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Unüberschaubar viele Biosiegel überschwemmen den Markt. Das ist gewollt, denn kaum jemand
blickt hier wirklich durch; findet das für ihn passende Siegel und kauft doch, was er nicht will.
Das Chaos habe ich erstmals in meinem Blog Siegeldschungel beschrieben.
Da schrieb ich über das Für und Wider einiger Biosiegel. Ich kaufe und lebe extrem nachhaltig,
ohne dass ich aussehe und rumlaufe, wie ein Öko aus den 80ern.
Ich bemühe mich also, nach bester Kenntnis, meine regelmäßigen Anschaffungen,
langlebig und in hoher Qualität zu kaufen.
Natürlich sind meine Verbrauchartikel in Bio- Qualität und ich habe meine liebe Mühe mit den ganzen Siegeln.
In der Vielzahl der Siegel, die mittlerweile den Markt fluten ist es sehr schwierig, die herauszufinden,
die ihren Versprechungen auch Handlungen folgen lassen.

Lange habe ich mich von irgendwelchen Siegeln hinters Licht führen lassen, denn sie versprechen das Blaue vom Himmel herunter,
halten es nicht ein oder machen klitzekleine Leuchtturmprojekte, ohne wirklichen Einfluss nur,
um uns in der Sicherheit zu wiegen, sie kümmerten sich.
„Gequirlte Kacke“ (Güllequirl)
Als Beispiel führe ich wieder die RWE an (s. Blog Zorn), die ein riesiges Loch in den Boden gräbt, sich aber rausredet,
sie täte etwas zum Ausgleich. Sie meinen damit das Vorzeigeprojet „Sophienhöhe“,
das lediglich 17 Hektar groß, eine Monokultur in Reih und Glied ist, die Abraum, statt gewachsenem Boden hat
und die eine verschwindend geringe Artenvielfalt aufweist.
Nur zum Vergleich, wie lächerlich klein die „Ausgleichsmaßnahme“ ist : Der Hambacher Tagebau war 2021 bereits 4 570 h,
die Sophienhöhe jedoch lediglich 17 h. Hier ist klar zu erkennen, wie die Öffentlichkeit getäuscht wird.
So hat zwar Palmöl das Prädikat „Nachhaltig“. Das jedoch nicht für die Umwandlung in Plantagen gilt.
Denn erstens wurde für die meisten Plantagen wertvoller Regenwald gerodet und zweitens
pflanzen sie quasi über Nacht in geschützten Gebieten (ich sah einen Bericht) und schaffen so Tatsachen,
die, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, notgedrungen weiterbetrieben werden.
Das Ökosystem ist dagegen verloren und der „ökologische“ Anbau geht weiter.
Es gibt leider enorm viele Siegel, die den Verbraucher zu Unrecht guten Gewissens zugreifen lassen,
im Glauben, dem Tier, dem Boden, der Natur ginge es damit besser.
Die Verbrauchertäuschung suggeriert, es gäbe damit mehr Tierwohl, Bodenleben oder Natur
Aber machen wir uns klar, dass nicht eine dieser Haltungsformen einer Weidehaltung nahekommt.
Am Beispiel von Schweinen möchte ich kurz erläutern, was welche Haltungsform
bezüglich der Bewegungsfreiheit für das einzelne Tier bedeutet.
Nachzusehen unter zdfheute
So hat ein Schwein der Haltungsform 2, lediglich einen zehntel Quadratmeter mehr Platz. WOW, was für eine Verbesserung.
Ein wenig besser wird es mit Haltungsform 3. Da sind es immerhin vier Zehntel mehr Platz plus einer offenen Seite (Außenklima).
Auslauf erhält es lediglich bei Haltungsform 4.
Alles im Stall, mit zunehmenden Beschäftigungsmöglichkeiten. Ich meide Discounter, denn was dort unter „Bio“ auftaucht,
erfüllt ausschließlich die Mindestanforderungen in Deutschland.
Für Zutaten, Zusatzstoffe etc. aus dem Ausland, sind wir Verbraucher auf Vertrauen angewiesen,
denn prüfen können wir nicht, wie und unter welchen Umständen etwas produziert wurde, was dann in die „ökologische“ Zubereitung kommt.
Es ist Augenwischerei und die Siegel versprechen einen so großen Gewinn, dass sich auch hier die organisierte Kriminalität breit gemacht hat,
die entsprechend respekt- und rücksichtslos agiert.
Dadurch, dass ich nicht nur von Armut bedroht bin, sondern seit 2009 in ihr lebe, habe ich meine Wünsche derart reduziert (müssen) ,
dass ich mir, was ich brauche im Biosupermarkt kaufe (-n kann). Eine große Hilfe waren a.) diese Gedanken (s. Unverzichtbarer Verzicht)
und der Entwurf einer Kostenaufstellung meiner Ausgaben (s. Ausgaben), um mir über mein Sparpotential klar zu werden.
Wer das nutzen will, wsenn man die Einträge unter Kategorien zusammenasst, also Lebensmittel unter „Lebensmittel“ zusammenfasst
und nicht Milch/ Eier/ … aufzählt, sondern gesamt (Bon) einträgt, kann man unterhalb nach der Kategorie suchen (Lebensmittel, Auto, …)
und die Beträge werden addiert, so dass man sehen kann, wie viel man für diese Kategorie ausgegeben hat.
Also nicht alles einzeln, sondern zusammengefasst (Lebensmittel, Auto, Wege, Versicherung, …).
Mit der Reduktion der Wünsche und der Anpassung meines Lebenswandels, habe ich ein großes Stück innerer Freiheit gewonnen.
Denn laut Seneca ist nur der reich, der wenig Wünsche hat, und nicht, wer sie sich immer erfüllen kann.
Es geht sogar so weit, dass man selbst einem Reformhaus oder Biomarkt nicht vollständig vertrauen kann.
Viele Produkte sind auch hier mit Palmöl hergestellt.
Hat man sich also einmal für einen Boykott palmölhaltiger Produkte entschieden,
muss man trotzdem jedes einzelne Produkt danach absuchen.
Bevor man „Gelüste“ entwickelt. Also erst Denken, dann Handeln !
Anfangs vertraute ich, denn zwei von drei Couscous- „Salat“ Zubereitungen waren ohne Palmöl.
Als ich jedoch zum dritten Produkt griff, um eine neue Geschmacksrichtung kennenzulernen,
fiel mir erst zuhause bei zufälliger Begutachtung auf, dass in dieser Geschmacksrichtung Palmöl verwendet wird.
Seither lese ich vor dem Kauf die Inhaltsstoffliste genau durch. Das schränkt es zwar ein, aber ich bekomme alles, was ich brauche
und sogar noch mehr. So kann ich sicher sein, dass bei meiner Ernährung meine Regeln gelten.
Ich habe die Freiheit, entscheiden zu können, denn ich bin weitgehend immun gegenüber deren manipulativer Werbung
und kann meine Gelüste steuern.
Man kann also im Discounter der Täuschung erliegen, alles in „Bio“ kaufen und trotzdem so gut wie nichts für den Erhalt unserer Natur zu tun.
Discounter- Bio ist oft nicht mal die Farbe wert, mit der Waren deutlich sichtbar als „Bio“ gekennzeichnet werden.
Die Konzerne haben gar kein Interesse daran, denn wirklich Bio kostet mehr, als konventionell.
So sparen sie an Tierwohl, denn wir kaufen günstig etwas, das sie als Bio gekennzeichnet haben.
ozu also den Gedanken wirklich zu Ende denken, solange wir diese Produkte nicht endlich boykottieren.
Es ist eine Täuschung, dass billiger ist, wenn man im Discounter kauft.

Wirklich Sparen kann man nur, indem man seine Wünsche mindert und nur kauft, was man braucht.
Fragt Euch immer :

Wenn man es „will“, ist es meist ein Zeichen dafür, dass die allgegenwärtige Werbung in unseren Gehirnen Fuß gefasst hat.
Das meine ich mit der Freiheit, eigene Entscheidungen treffen zu können.
Die manipulativen Werkzeuge der Werbeindustrie sind mittlerweile so subtil, dass wir nicht einmal merken, dass wir wollen sollen.
„Wessen du nicht mächtigh bist, das ist nicht dein Eigen !“ (Meister Eckehart)
(a)social media und der Zusammmenbruch der Bildung, führen dazu, dass die Wenigsten überhaupt dazu in der Lage sind, eigenverantwortlich zu handeln.
Wenn uns besusst wird, was wir alles unterlassen haben, als es noch möglich war, zu Handeln, ist der Unterghang nicht mehr aufzuhalten
und die Natur verändert sich schneller, als uns lieb sein kann !
Tut jetzt etwas !!!
Is Odil
Der Spruch heute ist wieder zu lang und passt thematisch nicht, also wieder ein älterer.
Ein Kommenar bezog sich darauf, dass man meine Blogs sehr schätze, besonders die Schlußworte !
Das freut und ermutigt mich ! Danke !!!
„Sich selbst zu bessern
ist die beste Art der Erziehung
eigener und fremder Kinder
und auch Erwachsener.“
(Leo Tolstoi)
Und wenn ich schon mal dabei bin : Diesen Monat hat diese Webseite bereits über 10 000 Aufrufe (10 600).
Es freut mich, dass diese Seite für so viele von Nutzen ist !
Hier gibt es viel zu … Wer was Spezielles braucht, dem kann ich bestimmt helfen.
Tut Euch keinen Zwang an und schreibt mir, was Ihr gerne noch „sehen“ möchtet („Kontakt„) !
Auf jeden Fall, danke ich Euch für euer ungetrübtes Interesse (es spricht sich offensichtlich rum ! 😉 ).
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