Darum geht es hier: Bio

Hausgemacht

Ohne Frage, wir stehen alle vor der größten Herausforderung in der Menschheitsgeschichte.
Auch wenn manche Populisten das Gegenteil behaupten, nur um kurz als „Macher“ dazustehen
und den Schein zu vermitteln, sie wüssten besser Bescheid, als andere. Sie sind ja schließlich informiert. 😉

Bestes Negativbeispiel ist der ehemalige Präsident der USA. Es gab tatsächlich Menschen, die ihn vergöttert haben. Und die gibt es noch, unsichtbar, unkontrolliert (s. auch : Geschwür ) Wo führt dieser nur Geist hin ?
Das ist gefährlichster Populismus und man braucht sich nur auf der politischen Bühne der Welt umschauen.

Es ist ein Trauerspiel, wem Menschen ihr Vertrauen schenken, wenn man ihnen in der Not irgendwas verspricht.
Mich wundert es nicht, dass er die Massen über asocial media beeinflusst hat !
Da glauben sie den größten Schwachsinn und merken nicht mal, wie sie instrumentalisiert werden (und das hatte er wirklich drauf !).

„Don’t think science knows“

Oft ist es besser, zu schweigen und für weise gehalten zu werden,
als den Mund aufzumachen und alle vom Gegenteil zu überzeugen !
🙂

Das hat er im Ernst gesagt und wahrscheinlich auch geglaubt. Dummerweise haben ihm, seine Wähler, auch noch geglaubt !
Was bedenklich genug ist und den weltweiten geistigen Zustand zeigt.
Mein Kommentar dazu ist und bleibt:

Die Daten sprechen für sich. Das Klima ändert sich und ungeachtet des persönlichen Empfindens
war z.B. der August 2021, mit 16,2° C (Quelle Statista), nur geringfügig (vernachlässigbar)
unter dem Durchschnitt von 16,8 ° (Quelle: beste-reisezeit.de)

Unser persönliches Empfinden fand ihn zu kalt und zu regnerisch, geradezu untypisch. Doch gerade weil er so war,
kann man auf eine Klimaerhitzung schließen. Klingt paradox und Trump würde darüber, wie üblich , Witze machen (s.o.).
Denn, wie schon im Blog „Verweildauer = Klimaerhitzung“ beschrieben ((Verweildauer = Klimaerhitzung ),
hat die Erhitzung des Klimas eine Abschwächung des Nordpolarstreams (nördl. Jetstream) zur Folge.

Kurz ein lansameres „Wandern“ der Hochs und Tiefs, wodurch der jeweilige Einfluss verstärkt wird
und eine Verlagerung deren „Route“ gen Norden. So haben also Wetterextreme größeren, weil längeren, EInfluss.

So konnten z.B. Tiefdruckgebiete, um die es ja hier geht, sich längere Zeit, mit feuchter Luft „vollzusaugen“ und diese Feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum in einem engen Gebiet abregnen. Die kühlere Luft aus Norden, auf der Westseite der Tiefs,
wird länger über unser Land geleitet, die Luft und der Boden kühlen entsprechend stark ab.
So dass ein folgendes Hochdruckgebiet viel „Masse“ erwärmen muss, bis es spürbar wärmer wird.

Durch unsere Art der Bewirtschaftung alleine nach Wirtschaftskriterien, haben wir, ohne nachzudenken, natürliche Puffer zerstört.
Wir haben Wälder gerodet und mit „schwachen“, aber schnell wachsenden Fichtenmonokulturen bepflanzt,
so dass weniger ausgleichende, gesunde Wälder vorhanden sind.

Wir haben die Böden „vergewaltigt“, indem immer größere Felder mit Monokulturen entstanden, ohne Struktur, ohne Abwechslung, maschinengängige Wüsten für das vielfältige Leben, das Extreme (die natürlicherweise vorkommen) abmildert.
Durch den Fokus auf diese Monokulturen, wurde die biologische Vielfalt im Boden totgespritzt, der Boden verdichtet und mit Gülle unseres Nutzviehs ertränkt und versiegelt. (s. wieder Verweildauer = Klimaerhitzung )

Durch die Monokulturen und den verdichteten Böden, entstehen für lange Zeit Kahlflächen, die sich aufheizen und zusätzlich bewässert werden müssen, weil die Feuchtigkeit nicht im Boden gebunden ist, was beides die Klimaerhitzung vorantreibt.

Dumm ist nur der Teufelskreis, denn je wärmer es wird, umso mehr Wasser verdunstet, desto mehr wird bewässert, der Grundwasserspiegel sinkt, wodurch die Felder noch trockener werden, was zu mehr Bewässerung führt, …a.i. (ad infinitum [bis zur Unendlichkeit])

Einziger Ausweg ist es, wie ein Biosupermarkt es so schön ausdrückt: „Boden gut zu machen“.
Es muss sich eine andere Art der Bewirtschaftung etablieren. Bio/ Demeter- Höfe machen es vor. Es ist erstmal ohne Belang,
ob und welche Methoden inwieweit nicht „rational“ oder … sind.
Der Respekt vor dem Leben und die Tendenz, dem Leben Raum zu geben sind hierbei viel wichtiger,
als eine Diskussion über Nutzen oder Nichtnutzen einzelner Maßnahmen !

Diese Höfe, wie eigentlich die ganze „ursprüngliche“ Landwirtschaft, haben verschiedene wertvolle Erfahrungen darin gemacht,
mit der Natur zu arbeiten. Sicher dauert es manchmal, bis sich ein funktionierendes ökologisches Gleichgewicht etabliert hat.
Oft mehrere Fruchtfolgen lang.

Doch wenn man dieses Gleichgewicht mal „erschaffen“ hat
– eigentlich braucht man eher nichts zu machen, sondern lässt es gut sein (werden)- hat man weniger Streß mit Massenaufkommen
von Schädlingen, mit Extremwetter, mit ausgelaugten Böden. Man benötigt keinen mineralischen Dünger,
spart Geld und kann am Ende des Tages mit der Arbeit zufrieden sein, denn man hat alles getan, um Leben zu gestatten.

Schon Schiller dichtete einst:
„Der weise Mensch, macht sich die Natur zum Freund !“

Das fehlt uns, wir müssen wieder zurück zu der Einstellung, Leben zu gestatten. In der reinen Wirtschaftphilosophie, ist dafür kein Platz
und was nicht „nutzt“, wird totgespritzt. Leider eben nicht nur die Schädlinge, sondern auch viele Nützlinge,
deren Nutzen uns oft nicht sofort einleuchtet.

Oder stellen wir nicht den Nutzen von Stechmücken in Frage, nur weil sie uns lästig sind ?
Auch diese „Plagegeister“ haben einen ökologischen Nutzen. Und ihre Existenz, verbessert die Existenz von vielfältigem Leben,
das wir stark beeinträchtigen, wenn wir in den Fortpflanzungszyklus dieser (Plagegeister) eingreifen.
Mir geht es nicht darum, enorm belastete Feuchtgebiete, wie z.B. die Rheinauen, auf Kosten der Anwohner so zu gestalten,
dass nichts unternommen wird.

Dort sind sie nicht nur lästig, sondern auch verantwortlich für die Entwicklung und Übertragung von z.B. Malaria.
Vielmehr geht es mir um den bewußten, gezielten Einsatz von Antizyclica und die Verringerung des Einsatzes von,
leider nicht nur auf Mücken wirkende, Giften im privaten Raum. Die sofortige chemische Keule in allen Bereichen.

Wir schneiden uns damit ins eigene Fleisch, bzw. sägen am Ast auf dem wir sitzen. Alles muss eine Veränderung erfahren,
wir können nicht so weiter machen. Wie immer im Leben gilt also, erst zu denken, bevor man handelt.

Womit wir wieder beim schnellen und langsamen Denken wären (s. Blog: Trotzdem ). Da wir in unserem Umfeld
nicht alles ganz genau unter die Lupe nehmen können, müssen wir unser Verhalten an den Erkenntnissen der Wissenschaft ausrichten.

Unser Denken muss sich ändern. Weg von der Tötung dessen, was uns lästig erscheint und hin zur Achtung allen Lebens
und der Ergründung dessen, womit man lästige Auswirkungen eindämmen kann. Es ist eine Gesellschaft des schnellen Denkens entstanden, und die Auswirkungen sind mehr als lästig.

Dafür „leisten“ wir uns ja Menschen, deren Beruf es ist, mit Expertenwissen, einen Sachverhalt zu untersuchen.
Wem sonst können wir Glauben schenken. Doch auch hier ist Vorsicht geboten,
denn nicht jede Interpretation von erhobenen Daten ist richtig.

Es hat, wie überall, ein „Graufeld“. Das betrifft oft genug Studien, die anhand von erhobenen Daten,
auf unterschiedliche Schlussfolgerungen kommen. Daten interpretieren sich eben nicht selbst !
Bestes Beispiel aus eigener Erfahrung war meine Technikerarbeit.

Titel war „Machbarkeitsstudie zur Nutzung von Regenwasser im städtischen Raum“. Die Daten habe ich mit einem Mitschüler erhoben
und wir kamen beide zu diametral entgegengesetzten Schlußfolgerungen.
Kurz: bei mir „ja“ und bei ihm „Nein“.

Wir hatten beide die gleichen Daten, doch die Bewertung dieser erfolgte subjektiv. Und selbst in der Benotung, schlug sich das nieder.
Es gibt also zu beinahe jeder Studie unterschiedliche Ergebnisse. Was der eine empfiehlt, verteufelt der andere und beide berufen sich jeweils
auf die gleichen Daten. Wir können also unter „Normalumständen“ kaum objektiv urteilen.

Doch habe ich die Tendenz, eher der Wissenschaft, untermauert mit Grundlagenforschung, zu vertrauen, als meinem eigenen Urteil zu folgen. Denn das eigene Urteil unterliegt oft genug dem schnellen Denken, den schnellen Schlussfolgerungen und taugt nur zum „Funktionieren“
in einer komplexen Welt, die ganz anders aussieht, als man empfindet.
Sie ist nämlich reine, manifestierte Energie und sowas wie „Realität“ entsteht nur in unserem Kopf. 😉

Wir brauchen also überall wieder „Augenmaß“ und Bildung, damit wir „üben“ können, dieses zu entwickeln.
Der Volksmund sagt (und das sollte man als Anlass zum Denken nehmen „):
„Es wird nichts so heiß gegessen,
wie es gekocht wird !“

Also das schnelle und das langsame Denken kommen oft zu unterschiedlichen Schlüssen. Das schnelle Denken stellt unser Ego,
und den kurzfristigen Profit, in den Vordergrund, das langsame Denken eben die Vernunft.

Nur durch vielfältige Bildung, vor allem auch geistig- philosophischer Natur, können sich beide annähern
und eins dem anderen immer ähnlicher werden.

Erst dann hat man ein „Rüstzeug“ für’s Leben. Und selbst das ändert sich ständig.
Deswegen hat auch das chinesische Orakel des I Ging hat den treffenden Titel:
„Leben ist Wandel“. 😉

Is Odil

Gestern war ein passender Spruch im Kalender:

„Widerstehe schlechten Neigungen gleich in ihrem Entstehen

und mache dich durch frühe Übung
von allen üblen Gewohnheiten los,

damit aus einer geringen Lässigkeit
nicht nach und nach
eine größere werde.

Könntest du doch begreifen,
wie viel du selbst dadurch
an innerem Frieden gewinnen würdest.“
(Thomas von Kempen)

Siegeldschungel

Alles Bio oder was ? Bio-Siegel sind kein Garant für nachhaltige Wirtschaft.
Als Titelbild, damit man es per Klick vergrößern kann, eine Infographik vom BUND zur Orientierung.
Soweit, so bio ! Aber ökologisch ?

Hier muss man bei einigen Produkten ein wenig genauer hinsehen und mehr nachdenken.
Mein „gehasstes“ Palmöl dient hier wieder mal als Negativbeispiel.
Es wird eben oft biologisch angebaut, zum Teil auch nach hohen Bio- Standards.

Um die Produktion von Palmöl geht es also nicht. Aber bevor es „Bio“ angebaut werden kann, wird in den meisten Fällen
wertvollster Regenwald, mit der zigfachen Biodiversität unserer „Urwälder“, gerodet.
Dasselbe geschieht für Weideland für die Viehhaltung, damit wir Fleisch essen können oder eben für Anbauflächen für Soja,
das an unser Vieh verfüttert wird.
Palmöl und Fleisch-/ Futterproduktion haben also einen enormen negativen Einfluss auf das Klima.
Nicht nur darum, esse ich keine Tiere mehr.

Ebenso fast alle Süßwaren, die Palmöl verwenden, auch die „üblichen“ Zwiebacks, Kekse, etc.
Doch es tut sich langsam etwas. Ich habe tatsächlich Produkte gefunden, die ohne Palmöl hergestellt sind.

So gebe ich Zwieback ohne Palmöl den Vorzug und habe richtig gute Waffeln und Kekse gefunden.
Wenn etwas Palmöl enthält, verzichte ich darauf, das habe ich gelernt (s. hier: Unverzichtbarer Verzicht ).

Nun die Kekse kosten für mein Budget zu viel (sind aber so lecker), doch von den Waffeln habe ich gleich einen Vorrat gekauft,
probiere mich durch alle Geschmäcksrichtungen, damit ich nur noch meinen Geschmacksfavoriten im Regal liegen habe.

Bezeichnenderweise sind die meisten italienische Produkte. In Deutschland herrscht eben unangefochten die Politikindustrie,
da haben andere Länder ein ganz anderes Verständnis von Qualität, lassen sich Gutes auch was kosten
und sind nicht so „industriefreundlich“ wie wir hierzulande.

Tollerweise, verzichten diese Produkte auch auf Aromen und kilometerfressende Grundstoffe.
Noch, solange sie noch so wenig Absatz haben (na ja, wenig ?), kosten z.B. die Waffeln ca. 0,3 € mehr,
doch das Geschmackserlebnis macht es wett und man konsumiert nicht, sondern genießt mehr.

Außerdem, wenn sich das Konzept der „Ökoroutine“ endlich mal durchsetzt, wird es günstiger, nicht billig also Vorsicht, preiswert eben.
Das Prinzip der Ökoroutine wird unter diesem Namen und Titel von Michael Kopatz, in seinem wegweisenden Buch (Ökoroutine) beschrieben.
ISBN 978-3-96238-084-7

Für die Waffeln, muss ich ein wenig Werbung machen. Die anderen Produkte sind auch ohne alles hergestellt, doch die Verpackung
(vor allem die Aufbewahrungsbox innen) ist leider unnötigerweise noch aus Plastik.
Darauf verzichte ich, denn erstens kosten sie für mich zu viel und zweitens meide ich unnötige Verpackungen.

Da könnte man etwas anderes nehmen, es gibt schon welche aus Papier.
Aber jetzt lüfte ich das Geheimnis, denn ich freue mich so über diesen Ansatz in die richtige Richtung, dass ich die Seite hier angeben möchte. Diesen und anderen Produkten ohne Palmöl, mit nachhaltiger, gelebter Idee, sollte man den Vorzug geben.

https://www.loacker.com/de/de/home

Es ist zu über 80 % Kopfsache, sich das Fleischessen (und anderes) abzugewöhnen, bzw. einzuschränken oder sich umzugewöhnen,
offen für Gutes, ein wenig anders Schmeckendes zu sein, zwar seltener, dafür aber hochwertiger wirklich zu genießen,
anstatt täglich zu konsumieren.

Alltägliches verliert den Reiz und Genuss muss besonders bleiben, sonst wird unser Belohnungssystem nicht stark genug gereizt.
Weswegen Reiche z.B. nicht glücklicher sind, weil verschwenderischer Luxus für sie so normal geworden ist,
dass er nichts Besonderes mehr ist, gar nicht genossen werden kann und kein Glücksgefühl auslöst.

Aber zurück zur tierlosen Ernährung:
Es schmeckt besser, es gibt fantastische Rezepte und ich vermisse nichts.
Dafür muss kein Tier leiden, getötet oder Regenwald gerodet werden und ich benötige keinerlei Nahrungsergänzung.

Meine Blutwerte sind so, dass mich mein Arzt häufig ungläubig ansieht und meint, es sei statistisch so gut wie unmöglich,
dass alle getesteten Werte im Normbereich liegen.
Also kein Grund, an Zivilisationskrankheiten zu sterben 😉

Das Schreckgespenst „Eisenmangel“ war nur anfänglich meine Sorge, denn bald stellte sich heraus, dass der Wert zwar geringer wurde,
jedoch immer noch satt im Normbereich lag.
Wäre ja auch komisch, wenn z.B. fast ganz Indien, mit einem enormen Anteil an Vegetariern, krank wäre.

Doch das Gegenteil ist der Fall und es zeigt sich einmal mehr: Du bist, was Du isst.
Hierzulande Zivilisationskrankheiten durch zuviel Zucker, Fett, Fleisch von panischen Tieren, überfettete Menschen,
deren Anteil in erschreckendem Maße ansteigt, zunehmende psychische Erkrankungen (schon bei Jugendlichen) und dort
großteils schlanke, meist gesunde, gut ernährte Menschen, die genug Bewegung haben und zufrieden alt werden,
weil jedes Alter gebührende Wertschätzung erfährt.

Wer also Fleisch isst, isst Regenwald, wer unkritisch einkauft, isst Regenwald, wer den Bio-Siegeln absolut vertraut, isst oft Regenwald, …
Weil diese Produkte so schön billig sind, wird alles daran gesetzt, den Verbraucher im Unklaren zu lassen, zu verwirren
und eventuelle Zweifel in den Hintergrund zu schieben.

Viele beruhigen ihr Gewissen damit, dass sie ja schließlich „kompostierbare“ Bio-Mülltüten oder Kaffeekapseln verwenden
und glauben tatsächlich, sie täten etwas für die Umwelt. Doch diese Produkte sind für die industrielle Rotte nicht gedacht.

„Bio“- Mülltüten aus Plastik müssen in Kompostieranlagen mühselig aussortiert werden, sind nach einer künstlichen Rotte kaum verändert
und belasten das Erdreich. Sie dürfen sich „kompostierbar“ nennen, weil sie unter optimalen, kleinräumigen Bedingungen im Labor
innerhalb von 90 Tagen zu einem gewissen Teil verrottet sind. Die industrielle Rotte dauert jedoch höchstens drei Monate.

Es könnte zeitlich also knapp reichen, doch herrschen in einer Großrotte weniger optimale Bedingungen, als im Labor
(und erst recht im Garten) und so sind „kompostierbare“ Kaffeekapseln nach der Rotte quasi spülbar und neu zu befüllen
und die „Bio“- Mülltüte ist nahezu unverändert.

Sie sind also beide, exemplarisch für viele angeblich kompostierbare Produkte, nicht wirklich kompostierbar, also Augenwischerei, Greenwashing und Beruhigung des oft wenig ausgeprägten ökologischen Gewissens.

Bei Mode ist es das gleiche Spiel. Fast alle Modelabel haben eine „Bio“- Sparte, doch nicht alle Siegel berücksichtigen alles.
Hier gilt, wie bei allem: „Weniger ist mehr“.

Eine elfte Jeans im Schrank, macht auch nicht glücklicher, verbraucht jedoch etwa 9 000 l virtuelles Wasser,
für Baumwolle, Produktion, Färben, etc.

Man kann Textilien zwar ökologischer, aber nicht ganz unschädlich produzieren, doch mit der Beschränkung auf Nötiges
und Berücksichtigung der Siegel, verringert sich unser Einfluss durch unseren Konsum enorm !

Ähnlich katastrophal sieht es bei T- Shirts aus. Auch hier gilt: „nicht mehr, als man braucht !“
Und wenn man etwas braucht, sind z.B. das GOTS- Siegel (Global Organic Textile Standard), das FWF ( Fair Wear Foundation), Fairtrade
und das strengste Siegel Naturtextil IVN zertifiztiert Best zu nennen. Sie stehen wenigstens für die wichtigsten Bio- Standards.

Bei Biosiegeln,ist die Tabelle im Titelbild (drauf klicken) i.O. Doch zählen für mich nicht außschließlich Bio- Kriterien,
für die die Tabelle einen guten Anhaltspunkt gibt.
Ich mache mir auch noch Gedanken über die Weltanschauung(en), die hinter dem „anständigen“ Anbau steht(en). So fallen für mich zukünftig demeter-Produkte weg, denn ich habe selbst einige Erfahrung mit Esoterik, doch die „Philosophie“ ist selbst mir zu viel. Respektvoller Umgang mit unseren Lebensvermittlern, finde ich unabdingbar, aber wenn’s um ein „aufladen mit kosmischen Energien geht, bin ich raus und die Zweifel an bewährter, guter Methodik, ist Glaubenssache und Fanatiker sind nix. Egal welcher Art !

Aber, es ist wie immer, die „Beweislast“ liegt beim Endverbraucher. Man muss sich durch den Dschungel durcharbeiten und zum „Profi“
in Sachen Ökologie, Nachaltigkeit, in Weltanschauung), usw. werden.
Diese Verantwortung ist für viele zu viel, zumal die Industrie nichts unversucht lässt, zu verwirren,
zu verschleiern, intransparente Angaben zu machen, …

Ganz dickes JA, natürlich !, jede:r muss anfangen und etwas tun, aber der Industrie muss ein gesetzlicher Rahmen gegeben werden. „Öko“ muss Standard werden, es darf nicht erschwert werden, bewusst einzukaufen !
Die „Beweislast“ muss in die Industrie verlegt werden und zwar per Gesetz, sonst geschieht nichts !
Es muss erschwert werden ungerecht einzukaufen.

Ich bin „Überzeugungstäter“ und nehme mir die Zeit, meine Lebensmittel, Haushaltsmittel, etc.
bio zu kaufen, manches (Palmöl) zu meiden und vieles selbst herzustellen (Überblickseite alternative Haushaltsmittel).
Aber ich sitze in der Grusifalle und bin dazu verdammt, Däumchen zu drehen.

So fülle ich meine Tage eben mit sowas, was jetzt dringender ist als jemals zuvor. Doch was ist mit dem Normal- Verbraucher,
der Mutter mit ein paar Kindern, denen, die ihre Zeit nicht „totschlagen“ müssen ?

Sie haben nicht die Zeit und die Ruhe, alles zu prüfen und genau da setzt die Werbepsychologie an. Es ist immer noch viel einfacher
unvernünftig und unsozial zu leben, als Rücksicht auf unseren Planeten zu nehmen.

Es muss Schluss sein, mit Industriepolitik, die nur „grünen“ Schein für den Verbraucher
und ungeahnte Schlupflöcher für die Industrie hervorbringt. Die Industrie hat kein Interesse an Rücksichtnahme auf den Planeten,
es sei denn, es rechnet sich. Also sorgen wir dafür, dass es sich rechnet, indem wir anständigen Produkten den Vorzug geben !

Die Industrie kennt nur Wachstum um jeden Preis, dummerweise gibt es da den Verbraucher und der Trend geht eindeutig in eine,
für sie unerwünschte, Richtung. Je dringender ein beherztes Handeln notwendig wäre, desto stärker werden die Anstregungen
der Werbepsychologen, uns in die „Ökofalle“ zu locken, damit wir glauben, unser Konsum entspräche unseren Vorstellungen.

Is Odil

Heute im Kalender (Reflexion über unsere allgemeine Einstellung):

„In Ceylon (Sri Lanka) stellt der christliche Europäer
ebenso wie der buddhistische Singhalese
die Marmeladenbüchse in einen Teller voll Wasser.

Beide tun es zu dem gleichen Zweck:
um die Ameisen abzuhalten;

aber der Europäer tut es,
damit die Marmelade nicht von toten Ameisen verunreinigt wird,

und der Singhalese tut es,
damit die Ameisen nicht in der Marmelade zu Tode kommen.“

(Paul Dahlke)

Wissen ist Macht !

Wir wissen nichts, macht nichts, scheint die Devise zu sein. Aus dem Mut zur Lücke, ist ein:
„Kann ich auch nicht !“ geworden. Begleitet von einem Schulterzucken.

Und jetzt ist es raus, die Bundesregierung und die „Landesfürsten“ haben (auch) keine Ahnung
über die Wirksamkeit von Coronaschutzmaßnahmen.

Die FDP hatte eine kleine Anfrage zur Wirksamkeit der Corona- Schutzmaßnahmen während des Lockdowns gestartet.
Im Bericht von Marco Fieber (GMX 31.07.2021) steht unter anderem: „Es sei
„nicht möglich, die Auswirkung einer einzelnen Maßnahme auf einen Indikator (z. B. Inzidenz) belastbar und generalisierbar zu quantifizieren und zwischen Ländern zu vergleichen“, schreibt das zuständige Bundesgesundheitsministerium in seiner Antwort an die Partei.“

Allerdings ist es in der Wissenschaft üblich, eine Erfolgskontrolle durchzuführen. Doch die ist hier augenscheinlich nicht gemacht worden.
Das ist genau das gleiche blinde Vorgehen, der wilde Aktionismus, der in Sachen Industrie und deren Einfluss
auf die Klimagerechtigkeit vorherrscht. (ich schrieb darüber : s. Blog Gerechtigkeit )

Erst ist ein Problem kaum auszumachen, dann werden etwaige Bedenken von Lobbyisten zerstreut.
(Tenor: Arbeitsplätze ).
Und heraus kommt, dass man Strohhalme verbietet oder „Durchbrüche“ (Zitat Altmaier) dieser Art:

made by politic industries

So wird weiter auf dem Rücken der Erde und den ärmeren Bevölkerungsschichten, die Welt und die Menschen ausgebeutet,
es wird unmenschlich gehandelt und schlußendlich ganze Landstriche vergiftet. Damit die Industrienationen, also wir,
in einer Illusion von Luxus leben können. Um nicht nachdenken zu können !
Panem et circensis ! 😉 (lat. Brot und Spiele)

Unsere Genussmittel sind zu reinen Konsumgütern verkommen, man möchte sich zwar etwas gönnen, sich aber nichts leisten !
Ganz nach dem Motto:

So kommen z.B. die Kakaobohnen für unsere Billigschokolade für 0,49 € aus Ländern, die aufgrund des niedrigen Preises für die Bohnen, kaum oder niedrige Umwelt- und Sozialstandards haben.

Diese Praxis ist der Treiber der Umweltzerstörung und mitverantwortlich für das Fehlen von Klimagerechtigkeit.
Außerdem wird der Kakao oft genug auf gerodetem Regenwaldboden angebaut, der dafür zerstört wird.
(Der Wald, nicht der Boden ! 😉 )

Da nützt es nichts, wenn man den Kakao dann nach Biostandards anbaut.
Palmöl ist ebenfalls so eine Augenwischerei. „Natürlich“ Bio aber eine ökologische Katastrophe.

Der Anbau erfolgt nur nach Bio- Standards, weil es sich besser verkaufen lässt. Doch bis das erfolgt, wird unsere grüne Lunge zerstört
und wir ersticken langsam, das Wasser vor Ort wird weniger gereinigt, das Mikroklima ändert sich, das Weltklima ändert sich, …
die gesamten Folgen sind gar nicht abzusehen, weil dort ein derart komplexes Ökosystem entstanden ist,
das tausendmal ergiebiger ist, als unsere „Urwälder“. Und sie reden von „externer Einmischung in innere Angelegenheiten !“

Also Finger weg von Palm(-kern-)ölhaltigem und hin zu klimagerechten und fairen Produkten.

Je weniger Absatz Palmöl findet, desto größer wird das Angebot an palmölfreien Produkten. Das sieht momentan ganz schön Mau aus
und selbst ein namhafter Biosupermarkt vermarktet Kekse mit Palmöl.

Als Verbraucher, muss man höllisch aufpassen, dass man auch bekommt was man vertreten kann.
Es geschieht zwar eine Vorauswahl, doch wirklich verlassen kann man sich auch dort nicht auf klimagerechte Herstellung !

Palmöl ist in vielen Produkten (weil billig), es herrschen unmenschliche Anbaumethoden vor, es hat Killereier in Bioprodukten
(wo männliche Küken geschreddert werden [wie pervers]) (Achtung: deklariert als Eier aus Bodenhaltung 🙂 ), …

Es wird getäuscht, versteckt, intransparent und kompliziert gemacht, damit man kaum eine Chance hat,
konsequent einzukaufen. Das hat Methode, egal wie legal alles ist ! Sind doch sowieso Gesetze für die Industrie !!!

Da wundert es nicht, wenn man am besten erstmal mit Totalverweigerung und Verzicht anfängt, und sich nach und nach das angewöhnt,
was man wirklich möchte und mit seinem Gewissen vereinbaren kann.
Hierzu mein Blog über den Verzicht und dessen Segnungen ( Unverzichtbarer Verzicht ).

Der „normale“ Konsument freut sich über vermeintliche „Schnäppchen“ und insgeheim darüber, den Händler über’s Ohr gehauen zu haben.
Doch das stimmt nicht. Es scheint momentan und numerisch zwar von Vorteil zu sein, doch die Folgen kommen uns teuer zu stehen.

Durch den Geiz, pflanzt der Konsument einen Samen, erst klein, kaum sichtbar und „verantwortbar“.
Aber der Samen keimt und wächst mit jedem „Schnäppchen“ ein Stück mehr, bis uns die Pflanze umschlingt und schlußendlich erwürgt.

So geschieht es X-tausendfach und die Klimakatastrophe, den Zustand der Erde – der schon lange kein lebenswerter Zustand mehr ist –
haben wir alle zu tragen. Wenn wir „Vernünftigen“ nicht vehement, und unbeirrt von den Irren, dagegensteuern, wird es sehr ungemütlich. Wenn wir gegensteuern wird es „nur“ ungemütlich ! 😉

Wir können nicht warten und rumdiskutieren, es muss jetzt gehandelt werden !:

und

Ein Umdenken in allem Handeln ist nun notwendig, um das Schlimmste abzuwenden und jede:r ist dazu aufgerufen !

Is Odil

Eine chinesische Weisheit zum Schluß:

„Bevor du dich
nicht selbst gebessert hast,

kannst du auch
nicht andere bessern.“

Fang bei Dir an ! (s. Überblickseite alternative Haushaltsmittel )

Dieser Content ist urheberrechtlich geschützt.