Darum geht es hier: Gottesgeschlecht

Wer bist Du

 

„Als Gott die Erde schuf, übte sie nur !“, ist ein beliebter Spruch der Feminist*innen.
Er drückt aus, was zwar unmöglich ist, betont jedoch die Wichtigkeit weiblichen Handelns.

Ich komme auf dieses Thema, weil eine Freundin von mir ihrem Unmut darüber Luft gemacht hat,
dass der Zustand der Welt zu 98 % durch männliches Verhalten zu verantworten ist.

Auf die Schnelle finde ich nur Daten aus Deutschland, wonach nur etwa jede dritte Führungsposition von einer Frau besetzt wird
(28,9 % [s. Destatis]).

Das heißt noch lange nicht, dass diese Frauen das gesamte Gebaren ihrer Firma bestimmen.
Ein Großteil der Führungskräfte ist eben männlich, das ganze System ist männlichem,
hierarchischem Denken entsprungen und somit zur Gänze männlich geprägt.
Ich bin mir sicher, in vielen anderen Ländern fällt die „Frauenquote“ noch schlechter aus.

Alles in allem, der Zustand der Welt ist von Männern verursacht. Frauen haben ihnen Glauben geschenkt, als diese ihre Produkte anpriesen, sich jedoch nur Gedanken um Profit machten und nicht um Umweltverträglichkeit.
Nicht nur sie, so gut wie alle Konsumenten haben sich blenden lassen und lassen sich noch blenden.

Noch ein Wort zum „Geschlecht“ Gottes. Jahrtausendelang und religionsübergreifend wurde uns Gott als männlich verkauft.
Den Gegenpol dazu, bildet die Einleitung. Ungeachtet der psychischen Auswirkungen, nahm man viele Aussagen einfach so hin,
weil sie eben männliche Attribute waren.

So eben die Vorstellung eines zürnenden Gottes (von rachsüchtigen Männern in die Welt gebracht),
die Unterdrückung der Frau (weil Mann sich nicht unter Kontrolle hat),
Kreuzzüge, Inquisition, Kriege, sexualisierte Gewalt und was sonst noch „im Namen Gottes“ verbrochen wurde und wird.

All diesen „gottgefälligen“ Verhaltensweisen ist gemein, dass sie von Männern befeuert wurden.
Männer haben sich beispielsweise zu exklusiven Interpreten der Religionen aufgeschwungen (Päpste, Imame, Mullahs, …),
die körperlich schwächeren Frauen an den Rand gedrückt und sie zu Dienerinnen der eigenen Selbstgefälligkeit gemacht.

Dieses Verhalten findet sich überall wieder, in Konzernspitzen (s.o.), im Privatleben, im Verkehr, in der Politik, im Recht zu Wählen,
im Recht ein Konto zu eröffnen, … Kurzum in der Selbstbestimmung eines wichtigen Teils unserer Gesellschaft.

Frauen haben sich notgedrungen teilweise in die Rollen eingelebt, die ihnen Männer zugestanden haben (oft aus Faulheit)
und jeder Versuch von Eigenständigkeit wurde vom männlichen System unterbunden.

System change, not climate change.

Ich kenne nur Männer, die ein Problem mit Homosexualität haben. Sie akzeptieren sie bei Lesben (wenn sie zuschauen dürfen ! 😉 ),
haben aber gleichzeitig eine irrationale Angst vor Schwulen.

Frauen dagegen, fühlen sich eher vom Druck des heterosexuellen Mannes befreit und atmen eher erfreut auf: „Der will ja gar nichts von mir !“, Sie freuen sich darüber, endlich sensible Männer, denen sie nicht als Lustobjekt dienen, zu erleben.

Auch, wenn Männer es nicht gerne hören, müssen sie sich ein Beispiel an der Sensibilität nehmen.
Sie ist in ihnen, jedoch so tief unter einem falschen männlichen Selbstverständnis begraben, dass jede sensible Reaktion mit Schwäche gleichgesetzt wird.

Das Selbstverständnis des Mannes, ist die Wurzel für mannigfaltige Übel in der Welt, in der Gesellschaft und der Religion.

(v.l.n.r. Raubbau, Bonzentum, Homophobie, Plastik- planet)

„Interessant“ ist hierbei die Entwicklung eines Stockholmsyndroms bei den Frauen, die sich in ihre Rolle fügen mussten,
denn sie verdammen oft genug selbst die Versuche zur Selbstbestimmung der Frau.

Jeder Mann hat auch eine erste Frau in seinem Leben. Nämlich seine Mutter und die Rolle die sie einnimmt,
wie der Vater sie behandelt und Ihr begegnet, bestimmt in erheblichem Maß,
wie der männliche Spross die Frauenwelt erlebt und schlussendlich behandelt.
Das gilt genauso auch für den weiblichen Nachwuchs, die sich beide ein Beispiel an der Mutter und ihrer Rolle nehmen.
Natürlich auch am Verhalten des Vaters !

Aber ich schwafel mal wieder ab ! 😉
Zum Geschlecht Gottes ist zu sagen, es gibt keines ! Gott ist neutral, allwissend und weit über die Dualität unseres Daseins erhaben.
Das göttliche Prinzip, für das unsere Gottesvorstellung steht, hat kein Geschlecht. Leugner sind fast zu 100% Männer oder von männlicher Weltsicht geprägten Frauen. Was auch die, geradezu leidenschaftliche, religiöse Gewalt erklärt.

Wir müssen unser anthropozentrisches (den Mensch zum Mittelpunkt machendes) Verständnis beiseitelegen und uns klarmachen,
dass Gott eine pandimensionales Form ist (sich also in vielen Dimensionen manifestiert)
und in diesen Dimensionen gibt es keine Geschlechterzuordnung.

Wie schätzen wir Gott ein, wenn wir ihm etwas so Kleinliches und Beschränktes, wie unser Urteil unterstellen ?
Das sollten sich die Interpreten religiöser Texte einmal fragen.
Dies ist die wahre Blasphemie des männlichen Wahns !

„Männlich, muskulös, erigiert, aber eben kopflos.“

Wenn der Schwanz steht, ist der Verstand im Arsch !“ 😉

Einzig hier auf der Erde, mit unseren „nur“ drei erlebten Dimensionen (seit Einstein sind es vier [Zeit]), ist eine Unterscheidung möglich,
aber zur Zeugung von Leben, ist nicht einmal ein männliches Wesen notwendig (s. wikipedia).
Soviel also zur „Wichtigkeit“ des Mannes.

Unsereins ist ja schon mit mehr als drei Dimensionen überfordert (leider viele schon mit zwei 😉 ).
Wir sind dreidimensionale Wesen (unser Erleben beschränkt sich meist auf drei. A.d.R.),
sind aber mit fünf Sinnen ausgestattet, die uns ein differenziertes Erleben dieser Dimensionen ermöglichen.

Um einen vollständigen Eindruck der Welt, bzw. unseres Gegenübers zu bekommen, müssen wir uns im selben Raum befinden.
Nur dann erhalten wir einen Eindruck, der nicht unbedingt der ganzen Wahrheit entsprechen muss (s. Gleichnis in Let’s get loud !)
Aber seit den 2000ern begnügen wir uns immer mehr mit einem Bildschirm und haben drei Sinneseindrücke ausgeklammert.
Wir fühlen nicht, wir riechen nicht (wobei dabei viele Informationen ausgetauscht werden) und schmecken nicht.

Mit Schmecken ist nicht, der direkte Kontakt unserer Zunge mit dem Gegenüber gemeint (Ich habe Dich abgeleckt, jetzt gehörst Du mir ! 😉 ).
Wir schmecken pausenlos, was wir riechen und erhalten so einen zusätzlichen Eindruck.

Die Redewendung, jemanden … riechen zu können, ist Zeugnis dieses Zusammenhangs.
Er ist schon sehr lange Bestandteil der kollektiven Weisheit.
Über den Geruch des anderen, können wir unbewusste Informationen erhalten.

Bei der Partnersuche z.B. über die Immunabwehr, und vieles mehr. Das hat den Sinn:
Um eine möglichst hohe genetische Vielfalt zu erreichen, finden wir ein Gegenüber anziehend,
dessen Immunsystem sich möglichst stark vom eigenen unterscheidet.
Und da der Geruch direkt auf unser Gefühlszentrum wirkt, wissen wie binnen kürzester Zeit,
ob uns der andere sympathisch ist oder nicht, ob wir unser Gegenüber riechen können oder nicht !

Wir sind also im sozialen Kontakt drei Fünftel unserer Sinne beraubt und die Kommunikation ist oberflächlich geworden,
damit auch unser Empfinden (weil es keine moralische Instanz gibt), unsere Sprache verlottert zusehends und damit unsere Sitten.

Mittlerweile ist es leider „normal“, eine „Liebesbeziehung“ per SMS zu beenden,
es ist normal in einem Land über einen Bildschirm in einem anderen Land, Menschen zu töten,
es ist „normal“ einen Mob zu bilden, es ist „normal“ …

(die fantastischen Vier, Titel: „ganz normal, Album: „die vierte Dimension“)

Würden diese Menschen ihre Handlungen direkt mit allen Sinnen erleben, wäre die Hemmschwelle größer.
Würden Menschen den Partner vor sich haben und direkt erleben, was die Trennung bei ihm/ ihr auslöst,
wäre man gefühlvoller oder würde sich mehr anstrengen.

Der Mensch hat an Wert verloren ! Aber sie können nicht wissen, was sie tun, sie sind schließlich so aufgewachsen
und es schmerzt mich mitzubekommen, was sie sich unwissentlich antun !

Diese Wertlosigkeit des Lebens allgemein, kommt noch erschwerend zum üblichen Machogehabe der meisten hinzu.
Eine Paarung beider führt zur völligen Gefühllosigkeit gegenüber Kritikern, denn sie stehen einem ja im Weg.
Immer brutaler, ungezügelter und gnadenloser agieren Menschen.

Mit Schrecken sehe ich die Entwicklung schon in Kitas, Schulen und sonstigen, von unserem System vorgeschriebenen,
Ansammlungen unbedarfter Kinder. Mittlerweile sind die, deren „Erziehung“ falsch lief (s. Blog Smart) alt genug,
haben selbst Kinder bekommen, die sie noch defizitärer aufziehen,
die nun schließlich ihre ohnmächtige Wut und kindliche Frustrationen unkontrolliert in Kitas, Schulen, Jugendgruppen, etc. ausleben.

Ich selbst leide schon zeitlebens an einer anders gearteten ohnmächtigen Wut, die mir das Leben schwer macht
und immer leichter ungerichteten Zorn in mir aufsteigen lässt, von dem ich bisher nichts wusste und lebte meine Impulse.
Das führte schließlich in die ständige Betäubung mit Alkohol und einer Alkoholsucht (die ich, wie andere Süchte auch, bewältigt habe).

Zeitlebens schon, übe und verinnerliche ich schon Entspannungstechniken, ohne sie hätte ich sehr wahrscheinlich
eine ausufernde Gewalttätigkeit an den Tag gelegt.
Ich weiß also ein wenig darüber, wie es ist, eine undefinierte, unsägliche, ohnmächtige Wut in sich zu haben
und welche (unbewussten A.d.R.) Reaktionen daraus folgen können. Die Tragweite meiner Impulse, wird mir erst später in Ruhe bewusst.
Weswegen ich auch für kreative „Langeweile“ plädiere. Wir müssen unserem Geist die Chance geben, Fehlverhalten als solches zu erkennen.

Das schnelle, impulsive Denken (das Ego), weist jede Verantwortung von sich.

Es lenkt die Aufmerksamkeit eines wachen Geistes von sich weg, auf andere:

“ Sie war’s ! Sie war’s !“ „Er war’s ! Er war’s !

Kommt der Geist zur Ruhe, schaltet sich das langsame Denken ein, man kann klarer sehen
und die eigenen Reaktionen in dieser Situation besser beurteilen. (s. Blog Trotzdem).

Aber, wir kommen heutzutage kaum mehr zur Ruhe.
Jede „unbespaßte“ Situation wird mit Videos, Telefonaten, Textnachrichten, …, gefüllt.
Das leider entgegen jeden Anstandes, weil man keine andere Moral kennt als das eigene Ego.

Versteht mich nicht falsch, ich freue mich darüber, dass man mittlerweile überall alles machen kann.
Es geht nicht darum, dass man es macht, vielmehr darum, wann und vor allem wo man es macht.

Man sitzt beispielsweise im Bus in einer Vierergruppe und ein „Modern(d)er“ Mensch fängt an einen Face time-Anruf zu tätigen
(natürlich mit Lautsprecher an).
Dieser Mensch überlegt nicht einen Augenblick lang, dass es andere stören könnte, wenn er seiner Sucht frönt.
Es ist ihm nicht einmal unangenehm, nur wenn man etwas sagt entlädt sich der ganze angestaute Frust, so dass man lieber schweigt.
Nun, ich gebe meinem Unmut darüber Ausdruck und erhalte keinerlei Unterstützung., obwohl es laut Untersuchungen etwa 70% stört.

Manche schauen sich mit lautem Lautsprecher ihre Videobibliothek an oder hören ihre Sprachnachrichten ab.
Es gibt keinerlei Hemmschwelle, die sie dazu veranlasste, damit zu warten, bis sie in einem passenden Umfeld sind.

Die einzige moralische Orientierung, die sie kennen ist die Moral des Netzes und (a)social media. Doch da gibt es so gut wie keine und Geisteswissenschaften, die Einzelne zur Beurteilung befähigten, sind kaum noch vorhanden.
„Moralischer Kompass“ (027 – 2000, ab ca. 2000 Ich, ich ich, ich, …

Geisteswissenschaften und philosophische Überlegungen, setzen Verhaltensweisen in Gang,
die Einzelne erst befähigen ihr eigenes „Gut“ zu gestalten und damit eine moralische Orientierung zu erhalten,
die von der Gesellschaft mitgestaltet werden MUSS, sonst läuft sie eben oft aus dem Ruder.

Genau das verstehen die meisten eben unter Freiheit, aber diese Form der „Freiheit“ endet in der Unfreiheit der Einzelnen
und ist somit nicht frei. Sie endet, wie in meinem Fall in der Unfreiheit, Entscheidungen zu treffen,
die eine Sucht weiterhin ermöglichen und eine Ausrede liefern.

Noch einmal, wir sind nicht so schwach und hilflos unseren Impulsen ausgeliefert. Die Industriepolitik, die Populisten, die Werbung, …,
lenken uns mithilfe unserer Impulse. Das funktioniert nur solange, wie wir uns als machtlos erleben.
Doch wir können etwas tun (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht und Meme Verzichten). Wir können uns dem manipulativen Druck entziehen,
indem wir Konsum erst einmal einstellen, denn beinahe alles ist „Betrug“ und nach und nach Dinge mit langer Lebensdauer,
die reparabel und nach eigenen Kriterien hergestellt sind, kaufen.
So haben wir immer mehr Gutes, das uns lange Freude macht, und befreien uns vom Joch,
konsumieren zu „müssen“.

Is Odil

Heute ein überaus passender Spruch im Kalender:

Egozentrierung bedeutet einfach
das Bloß-sich-selber-Sehen,
während alles andere
ringsum verblasst,

es ist die Überbeachtung
des eigenen Ichs,
die Überbeschäftigung
mit dem Selbst,

die jedes
mitmenschliche Du
und die gesamte Vielfalt
der Umwelt
in den Schatten stellt.
(Elisbeth Lukas)