Sorry

Ein Christ sollte wissen,
dass er für seine Taten
einst zur Rechenschaft
gezogen wird !

Lichtblicke

Lichtblicke

Es wird Zeit, nach all den Hiobsbotschaften auch über ein paar „Erfolgsgeschichten“ zu schreiben.
Es gibt noch enorm viel zu tun und wir stehen erst am Anfang.

Aber wir sind leider uneinsichtig und scheuen jedwede Veränderung.
Dabei muss sich so viel grundlegend ändern und das schneller, als gedacht.

Wir haben schon mehrfach bewiesen, dass wir uns ändern können. Man denke nur zurück an die Einführung der Gurtpflicht.
Viele waren schnell mit irgendwelchen Argumenten der Beengung oder der Angst, der Gurt könnte Verletzungen verursachen, zur Stelle.

Doch sprachen die sinkenden Zahlen der Unfalltoten und die Abnahme von Verletzungen Bände,
und die Gurtpflicht setzte sich in der Gesellschaft durch.
Ebenso das Verbot des Rauchens im Auto, in Gaststätten oder öffentlichen Gebäuden.

Was sind Raucher dagegen Sturm gelaufen. Jedwede Ausrede war ihnen recht und doch haben sich zum Glück die Nichtraucher durchgesetzt,
die nicht mehr willkürlich dem Passivrauchen ausgesetzt waren. Die Zahlen von schweren Lungenerkrankungen ging deutlich zurück.

Die Tabakindustrie und leider auch andere (wie unvernünftig Rauchen ist, dürfte allen klar sein !) liefen dagegen Sturm
und hohe Funktionäre behaupteten damals allen Ernstes (unter Eid), Rauchen sei nicht schädlich.

Heute können wir uns kaum mehr vorstellen, dass es in meiner Kindheit normal war,
dass man mit rauchenden Personen im Auto sitzen musste.
Noch eine „Erfolgsgeschichte“, die zum Glück leiser ablief, war das Verbot des Einsatzes von FCKW als Kühlmittel,
als Treibmittel in Spraydosen oder Schaumstoffen, als Reinigungsmittel oder sogar als sogenanntes „Dosieraerosol“ in Medikamenten.

Das wurde ohne Murren hingenommen, denn das Ozonloch bedrohte uns alle. Also siegte die Vernunft und Meckerer verstummten bald.
Es wurde 1987 maßgeblich durch das „Montrealer Protokoll“ (1987) initiiert, die Produktion schrittweise eingestellt
und 2010 endlich weltweit verboten. In Deutschland endete die Produktion bereits 1994.

Mittlerweile baut sich die Ozonschicht wieder auf, denn es brauchte 30 Jahre, bis der Klimaschadstoff FCKW bis in die Ozonschicht gelangte
(in 15-30 [teils 50] km Höhe) und das Ozonloch (nicht wirklich ein Loch, sondern eine geringe Schichtdicke) schließt sich seither wieder.

Zu erwähnen wären noch der teilweise erfolgreiche Schutz der Walpopulationen.
Das freut mich besonders, denn Wale sind sogenannte „Keystone Species“ (s. Blog Schlüsselarten +).
Sie erhalten durch ihre Art zu Leben ihr gesamtes Ökosystem. Ohne sie sähen unsere Meere völlig anders aus.

Es gäbe weniger Phytoplankton (pflanzliches Plankton [Algen]), dadurch weniger Zooplankton (tierisches Plankton[Hüpferlinge, Krill, ..).
Durch das knappe Nahrungsangebot weniger Fische und somit weniger Wale. Gerade an Walen kann man hervorragend sehen,
wie positiv sich der Schutz bestimmter Spezies, auf das gesamte Ökosystem und dessen Artenvielfalt auswirkt.

Kurz in Erinnerung gerufen : Wale fressen Phytoplankton, Zooplankton, Krill, schwimmen durch die Ozeane
und düngen das Meer mit ihren Ausscheidungen. Wodurch die Nahrungskette versorgt wird, an deren Spitze die Wale stehen
und sie somit ihre Umwelt aktiv gestalten.
Natürlich nicht bewusst, aber ihre Nahrung kommt aus dem Kreislauf des Lebens und sie halten diesen am Laufen,
indem sie die Nährstoffe wieder an den Anfang der Nahrungskette, von der ihr Leben abhängt, abgeben !

Mit dem internationalen Walfangverbot haben wir uns wahrscheinlich das größte Geschenk gemacht.
Die Bestände erholen sich sichtlich und somit gelangen die von ihnen aufgenommenen Nährstoffe in größeren Mengen in die Weltmeere.

So können sich Phyto- und Zooplanktonauf der ganzen Welt vermehren.
Das stärkt wiederum das Vorkommen von Krill, Fischen und Larven der Fische, die zum Heranwachsen Nahrung brauchen, Muscheln etc.

So ist die Voraussetzung für ein funktionierendes Ökosystem „Ozean“ gegeben. Damit die, die die Klimakatastrophe überleben
auch genügend Nahrung finden und nicht verhungern.

Im Hinblick auf unsere Gesundheit hat die Forschung vermehrt sogenannte „Phagen“ im Visier.
Sie könnten bald die, durch den inflationären Einsatz von Antibiotika, wirkungslos gewordenen Antibiotika ersetzen.

Phagen sind eine spezielle Art von Viren (auch Bakteriophagen [Bakterienesser]),
die sich jeweils auf ein bestimmtes Bakterium spezialisiert haben und sich gezielt in ihm vermehren.
Wie wirksam Phagen sind und dass Bakterien noch keine Resistenzen entwickelt haben, sieht man an unserer Darmschleimhaut.

Es ist leider etwas klein und man kann die Beschriftungen nicht lesen. Von oben nach unten liest man :

  1. Darmbakterien
  2. Darmschleimhaut + Bakteriophagen
  3. Darmzellen
  4. Darm- assoziiertes Immunsystem

Im Darm befindet sich der Nahrungsbrei. Von dort dringen Nährstoffe, aber auch unerwünschte Darmbakterien in die Schleimschicht ein.
Dort befinden sich viele Phagen, eine jede Art ist auf ein Bakterium angepasst.
So werden eindringende, unerwünschte Bakterien dort unschädlich gemacht.

Nährstoffe und die überlebenden Keime, gelangen so, bereits „gesäubert“ ins Blut und dort  befinden sich 70- 80 % der Immunabwehr.
Man kann sich leicht vorstellen, welchen Einfluss unsere Ernährung auf unsere Gesundheit hat.

Je abwechslungs-und ballaststoffreicher wir uns ernähren, desto vielfältiger ist unser Mikrobiom.
Denn jedes Nahrungsmittel wird von anderen Bakterien aufgeschlossen.
Je vielfältiger unser Mikrobiom ist, desto dicker ist die Schleimschicht und desto vielfältiger sind auch die Bakteriophagen.

Das bedeutet, dass die meisten Keime bereits durch die Phagen in der Darmschleimhaut unschädlich gemacht werden.
Der Rest wird von Immunzellen erwartet und unschädlich gemacht, bevor sie sich verbreiten können.

Aber auch, dass die meisten blinden Konsumenten, die keine Kontrolle über sich haben, durch ihre einseitige Ernährung
und dem Konsum der hochverarbeiteter Lebensmittel mit Zusatzstoffen ein eintöniges Mikrobiom,
dadurch eine reduzierte Darmschleimhaut mit eintönigen Phagen und eine erhöhte Zahl an Keimen haben,
die die im Blut vorhandenen Immunzellen überfordern und die Wahrscheinlichkeit von Infektionen steigt.

Colitis ulcerosa ist da ganz vorne mit dabei. Das ist eine entzündliche Darmerkrankung, bei der der Darm entzündet ist.
Eine gesunde Ernährung (ich schreibe oft darüber), kann da sehr viel bewirken.

Anyway, Phagen sind recht gut erforscht. Denn russische Mediziner haben sich auf sie konzentriert,
während der Westen sich auf die Entwicklung von Antibiotika fokussierte.
Doch wie sich zeigt, sind Bakterien im Nu dazu fähig, Antibiotikaresistenzen zu entwickeln.
Eine Phagenresistenz ist noch nie beschrieben worden !

Die Evolution hat während Millionen von Jahren keine Abwehr gegen Phagen entwickelt.
Was sie besonders wertvoll macht, denn immer mehr Keime werden immun gegen bestimmte Antibiotika.
Sie sind also unsere große Chance im Kampf gegen Krankheiten.

Eine andere große Chance ist das Verbrennen von Eisenpulver, um die Energiekrise dauerhaft zu bewältigen.
Diese Verbrennung geschieht komplett ohne CO2 Freisetzung (s. Blog Endlos).

Es wäre die Lösung, denn es müssen nur geringe Umbauten an bereits bestehenden Kohlekraftwerken geschehen
(die ohnehin Kohlestaub und keine Briketts verbrennen).
Vorhandene Infrastruktur könnte dazu genutzt werden, in Industrieländern verbranntes Eisenpulver über den Äquator
in sonnenreiche Länder zu verschiffen. Wo sie dann mit bereits in Bau befindlichen Solaranlagen
mittels grünem Strom wieder reduziert werden.

Diese Eisenpulver kann nun zur erneuten Oxidation in Industrieländer verschifft werden.
Es wäre, wenn man das Problem des Schiffsantriebs löst, ein perfekter, CO2– freier Kreislauf.
Wir hätten unser Energieproblem CO2– frei gelöst und sonnenreiche Länder könnten durch ihn enorme Einkommen haben.

Ich hoffe, ein wenig zum Verständnis beigetragen zu haben !

Is Odil

Der Kern der ‚Zivilisation
besteht nicht
in der Vermehrung der Wünsche,

sondern im bewussten
und freiwilligen Verzicht
auf sie.
(Mahatma Gandhi)

s.Blog Unverzichtbarer Verzicht