Wasserwirtschaft

Kein schöner Anblick, ich weiß, aber wir müssen uns an ihn „gewöhnen“,
denn wir haben jahrzehntelang ausschließlich für die Industrie gewirtschaftet.
Alles andere, als nachhaltig. Das ist nur eine Konsequenz davon !

In der Arte Doku „Wohin die Flüsse verschwinden“ (Arte Doku bis 08.08.24 verfügbar) wird es deutlich.
Lediglich 10 % des Wassers wird für Haushalte verbraucht, 20 % braucht die Industrie
und 70 % werden in der Landwirtschaft verbraucht.

Es greift mal wieder eins ins andere. Durch unsere Art zu leben und zu wirtschaften, „gewöhnen“ wir uns an einen hohen Fleischkonsum,
der leider für viele noch ein Zeichen des Luxus ist. Durch die hohe Nachfrage an Massen von billigem Fleisch, werden Futtermittel,
Tiere und Fleischerzeugnisse, um die ganze Welt transportiert und mit ihnen wird auch das gesamte Wasser,
das zu deren Produktion aufgewendet wurde, mit verschifft. Das meint man mit sogenanntem „virtuellen“ Wasser.

Im Bericht wird deutlich, wie unachtsam wir mit der Ressource Wasser umgehen. Es wird aber auch gezeigt,
dass z.B. mit Hilfe der indischen Umweltaktivistin Vandana Shiva und einer naturnahen Bewirtschaftung,
sich nicht nur der Boden erheblich verbessert (s. auch Blog Lebensborn o. unten , u.a.), auch die Speicherkapazität des Bodens
(wie viel Wasser der Boden speichern kann) nimmt zu, so dass das Wasser vor Ort den Grundwasserspiegel hebt.

Es ist nur ein Beispiel aus Indien, weil dieses Land sehr von industrieller Ausbeutung und den Folgen unseres Konsums betroffen ist.
Auch in Europa gibt es unzählige Projekte, die den Boden verbessern (s. Blog Boden gut machen)
und damit gleichzeitig Hoch- und Grundwasserschutz betreiben, wovon wir alle profitieren.
Doch gibt es davon noch viel zu wenig.

Unser Wirtschaftssystem ist darauf ausgerichtet, Geld zu schaffen. Aber die gewonnenen Gelder kommen nicht vielen Menschen zu Gute,
sie machen nur ein paar unanständig reich. Auf den Folgekosten bleibt die Allgemeinheit sitzen.

Alle „Zivilisationskrankheiten“ sind entweder direkte oder indirekte Folge der Täuschung und dem Wirtschaften der Nahrungsmittelindustrie.
Und nicht sie zahlt für die Folgen, sondern die Allgemeinheit, so dass keinerlei Anreiz besteht,
unsere Nahrung besser und ehrlicher zu machen (s. auch Beispiel Besseresser).
Das ist möglich und mittlerweile ist der Verbraucher auch bereit, mehr für Qualität zu zahlen.
Weswegen sich alle mit natürlichen, naturnahen, klimaneutralen, … Werbeversprechen schmücken, denn das kurbelt den Umsatz an
(s. Blog Begriffstäuschung u.a..).

Durch die angehäuften Gelder der Reichen und Superreichen, könnten lohnende, effektive Konzepte und Techniken gefördert werden,
aber sie vermehren lieber ihr Geld, statt für unser Überleben zu sorgen.

Wir haben trockene Gebiete zu „Kornkammern“ gemacht, indem wir Unmengen an Wasser zurückhalten, das dann für den Flusslauf keinen Wert mehr hat,
denn nach dem Anzapfen, vertrocknen die Flüsse oder wandeln ihren Charakter zu einem stehenden Gewässer,
werden von Algen überwuchert und verschmutzen.

Sie haben keinerlei ökologischen Wert mehr. Unser Konsum sorgt dafür, dass weltweit natürliche ökologische Flussläufe ausgebeutet werden,
für natürliche Prozesse unbrauchbar gemacht werden und so jedweden Nutzen für uns einbüßen. Das nur, weil wir nicht global denken !

Es ist ein Problem in allen Sparten. Die Industrie hat zu lange und zu sehr nur auf schnellen Profit hingearbeitet.
Das vorwiegend deshalb, weil wir dem billigeren den Vorzug gaben. So entstand fast fashion,
Viehzucht in ausuferndem Maß, Raubbau an Ressourcen, ungesunde Lebensweise,
Verbrauchertäuschung statt –befriedigung, …

Ich könnte diese Aufzählung den ganzen Blog lang betreiben, aber ich hoffe, es wird klar, dass unser Konsum, gepusht von der Industrie,
auf allen Ebenen zu toxischem (giftigem) Verhalten geführt hat. Nun fallen uns die Auswirkungen unseres Konsums auf die Füße.
Wir sind sehenden Auges in die Katastrophe geraten, also nicht plötzlich oder überraschend
(s. Club of Rome, Blog Klimaverbrecher, exxon studie,u.a.).

Schon seit Längerem gibt es auf der ganzen Welt Projekte für biologischen Landbau, mit beachtlichen Erfolgen
und extrem positiven Auswirkungen auf die Menge und Qualität des Grundwassers,
auf die Biodiversität des Landes, auf die Lebensqualität …

Gier bring uns nicht weiter, sondern um !

Wir müssen unsere Gier in den Griff bekommen, müssen wieder Herr über unsere Triebe werden.
Schon Paracelsus wusste: „Die Dosis macht das Gift !“ und spricht nicht von der Qualität, sondern nur von der Menge.
Ein „zu viel“ von irgendetwas, vergiftet uns und kann uns, entgegen den Illusionen der Werbung, nicht glücklich machen
(s. Blogs Glück der Blog, Zufriedenheit).

medén ágan (nichts allzu sehr)“
habe ich mir vor Jahren tätowieren lassen.

Alles in Maßen und nur im richtigen Maß, macht uns zufrieden und wir sparen so viel, dass wir richtig gute Qualität kaufen können,
Qualität muss wieder oberstes Ziel jedes Konsums sein. Dann brauchen wir weniger (s. Blog Unverzichtbarer Verzicht),
sparen Geld und unsere Investitionen in Qualität, wirkt sich auf die gesamte Lieferkette aus.
Denn wenn es mal zur Industrie vorgedrungen ist, dass wir nur Qualität kaufen, wird nicht mehr nur billig,
auf Kosten der Umwelt und der Menschen, produziert
und plötzlich rechnet sich eine regionale Produktion von qualitativ hochwertigen Produkten wieder.

Es ist fatal und in 100 Jahren wird man den Kopf darüber schütteln (zumindest, wer dann noch lebt), aber die Industrie
(allen voran die Ölindustrie), agiert immer noch vollkommen rücksichtslos und gaukeln uns vor,
sie hätten verstanden und täten viel.

Gequirlte Kacke

Sicher tun sie etwas, Betonung liegt auf etwas. So investieren sie beispielsweise in eintönige Aufforstungsprojekte,
die selbst nach Jahrzehnten ungestörten Wachstums nicht an die ökologischen Leistungen eines gewachsenen Ökosystems heranreichen,

Böden werden nicht verbessert, das Grundwasser nicht aufgefüllt, dorthin gelangtes Wasser nicht gereinigt
und die Sauerstoffproduktion ist geradezu lächerlich und kein Ersatz dafür, was sie auf Erden anrichten !

Durch den sogenannten „Rebound- Effekt“ erlauben sie sich noch größere Umweltzerstörung, weil sie ja so viel „gut machen“.

Es hat genug Bildungsopfer, die der Konsequenzen ihres Handelns gar nicht bewusst werden können,
weil sie einen verschwindend kleinen Horizont haben. Sie können oft nicht wissen, was sie tun !
Aber der Evolution ist das egal !

Wir in Europa haben es noch vergfleichsweise gut, verglichen mit den Extremen in Afrika, Indien, Bangladesh, Südamerika, …
Haben wir noch moderate Dürren oder Übeschwemmungen, sind die Ausmaße in diesen, von der Industrie (also von uns)
ausgebeuteten Regionen zig- fach dramatischer !

Lasst uns endlich etwas tun !

(s. alternative Haushaltsmittel oder Spartipps oder Internet)

Is Odil

Zum Thema „fehlender Horizont“.

Die Grundverfassung deiner Seele
wird so sein, wie die Vorstellungen,
denen du nachängst.

Denn die Seele wird
von den Vorstellungen gefärbt.
(Marc Aurel)

Wie traurig, wenn man keine Vorstellungen hat !