Darum geht es hier: Naturschutz

Medèn Ágan

Medèn Ágan, ein weniger bekannter Spruch des Orakels von Delphi (Zur vollständigen Ansicht auf das Bild klicken).
Er bedeutet: „nichts allzu sehr“ und er bewahrt vor Schaden und oft vor dem Tod
(Natürlich das Beherzigen der Lehren die man aus ihm zieht, nicht der Spruch an sich ! 😉 ).

Dieser Spruch und meine persönliche Auslegung, mit allem Maß zu halten
(„Hänge dein Herz nicht an weltliche Dinge“, „nimm nur, was Du kennst und gegeben ist, …“),
hat mich schon vor vielerlei Schaden bewahrt, indem ich immer beherzigte in allem Maß zu halten und zu sammeln (Pilze, Wildkräuter),
statt in blinder Gier zu ernten. Sie also einzeln einer Prüfung zu unterziehen.
Denn Gier (auch nur ein Aufkeimen), lässt einen falsch urteilen und wenn es dumm läuft, eben das letzte Mal !

Was ich möchte und erkenne, doch noch nicht kenne, probiere ich „nicht allzu sehr“.
Dann kann mir höchstens unwohl werden, doch ich sterbe nicht.
Manche Pilzgifte sind richtig eklig und manches Pflanzengift führt zu multiplem Organversagen (Maiglöckchen z.B.),
was einem den ganzen Tag versauen kann 😉 .

Es sind alljährlich viele Tote durch Vergiftungen an Pilzen oder an „Bärlauch“ zu beklagen. Ich bedauere das sehr,
doch irgendwann sind sie beim Sammeln in den „Erntemodus“ gekommen und waren nicht vorsichtig genug.

Ich sehe und denke weiter, prüfe alles, vor allem etwas ich zu mir nehme,
ob es mir schadet, bzw. ab welcher Dosis es mir schaden könnte, um die richtige Dosis zu finden.

Aus der Phytologie ist bekannt, dass, bis heute, viele hochwirksame Medikamente z.B. mit dem altbekannten Wirkstoff Digoxin
(ein Wirkstoff aus rotem Fingerhut [Digitalis]) zur Herzkräftigung hergestellt werden.
Bei dem eine zu geringe Dosis, keine Wirkung zeigt, eine zu hohe Dosierung zum Herztod führt.
Die richtige Dosis aber zur Therapie von Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen eingesetzt wird und den Herzmuskel stärkt.

Das meinte Paracelsus, als er sagte:
„Die Dosis macht das Gift !“

Wenn ich sammle, prüfe ich jedes einzelne Teil (jedes Blatt, -n Pilz, -e Wurzel) darauf, ob es das ist, was ich suche.
Auf was ich nicht kenne oder beim geringsten Zweifel, verzichte ich. Mit steigender Übung, geht es immer einfacher,
weil man seine „Ausreden“ kennt (Hierzu mein Blog: Verzichten ).

Dies ist die Essenz einer Lebenslehre und ich habe so sehr davon profitiert (ich lebe noch ! 😉 ), dass ich mir den Spruch
(natürlich in altgriechisch) tätowieren ließ. So habe ich ihn nicht nur als Gedanke im Kopf, sondern auch als, schmerzhafte,
Erinnerung in meinem Gedächtnis !

Überall auf der Welt, in jeder Sprache, in jeder Kultur, in jeder Philosophie oder Religion, gibt es hervorragende Orientierungshilfen,
kurze knappe Sätze, die einen Teil der Weisheit des Lebens ausdrücken und auf den Punkt bringen.
Natürlich muss man auch dort die Spreu vom Weizen trennen, denn vieles sind Binsenweisheiten oder einfach nicht ernst gemeint.

Doch um hier eine treffende Interpretation leisten zu können, braucht es ein wenig Übung in der Sprache
und im „Surfen“ zwischen Assoziationsfeldern (den auftauchenden Assoziationen).
Man muss sozusagen Einzel(be)deutungen zusammentragen und eine Deutung erstellen, um die Tragweite zu erfassen.

Betrachtet man die lange Ausbildung unserer Politiker sollte man meinen, es wäre genug Zeit gewesen,
um die Grundsätze der Lebenslehren zu erfassen.
Doch leider richten sie sich, seit ich denken kann, nach rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten.

Die Weisheit ist leise und muss ergründet werden. Wirtschaftliches Denken hingegen
ist oft entgegengesetzter „Meinung“ und so brüllend laut, dass sie die Weisheit nicht hörten.

Wir brauchen dringender denn je:

Seit langer Zeit schon, gibt es Menschen, die auf die Weisheit hinwiesen. Die an das Gewissen appellieren und warnen.
Doch die Politik wandte sich der Industrie zu, fusionierte mit ihr und es entstand die Politikindustrie, wo Weisheit, Warnung vor dem Absturz, Hinweise auf die Säge die am Ast sägt auf dem wir sitzen, nicht gehört wurden.

Um die Menschen wieder dazu zu befähigen, zu verstehen, wo welche Lebenslehren Niederschlag finden, wo sie zusammengefasst sind,
was sie bedeuten, welche Tragweite die Kernaussage hat, …Plädiere ich ausdrücklich für Geisteswissenschaften in allen Formen.

Die Technik- und Fortschritts-gläubigkeit, bringt das Schlechteste im Menschen hervor, denn er reagiert nur noch auf technische Reize.
Er ist Sklave seiner Technikgadgets, nicht Herrscher !!!

Denn technische Spielereien, Entscheidungs“hilfen“, trainieren nur das schnelle Denken, das stark von unseren Affekten abhängt
und immer mehr das Leben bestimmt. (Blog mit den Denkarten: Trotzdem )

Entwickeln wir jedoch Empathie, „kennen“ verschiedenste Denkweisen, Lebensentwürfe, Philosophien, …so können wir unser Leben
in Kontext mit unserem Dasein stellen und den Lebenslehren „auf die Schliche kommen“, um vorsorglich klug handeln zu können.
Dabei sind sie und die Wahrheit ein offenes Buch, nur liest man nicht mehr !

Das ist leider immer seltener der Fall und ich stehe oft fassungslos vor menschlichen Zellhaufen und frage mich,
was das für Menschen sind. Sie sehen aus wie Menschen, wie erwachsene Menschen, agieren jedoch so offensichtlich wie Kinder.
Das Dumme an der ganzen Sache ist, dass sie ihr Verhalten „normal“ finden.
Doch wenn Unmenschlichkeit und Herzlosigkeit normal sind, bin ich lieber verrückt !

Apropos:

Bis die Generation die jetzt im Kindergarten Empathie lernt (vom Elternhaus ist es nicht zu erwarten) groß genug ist, um Einfluss auf das gesellschaftliche Leben zu nehmen, sind wir an ihr zugrundegegangen.
Erst heute musste ich zusehen, wie jemand das Auto laufen ließ und währenddessen vor der Garage fegte.

Ich ging einkaufen und erst auf dem Rückweg, fuhr er in die Garage. Angesichts der Diskussionen, angesichts der Knappheit der Ressourcen, dem immer schmaleren Geldbeutel, ist es mir völlig unverständlich, wie man so handeln kann.

Einerseits ist ein enormes Bewußtsein entstanden. Es hat Menschen, die wirklich versuchen, alles zu reduzieren
und sich Gedanken darüber machen, welchen Einfluss etwas auf das Ganze hat.
Andererseits gibt es viel zu viele, die den Schuß nicht gehört haben und nicht einmal in der Lage sind, ihre Lage zu überdenken.
Nicht etwa aus Blödheit, also dem Unvermögen zu denken, sondern aus purer Dummheit, die jeden persönlichen Einsatz scheuen
und an das Gesamte nicht denken können, weil sie kein Bild davon haben (geschweige denn, sich eins machen können).

Aber egal, es geht mir vorwiegend darum, aufzuzeigen, dass die Wirtschaft (Politikindustrie) seit Jahrzehnten Bescheid weiß,
was geschehen kann und jetzt, wo es geschieht überfordert ist. Das ist in der Wirtschaft so, in der Coronapolitik etc.
Statt zu tun, was dringend nötig ist und die Bürger zu schützen, schaffen sie Gesetzeslücken für die „gebeutelte“ Industrie
und wundern sich über den geringen Effekt für den Menschen und die Natur.
Denn wenn die Industrie eine Gesetzeslücke entdeckt hat, wird sie ausgekostet, ohne gedanklich auch nur in die Nähe der Erkenntnis zu kommen, dass es besser wäre, ehrlich zu wirtschaften.

In Sachen Corona, werden Querschläger mit Samthandschuhen angefasst „Es sind ja nicht nur, sind ja nicht alle …,…“, nur weil sie Diktatur schreien und sich auf Menschenrechte berufen. Bis man den Clowns widersprechen kann, toben sie sich aus
und gefährden andere mit ihrer Überzeugung.
Das ist Terror, wie pubertierende Kinder ihre Umwelt schikanieren. Sie können ja gegen die Impfung sein, doch sollen sie in Gottes Namen
die Konsequenzen tragen. Eine Konsequenz ist die, dass sie sich eben den Regeln des öffentlichen Lebens beugen müssen
und nicht alleine gegen alle zu sein.

Etwa ein Drittel Ungeimpfte, gefährden zwei Drittel Geimpfte, machen alle Bemühungen zunichte und wir werden um drastische Einschränkungen nicht herumkommen.
Überall fallen Einschränkungen weg, doch wir taumeln von Welle zu Welle. Das Virus mutiert vor sich hin und jede neue Welle wird schlimmer, als die vorhegehenden. Es ist eine Frage der Verantwortung gegenüber den Mitmenschen,
ich möchte nicht, dass meine Freunde leiden, also ist es das Wenigste was ich dafür tun kann, sie zu schützen.

Man kann sich im Leben immer frei entscheiden, nur muss man auch die Konsequenzen tragen. Ich kann mich entscheiden,
mich ganz frei aus einem Flugzeug zu stürzen und ganz und gar in der Freiheit aufgehen, mich frei wie ein Vogel zu fühlen,
doch die finale Konsequenz kann man nicht wegdiskutieren. Man stürzt in den Tod.

Ähnlich das Verhalten in Bezug auf den Zustand der Erde. Wir wollen ja …, aber nicht ohne…und das muss auch noch...
Es braucht wirksame Maßnahmen und die Welt muss an einem Strang ziehen, doch was ich sehe, sind „Individualisten“ (Sonntagsrebellen),
die die Gesamtheit duch ihr Verhalten gefährden. „Starke“ Männer, die nur ihre narzißtrische Persönlichkeit ausleben, …
Hier fehlt es an Verantwortung, denn der/die Einzelne zählt nicht im Leben.

Die Industrienationen müssen ärmere Länder im Kampf um ein Abbremsen der Klimaerhitzung finanziell unterstützen.
Jetzt ist Klimagerechtigkeit gefragt, denn zu wenig tun, kostet Menschenleben, Geld, Nerven !

Wir haben es schließlich sehenden Auges verbockt, aber ärmere Länder sind mit der Mammutaufgabe überfordert
und investieren nicht in die Zukunft, sie kämpfen ums Überleben !

Is Odil

Doch was reg‘ ich mich auf ? Heute nämlich im Kalender:

„Ich bin ein Pilger hier,
drum geht mich nicht an,

was in der fremden Welt
von andern wird getan.“

(Tersteegen)

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