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Nur Geduld ! Das ist eine der schwierigsten, gleichzeitig aber auch die erfolgversprechendste Geistesübung.
Wie oft haben wir uns aus Ungeduld etwas genommen und uns damit schlechtes Karma geschaffen,
das wir bei freundlicher Nachfrage geschenkt bekommen hätten ?

Wie oft haben wir uns entrüstet aus einer Warteschlange entfernt, die sich im nächsten Augenblick weiterbewegt hat
(die Schlange an der Kasse ist da nur ein Beispiel) ?
Wie oft haben wir nur den zurückgelegten Weg gesehen, nicht jedoch das in Kürze erreichbare Ziel.
Hätten wir Geduld gehabt, hätten wir mit Ausdauer unser Ziel erreicht.

Schon manches Mal, haben wir gesagt : „Wenn ich vorher gewusst hätte, was alles damit zusammenhängt, hätte ich es nie angefangen.
Aber genau so erreichen wir ein Ziel. Je komplexer die Voraussetzungen sein müssen, desto indirekter arbeiten wir auf unser Ziel zu.


schwarz = moralische Werte (Grenzen)
grün  = Leben

Wie hier dargestellt, schießt man gelegentlich über eigene Grenzen hinaus. Das ändert jedoch nichts an der Erreichbarkeit eines Zieles,
solange wir uns wieder in die Grenzen begeben und Schritt für Schritt auf das Ziel zugehen !

Manche Ziele sind einfach und direkt zu erreichen, weil die Umstände passen, aber die meisten darf man nicht aus dem Auge verlieren
und muss sich immer ausmalen, welch positive Auswirkungen ein Erreichen dieses Zieles auf uns hätte !

Wir dürfen uns keine Gedanken darüber machen, was wir schon alles getan und wie viel Zeit wir gebraucht haben,
die Voraussetzungen zu schaffen, um unser Ziel erreichen zu können.
Richten wir den Fokus darauf, sind wir schnell entmutigt und geben eher auf, als wenn wir uns in schillerndsten Farben ausmalen,
wie glücklich wir sein werden, wenn wir nicht aufgeben !

So jedoch haben wir tatsächlich schon enorm viel Zeit damit verbracht, auf etwas zu warten, sind aber kurz vor dem Ziel ungeduldig geworden
und haben den Sinn aus unserem der nisherigen „Investition“genommen und die Zeit wirklich vergeudet !

Im Chinesischen gibt es ein Sprichwort, das sinngemäß so lautet :
Werde nicht zornig, sonst verbrennst Du in einem Augenblick das gesamte Holz, das Du übers Jahr gesammelt hast !“ ,
und aufkommender Zorn, ist Zeichen für das Reißen des Geduldsfadens !
Also Geduld, dadurch erreichen wir tausendmal mehr, als wenn wir uns schnell entrüsten.

Ein Einwurf zur tieferen Betrachtung : Entrüstet man sich, legt man im Wortsinne die Rüstung ab
und steht nun bar und bloß den Manipulationen der Falschmeldungen gegenüber und kann sich nicht erwehren !
Mit Entrüstung gibt man also die Hoheit über sich auf.
Dazu hat Meister Eckehart bereits im 14ten Jahrhundert gesagt :

Wessen du nicht mächtig bist, das ist nicht dein Eigen !“ (Meister Eckehart)

Je nachdem, wie unsere Eltern auf die Umwelt reagiert haben, wie sie Problemen begegnet sind, reagieren wir unbewusst
und in gesteigertem Maße genauso. Der einzige Weg aus der Zwickmühle unserer Sozialisation ist es,
sich immer wieder mit sich und den eigenen Gedanken zu konfrontieren.

Die Umstände für eigenes Fehlverhalten verantwortlich zu machen ist, als würde man der Hebamme die Schuld am eigenen Leben geben,
als gäbe man der Badehose die Schuld daran, nicht schwimmen zu können ! 😉

 „Sie war’s !“ „Sie war’s !“ „Er war’s !“ „Er war’s !

Doch ohne einen moralischen Kompass ist es sehr schwer, eigene oft unbewusste Reaktionen, zu beurteilen.
Wir sind nämlich wahre Meister darin, die Wahrheit so zu verdrehen, dass sie unser „Empfinden“,
bzw. unsere Reaktionen auf die Umwelt vor uns zu rechtfertigt.

Oder nicht ?“

Wir sind alle streben kognitive  Kohärenz (geistige Entsprechung [stabiles Weltbild]) an.
Das bedeutet, dass neue Informationen so zurechtgebogen werden, bis sie zu unserem Weltbild passen,
damit unser Weltbild stabil bleiben kann. Denn nichts bringt uns so sehr durcheinander,
als wenn wir unser Weltbild verändern müssten. 😉

Aber genau das ist dringend notwendig (s. Blog Notwendig), denn mit unserem bisherigen Weltbild, machen wir unseren Planeten kaputt.
Es taugt nichts, denn es sieht uns nicht als Teil der Natur, sondern als deren Herrscher.
Und nichts ist der Wirklichkeit ferner, als diese irrige Annahme !

Doch es ist nicht mehr üblich, sich mit Philosophie, verschiedenen Weltanschauungen, Religionen o.ä. zu beschäftigen.
Wo also soll der moralische Kompass geeicht werden ? Vor (a)social media, waren Eltern und Großeltern dafür zuständig,
Menschen aus den Heranwachsenden zu machen.

Die vielfältigen Einflüsse der Eltern, Großeltern, der Familie, Gesellschaft und Schule sorgten dafür,
dass man ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft wurde.

Hatte die Moral Defizite, suchte man die „Schuld“ in der Erziehung. Aber heute kümmert es kaum noch jemanden,
was für Menschen die Kinder werden.
Die Großeltern sind Großteils aus dem Familienverband gedrängt worden und erfahren keine Wertschätzung ihres Wissens.

 „Moralischer Kompass“ „0027- 2000“ „ab ca. 2000“ (Ich- ich/ich- ich- …!)

Wir haben uns nach und nach von der Jahrtausende währenden kollektiven Weisheit entfernt, haben altes Wissen ausgelagert
und der Nachwuchs ist großteils nicht einmal dazu fähig, sich mit Nahrung zu versorgen.
Sie verhungern neben einem Feld, weil sie nicht googeln können, was da wächst und wie man es zubereitet

Ich plädiere also noch einmal dafür, sich ganz bewusst mit sich auseinanderzusetzen. Dafür braucht es Geduld,
Geduld mit sich, den „nervösen“ Gedanken (monkey mind) und daraus entstehender Nachsicht.
Doch diesmal ehrlich, ohne die Realität unserem Denken anzupassen, sondern umgekehrt (s. „Erkennen“ o.).

Nicht die Welt muss sich uns anpassen, wir müssen unser Denken und Verhalten der Welt anpassen !
Nur dadurch konnte sich der homo sapiens durchsetzen und ausbreiten. Doch seit etlichen Jahrzehnten agieren wir so,
als müsste sich die Natur unseren Wünschen beugen und wundern uns, wieso die Natur so reagiert.
Wir sind nicht die Krone der Schöpfung, sondern deren Krönung ! 😉

Es ist dringend nowendig (s. Blog o.), dass wir uns besinnen. Zur Besinnung brauchen wir Geduld, während sich diese gleichzeitig erhöht,
je öfter wir uns besinnen. Sagen wir also, „ich komme nicht zur Ruhe, wenn ich es versuche„, brauchen wir die Besinnung umso mehr.

Je öfter wir etwas üben, desto leichter fällt uns das Geübte. Also nur Mut und Geduld. Es mag Anfangs schwer sein, zur Ruhe zu kommen
und sich zu besinnen. Dann üben wir eben so lange, bis wir zur Ruhe kommen und machen uns dann an die Besinnung.
Denn jedwede Besinnung braucht einen ruhigen Geist. Und seid gewiss, es lohnt jede Anstrengung !

Das ist einer der Gründe, wieso uns (a)social media und Co. keine Minute Ruhe gönnen.
Je mehr Aufmerksamkeitspunkte wir abarbeiten, desto länger sind wir online, desto mehr verdienen (a)social media
und desto weniger können wir einen klaren Gedanken fassen, also „zwingt“ Euch zur Ruhe, damit Ihr überhaupt nachdenken könnt.
Sonst reagiert Ihr nur, anstatt etwas zu tun !

Is Odil

Um „Besinnung“ etwas stärker zu beleuchten :

Sich besinnen heißt einhalten,
sich die Folgen seines Tuns klarmachen.

Man besinnt sich einen Augenblick,
d.h. man hält ein im Handeln,
oder im schnellen Gespräch.
ehe man eine Antwort gibt,

man verlässt die gerade Linie der Aktion,
um sich seines Tuns in einem größeren
Zusammenhang zu vergewissern,
(Bollnow)