Was ist bloß los ? Menschen sind außer Rand und Band und „beißen die Hand, die sie füttert“.
Es ist traurig, dass so etwas immer öfter vorkommt, denn es war nicht der erste Angriff auf Hilfskräfte.
Wohlgemerkt, es sind freiwillige Helfer, die ihre Freizeit dafür opfern, uns zu Hilfe zu eilen.

Die Täter sind Menschen, die den angestauten Frust ihrer Entwicklung und die gewachsene Wut
durch die Ohnmacht gegenüber technikverliebten, menschenvergessenden Bezugspersonen,
gegen eine vermeintliche Staatsmacht ausleben.

Seit langem sehe ich eine fortschreitende Entfernung vom gesunden Menschenverstand
hin zu völlig hilflosen Ausgeliefertsein gegenüber den Impulsen.
Alle und jede(r) die Regeln „verlangen“ nach denen man sich richten sollte, damit eine Gesellschaft funktioniert,
werden als „die anderen“ gesehen und wegen fehlender Empathie, wird rücksichtslos, mit unbeschreiblicher Gewalt gegen sie vorgegangen.

Diese erlernte Ohnmacht sich selbst gegenüber, trägt zur unbändigen Wut auf jedwede Regel bei.
Und ich spreche hier nicht von der üblichen Auflehnung gegen eíngefahrene Strukturen, wie ich sie erlebte.
Es ist eine Dummdreistigkeit zu verzeichnen, die dem schnellen Denken entspringt (s. Blog Trotzdem).

Doch Regeln sind in einem Sinnfeld unerlässlich, denn sonst funktioniert das Sinnfeld (s. dort) nicht.
Ein Sinnfeld kann nur durch Regeln, die auch nur in Bezug auf es einen Sinn haben, reibungslos funktionieren.

Man muss darauf vertrauen können, dass fast alle die Regeln im Sinnfeld beherzigen.
Sonst gibt es keinen Flow, denn ständig ist man in Alarmbereitschaft,
weil man nicht  sagen kann, was der andere macht !
Es ist nicht nur die Gefährlichkeit des Sinnfeldes, auch der damit verbundene Stress macht uns auf Dauer krank.

Nehmen wir ein einfaches Spiel. Es funktioniert nur dann, wenn sich alle Spieler an die Regeln halten.
In frühem Spiel, stellten wir Regeln für alles auf, um es zu „gamifizieren“,
also eine Übertragung von Spielregeln auf einen Nicht-Spiel Kontext.
Der Klassiker ist: „Der Boden ist Lava.“
So lernen wir, die Sinnhaftigkeit von Regeln in einem Sinnfeld.

Ein anderes Sinnfeld, das wir alle kennen und in dem wir aufwachsen, ist der Straßenverkehr.
Um alle Regeln zu lernen, braucht es einen Führerschein. Doch immer weniger beachten die im Straßenverkehr geltenden Regeln,
weil sie so gestaltet sind, dass sie egoistisches Verhalten eindämmen.

Leider „lernt“ man die Regeln meist nur, um den Führerschein zu bekommen, vergisst sie aber im Alltag wieder
und nutzt den starken Panzer zusehends, um das eigene Ego durchzusetzen,
was die Verkehrsregeln ja einzudämmen versuchten.

Aber es gelten nur noch die eigenen Regeln und so herrscht Chaos auf den Straßen.
Mehr als einmal, also über der Zufallswahrscheinlichkeit, musste ich mich mit beherzten Sprung
aus der „Schusslinie“ eines rücksichtslosen Egos retten.

Der Mensch ist intelligent (noch, denn die Durchfallquote bei der Führerscheinprüfung steigt stetig),
doch er nutzt seine Intelligenz leider vorwiegend dafür, einen schnellen Vorteil zu ergattern.
Ich führte schon einmal das Beispiel an, wo ich einer Person, die an der Bushaltestelle stand, den Vortritt beim Einsteigen gewähren wollte.
Also machte ich eine Geste, die ihr signalisierte, sie solle vorgehen.

Zu unserem Erstaunen, lief eine Jugendliche, mit Kopfhörern und am Smartphone hantierend,
zwischen uns durch, stieg einfach ein und ließ uns sprachlos zurück.

Und ich prophezeie, dass wenn sich das autonome Fahren durchsetzt, was nicht schlecht ist, denn dann werden die Regeln eingehalten,
der bis dahin weit verbreitete Smombie keinerlei Rücksicht auf den Verkehr nimmt, denn die asow’schen Robotergesetze besagen (s. dort),
dass kein Mensch zu Schaden kommen darf. Nach diesen Gesetzen arbeiten alle in der Öffentlichkeit arbeitenden Roboter.
So kann z.B. ein Mensch neben einem Industrieroboter, vollkommen achtlos agieren, denn der Roboter stoppt jede Bewegung,
die den Arbeiter gefährden könnte und unterbricht jede Kraftübertragung.

Aber zurück zum autonomen Fahren. Idee dahinter ist ja, durch die intelligente Vernetzung der Fahrzeuge, den Verkehrsfluss zu verbessern und Staus, Abgase, Spritverbrauch, etc. zu minimieren. Doch diese Idee ist obsolet (hinfällig), weil sie nicht realisierbar ist,
denn der Verkehr wird durch die achtlosen Smombies ausgebremst und das Chaos ist perfekt.

Nicht, dass mich jemand falsch versteht, althergebrachte „Traditionen“ und Strukturen haben die Lebenslehren zwar in sich,
werden jedoch meist falsch ausgelegt
(wie das Gebot Gottes: „Macht Euch die Erde untertan“, das viele als Freibrief für ihren Raubbau auslegten).

Gemeint ist und war aber immer: „Macht Euch die Natur zum Freund und sie wird Euch reich belohnen“ (frei nach Schiller).
Ausgerechnet durch die Weitergabe und stetigem Falschauslegen der Lebenslehren, sind die Strukturen entstanden,
gegen die die Jugend und ich damals (und noch), aufstanden (aufstehen).

Leider hat sich die Auseinandersetzung mit den Strukturen nicht fortgepflanzt und so reagieren nur noch Egos, die sich keinerlei Gedanken über Sinn und Unsinn einer Regel oder Tradition machen. Wahllos wird alles niedergemacht, was man als dem System zugehörig wähnt.

und oder

Blau = Mobilfunk
Rot = Kommunikationsqualität

Alles in Allem, ich plädiere nicht für die Strukturen, die uns die Misere eingebrockt haben !
Ich kämpfe gegen die eingefahrenen Strukturen, die Mißbrauch ermöglichen, die ihn decken, etc.
Die Ausreden für jede mißbräuchliche Verwendung von Macht haben.

Die Übergriffigkeit geht viel weiter, als wir es uns erträumen können. Damit meine ich ausdrücklich keine Verschwörungsmythen,
sondern handfeste Untersuchungen und Recherchen, in welcher Matrix wir mittlerweile leben !
(s. hierzu: Interview S. Zuboff oder das Buch: „Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ ISBN 978-3-593-50930-3)

Aber, man muss sie verstehen und daraufhin durchsuchen, inwieweit noch, den Lebenslehren entsprechende,
Verhaltensweisen enthalten sind und diese „extrahieren“.

Denn die Weisheit liegt auch in den alten Strukturen, sie haben sich schließlich im Hinblick auf sie entwickelt
doch dadurch, dass wir weisere Menschen, die oft eben älter sind, aus unserem Familienleben verbannt haben
und alles verneinen, was von dieser Seite kommt,
nabeln wir uns stetig mehr von der kollektiven Weisheit, die in jedem Volk steckt, ab  !

Also kein Zurück zu alten Strukturen, sondern ein schrittweises Aufarbeiten dieser. Eine völlige Neuinterpretation uralter Weisheit,
in Bezug auf unsere Situation und den Lebenslehren. System change eben !

Dazu sollte man eine gewisse Sicherheit im Umgang mit geistigen Inhalten
von Philosophien, Weltanschauungen, Ethik, … haben.
Sonst erkennt man die Weisheiten nicht und verwirft vieles.

Anstatt sich um ein gesundes psychisches Umfeld zu bemühen und die Wurzel dieser unheilvollen Entwicklung zu beseitigen
(s. Blogs SmartDenkproblem u.a.), schreien viele wieder nach härterem Durchgreifen, nach Sanktionen, schlicht nach Strafe.
Wie schnell verfallen wir in Aktionismus. rufen nach dem starken Mann und machen es damit nur schlimmer.
Denn prompt sind Menschen da, die sich stark und laut geben, die schnelle Lösungen anbieten
und jedes Sinnfeld durch die Förderung des Egoismus ad absurdum führen !

Durch die verhärteten reaktionären Strukturen, nicht nur in der Gesellschaft, entstanden und entstehen haltlose Menschen
(ich nenne sie Kindermenschen in Anlehnung an H. Hesses Siddharta), deren Gewaltexzesse ein Aufschrei nach Beachtung sind.
Es wundert nicht, dass unter den festgestellten Tätern viele Menschen mit Migrationshintergrund sind.
Wohlgemerkt, zwei Drittel der Angreifer sind ohne diesen !
Das als Relation um zu verstehen, dass es ein übergreifendes Problem ist, das seine Gründe nicht in einem „fremden“ Umfeld hat !

Denn erstens wurden zu wenig Anstrengungen unternommen, sie zu integrieren
und zweitens herrschen in diesen Familien besonders rigide Strukturen, um Macht auszuüben.
Verständlicherweise halten sie an althergebrachten Strukturen fest.
Die Jugend wächst hier strenger kontrolliert heran und rebelliert dagegen !

Es besteht ein Geist des Egoismus, der einem zwar alles „erlaubt“ aber unfrei macht.
Dazu frei nach O.M. Aivanhov (es geht um den Text, nicht um die Person):

Die Jugend fordert Freiheit. Nur ist die Freiheit, die sie in Ausschweifungen suchen, in Wirklichkeit eine Versklavung.
Rauchen, miteinander schlafen, kaputtmachen, beschmutzen, beschimpfen, das ist die Freiheit für sie.
Und wo führt sie (uns) das schließlich hin ?

Sie (wir) schlucken schmutzige Dinge, sie (wir) müssen kaputte Dinge nutzen, sie (wir) müssen beschmutzte Dinge verwenden,
sie (wir) erhalten Widerrede und werden selbst beschimpft.
Dieses Umfeld, das sie (wir) selbst geschaffen haben, macht sie (uns) schließlich krank.

Jetzt müssen sie (wir) eine bittere Medizin als Ausgleich schlucken, sie (wir) müssen auf den Körper hören und nicht Rauchen,
sie (wir) müssen ihre (unsere) Triebe kontrollieren lernen, sie (wir) müssen etwas erschaffen, um es zu erhalten,
sie (wir) müssen liebevolle Worte äußern. Schlicht, sie (wir) müssen lernen, die Lebenslehren anzuwenden.

Zu lange haben wir dabei zugeschaut, wie Kinder als Nebensache liefen, wie Kinder vernachlässigt wurden,
wie entgegen allen psychologischen Regeln gehandelt wurde.
Jetzt haben wir die aggressiven  Krawallmacher, die wir uns gezogen haben.

Es sind Menschen, die nicht die Spur eines gefühlvollen Umgangs mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln haben.
Sie kümmert es nicht, wie es denen geht, für die sie die Verantwortung haben. Sie kümmert die Umwelt nicht, wenn …
oder Behindertenparklatz, laufendes Auto ohne Fahrer, …
„Zukunftsvision ?“

So texten so gut wie alle Mütter, die eigentlich einen Kinderwagen schieben und sind so nicht bei der Sache, nicht bei ihrem Kind,
das blind vertrauen muss. Leider sind sie kaum vertrauenswürdig (s. Video im Blog Smart).
In diesen Momenten sind sie im Netz und es wäre ein Leichtes, ihnen den Kinderwagen abzunehmen,
indem man sie einfach zur Seite drängt und sagt: „Entschuldigung, darf ich mal ?“ 😉

Bis sie „umgeschaltet“ hätten, wäre man schon längst weg.
Zeitlebens, leben die Bezugspersonen ihren Egoismus aus,
das Baby/ Kleinkind/ Kind steht in ständiger hoffnungsloser Konkurrenz zum „Smart“phone und mir tut es im Herzen weh,
wie manche Kinder behandelt werden.

In früheren Zeiten, war das Wissen um die Entwicklung greifbar in Form von älteren Menschen.
Doch diese haben wir ja aus dem Familienverband entfernt und hielten uns noch für gute Menschen,
denn wir wollten ja „nur“, dass sie ihre Rente genießen.
Im Grunde wollten wir sie aus unserem Bereich entfernen, damit sie keinen Einfluss mehr haben.

Und was hat das jetzt mit Umwelt(schutz) zu tun ? Das fragen sich wahrscheinlich viele.
Doch stellt Euch nur vor, dass Menschen dieses Schlages, Konzerne leiten, Politiker,
ausführende Handlanger eines oberflächlichen Profitdenkens sind. Und schon leuchtet der unbedachte Umgang mit dem Planeten ein.


Alles hängt zusammen und jeder kleine Beitrag, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern, hilft uns allen !
(s. Überblickseite alternative Haushaltsmittel).

So hat die bedenkliche Entwicklung unserer Gesellschaft, enorm viel Einfluss auf die Welt in der wir leben
und nicht nur auf unser direktes Umfeld.

Think global, act local.
But act !

Is Odil

Mir fällt dazu ein Spruch  ein:

„Wie viel Tugend braucht es doch,
um die Technik und ihre Apparaturen
ohne Schaden zu gebrauchen,
ohne Substanzverlust der Seele .“
(Joseph Bernhart)

Es ist höchste Zeit dagegenzusteuern !

 

 

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