Ein kleines Essay über Fluch und Segen der technischen Entwicklung. Seit Beginn der Industrialisierung wurde
die Technik vorangetrieben und ganze Berufs- und Ausbildungszweige entstanden, nur um sie weiter zu entwickeln.
Um Menschen zu befähigen, Technik und Systeme zu entwickeln.

Der Zeitgeist war: „Alles ist technisch lösbar !“ und es entstand der Glaube, dass Technik alles möglich mache.
Die Wertschätzung des „Fortschrittes“ stieg, während die Wertschätzung althergebrachten Wissens sank.
Sie sank ins Bodenlose und der „moderne“ (modernde 😉 ) Mensch tat sie ab, sie war im lästig, denn sie stellte sein Vorgehen in Frage.

Bedauerlicherweise hat die Entwicklung immer mehr dazu geführt, dass die Ausbildung des Menschen und damit auch der menschlichen Psyche, sich immer weiter von den Lebenslehren entfernte und man diese in manchen Bereichen sogar gänzlich verwerfen musste,
um das goldene Kalb dieser Zeit zu mästen.

Allenthalben ging es um Profit und der hat rein gar nichts mit den Lehren der Evolution zu tun.
So trennten sich die Wege dessen, was gut ist und was technisch möglich gemacht wurde.

Die Entwicklung ging so weit, dass man für die technisierte Welt, alles, was einen Menschen ausmacht und es ihm ermöglicht,
klug, moralisch und vorausschauend zu handeln, „eingespart“ wurde.

Die geistige Bildung fiel dem Effizienzwahn anheim ! Doch anstatt immer schlauer, wurden die Menschen immer bequemer, träger,
denkfauler und überließen „Assistenzprogrammen“ das Denken.
So wurden wesentliche Teile des Potentials im Menschen, nicht gefordert. Man hat nicht gelernt, Problemlösungen zu finden
und so verkümmerte dieses Potential zusehends.

Der Mensch wurde, auch durch die „ach so praktische“ Technik, immer weniger gefordert und ist durch die Art der Kommunikation
einsilbig geworden (in der Sprache, wie auch im Denken). Zu viel hat er hinnehmen müssen, weil es angeblich nicht machbar sei.
Also gab er sich damit zufrieden und versuchte nicht einmal, etwas besser zu machen.

Die psychische Entwicklung des Menschen blieb hinter der technischen zurück. Jetzt haben wir die Situation, dass wir keinen technischen
oder moralischen „Nachwuchs“ haben. Wir müssen Moral und technischen Verstand importieren. Es gibt immer mehr, die Technik nutzen, doch immer weniger, die überhaupt in die Lage versetzt werden, diese zu entwickeln oder sie zumindest zu verstehen.

„Da ist das Mikro, der Lautsprecher ist auf der anderen Seite !“ 😉

Einerseits haben wir das Glück, dass die Länder, die wir neu kolonialisierten (s. Blog Ghostbusters ) in der Lage sind,
bzw. noch nicht so kaputt sind, dass sie nun die Fachkräfte liefern können, die wir benötigen,
um weiter technische Systeme zu entwickeln.
Aber, und es ist offensichtlich, es sind jetzt mehr denn je, Werte gefragt, eine Ethik des Handelns.

Und dieses Wissen kann nur von außen zurückkommen. Denn wir haben es „outgesourced“,
es für unnötig gehalten und uns von ihm abgekoppelt. Die wenigen die noch wissen, sind mundtot gemacht !
Wir haben zu viele Erfahrungen, die uns das Überleben sicherten, verworfen, abgeschoben, „outgesourced“ !

Es braucht eine Wende in den Moralvorstellungen, eine Bildung im geistigen Bereich, um Menschen zu richtigem Verhalten zu bewegen.
Die leise Stimme des Gewissens ist da, sie war schon immer da.

Aber die laute Stimme des Egos, das durch die Technik aufgeblasen wurde, übertönt sie.
Mit zunehmender Weisheit , wird die Stimme des Egos leiser, doch wenn man die Stimme des Gewissens vernehmen könnte,
findet man sich im Altenheim wieder oder wurde sonstwie „ruhiggestellt“.
Weisheit hat keinen Zugang zum Leben mehr und so fehlt sie, ohne dass die Brüllaffen es überhaupt bemerken können.

Doch Lebensjahre alleine machen nicht weise, sie machen wohl empfänglicher. Und die meisten Menschen „füttern“ ihr Ego zeitlebens,
so dass sie nie in den Genuss dieser Stimme kommen und vorher unglücklich versterben.
Häh, war’s das jetzt ? Ich hab doch noch gar nicht … !

Durch den Technikwahn, hat man das Potential der Weisheit frühzeitig aus dem Sozialleben verbannt (Generationen haben sich isoliert).
Doch der Mensch ist nur ganz, wenn er alles vereint und integriert (Hagal, remember ? s. Notwendig )

Weise Menschen haben eine andere Sicht auf die unheilvolle Entwicklung und sehen die Wand, auf die die Gesellschaft kollektiv zusteuert.
Aber sie waren uns ja lästig, nur ein unbrauchbarer Klotz am Bein, den man durchfüttern musste. Unnützes Leben eben !
Weisheit erfuhr keinerlei Wertschätzung, wurde abgeschoben, aus dem Leben verbannt und auf Luxus reduziert.

Denn der „Genuss“ ihrer Rente, war alles, was ihnen an Lebensinhalt blieb und was man ihnen gerade noch zugestand.
Doch ohne Kontrast, ist viel freie Zeit schwer zu ertragen, zumal wenn man kein Geld hat. Der Geist braucht eine Aufgabe,
der Mensch ist „kompetitiv“ (wettkampforientiert, vergleichend) und braucht eine gefühlte positive Entwicklung in allem was er macht.

Erst das und das „nicht stehenbleiben und sich mit dem Status Quo zufrieden geben“, hat viele Entwicklungen
und eigentlich alle Entdeckungen erst möglich gemacht. Die immerwährende Frage nach dem „und was ist dahinter“,
machte den Erfolg des Homo sapiens aus.

Doch wir verbannen gelebtes Leben aus dem Sozialleben, wir verbannen körperlich Eingeschränkte aus unserem Leben und stellen sie ruhig,
wir wollen Gleichheit in allen Belangen und Diversität ist uns ein Greuel.

Aber ohne die Weisheit derer, die andere Erfahrungen machten, machen mussten, ist alles nur noch genügend,
denn man will ja nichts für Qualität zahlen und es hält, wenn man Glück hat, die Garantiezeit,
es schmeckt alles gleich und ist ein Chemiecocktail, …
Soviel zu unnützem Leben !!! 😉

Vom tosenden Sozialleben her gesehen, geht es mir ja gut. Ich bekomme Grundsicherungsrente und muss damit auskommen,
ohne irgendeine Perspektive zu haben.

Plötzlich (durch eine Hirnblutung), hatte ich zu viel Zeit, aber zu wenig Geld.
Viel schlimmer jedoch, ist die soziale Ausgrenzung. Keinerlei Rolle einnehmen zu können, die Perspektivlosigkeit, …,
denn für alles Soziale benötigt man Geld, sonst stößt man schnell an Grenzen und ist der, der „Probleme“ macht.

Es besteht faktisch keine Chance, denn irgendwann, hat man sich aus dem Rollstuhl gekämpft, sich beigebracht,
wie man mit Bildbearbeitung umgeht, sich ein Tabellenkalkulationsprogramm beigebracht und Dateien angelegt
(zur Übung und unter Downloads), … , sozusagen alles gemacht.
Und hat nun Mühe, den Tag zu strukturieren.

Woran man Interesse hätte, kann man nicht tun
und was man tun könnte, interessiert einen nicht.

Der erste Arbeitsmarkt scheut Investitionen (die für mich gar nicht nötig sind) und jede Kreativität mündet in Selbständigkeit.
Theoretisch könnte ich, doch es ist derart gestaltet, dass ich entweder für einen Hungerlohn arbeitete oder gleich 1 200,– € Reingewinn
(nach Steuern) machen müsste, nur um so leben zu können, wie bisher.
Abgesehen vom Arsch voll Arbeit, den ich hätte.

Ich kann nicht einmal ein Spendenkonto eröffnen, um irgendwas unterstützen zu können.
Denn sobald es auf meinen Namen läuft, wird es zu meinem „Vermögen“ dazugerechnet.
Ich kann also nicht einmal ungestraft helfen ! 😉

Deswegen habe ich nun auch diese Webseite, betreue einen Radiosender, gestalte Memes (unter Memes) und versuche mir,
und jetzt komme ich zurück, einen Kontrast zwischen „Arbeit“ und Freizeit zu schaffen.
Man kann Freiheit erst genießen, wenn man eine Vorstellung von Zwang hat. Man kann den Abend erst genießen, wenn man den Tag kennt, …

Darum „schaffe“ ich mir Struktur in meinem ereignisarmen Leben. Damit ich es auch genießen kann, nichts zu tun.
Damit eine Grenze zwischen „noch etwas vorhaben“ und „Freizeit“ besteht.

Wie wichtig eine Struktur ist, habe ich zeitlebens erlebt, habe ich beim Alkoholentzug erlebt, habe ich beim Abgewöhnen des Rauchens erlebt, erlebe ich bei jeder „Bearbeitung“ ungeliebter Gewohnheiten.

Aber ich schwafel ab, denn das ist ein anderes Thema (meines Buches).

Unsere Kinder wurden immer gleichgültiger, erfuhren keine Erziehung, keine geistigen Vorstellungen und ihnen blieb nur ihr Ego.
Denn was man ihnen seit Geburt an vorgelebt hat, ist „klein beigeben“, eine zur Schau Stellung von Machtlosigkeit gegenüber den,
von der Werbung aufgepeitschten, „Wünschen“, eine schwache Haltung gegenüber dem inneren Schweinehund,
eine Schwäche des Charakters, …

Aber das Leben erfordert einen anderen Geist, der in diesem Clip gut dargestellt wird.

Achilles (Brad Pitt) soll, an statt des Heeres, gegen Boagrius kämpfen, um die Schlacht zu entscheiden
und unsägliches Blutvergießen zu vermeiden.

Nehmen wir Achilles als unsere Seele und Boagrius als die Herausforderungen des Lebens (anderes Heer).
Man kann sehen, wie leichtfüßig, vorbereitet, trainiert und furchtlos Achilles auf Boagrius zuläuft.
Er weicht den Attacken (des Lebens) aus und setzt einen, EINEN wohl platzierten, tödlichen Hieb. Danach fragt er das Heer der anderen:
„Ist das alles ? Ist das wirklich alles ?“

So geht jemand der die Lebenslehren beherrscht, mit dem Leben um, er ist gut vorbereitet (hat viel erlernt),
er kann alles geben und ist auf jeden Fall Sieger, auch wenn er den Kampf verliert.

Denn er war gut vorbereitet, gab alles und stellte sich dem Kampf. Hat also ein Kämpferherz bewiesen !
(Ich meine mit der maskulinen Form alle „Krieger“).
Wieso also fallen wir ? Damit wir lernen, wieder aufzustehen !

Heute jedoch, wird man aus sicherer Entfernung beleidigt, werden Menschen, durch unseren pervertierten Konsum, „fernausgebeutet“,
wird ferngesteuert getötet.
Es hat sich eine Kultur der Feigheit etabliert, die mir die Zornesröte ins Gesicht treibt.
Man muss die Konsequenzen eigenen (falschen) Handelns nicht erfahren und es fehlt ein Korrektiv der Handlungen !
Sie können nicht einmal wissen, was sie tun !

Und genau diese Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit und Feigheit, hat dazu geführt, dass man nur nach dem Preis schielt,
statt dafür Sorge zu tragen, dass der eigene Konsum, der eigene Komfort, nicht auf dem Leiden anderer basiert.

Man lernt eigentlich nur noch von sich selbst oder hat egozentrische Menschen um sich, und da ist eben die lauteste Stimme, das Ego.
Es ist mittlerweile unerträglich. Durch den Egoismus in den Industrien, befinden wir uns alle am Rand des Weltuntergangs
und es darf nicht mehr darüber diskutiert werden, ob etwas negative Folgen hat oder lieber nicht.
Denn er kommt, nicht katastrophenartig oder plötzlich, sondern wir spüren überall die Folgen
unserer jahrzehntelangen Vergewaltigung der Erde !
Alles wird zerredet, während manche sich noch eben die Taschen vollstopfen. Zum ziellosen Aktionismus kommt die Gelegenheit recht,
dass die Industrie im angrenzenden Büro ist !

😉

O tempora, o mores (Oh Zeiten, oh Moral !)

Man sollte Problemlösungen finden, um auf lange Sicht das Schlimmste abzuwenden und es jedem (zuerst den Betroffenen) ermöglichen,
ein sicheres Leben auf Basis der Gesetze des Lebens zu leben.

Doch wir erinnern uns, Problemlösestrategien wurden nie verlangt, man hat sie nicht gelernt und so sterben Menschen in Pflegeheimen,
weil man nicht weiß, was richtig ist. Ein unhaltbarer Zustand !

Und leider ist es in allen Bereichen so, ungebremst zählt nur die Effizienz, nicht aber die Effektivität.
Konkret, eine Mutter hat vor langer Zeit von ihrer Mutter gelernt, dass man Säuglinge öfter einmal aufrecht halten oder hinsetzen sollte,
damit sie abhusten können.

Doch im Pflegeheim liegen schwer demente Patienten nur rum, und die Lunge füllt sich langsam mit Sekret.
Eine Mutter vor 30 Jahren hätte sie wenigstens zum Abhusten hingesetzt, weil sie darum wußte.

Heute jedoch erstickt der Mensch langsam, weil die Pfleger keine Ahnung von unterstützender Körperhaltung zum Abhusten haben,
was dann natürlich auch nicht geschieht.
Und einmal mehr heißt es: „Oops, tot, dabei haben wir alles getan.
Äh, NEIN !

Wir müssen aufbegehren, solange es noch Wissen gibt. Menschen, die um die Lebenslehren wissen
und sich nicht von dem ganzen Tand blenden lassen,
müssen die richtigen Entscheidungen treffen, um endlich gegenzusteuern !!!

Is Odil

Heute als „Geburtstagsspruch“:

„Alkoholische Getränke
sind im Warenhandel
unser größtes Absatzprodukt;

gesellschaftlich sind sie
unser größter Verbrecher;

moralisch und religiös
sind sie unser größter Feind.“
(Albert Schweizer)

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