, sonst machen wir den nächsten !
(Frei nach Konfuzius)

Im Netz werden irrationale Ängste geschürt, die auf fruchtbaren Boden treffen, weil Bezugspersonen „keine Lust haben“,
Mensch zu sein und ein Beispiel zu geben.
Im Straßencafé sitzen, gleichaltrige Menschen am selben Tisch, doch sie Posten lieber oder What’s Appen sich, anstatt zu reden.
Gaming Videos werden zuhauf heruntergeladen, wo sie stundenlang Menschen beim Spielen von Computergames zusehen,
anstatt selbst rauszugehen und etwas zu erleben. …

Motorische und intellektuelle Fähigkeiten werden im Tun entwickelt. Nicht umsonst haben Heranwachsende einen steten Bewegungsdrang.
Es geht ihnen unbewusst um die Entwicklung ihres Gehirns. Denn wir lernen soziale Interaktion mit einer Gruppe, nur in einer Gruppe,
wir lernen nur im Spiel, also im Tun, mit unserem Körper umzugehen, wir lernen z.B. mathematische Zusammenhänge
nur durch die Erfahrung von Präpositionen (Verhältniswörter A.d.R.).
Indem wir erfahren, was vor, neben, hinter, mehr, weniger, über, zwischen, unter, auf, bei, in, an, … bedeuten,
können wir uns auch die abstrakte Mathematik besser vorstellen !

„Verlagern Sie Ihr Gewicht nach vorne
und strecken Sie die Beine.

Finden Sie Ihr Gleichgewicht !

Setzen Sie einen Fuß
vor den anderen.“

Aber zurück zum Überwachungskapitalismus (s. Shoshana Zuboff o.). Die Überwachung und Lenkung erfolgt so unterschwellig,
dass sie uns gar nicht ins Bewusstsein dringt. Nehmen wir z.B. das ziellose Surfen im Internet.
Man muss sich schon sehr beherrschen, um nicht immer tiefer in den Sumpf inhaltsbasierter Inhalte zu gelangen.

(a)social media sind so gestaltet, dass sie auf Teufel und kaputt, unsere Aufmerksamkeit erregen,
damit wir so viele Werbepunkte wie nur irgend möglich, „abarbeiten“ (indem wir auf clickbaits [s.u] reagieren, wie Versuchsäffchen).
Es geht nämlich überhaupt nicht um gut recherchierte Beiträge, sondern einzig darum, unsere Aufmerksamkeit zu erregen
und uns so immer tiefer in die Sensationslust zu entführen (deutsch für „Voyeurismus“),
um „ganz nebenbei“ immer exakter personalisierte Werbung zu schalten.

Firmen geben Unsummen dafür aus, ihre Werbung möglichst „tief“ zu platzieren, denn da steigt die Wahrscheinlichkeit eines Klicks
(sog. clickbaits [etwa „Klick Köder“]), enorm an. Das ist höchst gefährlich, denn ihnen ist egal, wie wahr irgendwelche Meldungen sind,
Hauptsache man folgt willen- und kontrolllos den clickbaits.

Das wirklich Gefährliche daran ist, dass sich Vorurteile verhärten, weil man auf immer krassere Seiten
mit noch krasseren Inhalten gelenkt wird, die eine krassere Meinung machen,
anstatt Infos zu bieten, damit sich alle ein Urteil bilden können.
Eine objektive Recherche wird dadurch erschwert und dummerweise bilden sich viele daraus ihre Meinung.


Diagnose : SBD
(severe brain damage)

Da sie unsere „Meinung“ so stark (und automatisch) beeinflussen, sind auch rechte Parteien
mit all ihren subtilen Lenkungsmanövern dort sehr aktiv (s. gmx.net o.).
Mein Geist und meine Meinung sind mir heilig, weswegen ich auch kein Handy habe.
Mir reichen schon die Beeinflussungsversuche bei meinen Recherchen ! (s. Blog Relax).

Aber ich sehe und erlebe Menschen, die orientierungs- und ahnungslos, wie Kinder agieren,
die nicht die leiseste Ahnung davon haben, was ihr Verhalten auslöst.
Deswegen sage ich immer: „Sie können nicht wissen, was sie tun !

Ich bin sicher nicht objektiv, denn ich kann die Welt nur durch die „Brille“ sehen, die ich entwickeln konnte.
Selbst die Quantenphysik sagt letztendlich, dass es keine objektive Realität gibt.
Die Unschärferelation klärt uns auf, dass die Beobachtung das beobachtete Ergebnis beeinflusst.
In einer Metapher wird es mit einem Fenster verglichen, durch das wir blicken und „unsere“ Welt erleben.

Unsere „Meinungen“ verschmutzen das Fenster, Wissenschaft, Philosophie, Geisteswissenschaften, etc. beseitigen Verschmutzungen.
Wir können also die Welt nur durch das Fenster sehen, dessen Scheibe in unserer Kindheit befleckt, verschmiert, verschmutzt, … wird.

Also putze Deine Fenster, indem Du Dich informierst, die Vorstellung eines guten Lebens entwickelst, einen inneren Kompass aufbaust, … !

Is Odil

Heute ist wieder Uposatha (buddh. Feiertag). Deswegen der Spruch von gestern:

„Wie salziges Wasser
ist die Habe dieser Welt.

Wie viel man auch trinkt,
es löscht nicht den Durst.“
Weisheit des Morgenlandes