Darum geht es hier: Glück ?

Zufriedenheit

Wer mich kennt weiß, dass mir sowohl die Gesundheit des Planeten, als auch unsere geistige Gesundheit
am Herzen liegen. Es klingt abgedroschen, aber wir können nicht gesunden (ganz werden ! A.d.R.),
wenn uns die Gesundheit des Planeten nicht am Herzen liegt (s. Blog Notwendig )

Diesmal geht es um das große Thema Zufriedenheit,
die untrennbar mit dem Glück (s. Blog Glück der Blog) verbunden ist.
Es geht nicht darum Glück zu haben, sondern Glück zu empfinden.

Das ist von Mensch zu Mensch verschieden, denn je nachdem, wie man aufgewachsen ist
und welche Beispiele man während seines Lebens hatte, empfindet man anders.
Entsprechend ist man auch mit jeweils anderem zufrieden !

Verschiedene Studien kamen zu unterschiedlichen Ergebnissen (s. ardalpha).
Festzuhalten ist allerdings, dass mehr materieller Besitz
nicht automatisch zu entsprechend größerem Glücksempfinden beiträgt.

Wohl trägt materieller Besitz, bzw. die Verfügbarkeit der Mittel die man benötigt, das tun zu können was zum eigenen Glück beiträgt,
in gewissem Maß zum Glücksempfinden bei.
Zufällig kann ich ein Lied davon singen, denn seit meiner Hirnblutung (manche entsinnen sich vielleicht ! 😉 ),
bin ich permanent dabei, Mangel zu verwalten und kann nicht einfach tun, was ich will, bzw. was mir guttut.

Allzu leicht bleiben Entspannung, Beziehungen, „Seele baumeln lassen (Urlaube sind schon seit 13-14 Jahren nicht mehr drin), …,
auf der Strecke, nur um „überleben“ zu können. Man braucht, für die sogenannte „soziale Teilhabe“ einfach genügend Mittel,
um nicht immer ablehnen zu müssen, wenn sich Freunde zum Stammtisch o. ä. treffen, man sich spontan auf einen Kaffee trifft
oder sonstige, nicht private Zusammenkünfte. An Kultur ist gar nicht zu denken.

Sehr schnell vereinsamt man, weil man sich immer darum kümmern muss, genug zum Leben zu haben.
Es sind erhebliche geistige Anstrengungen nötig, um dem Geist andere und kostenlose Formen der Entspannung und „Bestätigung“ zu geben.

Denn „gönnt“ man sich einmal etwas, muss man es am Monatsende büßen. Gefährlich ist, dass ständig Triebe geweckt werden
und man zusehends verzweifelt, weil man will, es aber nicht „drin“ ist.

Ist das Verlangen auch nach reiflicher Überlegung noch vorhanden, hat man genug Antrieb, auf die Anschaffung zu sparen.
Das gelingt nur, wenn man sozusagen Verzicht übt (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht). Dann gelingt es leichter !

Neben genügenden finanziellen Mitteln kommt die, in der Psychologie so genannte, Selbstwirksamkeitsüberzeugung zum Tragen.
Das bedeutet, die Erfahrung zu machen, dass man durch eigene Anstrengung, etwas verändern kann.
Im besten Fall macht man das bei sich selbst mittels langsamen Denkens (s. Blog Trotzdem u.a.).

Oft in Form von „Kreativität“, in der man sein Verhalten dem Ziel anpasst und immer besser wird dabei,
sein Handeln mit seinen Zielen zu vereinen.
Etwas zu bauen, etwas anzubauen, etwas zu malen, zu Photographieren, zu Wandern,…

Alle diese „Hobbies“ erzeugen Glücksmomente, denn mit Erreichen eines Zieles, erfolgt eine Bestätigung,
die ganze Glückskaskaden in unserem Gehirn auslöst (Dopaminausschüttung).
Außerdem sind darin viele Gelegenheiten zum meditativen Tun enthalten, in denen wir unseren Geist „spielen schicken“,
wie ich es gerne nenne, weil geistige Kapazitäten frei werden.

Apropos, die humoristische Definition von Hobby ist:
Mit maximalem Aufwand, minimalen Nutzen zu erzeugen.“ 😉

Das führt unweigerlich zur Ausbildung von Vorstellungen und „Problemlösungen“, die wir in den kreativen Prozess
und gegebenenfalls in unser Leben integrieren können.

Wir passen unser Handeln also unserem Wollen an. Das geht u. a. auch mit langsamem Denken (s. abermals Blog Trotzdem).
Je näher unser Handeln unserem Wollen kommt, desto ausgeglichener, glücklicher und zufriedener sind wir mit uns und unserem Leben.

Durch gewohnheitsmäßiges „Einstreuen“ dieser Erlebnisse, können wir erheblichen Einfluss darauf nehmen, was wir brauchen,
um zufrieden zu sein. Krasses Beispiel wäre das Empfinden von festem Boden.
Für einen Ertrinkenden ist ein schwimmendes Objekt genug „fester Boden“,
während ein Bergmann bei einem Bergsturz lieber weniger festen Boden hätte ! 😉

Um Verzicht üben zu können, sei bewusstes Fasten in jeder Form und wieder mal mein Blog Unverzichtbarer Verzicht empfohlen.
Man übt Verzicht dann, wenn man kann und nicht wenn man muss !

Nicht nur in der Welt, in der Natur oder in Gesellschaften, ist eins direkt (wenn auch nicht immer offensichtlich) vom anderen abhängig.
Das liegt auch dem Konzept des horizontalen Denkens (s. Blog Do it now) zugrunde.

Unsere Haltung bestimmt unser Glücksempfinden, dieses bestimmt den Grad unserer Zufriedenheit
und je zufriedener und ausgeglichener wir sind, desto leichter fällt uns gesunder Verzicht,
der wiederum zu unserem Glücksempfinden beiträgt, …, und so schließt sich ein Kreis.
Richtig, wieder eine Rückkopplungsschleife.

Wir können also das Eine, durch das Andere beeinflussen.
Leben wir oberflächlich, entspricht unser Handeln immer weniger unseren Überzeugungen
und wir werden immer unglücklicher, damit unzufriedener und es fällt uns schwer, auf etwas zu verzichten,
denn wir werden leicht schwach.

Es ist ein Teufelskreis, denn wenn wir unseren Trieben nachgeben, sind wir leichte Opfer der Manipulationen der Überwachungskapitalisten
(weswegen sie unser Denken auch an der Oberfläche halten ! A.d.R.).

Seit Langem, empfehle ich immer wieder die Lektüre von Professorin Shoshana Zuboffs‘ Buch
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3).
Dort wird erschöpfend beschrieben, wie sehr unsere Unbedarftheit ausgenutzt wird, um Profit zu machen.

Spätestens nach dem Lesen dieses Buches, dürften genug Energien bereit stehen, den Konsum zu verweigern.
Wir können nicht alle Lügen und Illusionen, die sie uns unterbreiten oder in uns wecken aufdecken.
Aber wir können aufhören, uns so leicht Illusionen zu machen (machen zu lassen ! A.d.R.)!

Wir müssen sofort anfangen, zu leben, was bedeutet, sich von der Abhängigkeit zu lösen und langsam,
denn es wird uns ja seltenst beigebracht, eine eigene und fundierte Meinung zu bilden.
Der Werbung nicht zu glauben, denn sie verkauft uns selbst Fliegen noch als „Grün“.


„Und warum ist GlAlBbMm grün ?“

„Nun, der gesamte Gepäcktransport
vom Check- In zur Maschine,
erfolgt elektrisch !“

Damit meine ich bilden, denn nur Wissen kann den Nebel der Illusionen verwehen. Wir können, und müssen auch, nicht alles wissen.
Wir müssen nur verzichten können (s. Blog Link unverzichtbarer Verzicht oben).
Dadurch sparen wir schon 100 % unseres Haushaltsgeldes.

Aber da man nicht leben kann, ohne etwas zu konsumieren, müssen wir uns bei allem erst einmal fragen:

Und fällt die Antwort auf „brauchen“, sollten wir uns ein qualitativ hochwertiges, klimagerechtes, Produkt suchen und eventuell darauf sparen
(was uns ja durch die Einsparung und unsere Übung im Verzichten immer leichter fällt [wir müssen Verzicht im wahrsten Sinne erst üben !]).

Bei Lebensmitteln, eben wenig, aber hochwertig (es ist sogar Bio drin).
Ihr werdet nicht glauben, mit wie wenig man sich zufrieden gibt, wenn man sich nur gegenüber der Werbung immunisiert.
Außerdem kann man freier entscheiden, was man in sein Leben lässt, denn die Übung in Verzicht macht frei.

Charlie Winston singt in seinem Lied, „Like a hobo“:
“The less I have, the more I am a happy man.
(je weniger ich besitze, desto glücklicher werde ich).

Es ist das “leichte Gepäck” von dem so viele singen, dichten, sprechen, … Wenig zu bedürfen, bedeutet Reichtum, und zwar inneren Reichtum.
Diese Art Reichtum kann uns selbst durch unseren Tod nicht genommen werden.
Materieller Reichtum dagegen bleibt in diesen Dimensionen (4 von mind 26) zurück.

Es sind die Erfahrungen und das Erlernen der Selbstbeherrschung, die wir als Schatz verinnerlichen.
Ein materiell Reicher ist nicht automatisch zufriedener, denn er „enthebt“ sich der Realität
und lebt im Grunde permanent in Angst um seine materiellen Güter,
denn ein Reicher ist ohne sie buchstäblich nichts,
es sei denn, er hat gelernt, sich zu beherrschen.

Es gibt einen schönen Spruch, der mir immer wieder hilft:
„Der edelste Kampf, ist der gegen sich selbst !“

Dieser dauert länger als ein Leben, es braucht ein ganzes Dasein, um den Kampf gegen sich zu bestehen,
wohingegen eine Lebensspanne ausreicht, um materielle Reichtümer anzuhäufen.
Die Frage sei gestattet: „Wer ist wirklich reich ?“

Ich singe kein Credo auf die Armut, weder auf meine eigene oder die, die Menschen zu Sklaven unserer Industrie macht.
Aber im Verzicht liegen so viele Erfahrungsschätze verborgen, die man nicht erfährt, wenn man sich alles (Materielle) kaufen kann.

Ein Mensch der nicht verzichten muss, entwickelt keine Strategien, um trotzdem zufrieden zu sein. Denn das ist unser Bestreben.
Wir wollen glücklich und zufrieden sein, wobei das Eine das Andere bedingt.

Is Odil

Mögen alle Wesen glücklich sein
ohne Krankheit, Sorgen, Pein !

Dieser indische Segenswunsch ist der schönste Wunsch dieses Universums. Trotzdem noch ein Spruch aus meinem Kalender:

„Wenn jemand leidet
und Sie nicht wissen,
wie Sie helfen können,
dann versetzen Sie sich
in seine oder ihre Lage.

Stellen Sie sich so lebendig wie möglich vor,
wie es Ihnen ginge,
wenn Sie dieselben Schmerzen erdulden müssten.

Fragen Sie sich:
„Wie würde ich mich fühlen ?
Wie würde ich von meinen Fruenden
behandelt werden wollen ?
Was würde ich von ihnen erwarten ?“

Sich selbst an die Stelle anderer zu setzen,
ist ein sehr wirkungsvoller Weg,
die Umklammerung des
am Selbst klebenden Ichs zu lösen
und Mitgefühl zu entwickeln.“
(Sogyal Rinpoche)

Das fürs neue Jahr !

 

Glück der Blog

(Click on pic)

Gibt man in einer Suchmaschine den Begriff „globale Temperaturen“ ein und klickt auf „Bilder“,
wird man überschüttet mit Diagrammen, Messreihen, Schaubildern usw.,
die allesamt einen unleugbaren Trend Richtung heiß, heißer, zu heiß zeigen.

Der Club of Rome hat bereits 1972 einen Bericht mit dem Titel „die Grenzen des Wachstums“ veröffentlicht (s. Club of Rome).
Und der Club besteht nicht nur aus Biologen, Wissenschaftlern oder Naturfreaks,
sondern aus Experten unterschiedlicher Disziplinen aus verschiedenen Ländern.

Alleine diese zwei Tatsachen, sollten allen die Augen öffnen, dass unser bisheriges Vorgehen,
das für unsere Lage verantwortlich ist, nichts taugt. Sind wir glücklicher ?

Im Gegenteil, je mehr wir nämlich den schönen Worten glauben, desto unzufriedener werden wir.
Je mehr wir uns unseren Alltag von den Mittelchen, Convenience- Food oder Apps erleichtern lassen,
desto unausgeglichener werden wir.
Die Versprechungen der Industrie können uns nicht glücklich machen, weil sie nur ablenken und zum Konsum verleiten sollen.
Das sichert deren Reichtum, bringt uns jedoch um !

Im Endeffekt sterben wir unzufrieden, auf der Jagd nach den Verlockungen des Konsums.
Wir leiden körperlich an den Folgen unseres Konsums und seelisch an konstruktiver Hektik,
weil wir vergebens das Glück in den Versprechungen der Industrie suchen.

“Ja, renn !“

Doch das Geheimnis des Glücks findet sich nicht in materiellen Gütern. Eine unerschöpfliche Quelle für die Vorgehensweise,
wie man glücklich(er) werden kann, liegt in der Weisheit philosophischer, manchmal auch religiöser
(weil man dort Allgemeinwissen integriert hat) Texte,
und in den Überlieferungen, von denen sich unsere Gesellschaft in ihrem Modernitätswahn, entfernt hat.

Seit Beginn der Industrialisierung, hat die Industrie auf Kosten der Umwelt, also allen Menschen, und mittels der Arbeits- und Geisteskraft scheuklappentragender Spezialisten, ihren Gewinn erwirtschaftet. Sie setzen unsere Gesundheit aufs Spiel, weil sie nicht gut für uns,
dafür aber billig produzieren und uns somit die Verantwortung für unseren Körper absprechen.
(s. Sebastian Lege, Sendung Besseresser [Besseresser])

Wenn wir schließlich an ihren „Illusionen von …“ erkranken, zahlt die Gemeinschaft für die Behandlung.
Sie selbst reden sich aus der Verantwortung, man müsse es ja nicht konsumieren.
Geben jedoch Unsummen dafür aus, ein gutes Image zu verkaufen
und, wie im Blog Water and more beschrieben, für Lobbyarbeit.

Aber Image macht nicht glücklich, es werden Begehrlichkeiten geweckt, die es so gar nicht gibt.
In der Autowerbung z.B. fahren die Fahrzeuge grundsätzlich alleine auf ihrem Weg,
um in uns den Wunsch nach entspannter Mobilität und grenzenloser Freiheit aufkommen zu lassen.

Mal ehrlich, nichts ist ferner der Realität, als ein Auto, das einsam durch Häuserschluchten fährt.
Noch on top: „ein Auto alleine auf einer Fähre,“ (dieselbe Werbung).

Das ist nur ein Beispiel, wie sie uns mit unterschwelligen Botschaften manipulieren !
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3)

Jede Warnung wurde übergangen, zweifelnde Mitarbeiter als untragbar entlassen oder abgestellt, der Verbraucher erst mittels des Arguments „Der Zweck, heiligt die Mittel !“ oder dem Druckmittel der Arbeitsplätze ruhiggestellt und solange er seinen Wohlstandsbauch
satt vor sich herschob, den Abend bei Bier und Fernsehen ausklingen lassen konnte, war es ihm, leidlich egal, was er damit verursacht.

  „Was das wieder Arbeitsplätze kostet !“

Ich sage es immer wieder, schon im alten Rom kannte man die Methode, die Massen ruhig zu stellen. Panem et circensis (Brot und Spiele).

Sie haben uns eingelullt und von wesentlichen Dingen abgelenkt. Genau so versuchen sie jetzt, mit unabschätzbaren Folgen
(als hätten wir nicht genug zu tun), die Tiefsee mit riesigen Maschinen, die Manganknollen aufsaugen, auszubeuten.

Dabei ist es ihnen egal, dass man die Spuren von Versuchsreihen noch nach Jahrzehnten quasi unverändert am Seeboden findet,
oder dass mit den Knollen Unmengen an Kleinstlebewesen mit aufgesaugt werden und quasi als Beifang dem Tod geweiht sind.
Was sind schon Mikroorganismen ?

Ich möchte nur noch einmal daran erinnern, wie sehr unser Leben (das Leben an sich), von Mikroorganismen abhängt.
Ohne sie wäre unsere Haut empfindlich, könnten wir quasi nichts verdauen, es gäbe keine Atmosphäre,
keine Umwandlung von mineralischen Nährstoffen im Boden, zu organischen, pflanzenverfügbaren Nährstoffen, etc.
(s. auch Blog Boden gut machen und Wissen vor Acht- Natur)

Im indischen Buddhismus gibt es ein schönes Gleichnis darüber. Du magst ein Insekt geringschätzig zertreten und Dich mächtig fühlen.
Doch am Ende wird dein Körper von ihnen gefressen. Wer triumphiert also ?

Die Industrie setzt sich in ihrem Wahn, Profit zu machen, über alle Gesetze des Lebens hinweg.
Sie haben in den letzten etwa 100 Jahren ein System (selbst erhaltend, s. Blog Fakten, keine Meinungen) aufgebaut,
das unliebsame kritische Stimmen abwürgt, die Masse im Glauben lässt, sie könne sich Luxus leisten und reiben sich die Hände,
weil der Verbraucher immer mehr sinnloses Zeug konsumiert, was ihren Gewinn maximiert,
aber die Überlebenschancen des Menschen minimiert !

Nur das Glück mehrt sich dadurch nicht. Es kann sich nicht mehren, denn Glück liegt nicht in materiellen Dingen.
Es ist Freundschaft, Liebe, Beistand, Erleben, Naturerlebnisse, Selbstwirksamkeitempfinden, soziales Engagement, …

So viele Sachen, die alle tun können, machen glücklich, nicht ein neuer SUV, das oder das Essen, keine App, nichts Automatisches,
denn es geschieht ohne unser Zutun und wir können uns deswegen nicht „auf die Schulter klopfen“,
nichts von dem, was uns die Industrie suggeriert, kann auch nur im Entferntesten glücklich machen.
Glaubt ihnen nicht, für Geld tun sie alles. (s. oben „Rohstoff“)

Leider macht das nicht nur die Industrie, es existiert schon länger ein Trash- TV Format Namens „Big brother“.
Was zu meiner Zeit eine Horrorvorstellung war, befriedigt heute den Voyeurismus des Publikums.

Oder was habe ich neulich sehen müssen ? Eine Show mit dem Untertitel: „Für Geld mach‘ ich alles !“. Gut, die Show ist mittlerweile abgesetzt, doch alleine die Tatsache, dass bis zu 13,4 % Marktanteile dadurch generiert wurden,
sagt viel über den geistigen Zustand unserer Gesellschaft aus.

Habe ich mich am Anfang des privaten Fernsehen noch gefragt: „Wo haben die diese Menschen her ?“
begegnen mir solche Menschen auf der Straße, in „Fachgeschäften“ im Supermarkt, …,
diese Menschen entscheiden über mein Wohl und Wehe auf dem Amt.

Wir müssen uns emanzipieren und die gefährlichen Tricks mit denen sie unser Handeln manipulieren, ausschalten,
indem wir uns unempfindlich gegenüber den Verlockungen machen (s. Blogs Unverzichtbarer Verzicht und Verzichten [als Hintergrund]),
denn sie sind nicht unser Ziel !

Sie sind alleine das Ziel der Industrie, deren einziges Begehr nicht etwa unser aller Wohl ist, es geht ihnen ausschließlich um Profitsteigerung und wenn man dann „sozialverträglich frühablebt“ 🙂
haben sie schon längst unsere Kinder manipuliert, die sich gegen die perfiden psychologischen Tricks nicht wehren können,
die vom Säuglingsalter an „gebrochen“ werden (s. Blog smart), denen Hilflosigkeit gegenüber Impulsen vorgelebt wird, …

Wie einfach ist es dann, sie über diese Impulse zu steuern und den Profit zu steigern. Wir erreichen keine Zufriedenheit,
solange wir unseren Impulsen, die fremdgesteuert sind, machtlos gegenüber stehen.
Die kollektive Weisheit hatte noch Überlieferungen über genau diesen Sachverhalt,
aber die Menschen wachsen heute weitgehend ohne moralisch- psychische Orientierung auf.
Es zählt ihr Ego und die schlechten Beispiele ihrer unwissenden Bezugspersonen !

Glaubt nicht, Ihr wärt immun. Die stetige Berieselung mit Fake News, Werbung, Influencern, usw.  macht etwas mit uns,
der Gebrauch von (a)social media, alle Posts, alle Profile, alleine schon das ständige Mitführen eines Mobiltelefons
geben ständig ungewollt und ungefragt Daten preis.

Gelangweilt, weil es nervt, klicken wir unbewusst auf Cookies zulassen und gestatten ihnen damit alles.
Mehr als wir ahnen, zu beobachten, zu beurteilen, zu … (warum wohl sind häufig nur sie „auffällig“ gestaltet ? 🙂 ).

So kann ein vergleichsweise harmloser Post in den (a)sozialen Medien von einer ausgelassenen Party dazu führen,
dass Algorithmen einen Kreditantrag ablehnen oder eine Bestellung nicht gesandt wird.

Schließt solche Fenster und klickt Euch durch zu einem, wo zumindest „ablehnen“ steht,
denn mit der Einwilligung setzt man sich jemand auf die Schulter, der/ die jede Aktivität,
auch im Netz, beobachtet und beurteilt. Man gibt ihnen damit quasi den Freibrief für die eigene Entmündigung!
(s. Interview Shoshana Zuboff , Buch „das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“, ISBN 978-3-593-50930-3)

(Bob Marley, „could you be loved“, Album „Uprising!)

Unverändert und unverfroren, treiben sie mit uns ihr Unwesen, wir sind einfach zu leichtgläubig.
Sie sagen zwar, man kann ja alles irgendwo einstellen, doch die Vereinbarungen sind absichtlich so gestaltet,
dass beinahe alle, spätestes nach einem „angemessenen“ Scrollmarathon entnervt aufgeben.
Meist zugunsten der Einwilligung in die Cookie- Richtlinien und die Falle schnappt zu.

Die Wenigsten suchen aktiv nach einer ablehnbaren Richtlinie oder noch besser, eine Seite ohne so eine Richtlinie.
Zu ungeduldig sind wir, wenn es um unsere Impulse geht.
Sie verlangen nach sofortiger Befriedigung und genau das ist deren Konzept.

Schlagen wir ihnen also ein Schnippchen (Neudeutsch „Schnäppchen“ ! 🙂 .
Unsere Impulse werden nämlich maßgeblich von unseren Trieben gesteuert. Hat man seine Triebe im Griff,
beurteilt man seine Impulse treffender und so kann man sie unter Kontrolle bringen.

Versteht das bitte nicht falsch ! Ich war 5 Jahre lang Dj und habe 3 Jahre einen Internetradiosender gehabt,
ich weiß also durchaus was von unseren Trieben und wie man sie (durch Musik) lenkt !
Ein weiser Spruch in meinem Kalender lautete in etwa so.

Triebe sind die Pferde, die du vor deinen Wagen spannst. Lenke und zügele sie, wenn es unpassend ist,
lass aber in passenden Momenten sie Zügel frei !

Es gibt Momente, in denen wir die Zügel lockern müssen, sonst können wir nicht tanzen, nicht singen und sind langweilige Liebende,
ohne Feuer, ohne Leidenschaft, ohne echtes Gefühl ! Unsere Triebe sind nicht per se schlecht, aber nicht jeder Moment ist für alle geeignet !

Aber zurück, ihr werdet jetzt vielleicht sagen: „Ich habe doch nichts zu verbergen“ und habt selbst seltenst mit Konsequenzen zu rechnen.
Das führt zur Gewöhnung an die Bespitzelung (Phase II des Enteignungzyklus [s. Shoshana Zuboff]).
Aber diese Daten werden terabyteweise, ungefragt erfasst und führen zur Gestaltung realer Policen, Kaufverträge, Kreditverträgen, etc.
Da steht kein, wie auch immer, gebildeter Mensch dahinter. Ein Algorithmus entscheidet nach Aktenlage über Euch.

Eine automatisierte Welt etabliert sich, man kann nicht betteln oder überzeugen, um Aufschub, Stundung oder sonstwas bitten.

Es ist eine kalte Welt ohne Herz und Hirn und so gehen wir ein. Nicht sofort, aber wir können so nicht leben.
Nebenbei bemerkt, so will ich auch nicht leben

 “Just the two of us

Was geschieht ist, es bestehen mittlerweile mehr als zwei Welten. Zumindest die reale, die virtuelle,
die der Reichen und Industriellen, die der Überwachungskapitalisten, …

Doch alle weiteren Welten entfernen sich stetig von der Realität. Wir bewegen uns, wir leben, lieben, sterben in der realen Welt.
Die virtuelle Welt grätscht beinahe überall dazwischen und macht das Leben schwer genug,
die Welt der Reichen und Industrie scheint keine Realität zu kennen
und von den Überwachungskapitalisten liest man am besten im Buch von Prof. Shoshana Zuboff oben !

Das gesamte, rund um Profitmacherei entstandene System ist marode, höchst korrupt und ausschließlich dem Expansionsimperativ hörig, egal, was die Menschheit dazu sagt. Deswegen müssen wir alte Strukturen aufbrechen und es einfach besser machen.

Und ich sage ebenfalls:

System change, not climate change

Wir haben kollektiv falsch gehandelt, haben den Versprechungen der Industrie, die ohne Rücksicht über unser Leben bestimmt, geglaubt. Auch sie hat sich verfeinert und immer perfidere Methoden der psychischen Beeinflussung entwickelt.
Diese Methoden sind so fein und kaum spürbar, dass der Einzelne überzeugt ist, er/ sie handle nach freiem Willen.
Aber der Wille wird erst frei, wenn wir wissen was wir wollen. Aber es ist meist eben nur das, was wir wollen sollen.

Schon Schopenhauer sagte damals:

„Der Mensch kann wohl tun
was er will,

aber er kann nicht wollen
was er will !“

So triggert die Industrie Wünsche in uns und weckt damit Impulse, über die wir steuerbar sind. Der einzige Weg aus der Falle ist es,
sich vom Konsum loszusagen, denn 98 % der Dinge, die wir kaufen, brauchen wir gar nicht.
Sie belasten unser Leben und fangen großteils Staub oder landen ungegessen im Müll.

Außerdem können wir nichts davon über dieses Leben hinaus „retten“.
Materielle Dinge lassen wir zurück, das Einzige, was uns bleibt ist, wer wir sind und was wir in diesem Leben gelernt haben.
Wieder einmal verweise ich hier auf meine Blogs Unverzichtbarer Verzicht und Verzichten, für eine Erweiterung des Horizonts.

Um nicht sinnloses Zeug konsumieren zu müssen, hier meine Seite alternative Haushaltsmittel, denn vieles, woran wir uns gewöhnt haben (gewöhnen sollten), ist absolut sinnlos und dient nur dazu, in uns ein angenehmes Gefühl auszulösen (wie „freie Fahrt“ in der Autowerbung).

Ich habe mich viel zu weit davon entfernt von dem, über das ich ursprünglich schreiben wollte,
aber Umweltschutz fängt bei unserer Wertschätzung an und wir müssen unsere Prioritäten neu setzen !

Is Odil

Heute mal kein Spruch aus meinem Kalender, sondern aus einem Film:

„Wir sind dreidimensionale Wesen.
mit fünf Sinnen.

Wenn wir wirklich etwas mitteilen wollen,
brauchen wir alle Dimensionen
und alle Sinne.

Das ist nur der Fall, wenn wir mit dem Anderen
in einem Raum sind !“

(Zitat aus „Der Schatten, 3sat)

Und passend zum Titel:

„Vergebens sucht der Mensch
des Glückes Quelle
weit außer sich in wilder Lust

In sich trägt er
den Himmel und die Hölle
und seinen Richter in der Brust.“
(Ernst Eckstein)