Darum geht es hier: Wassererde

Wassererde

(Größenvergleich Erde und Wasser)

Das „Beste“ kommt zum Schluss. Doch das ist meine subjektive Einschätzung, denn mit Wasser kenne ich mich aus.
Seit frühester Jugend fasziniert mich Wasser in all seinen Aspekten.
Das führte nicht nur zur philosophischen Auseinandersetzung mit Wasser, sondern auch zu meiner Anglerprüfung,
zu meiner Technikerausbildung (Wasser- und Abfallwirtschaft), zur Ausbildung zum Gewässerführer BaWü, etc.

Es ist sozusagen sicheres Terrain für mich. Deswegen fällt es mir auch schwer, die verschiedenen Aspekte zu würdigen,
sie zu gewichten, etc. Kurz, mit was fange ich an, was erwähne ich, was lasse ich unerwähnt, …!

Doch zuerst ein Sample eines eindrucksvollen Liedes :

(Clannad, Album : „Anam“, Titel : „Rí na cruinne“ [engl. Übersetzung s. Rí na cruinne (gälisch)])

Fangen wir aber mal damit an, wo alles Wasser der Erde herkommt. Wasser ist ein recht häufiges Element im Universum
und entstand bei der Bildung desselben, also nach dem „Urknall“. Wie es auf die Erde kam, ist noch nicht ganz klar.
Es gibt zwei Theorien.

Die eine besagt, dass Wasser als Verbindung bereits im Sternenstaub enthalten war, aus dem sich die Planeten gebildet haben,
und Vulkanismus förderte es an die Erdoberfläche. Die andere besagt, es war auf der frühen Erde zu heiß für flüssiges Wasser
und es kam mit Meteoriten auf die Erde.

Für beide Theorien gibt es Anhaltspunkte, aber ganz sicher ist weder die eine, noch die andere.
Wahrscheinlich war es eine Mischung aus beiden. Aber egal, wo es herkommt, Wasser ist ein so gutes Lösungsmittel,
dass es notwendige Stoffe in sich löste, durchmischte, etc. und diese das Leben formen konnten.
Einfach ausgedrückt, „ohne Wasser, kein Leben !“

Wenn man die riesigen Ozeane betrachtet, könnte man meinen, es wäre im Überfluss vorhanden aber,
ballt man alles Wasser der Erde zusammen, also auch die Luft- und Bodenfeuchte, …, bildet das gesamte Wasser
im Vergleich zur Masse der Erde lediglich eine kleine Kugel, wie im Titelbild zu sehen ist.
Die Ozeane bilden zwar 71 % der Erdoberfläche, aber im Vergleich zur Gesamtmasse der Erde
sind sie nur ein verschwindend kleiner Teil.

97 % des Wassers der Erde sind Salz-, und lediglich 3 % Süßwasser. Von diesen 3 % Süßwasser, sind nur etwa 2,5 % als Trinkwasser nutzbar.
Wie wenig das im Vergleich ist, sieht man im folgenden Bild.
Wieso eigentlich gehen wir damit um, als hätten wir unbegrenzten Zugriff auf nutzbares Trinkwasser ?

Hier mal eine Ausschnittvergrößerung :

Wir erleben, die rücksichtslose Einflussnahme und Sicherung der Ressourcen Wasser und Nahrung mittels expansiver Politik
und Knebelverträgen durch den globalen Norden. Wieder sichert man sich auszubeutende Gebiete,
indem man moralisch äußerst fragwürdige Methoden an den Tag legt.

Wir haben nichts gelernt !
Wir vielleicht schon, aber die Politik und Industrie nicht ! Wird höchste Zeit, dass sich das in Wahlergebnissen wiederspiegelt.
AfD ist Teil des entstehende Problems, doch keinesfalls die Lösung !

Die Menschen sind weiter, als Konzerne und Regierungen. Schaffen wir es, uns von deren permanenten Einflussnahme
auf unsere Psyche loszueisen, kommen wir auf den Gedanken, dass Ihre Ziele nicht unsere sein können.
Lest bitte dazu das Buch von Frau Professorin Shoshana Zuboff, es wird dem(r) Einen oder Anderen die Augen öffnen
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3 ).

Sicher wollen wir beide Überleben, wobei zwei völlig unterschiedliche Ziele existieren. Industrie und Konzerne wollen Profit sichern
(damit ihre Existenz), wir aber unser Leben. Das ist damit gemeint, wenn z.B. im Koran steht :
„Wenn man das Ziel nicht kennt, ist kein Weg der richtige.“
Alles Geld der Welt, kann per se nicht glücklich machen (s. Blogs Zufriedenheit, Glück der Blog, u.a.).

Anstatt sich um den Erhalt eigener Ressourcen zu kümmern, was der vernünftigere und nachhaltigere Weg wäre,
breitet man sich in Ländern aus, um auch diese Ressourcen auszubeuten.
Vergangene Kriege gingen um Geld und Macht, zukünftige Kriege werden um den Zugriff auf Ressourcen gehen.

An oberster Stelle steht hier der Kampf um die Ressource Wasser. Denn schließlich kann man etliche Monate (Rekord liegt bei 382 Tagen)
ohne feste Nahrung auskommen (mit einem Gewichtsverlust von 125 kg), aber nur wenige Tage (3-4) ohne Wasser in irgendeiner Form.

Auch führte er bei diesem Rekord Wasser und Nahrungsergänzungsmittel zu. Außerdem war er bei Beginn, nicht gerade schlank.
Nur so konnte er diesen Gewichtsverlust überleben ! Alleine die Tatsache, dass wir Wasser brauchen, um unseren Stoffwechsel zu betreiben,
ist ein Beweis für unsere Entwicklungsgeschichte. Das Leben hat sich im Wasser entwickelt und ist von im abhängig !

Leben kann ohne Wasser nicht existieren ! Gebetsmühlenartig stelle ich dar, dass unsere Systeme auf Verschwendung ausgelegt sind
wir also vberschwenderisch mit der Ressource Wasser umgehen (müssen).
Unsere Abwasserrohre sind auf eine errechnete, regelmäßige Spülung ausgelegt.

Periodenartig geschieht diese „Spülung“ durch Regenereignisse, die jedoch immer häufiger auf extrem lange Dürreperioden folgen.
In diesen soll unsere Verschwendung für ausreichend Wasserfluss sorgen, um die Rohre frei zu halten.

Doch das Bewusstsein wächst und so werden wassersparende Maschinen (Wasch-, Spül-) zum Verkaufsschlager.
Kaum ein Wasserhahn kommt ohne Perlator aus, der schon für rund 50 % weniger Verbrauch sorgt.
Folge davon ist ein immer geringerer Brauchwasserabfluss der oft nicht ausreicht, um die Abwasserrohre frei zu halten.
Und trockengefallene Verschmutzungen backen regelrecht zusammen (s. auch Blog Aquaponik).

Bereits jetzt, haben wir Probleme mit unserem Abwassersystem. Wir im Haus sind sogar schon angehalten worden,
doch kein Wasser zu sparen, weil sonst die Rohre zusetzen. Ein Aufruf zur Verschwendung.

Gut, kommen wir also zur Grundwasserneubildung. Allen dürfte geläufig sein, dass Regen unsere Flüsse speist,
doch das ist nur ein kleiner Teil des Abflusses in Flüssen.

Der größte Teil erfolgt über den Schmelzwasserzufluss aus den Alpen. Sterben also die Gletscher,
hat das direkte Auswirkungen auf den Pegelstand der Flüsse. Wobei wir noch vergleichsweise Glück haben,
Denn, ich spreche hier nur vom Rhein, der Bodensee dient als Puffer und Wasserreservoir
und der Rhein wird auch noch von etlichen Zuflüssen gespeist.

Anders jedoch bei Po und Rhône. Diese Flüsse trocknen regelmäßig aus, weil sie fast ausschließlich
vom Schmelzwasserabfluss gespeist werden.
Während bei uns im Sommer der Pegel sinkt, aber die Zuflüsse noch Wasser beisteuern.

Der Grundwasserstand ist in „Rheinländern“ oft vom Pegel des Rheins abhängig.
Anderes Grundwasser wird eben im Winter von einer Schneedecke gespeist.
Hierzu habe ich einmal zwei Schaubilder gemacht, die es veranschaulichen :


Im Sommer, bzw. ohne dicke Schneeschicht, versickert Schmelzwasser oder Regen (wenn es die Böden zulassen)
und bildet nur eine dünne Schicht, die ins Grundwasser sickern kann.


Im Winter, bzw. mit dicker Schneeschicht, durchnässt das Schmelzwasser in dicker Schicht den Boden
und Grundwasser wird wieder aufgefüllt.

Doch durch die Klimaerhitzung, gibt es immer weniger Schnee und die Grundwasserentnahme übersteigt die Grundwasserneubildung.
Folge ist, Brunnen fallen trocken, weil sie nicht tief genug reichen, Flüsse führen weniger Wasser und der Pegel des Grundwassers sinkt.

Doch die Industrie, speziell die Softdrinkindustrie kauft sich Grundwasserrechte,
während die Anwohner weniger Wasser zur Verfügung haben, weil enorme Mengen abgepumpt werden.

Wir sehen also, der Kampf ums Wasseer ist in vollem Gange und Konzerne wollen Tatsachen schaffen, indem sie sich einkaufen
und behaupten, es sei alles rechtens.
Ergo wir haben ein Problem, denn Moral und Recht passen in dem Fall nicht zusammen und es ist Zeit, aufzuwachen,
denn sie beziehen schon längst Stellung, um uns, im wahrsten Sinne, das Wasser abzugraben !

Is Odil

Wieder ein Spruch aus meiner Sammlug, zumindest zum Thema Wasser :

Es sprach der Bach zum Berg :
„Du musst mich nemen, wie ich bin“
und riss ihm ein Stück aus der Flanke.

Der Berg schwieg.
Und als er endlich einstürzte,
versiegte der Bach.
(Karl Lubomirski)

P.S.
Erkennt den Berg, bzw, seid er !