Darum geht es hier: Palmöl

Siegeldschungel

Alles Bio oder was ? Bio-Siegel sind kein Garant für nachhaltige Wirtschaft.
Als Titelbild, damit man es per Klick vergrößern kann, eine Infographik vom BUND zur Orientierung.
Soweit, so bio ! Aber ökologisch ?

Hier muss man bei einigen Produkten ein wenig genauer hinsehen und mehr nachdenken.
Mein „gehasstes“ Palmöl dient hier wieder mal als Negativbeispiel.
Es wird eben oft biologisch angebaut, zum Teil auch nach hohen Bio- Standards.

Um die Produktion von Palmöl geht es also nicht. Aber bevor es „Bio“ angebaut werden kann, wird in den meisten Fällen
wertvollster Regenwald, mit der zigfachen Biodiversität unserer „Urwälder“, gerodet.
Dasselbe geschieht für Weideland für die Viehhaltung, damit wir Fleisch essen können oder eben für Anbauflächen für Soja,
das an unser Vieh verfüttert wird.
Palmöl und Fleisch-/ Futterproduktion haben also einen enormen negativen Einfluss auf das Klima.
Nicht nur darum, esse ich keine Tiere mehr.

Ebenso fast alle Süßwaren, die Palmöl verwenden, auch die „üblichen“ Zwiebacks, Kekse, etc.
Doch es tut sich langsam etwas. Ich habe tatsächlich Produkte gefunden, die ohne Palmöl hergestellt sind.

So gebe ich Zwieback ohne Palmöl den Vorzug und habe richtig gute Waffeln und Kekse gefunden.
Wenn etwas Palmöl enthält, verzichte ich darauf, das habe ich gelernt (s. hier: Unverzichtbarer Verzicht ).

Nun die Kekse kosten für mein Budget zu viel (sind aber so lecker), doch von den Waffeln habe ich gleich einen Vorrat gekauft,
probiere mich durch alle Geschmäcksrichtungen, damit ich nur noch meinen Geschmacksfavoriten im Regal liegen habe.

Bezeichnenderweise sind viele italienische Produkte. In Deutschland herrscht eben unangefochten die Politikindustrie,
da haben andere Länder ein ganz anderes Verständnis von Qualität, lassen sich Gutes auch was kosten
und sind nicht so „industriefreundlich“ wie wir hierzulande.

Tollerweise, verzichten diese Produkte auch auf Aromen und kilometerfressende Grundstoffe.
Noch, solange sie noch so wenig Absatz haben (na ja, wenig ?), kosten z.B. die Waffeln ca. 0,3 € mehr,
doch das Geschmackserlebnis macht es wett und man konsumiert nicht, sondern genießt mehr.

Außerdem, wenn sich das Konzept der „Ökoroutine“ endlich mal durchsetzt, wird es günstiger, nicht billig also Vorsicht, preiswert eben.
Das Prinzip der Ökoroutine wird unter diesem Namen und Titel von Michael Kopatz, in seinem wegweisenden Buch (Ökoroutine) beschrieben.
ISBN 978-3-96238-084-7

Für die Waffeln, muss ich ein wenig Werbung machen. Die anderen Produkte sind auch ohne alles hergestellt, doch die Verpackung
(vor allem die Aufbewahrungsbox innen) ist leider unnötigerweise noch aus Plastik.
Darauf verzichte ich, denn erstens kosten sie für mich zu viel und zweitens meide ich unnötige Verpackungen.

Da könnte man etwas anderes nehmen, es gibt schon welche aus Papier.
Aber jetzt lüfte ich das Geheimnis, denn ich freue mich so über diesen Ansatz in die richtige Richtung, dass ich die Seite hier angeben möchte. Diesen und anderen Produkten ohne Palmöl, mit nachhaltiger, gelebter Idee, sollte man den Vorzug geben.

https://www.loacker.com/de/de/home

Es ist zu über 80 % Kopfsache, sich das Fleischessen (und anderes) abzugewöhnen, bzw. einzuschränken, sich umzugewöhnen,
offen für Gutes, ein wenig anders Schmeckendes zu sein, zwar seltener, dafür aber hochwertiger wirklich zu genießen,
anstatt täglich zu konsumieren.

Alltägliches verliert den Reiz und Genuss muss besonders bleiben, sonst wird unser Belohnungssystem nicht stark genug gereizt.
Weswegen Reiche z.B. nicht glücklicher sind, weil verschwenderischer Luxus für sie so normal geworden ist,
dass er nichts Besonderes mehr ist, gar nicht genossen werden kann und kein Glücksgefühl auslöst.

Aber zurück zur tierlosen Ernährung:
Es schmeckt besser, es gibt fantastische Rezepte und ich vermisse nichts.
Dafür muss kein Tier leiden, getötet oder Regenwald gerodet werden und ich benötige keinerlei Nahrungsergänzung.

Meine Blutwerte sind so, dass mich mein Arzt häufig ungläubig ansieht und meint, es sei statistisch so gut wie unmöglich,
dass alle getesteten Werte im Normbereich liegen.
Also kein Grund, an Zivilisationskrankheiten zu sterben 😉

Das Schreckgespenst „Eisenmangel“ war nur anfänglich meine Sorge, denn bald stellte sich heraus, dass der Wert zwar geringer wurde,
jedoch immer noch satt im Normbereich lag.
Wäre ja auch komisch, wenn z.B. fast ganz Indien, mit einem enormen Anteil an Vegetariern, krank wäre.

Doch das Gegenteil ist der Fall und es zeigt sich einmal mehr: Du bist, was Du isst.
Hierzulande Zivilisationskrankheiten durch zuviel Zucker, Fett, Fleisch von panischen Tieren, überfettete Menschen,
deren Anteil in erschreckendem Maße ansteigt, zunehmende psychische Erkrankungen (schon bei Jugendlichen) und dort
großteils schlanke, meist gesunde, gut ernährte Menschen, die genug Bewegung haben und zufrieden alt werden,
weil jedes Alter gebührende Wertschätzung erfährt.

Wer also Fleisch isst, isst Regenwald, wer unkritisch einkauft, isst Regenwald, wer den Bio-Siegeln absolut vertraut, isst oft Regenwald, …
Weil diese Produkte so schön billig sind, wird alles daran gesetzt, den Verbraucher im Unklaren zu lassen, zu verwirren
und eventuelle Zweifel in den Hintergrund zu schieben.

Viele beruhigen ihr Gewissen damit, dass sie ja schließlich „kompostierbare“ Bio-Mülltüten oder Kaffeekapseln verwenden
und glauben tatsächlich, sie täten etwas für die Umwelt. Doch diese Produkte sind für die industrielle Rotte nicht gedacht.

„Bio“- Mülltüten aus Plastik müssen in Kompostieranlagen mühselig aussortiert werden, sind nach einer künstlichen Rotte kaum verändert
und belasten das Erdreich. Sie dürfen sich „kompostierbar“ nennen, weil sie unter optimalen, kleinräumigen Bedingungen im Labor
innerhalb von 90 Tagen zu einem gewissen Teil verrottet sind. Die industrielle Rotte dauert jedoch höchstens drei Monate.

Es könnte zeitlich also knapp reichen, doch herrschen in einer Großrotte weniger optimale Bedingungen, als im Labor
(und erst recht im Garten) und so sind „kompostierbare“ Kaffeekapseln nach der Rotte quasi spülbar und neu zu befüllen
und die „Bio“- Mülltüte ist nahezu unverändert.

Sie sind also beide, exemplarisch für viele angeblich kompostierbare Produkte, nicht wirklich kompostierbar, Augenwischerei, Greenwashing und Beruhigung des oft wenig ausgeprägten ökologischen Gewissens.

Bei Mode ist es das gleiche Spiel. Fast alle Modelabel haben eine „Bio“- Sparte, doch nicht alle Siegel berücksichtigen alles.
Hier gilt, wie bei allem: „Weniger ist mehr“.

Eine elfte Jeans im Schrank, macht auch nicht glücklicher, verbraucht jedoch etwa 9 000 l virtuelles Wasser,
für Baumwolle, Produktion, Färben, etc.

Man kann Textilien zwar ökologischer, aber nicht ganz unschädlich produzieren, doch mit der Beschränkung auf Nötiges
und Berücksichtigung der Siegel, verringert sich unser Einfluss durch unseren Konsum enorm !

Ähnlich katastrophal sieht es bei T- Shirts aus. Auch hier gilt: „nicht mehr, als man braucht !“
Und wenn man etwas braucht, sind z.B. das GOTS- Siegel (Global Organic Textile Standard), das FWF ( Fair Wear Foundation), Fairtrade
und das strengste Siegel Naturtextil IVN zertifiztiert Best zu nennen. Sie stehen wenigstens für die wichtigsten Bio- Standards.

Aber, es ist wie immer, die „Beweislast“ liegt am Endverbraucher. Man muss sich durch den Dschungel durcharbeiten und zum „Profi“
in Sachen Ökologie, Nachaltigkeit usw. werden. Diese Verantwortung ist für viele zu viel, zumal die Industrie nichts unversucht lässt,
zu verwirren, zu verschleiern, intransparente Angaben zu machen, …

Ganz dickes JA, natürlich !, jede:r muss anfangen und etwas tun, aber der Industrie muss ein gesetzlicher Rahmen gegeben werden. „Öko“ muss Standard werden, es darf nicht erschwert werden, bewusst einzukaufen ! Die „Beweislast“ muss in die Industrie verlegt werden und zwar per Gesetz, sonst geschieht nichts !
Es muss erschwert werden unbewusst einzukaufen.

Ich bin „Überzeugungstäter“ und nehme mir die Zeit, meine Lebensmittel, Haushaltsmittel, etc.
bio zu kaufen, manches (Palmöl) zu meiden und vieles selbst herzustellen (Überblickseite alternative Haushaltsmittel).
Aber ich sitze in der Grusifalle und bin dazu verdammt, Däumchen zu drehen.

So fülle ich meine Tage eben mit sowas, was jetzt dringender ist als jemals zuvor. Doch was ist mit dem Normal- Verbraucher,
der Mutter mit ein paar Kindern, denen, die ihre Zeit nicht „Totschlagen“ müssen ?

Sie haben nicht die Zeit und die Ruhe, alles zu prüfen und genau da setzt die Werbepsychologie an. Es ist immer noch viel einfacher unvernünftig und unsozial zu leben, als Rücksicht auf unseren Planeten zu nehmen.

Es muss Schluss sein, mit Industriepolitik, die nur „grünen“ Schein für den Verbraucher
und ungeahnte Schlupflöcher für die Industrie hervorbringt. Die Industrie hat kein Interesse an Rücksichtnahme auf den Planeten,
es sei denn, es rechnet sich. Also sorgen wir dafür, dass es sich rechnet, indem wir anständigen Produkten den Vorzug geben !

Die Industrie kennt nur Wachstum um jeden Preis, dummerweise gibt es da den Verbraucher und der Trend geht eindeutig in eine,
für sie unerwünschte, Richtung. Je dringender ein beherztes Handeln notwendig wäre, desto stärker werden die Anstregungen
der Werbepsychologen, uns in die „Ökofalle“ zu locken, damit wir glauben, unser Konsum entspräche unseren Vorstellungen.

Is Odil

Heute im Kalender (Reflexion über unsere allgemeine Einstellung):

„In Ceylon (Sri Lanka) stellt der christliche Europäer
ebenso wie der buddhistische Singhalese
die Marmeladenbüchse in einen Teller voll Wasser.

Beide tun es zu dem gleichen Zweck:
um die Ameisen abzuhalten;

aber der Europäer tut es,
damit die Marmelade nicht von toten Ameisen verunreinigt wird,

und der Singhalese tut es,
damit die Ameisen nicht in der Marmelade zu Tode kommen.“
(Paul Dahlke)

Kindereien

Angesichts der Erkenntnisresistenz vieler, bin ich stark am Zweifeln. Am Zweifeln, ob genügend Vernünftige etwas tun,
statt immer nur auf andere zu zeigen und so weiter zu machen, wie bisher.

Eine Weile kaufte ich Butterkekse und Spritzgebäck, um sie in meinen Tagesablauf zu integrieren.
Sie waren ohne Palmöl und im Falle der Kekse, in Wellpappe verpackt.
Nun hat Rewe das Butterspritzgebäck durch eines mit Palmöl ersetzt und die Butterkekse
sind bei Rewe UND bei Edeka plötzlich in Plastik verpackt.

Zur Erinnerung:
Palmöl wird zwar viel billiger angeboten, ist jedoch eine gesättigte Fettsäure und somit ohne nennenswerten Wert für uns.
Es wird als billiges Fett in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt und ist geschmacksneutral, weswegen der „Butter- oder Olivenölgeschmack“ dann durch biliges Aroma ersetzt wird, um uns ein hochwertiges Produkt vorzugaukeln.
Für den Anbau, wird in hohem Maße die grüne Lunge der Welt gerodet, was schädlich für das gesamte Ökosystem und unseren Planeten ist.

Der Anbau, mag ja „Bio“ sein, doch bevor man diesen „Verkaufsförderer“ einsetzen kann, um den Absatz zu sichern,
zerstört man gewachsene Ökosysteme, venichtet funktionierenden Wald, der unsere Luft reinigt sieht nur den schnellen Profit.

Etwa 20 % des weltweiten Sauerstoffs, werden im Amazonas produziert und Bolsonaro ermöglicht es den Farmern dort, den Wald zu roden, was mit Feuer geschieht und das in den Pflanzen gebundene CO2 gerät schlagartig in die Athmosphäre.

Es ist Zeit, dieses Vorgehen per Gesetz zu ächten.

Doch zurück zur Plastikorgie:
Plastik mag zwar billiger in der Herstellung sein, die Folie ist ergiebiger und Wellpappe ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss,
doch auf der Pappengrundlage könnten immer nachhaltigere Papiere verwendet werden, während bei Folie der Preis und die Energiebilanz vielleicht dafürsprechen und sogar das Prädikat „ökologisch“ haben können.
Aber bezüglich Ökologie, Nachhaltigkeit und Umwelt, sind sie der falsche Weg. Plastik wird vorwiegend aus Erdöl gewonnen
und landet gegebenenfalls – die verschlungenen Wege unseres Mülls, kann man nicht nachvollziehen – im Meer.

Der schon eingeschlagene Weg, hin zur Papierverpackung, war ein Anfang, der jetzt zunichte gemacht wurde.
Nicht nur verliere ich die Zutaten für mein Kaffeeritual, denn ich werde diese Sachen nicht kaufen.
Ich muss eine Alternative suchen, ohne Palmöl und mit einem nachhaltig ausbaubaren Verpackungsmaterial.

Dazu muss ich sehen, wie ein Herr Bohlen im Lockdown auf den Malediven mit seinem Reichtum protzt und erklärt,
er war nie, er ist nicht und wird nie ein Beispiel sein. Was für ein Egotrip. Gerade begann ich sein Auftreten zu relativieren, dann dies !

Nun, da hat er wohl das Adjektiv „gut“ vergessen, denn selbst wenn er kein Vater wäre – weswegen alleine er schon eine Vorbildfunktion hat -, hätte er schon eine Vorbildfunktion, nur durch seinen Bekanntheitsgrad und die daraus resultierende „Reichweite“.

Leider ist er nicht der Einzige, vielen ist die aktuelle Lage gerade egal und die Reiseziele sind dankbar, dass überhaupt jemand Urlaub macht. Doch kann man sein Umfeld, seinen Einfluss, seine „Reichweite“ und Vorbildfunktion dazu nutzen, etwas Sinnvolles zu tun und zu helfen !!!

Natürlich nehmen sie einige zum Vorbild und zeigen auf deren Beispiel: „Der/ die macht es ja auch so !“

(Titelbild oder auch Brian)
Doch diese Art zu protzen, fällt auf alle zurück. Also nicht nur sie !

Eine mehr als peinliche Vorstellung und Ausrede, denn jeder von uns hat eine Vorbildfunktion inne.
Ob wir wollen oder nicht, irgendjemand orientiert sich an unserem guten oder schlechten Beispiel !

Interessant ist, dass 1 % der Reichsten etwa doppelt so viel des globalen CO2- Austoßes verursachen (15 %),
wie die ärmere Bevölkerung (7 % [Oxfam- Studie]).
Die 10 % der „Reichen“ sind sogar für etwa die Hälfte des CO2- Ausstoßes verantwortlich.

Hier besteht Potential für alle. Denn sie scheffeln ihren Reichtum auf dem Rücken der Bevölkerung !
Nichtsdestotrotz sehen die meisten nur ihre Dividende und handeln verantwortungslos !

Viele protzen lieber mit ihrem Geld, statt es in förderliche Projekte zu investieren.
Manche tun wirklich Gutes mit ihren Privilegien. Ich muss mir vom Mund absparen, was ich Obdachlosen, Flüchtlingen, etc. zukommen lasse, während diese unvernünftigen Erkenntnisallergiker nur eine Idee zu haben brauchen und das Geld und die Bediensteten Handlanger sind da, um sie zu verwirlichen.

Das kommt noch zur unangemessenen Verpestung unserer Luft dazu. Die Erde und die Luft gehören uns allen und niemand hat das Recht, sorglos mit ihnen umzugehen. Auch ein Herr Bohlen und Co. nicht !

Hier ist der Wandel dargestellt und wir müssen weg vom Profitdenken.

Die „Profitmacher“ handeln zu langsam, weil wir ihnen alles abkaufen. So praktische Waschmittel, die man nicht mehr selbst dosieren muss und die alles mit der vollen Breitseite waschen, sind zwar angeblich „biologisch abbaubar“ und beruhigen so das Gewissen, sind jedoch erst nach zig Tagen abgebaut.

Das schafft keine Kläranlage, in denen das Abwasser innerhalb eines Tages gereinigt werden muss (Vom Gröbsten befreit eben ! A.d.R.).
Ich bin Techniker für Wasser- unhd Abfallwirtschaft und kenne das Potential der Kläranlagen.

Zudem sind in diesen Pods so problematische Stoffe enthalten, wie „flüssiges Plastik“ (Polymer), das ungeklärt in unseren Flüssen landet.
Der Verbraucher hat es bequem und denkt, er schade der Umwelt nicht. Doch weit gefehlt, es ist grundsätzlich zu viel, es enthält Bleichmittel, die unsere Bunt- und dunkle Wäsche aufhellen, so für frühzeitige „Unansehnlichkeit“ sorgen, den Müll oder die Altkleidercontainer füllen
und Plastik, das nicht abgebaut wird und die Umwelt nachhaltig schädigt.
Die Werbeindustrie schürt hier sogar Ängste vor unsichtbaren Flecken. Was glauben wir noch alles ?

Altbekannt ist ja die Praxis, eigentlich sparendere Waschmittelkonzentrate, zwecks Verkaufsförderung, mit Füllstoffen künstlich aufzublähen. Nur weil wir als Verbraucher denken, viel sei besser.

Dabei ist faktisch genau so viel „Waschkraft“ enthalten, wie in Konzentraten !
Jetzt sollen wir schon Angst vor Unsichtbarem haben ! So entstehen verkaufsfördernde Phobien,
die irgendwann in Behandlung müssen.

Und mal ehrlich, von wegen “ Ich bin doch nicht blöd“ ! Wirklich ?
Hier wird uns schon sei „Ewigkeiten“ etwas verkauft, was daneben in konzentrierter Form zu haben ist.
Ist das kennzeichnend, für intelligentes Verhalten ?

Genau mit diesen „absatzfördenden“ Maßnahmen, reitet die Industrie den Planeten in den Keller, statt Verantwortung zu übernehmen,
weil wir lieber „One-Klick“- Recherche betreiben und der Werbeindustrie alles ungeprüft abkaufen.

Ein Genug, ist hier genug und wenn man dann noch auf unproblematische Inhaltsstoffe achtet, tut man wirklich etwas.

Es ist an der Zeit, den Spieß umzudrehen, selbst Verantwortung zu übernehmen
und die Industrie auf andere Ziele zu lenken, als nur Profit.

Viele machen es vor, doch wir Verbraucher leben lieber in einer Illusion von etwas, weil sie billiger zu haben ist,
als die teilweise aufwändige Herstellung echter Qualität !

Doch ich schweife ab. Wir lassen uns nur zu gern täuschen, die Tricks der Werbeindustie sind subtil. So subtil,
dass auch offensichtlicher Schwindel, aus einem faktischen Verlust, eine Gewinnwarnung macht. Was hat Verlust mit Gewinn zu tun ?
Außer dass man beides gegeneinander aufrechnet, um Bilanz zu ziehen.

Wir als Verbraucher haben die uneingeschränkte Macht, indem wir nur noch kaufen was nötig ist, nur noch „echte“ Lebensmittel kaufen
(lokal, saisonal) und uns zu echten kritischen Verbrauchern mausern.

Ich lerne täglich dazu, muss manch bittere Pille schlucken, doch boykottiere ich konsequent Ungenügendes.
Ich warte lieber bis ich, entweder das Geld habe, mir einen Wunsch zu erfüllen oder reduziere meine Wünsche.
Das schiebt Impulskäufen einen Riegel vor und die Werbeindustrie erreicht mich kaum noch.

Werden wir also wieder unser eigener Herr, reduzieren unsere Wünsche und akzeptieren nur noch, was gut ist und nicht nur, was billig ist.
Das landet sowieso bald auf dem Müll !

Es gibt viele, die meine alternativen Rezepte ausprobieren möchten (Link Überblicksseite Alternative Rezepte)
und damit ist schon ein Teil Industrielüge unwirksam und es setzt ein Nachdenken ein, weil andere Ziele angesteuert werden.

Ans Herz gelegt sei allen Pflegediensten der bedarfsorientierte Einsatz von Betriebsmitteln, um Geld und Müll einzusparen.
Willkommen wäre ein Umweltmanagemant, denn künftig werden diese Dienste danach „ausgesucht“.
(Vordruck: Musterbrief Kosteneinsparung für Pflegedienste (2 Seiten)).

Sind wir Vertreter des Homo sapiens oder des Homo oeconomicus ? (s. Mutterschiff)
Lasst uns aktiv unser Leben in die Hand nehmen und die (Groß-)Händler durch unser Kaufverhalten zu vernünftigen
und rücksichtsvollen Produktionsarten zwingen.
Sie reagieren ausschließlich auf den Umsatz ! Ein „Weiter so“, bringt uns nur um !

Is Odil

Im Kalender heute:

„Es gibt kein Zeichen der Höflichkeit,
welches nicht einen tiefen, sittlichen
Grund hätte !“

(J.W. von Goethe)

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