Darum geht es hier: Smartphone

Ein ganzer Mensch !

Seit langem leiden wir unter dem wachsenden Egoismus und der Gleichgültigkeit in unserer Gesellschaft,
gepaart mit einer gesteigerten „Opferbereitschaft“, wenn Notstände publiziert werden.

Mit der Möglichkeit, durch einen „ergreifenden“ Post viele Menschen dazu zu bewegen, diesen zu teilen
(die Beweggründe seien mal dahingestellt), brandete eine Welle individueller, medienwirksamer Hilfsaktionen,
bis hin zum „Crowdfunding“ durch die sozialen Medien.

Darüber bin ich froh und dankbar, doch im direkten Umfeld, in der Wertschätzung wichtiger Dienstleistungen,
in der Ausübung von „Dienstleistungen“, herrscht Kälte und eine geradezu unfassbare Gleichgültigkeit.

Wieso ist das so ? Ein Erklärungsansatz dessen Untersuchung gescheut wird, wie eine Krankheit.
Und Tatsache, es macht „krank“, die Krankheit wird MAIDS genannt.

1998 gab es das erste Nokia und damit auch zunehmend die Möglichkeit, mobil ins Internet zu gelangen. Es gab viele Entwicklungen
und es wurde gar Voraussetzung für den „Erfolg“ eines Handy, damit auch mobil ins Internet zu gelangen.
Die „Kultur“ des Internets fasste Fuß !

Es folgten verschiedenste (a)soziale Medien und „Big Data“ wurde zur anonymen Währung, mit der man zahlte.
Eigentlich eine Art „Crowdfunding“, wo jede(r) vergleichsweise wenig gibt,
doch Firmen und Marktforschung sich nach diesen Daten die Finger lecken und Unsummen dafür bezahlen.

So können es sich viele leisten ein Geschäftsmodell auf der Illusion „kostenlos“ aufzubauen.
Wir zahlen, ohne es zu merken. Nicht etwa für das Produkt, sondern für die Gier in uns, die sie entfachen (Stichwort: Teaser, Sucht).

Man gibt wenig, doch diese Firmen machen Mill…nen/den und beschäftigen Programmierer die Programme entwerfen, die „kostenlos“,
also nur gegen Registrierung, angeboten werden.
Doch dieser Mechanismus ist einen eigenen Blog wert.

Zurück also zur „Assifikation“ (wie ich sie nenne). Anfänglich haben sich in der Computerspielszene Nerds, Egoshooter und so getummelt. Doch daddeln wurde gesellschaftsfähig und überall verfügbar. Die virtuellen Welten wurden immer realistischer
und man beschäftigte sich immer weniger mit der realen Welt. (Hierzu das Meme: Nebensache)

Jede Einmischung von außen (Eltern, Gesellschaft) störte und wurde, da man schon längst eine Abhängigkeit entwickelt hat,
unglaublich aggressiv kommentiert. Man verteidigte das „Recht“ immer und überall lauthals über Privatestes zu quasseln.
Sei es im Wartezimmer, in der Warteschlange in der Bank, sei es beim Autofahren oder beim Busfahren.
Sie sind so Impulsgesteuert, dass sie sogar Schulter an Schulter, direkt neben Dir sitzend, telephonieren.

Überall steht man alleine da, wenn man versucht, um Rücksicht zu bitten ! Ruckzuck hat man mindestens eine(n) gegen sich, der/ die sich in seinen/ ihren Rechten eingeschränkt fühlt.
Untersuchungen zeigten jedoch, dass sich 70 % der Unbeteiligten durch dieses Verhalten gestört fühlen, aber niemand sagt es,
aus Angst vor der heute üblichen Aggression, die sogar Suchttherapeuten überrascht, oder als „unmodern“ zu gelten.

Verbote und die Niederschrift in der StVo, bringen wenig, wenn weder die Gesellschaft Widerstand leistet, noch überprüft wird.
So ist die Wahrscheinlichkeit „erwischt“ zu werden statistisch zu gering, als dass man sein Handeln steuerte und dem Impuls widersteht.

Kommt es zur Katastrophe, bei der oft genug Unbeteiligte zu Schaden kommen, und zur Anklage, ist die verbale Reue groß.
Wie der Fahrdienstleiter der DB, der zwei entgegengesetzt fahrende Züge auf eine eingleisige Strecke schickte,
weil er am Smartphone daddelte. O-Ton: „Ich habe schwere Schuld auf mich geladen !“
Leider kam diese Einsicht zu spät für die vielen Toten, Verletzten und die dauerhaft eingeschränkt leben Müssenden.

Nicht einmal Verbotsschilder in Arztpraxen halten sie vom Ausleben ihrer Sucht ab.
Na wenigstens hat noch niemand telephoniert. Es geht nicht darum, DASS man telephoniert, dafür sind die Dinger ja erfunden worden,
nur WO man meint telephonieren zu müssen.

Es war leider eine lange Entwicklung, bei der entweder die Beeinflussbarkeit gestiegen ist und der Gedanke der Werbung fruchtbaren Boden fand oder die „Einstufung“ (a)sozialer Medien als „immens wichtig“ für das eigene Leben, dazu führte, dass wir als Gesellschaft all das was uns heute fehlt, was unsere Zukunft bedeutete, sprich Pflegekräfte in Krankenhäusern und Altenheimen, Lehrer, Lehrpläne, Geisteswissenschaften, Ethik, moralische Bildung,etc. entweder unterbezahlten, strichen oder sonstwie als unwichtig, als nicht rentabel und ethische Gedanken als unwichtig erachtete, etc.
(siehe hierzu: What we know)

Wir haben unseren Kindern zu wenig zum Überleben beigebracht, weil viele selbst nichts darüber wissen ! So ist auch der Lehrplan gestaltet. Zu viel Spezialwissen, das schnell auswendig gelernt und dann vergessen wird. Vieles wird gar nicht gelehrt, der Mensch bekommt keine Auswahl an Weltanschauungen, um sich ein Meinung zu bilden und ist so auf das angewiesen, was andere erzählen und wir haben Menschen ohne geistigen Hintergrund, die nur danach fragen: „Brauch ich das als …?“.

Manches braucht man vielleicht nie, doch über vieles ist man froh, denn man kann nie sagen, wie sich das Leben entwickelt und welche Kenntnisse man dann braucht. So ist ein breites Grundwissen von Vorteil und ich bin froh über manches, dessen Sinn ich damals anzweifelte !

Zu Geisteswissenschaften, Philosophien, … (siehe: It takes two !)

Es braucht zum Menschsein mehr, als nur die Rentabilität, es gehört zu achtbarem, liebevollem Umgang mit unserer Umwelt mehr,
als wir bisher zu geben bereit waren. Wir waren gierig und nun fehlt uns die intakte Umwelt, die Pflegekräfte, die Moral.

Wir sollten wieder Reisen und nicht immerzu nur Urlaub machen. Der Unterschied liegt hier im Fokus. Beim Reisen steht die Neugier auf anderen Lebensstil im Vordergrund, das Kennenlernen und Mitschwingen in fremden Kulturen, erfahren anderer Anschauungen, usw.
Wer Urlaub macht, ist auf sich konzentriert und ob die verbrachte Zeit, das Ziel und vor allem die Bräune, anderen „Urlaub“ signalisieren. Also hier eine weltoffene Bildung, die Meinungen relativiert, dort eine egoistische Zurschaustellung (am besten noch gepostet), wie „gut“ man es sich doch gehen lässt.
Reisen sind also innen- und Urlaub eher außenorientiert !

Nun ein Aufräumen mit einer weiteren Illusion. Der Illusion der „sauberen“ Mobilität.

Wir stürzen uns geradezu auf Elektroautos und beruhigen damit unser Gewissen. Doch Untersuchungen haben gezeigt
(HR „Alles Wissen“ [seperater Blog ist in Arbeit]), dass man ein Elektrofahrzeug Typ SUV, satte acht Jahre komplett mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren muss, damit die Umweltbelastung durch die Herstellung unter die eines heutigen Diesel SUVs sinkt.
Erstaunlicherweise läuft die Garantie für diese Akkus nach 8 Jahren aus und so wird der Verbraucher, da er sich ja klimaneutral wähnt, entweder ein neues Auto oder einen neuen Akku kaufen und muss nun noch länger fahren, um eine bessere Umweltbilanz zu haben.
Honni soit, qui mal i pense ! (Ein „Schelm“, wer Böses dabei denkt !).
(Blog ist fertig: Elektro und alles ist gut ?)

Und mal ehrlich, wozu ein SUV in der Stadt, im Stau, in immer wärmeren Wintern ? Ist es nicht unsinnig, platzverschwendend,
teuer und eher als Straßenpenis zu betiteln ? (Siehe: Meme „Straßenpenis“)

Das sagt natürlich niemand, es taucht nicht auf, denn der Verbraucher glaubt ja alle Versprechungen !
So haben wir sie mit unserem Konsumverhalten erzogen.
Es wird angeboten und gefördert, was Absatz findet und nur so lässt sich der Markt und damit die Industrie steuern.

Die Industrie macht, was sie schon immer tat. Sie verkauft ein Image, doch keine realen Errungenschaften. Bei den Wenigsten ist eine Konsequenz zu erkennen unsd man muss als Vervraucher auf der Hut vor den Versprechungen sein, die nur auf Absatzsteigerung durch aufrechterhalten einer Illusion abzielen.
Das erinnert nicht von Ungefähr an 4 Jahre Trump. Hierzu einige Memes (Memes – Politsatire).

Natürlich braucht es die Technologie, damit endlich genügend Gelder in deren Entwicklung fließen. Es ist nicht die Lösung, aber ein Weg
und es gibt, zumindest bisher, kein klimaneutrales Fahrzeug, denn die Herstellung der Batterien, geschieht in Ländern ohne echten Arbeitsschutz, die Umwelt leidet und die Bevölkerung sieht sich mal wieder mit sinkenden Wasserständen konfrontiert.
Der Schaden der hier angerichtet wird, kommt uns teuer zu stehen, währen wir reinen Gewissens „unsere“ Luft reinhalten.
So etwas, wie „unsere“ Luft gibt es nicht, Luft ist global und alles wirkt sich global aus !!!

Wir haben und hatten die Probleme unseres Lebensstils seltenst direkt vor Augen und hatten somit keinen Anlass verantwortlich zu handeln.
Doch nun merken wir, dass weit weg gewähnte Sünden uns global betreffen.
Das Leben, unsere Gesellschaft und der Mensch sind so vielschichtig, dass wir nicht nur nach ökonomischen Gesichtspunkten
handeln können. Das wird dem menschlichen Bedürfnis nach geistigem Input nicht gerecht und erzeugt Unzufriedenheit
und schließlich psychische Störung(en). MAIDS, ADS und ADHS, …

Unser „Sparwahn“ hat uns das eingebrockt und wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir müssen handeln und die Industrie durch unser Verhalten dazu „zwingen“, endlich Gutes, Nachhaltiges und Unschädliches (hier und im Produktionsland) anzubieten,
indem wir einfach nichts anderes mehr kaufen.

Sie hätten die Mittel und Wege es zu ändern, wollen aber nur Gewinn machen ! Ausrede: „das findet keinen Absatz!“.
Erschaffen wir also einen Markt für Nachhaltigkeit, echte Rücksicht und Förderung und Unterstützung für das,
was wir bisher nur ausgebeutet haben. Schaffen wir einen Markt für Ehrlichkeit !
Die Industrie wird nachziehen oder Pleite gehen !

Die Werbung der Industrie verkauft uns ausschließlich Vorteile. Dabei ist die beste Werbung nicht der Preis, sondern die Nachhaltigkeit,
die Unschädlichkeit und die Qualität des Produktes. Wir brauchen wirklich recht wenig, wenn wir es recht überlegen.

Wenn wir das Wenige dann noch in Qualität kaufen, können wir gut leben. Doch das ist nicht im Sinne der Industrie.
Hier gilt: „Kurze Lebensdauer = mehrfacher Gewinn“.

Lassen wir uns doch nicht immer wieder ins Bockshorn jagen und nehmen die Kontrolle über unsere Triebe wieder selbst in die Hand,
denn genau da „packt“ uns die Werbepsychologie, und entscheiden wir wieder selbst über unser Seelenleben.

Dann hat sie weniger, bis keine Macht mehr über uns. Hinterfragen wir und bemühen uns, für uns selbst
eine realle Einschätzung der Herstellung und eines Produktes vorzunehmen.

Sie scheinen großteils nicht zu wollen !

Wir müssen endlich den Spieß umdrehen, denn WIR haben die Macht !

Is Odil

Am 14. in meinem Kalender:

Es gibt keinen Fortschritt
um uns,
ohne Fortschritt
in uns.

(Franz Alt)

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