Darum geht es hier: Wollen

Wollen

 

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Wir hätten uns vor etlichen Jahrzehnten um unsere Zukunft kümmern müssen !
Stattdessen haben wir uns zuerst den „Vorteilen“ des Konsums, später dann von der Industrie blenden lassen.
So verstrich wertvolle Zeit, die uns jetzt nicht mehr bleibt.

Nun muss schnellstmöglich etwas geschehen, doch viele gebärden sich, als hätten unsere Handlungen keine Konsequenzen.
Warum sind wir so unfrei und „gehorchen“ denen, die nicht die gleichen Ziele haben, wie wir ?
Nur weil es unser Dumbphone sagt ? Ehrlich ?

“Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !“(Meister Eckehart)

Richtig, ich rede von Unfreiheit. Denn wir (sie) machen uns zu Sklaven unserer (ihrer) Wünsche.
Anfänglich war es „nur“ die Verblendung durch den einfach zu erreichenden Einfluss auf den Zweck,
wir dachten nur so weit, bis der Zweck erfüllt war und fragten nicht nach dem wie oder warum.

Doch es hängt alles zusammen. Verändert man eine der notwendigen Komponeneten
z.B. für das Reinigen, muss sich automatisch eine der anderen Komponenten verschärfen.
Im Falle von Reinigern ist es eben die chemische Keule.

Grundsätzlich benötigt man Temperatur (des Lösungsmittels),
chemische Reinigungsmittel, mechanische Einwirkung (Schrubben) und Zeit.
Senkt man die Temperatur und lässt Mechanik und die Zeit unverändert, muss das Reinigungesmittel entsprechend aggressiv sein,
um es in der Zeit zu schaffen. Genauso hängen die anderen zusammen.

Für unsere Faulheit, landen also aggressivste Reinigungsmittel in der wertvollsten Ressource, die wir haben. Im Wasser.
Und das Nachdenken über die Folgen findet entweder nicht statt oder endet, wenn das „Wischwasser“ ausgekippt wird.
Immer häufiger gründet die Gedankenlosigkeit auf Unwissen, das wir durch unser System (eigentlich das der Industrie) fördern.
Manchen Menschen fehlen ganze Satzbausteine oder sie können nicht die einfachsten Dinge benennen.

Ein Comedian berichtete von seinem Sohn der mal ein Gespräch begann :
„Äh Papa, kann isch (dich) mal was fragen ? Du kennst doch Eier, ne ?
Die gibt’s doch auch in so flach, äh, weißt du ?

„Du meinst Spiegeleier, klar !“

„Krass, du kennst disch ja voll aus !“ …

Manche kennen nicht einmal die Bezeichnung eines „flachen Eies“ ! Ist das traurig, oder ist das krankhaft ?
(s. focus.de)

Doch seit die Industrie „Smart“phones (nichts ist daran „smart“) für ihre Zwecke missbraucht,
sind wir nichts weiter, als Lakaien, die die geradezu sakralen Inszenierungen der Industrie erstaunt ansehen
(das neue Auto schwebt mit sakraler Musik von der Decke herab) und dabei überlebenswichtige Fragen vergessen.

Niemand kann mir weis machen, er/ sie wüsste nicht um den Zustand der Welt.
Doch die Falschinformationen und Emotionalisierungen der „Smart“phone- Profis, lassen uns unser Interesse vergessen,
denn es tritt ein Effekt ein, der salopp umschrieben lautet : „Wenn der Schwanz steht, ist der Verstand im Arsch !“

Lassen wir uns das mal „auf der Zunge zergehen !“ Denn der Spruch hat eine tiefere Bedeutung,
die weit über eine scherzhafte Bemerkung hinausgeht. Also, „wenn der Schwanz steht“ heißt,
dass man erregt ist, doch es gibt nicht nur die sexuelle Erregung.
Unser Körper macht keinen Unterschied, was uns wie erregt.
So wird die Erregung, die emotionalisierte Botschaften in uns auslöst nicht anders betrachtet
und man fokussiert die mit der Erregung verknüpfte Botschaft.

Deswegen denken wir auch nicht nach, was etwas wirklich bedeutet. Die geweckte Emotion, bewirkt Erregung.
Erregung bewirkt oberflächliches Denken mit dem Ziel die Erregung zu dämpfen (denn sie ist nicht gut für uns).
Deswegen sind mit Emotionen verknüpfte Falschinformationen so wirksam !

Wir glauben instinktiv, dass der geschilderte Sachverhalt (wahr oder unwahr) unsere Erregung auslöst
und somit eine Beseitigung der Störung, für Ausgleich sorgt.
Dabei ist es unerheblich, ob der Sachverhalt für unsere (unangenehme) Erregung verantwortlich ist,
oder nicht (wie sich bei klarem Verstand meist ergibt).

Für unser, dann oberflächliches, Denken ist klar, dass die Falschinformation für unsere Erregung verantwortlich ist.
Es kommt  uns gar nicht in den Sinn, dass sie gar nichts mit unserer Erregung zu tun hat.

Das mal zur Unfreiheit unseres Geistes. Dumm an der ganzen Sache ist eben, dass die, die mit dem Dumbphone aufwachsen müssen,
keinen anderen Input in Form von Lebensweisheiten derer, die alt genug geworden sind, um ihr Leben überblicken zu können,
keinen Input einer Religionsphilosophoe, keinen Input in Sachen Philosophie, keine gesellschaftliche „Erziehung“ bekommen.

Es gibt Gesellschaften (regional unterschiedlich) die die Lebensweisheit noch der Jugend vermitteln können.
Bei denen dauert es eben nur länger, bis auch sie beinahe vollständig von der (a)moral des Netzes durchdrungen werden.

Ich möchte noch einmal eine Kausalitätskette bilden, die unter anderem für die Haltlosigkeit verantwortlich ist.
Angefangen, wie könnte es anders sein, bei der frühkindlichen Nutzung eines Mediums von Erwachsenen,
die den kindlichen Geist zu Handlungen bewegen, die es entweder bereut (bestenfalls)
oder die die Zukunft verbauen ! (s. Blog Smart)

Sind der Kinder dann älter, reißen wir sie aus der kindlichen Phantasiewelt und joggen sie durch die Gegend,
wo sie sich, nachdem ihr Wille schon X-fach gebrochen wurde, lernen, dass man sich auf nichts fokussieren kann,
denn es ist im nächsten Moment sowieso nicht mehr sichtbar.

Das sorgt für eine lächerlich kurze Aufmerksamkeitsspanne. So wachsen unsere Kinder in einer Welt auf,
die sie frustriert („Smart“phones) und die sie nicht interessiert.

Dann kommt unser marodes Bildungssystem, das so gut wie keine moralische Orientierung bringt.
Dabei dürsten Heranwachsende natürlicherweise nach Weisheit, doch die, die dafür sorgen könnten
werden aus unserem Leben verbannt, sie sollen ihre Rente genießen.

Wir haben der Industrie geglaubt, wollen viel zu kleinen Preisen, klar, dass da die Qualität leidet.
Aber je weniger wir wissen, desto eher gehen wir dem Konsumimperativ nach.
Wir ruinieren unsere Gesundheit und müssen uns an Qualitäten gewöhnen, die diesen Namen nicht verdienen.

Oder meine enttäuschenden Erfahrungen mit Stabmixern. Ich nutze täglich einen Stabmixer. Anfangs das schweizer Original,
das jedoch ein paar Tage nach Ablauf der Garantie stehenblieb. Also kaufte ich ein deutsches Fabrikat.
Aber nach einem Jahr, riss die Isolierung des Kabels und nach zwei Jahren hatte sie fünf Risse.
Also brachte ich ihn zum Händler, der ihn einschickte. Daraufhin bekam ich ein Gerät zum Tausch.

Das Kabel hatte eine andere Isolierung und ich war guter Dinge. Aber nach etwa zwei Jahren, riss wieder die Isolierung
und ich bekam ein weiteres Gerät vom Händler. Alleine dadurch landen jetzt zwei funktionierende Geräte auf dem E- Schrott
und ich erinnere mich, dass meine Mutter eine elektrische Kaffeemühle mit Schlagwerk hatte, die damals schon 40 Jahre funktionierte.

Das Kabel war verdreht und das Gerät war teilweise ausgebrochen, aber es funktionierte ohne dem Risiko eines Stromschlages.
Jetzt kaufe ich beim nächsten Mal wieder das schweizer Original, denn das hält wenigstens die Garantiezeit, also 2,5 mal länger.

Aber nun zurück zur Eigenverantwortung. Wir belügen uns selbst, wenn wir die Augen vor den Tatsachen verschließen
und unsere Vergangenheit leugnen. Der einzige Weg, eine Lösung zu finden ist :
Den Tatsachen mutig entgegenzutreten und aus der Vergangenheit zu lernen.

Nur so können wir erkennen, welches Verhalten, welche Konsequenzen zeitigt. Es gilt :


Doch können wir nur erkennen, was wir kennen. Da kommen Religionen, Philosophien, Geisteswissenschaften etc. ins Spiel.
Denn sie versorgen den kindlichen Geist, der nach Lebensweisheit dürstet, mit verschiedenen Lebensmodellen, Sichtweisen, etc.

Mit zunehmendem Alter wächst so das beispielhafte Wissen, aus dem durch Querverbindungen (Transferleistungen) Weisheit entstehen kann.
Kreativität entsteht aus der Verbindung von Wissen, Weisheiten, oder Eigenschaften.
Dummerweise verstehen viele diesen Satz schlichtweg nicht :

Oh, wie arm sind die modern(d)en Leben !

Ich zitiere aus dem Dhammapada (Weisheitslehren Buddhas):

Wer nichts gelernt hat, nichts versteht,
der altert nur nach Ochsenart;

Sein Bauch wächst mehr und mehr,
doch seine Einsicht wachset nicht !

Wieso schauen wir nur dabei zu, wie die Industriepolitik Klimaschutzgesetze aufweicht und den Bürger in der Illusion lässt,
Klimaschutzgesetze müssten sich der Industrie anpassen.
Genau das Gegenteil gilt und wenn wir nicht endlich ehrlich werden und uns an den Illusionen der letzten 100 Jahr festhalten,
weil wir Veränderung (auch wenn es eine Verbesserung ist) fürchten, wie die Pest, schaffen wir das nicht !

Doch unsere rückschrittliche Tatenlosigkeit bring uns alle um, den reichen Sack ebenso, wie den Sozialhilfeempfänger !
Gut, in anderer Reihenfolge, denn Sozialhilfeempfänger können die Auswirkungen unsere Handelns nicht puffern,
sondern spüren die Hitze direkt, während die Snobs ihr Klimaanlage hochdrehen und sich gemütlich im Pool räkeln.

Langfristig können wir nur funktionierende Staaten haben, wenn Konzerne endlich an den von ihnen verursachten Kosten beteiligt werden.
Das hat nicht nur den Effekt, dass wir uns ohne Probleme einen Sozialstaat mit funktionierender Infrastruktur haben können,
sondern dass die Produkte endlich gesünder werden, weil es im Interesse der Konzerne liegt, die Gesundheitskosten minimal zu halten.

Bisher besteht ihr einziges Interess darin ihre Produkte so billig wie möglich zu produzieren.

Doch bis diese „Zukunftsmusik“ weltweite Realität wird, müssen wir uns selbst schlau machen,
uns emanzipieren und unseren Geist schulen. Je mehr wir wissen, desto weniger brauchen wir.
Weswegen die Industrie kein Interesse an mündigen Bürgern hat !

Es steht alles in meinen Blogs, versteht, setzt um, ändert Euch !!!
Oder wir „werden“ geändert ! 😉

Is Odil

Heute mal kein Spruch aus meinem Kalender, sondern von einem besonderen Bierdeckel !

Das Problem ist nicht, dass wir mehr Wohlstand wollen.
Das Problem ist, dass wir Wohlstand
durch materiellen Besitz definieren.

(Dennis Meadows, Ökonom)

Es gilt

Es gibt nur die eine Chance, Klimagerechtigkeit zu wählen. Zwar hat nicht eine Partei in ihrem Programm
das 1,5° C Ziel festgeschrieben, doch unsere Kinder bitten uns darum, die Partei zu wählen,
die sich noch am ehesten in die richtige Richtung bewegt.

Die nächste politische Führung entscheidet über unser aller Leben. Und die, die den größten Teil noch vor sich haben,
können nicht wählen gehen. Sollten sie einerseits auch nicht, doch unsere „Vernunft“ hat am Geldbeutel ihre Grenzen,
da bleibt nichts übrig von Moral oder Opferbereitschaft für die Zukunft.
Kein Wunder, erheben sie so vehement ihre Stimmen und es werden immer mehr.
Und zwar alle Altersstufen !

Also müssen wir generationenübergreifend denken und klug wählen !

Wir leben im Überfluss ! Was also sollte mehr Wohlstand bringen , außer mehr unnötige Staubfänger ! 😉
Minimalismus muss nicht sein, aber Verzicht ÜBEN hilft viel (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht )

Schnell werden Entscheidungsträger zum Spielball der Begehrlichkeiten, denn sie sind einem enormen Druck ausgesetzt.
Aber es hilft nichts, auf der Seite der Industrie, die sich der pervertierten Marktwirtschaft verschrieben hat, muss man mauern,
denn der Kampf zwischen einer Dirne (Industrie) und einem Erstsemester der Psychologie (trotz Erfahrung, die Politiker) ist ungleich.
Politiker sind noch nicht unbeirrbar gefestigt und so zu sehr von den Lobbyisten beeinflussbar.

Ich bin einen Tag vor der Wahl noch nicht ganz sicher, denn man kann von allen nur das kleinste Übel wählen.
Mit einer Chance auf moralisches Handeln, ohne Rücksicht auf Begehrlichkeiten, sondern die tun, was nötig ist.

Was aber ist nötig ? An dieser Stelle möchte ich nochmal das hervorragende Buch des Sozialwissenschaftlers Michael Kopatz, „Ökoroutine“ allen, und vor allem Politikern, ans Herz legen.
Es ist im Verlag oekonom erschienen (der hält, was der Name verspricht) und hat die ISBN- Nr. : ISBN 978-3-96238-084-7

Gestern, beim globalen Klimastreik, habe ich mit eigenen Augen sehen und erleben können,
wieviele Menschen sich Sorgen machen und bereit sind, auf die Straße zu gehen, bzw. sich spontan anzuschließen.

In einem Vorfall, wurden die Angst, die Sorgen um die Zukunft und die ohnmächtige Verzweiflung unserer „Kinder“ deutlich.
Aus Rücksicht auf das Wohlergehen der Demoteilnehmer, wurde die „freie Rede“ abgesagt. Ein Teilnehmer, ergriff trotzdem,
ohne Mikro, das Wort und bat alle Wahlberechtigten darum, für sie zu wählen.

Genau darum bitte ich nun auch alle. Behaltet das Wohl und die Zukunft der nächsten Generation im Hinterkopf, wenn Ihr wählt.
Wie gesagt, der Politzirkus ist im Endspurt und niemand konnte sich in dieser zukunftsweisenden Frage, glaubhaft profilieren.
Obwohl alle versucht haben den Spagat zwischen Industrieversprechen und Volksversprechen hin zu bekommen.

Zwischendurch wurde die Berichterstattung über den Wahlkampf duch ein unglaubliches Verbrechen
und traurigerweise die Folge der progredienten Assifikation (da hab‘ ich einige Memes dazu) unterbrochen.

Wir alle müssen gegensteuern und unseren Kindern Empathie und moralische Werte vermitteln, sonst wird das zunehmen.

Es sind Kindermenschen entstanden !

Gerade habe ich ein anderes Meme in Arbeit, das traurigerweise wieder dieses Thema behandelt, außerdem habe ich einen Kontakt
nicht vertieft, weil ich beim ersten Treffen plötzlich mit abstrusen, durchgeknallten Theorien konfrontiert war.
(s. Blog Kreuzdenken )

Wer diese Spinner nicht „bekämpft“, also wenigstens kritisiert, kommt nicht in meine Nähe. Man sollte schon den Mumm haben,
dieses Leben zu bestehen, ohne Ja- Sager zu werden. Was leider oft genug in roher Gewalt gipfelt.

Eine bessere Welt kommt aber nicht alleine oder nur durch Gesetze. Diese werden sowieso in zunehmenden Maße sehr großzügig ausgelegt. Es muss etwas in uns geschehen. Ein berühmter Kopf sagte einmal:

„Es gibt keinen Wandel um uns,
ohne einen Wandel in uns !“

Wir müssen alle unser Verhalten ändern und die Gesetze müssen es uns erleichtern. Wenn es komplizierter ist, anständig zu leben,
nimmt man eben das Diktat des Vorhandenen. Das ist ein natürlicher Reflex.
Da sind wir wieder bei der „normativen Kraft des Faktischen“, wie Georg Jellinek es nannte.

Nur wir können einen Unterschied machen !

Is Odil

Heute ist sogar ein passender Spruch zu den „Wutbürgern“ im Kalender:

„In der Wut verliert
der Mensch
seine Intelligenz.“

(Albert Einstein)